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Texterella auf Reisen.

Abends am Strand. (Eine kleine Geschichte vom Darß.)

Halb neun Uhr abends, und es ist noch hell. Langsam wird der Strand leerer. Paare, manche mit Hund, flanieren am Wasser entlang, immer noch kreischen Kinder und Möwen um die Wette und eifrige Papas bauen Strandburgen, die sich nachts die Wellen holen werden. Irgendwo wird gegrillt.

Ich sitze im Strandkorb und schaue aufs Meer, das ich zu dieser Stunde besonders liebe. Die Luft ist lau, das Licht ist samtig, die Sonne spiegelt sich rotgolden in den Wellen, die langsam und ein wenig versonnen gegen das Ufer klatschen. Über was ein Meer wohl nachdenken mag?

 

Der Mann bringt zwei Gläser und eine Flasche kalten, sonnenuntergangsfarbenen Rosé aus unserem Ferienhaus gleich hinterm Aufgang. Wir reden. Schweigen. Reden wieder. Übers Leben. Über die Zukunft. Über Dankbarkeit. Darüber, was das Meer für uns bedeutet und dass uns der Darß einfach nicht langweilig werden mag. 

Ein aufblitzender Stern! Oder doch ein Satellit?

Langsam steigt die Dunkelheit hoch und bezieht den Himmel mit Sternen. Sind nicht wieder die Sternschnuppen unterwegs? Da! Was für ein heller Stern – oder doch nur ein Satellit? Wer kann das schon so genau wissen, wo die Brille doch im Ferienhaus auf der Anrichte liegt. Egal. Ich mag die Idee, dass es ein Stern ist, der aufblitzt. Lichtjahre entfernt und Millionen von Jahren alt. Wie klein und unwichtig ich doch angesichts dieses Universums bin. Ein winziges Aufflackern in der Menschheitsgeschichte, ach, noch nicht mal das!

Und trotzdem. Obwohl es so klein, so unwichtig und letztlich so belanglos ist, liebe ich dieses Leben. Auch dafür, das es mich alljährlich an diesen kleinen Strand bringt und mich hier angesichts der Großartigkeit des Universums und der Schönheit der Natur Demut lehrt. Es ist ein schönes Leben, nicht nur deshalb, aber auch. 

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5362 8 Texterella auf Reisen. 13.08.2020   texterella unterwegs, ostseeliebe, darss 2020, darss 2019, darss 2018, darss, ahrenshoop

8 Kommentare

  • Kristina
    am Dienstag, 08. September 2020 um 00:18 Uhr
  • Heike Z.
    am Freitag, 14. August 2020 um 09:12 Uhr

    Liebe Susanne,
    ich habe mich noch in keinem Urlaub so sehr mit dem Himmel beschäftigt,  wie im Darß am Strand. Demut lernen, so schreibst du, ist die wahre Erkenntnis hierfür. Ich war das erste Mal an der Ostsee, und muss sagen, ich habe mich in sie verliebt. Der Strand, das Meer, der Himmel, die Seebrücken….da braucht es kein Grand.
    Ganz liebe Grüße
    Heike

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Cleo
    am Freitag, 14. August 2020 um 06:52 Uhr

    Hallo Susanne,
    ein tolle Lokation in Ahrenshoop ist die Dachterasse vom Grand, aber die wirst du sicherlich kennen.Ich kann dort stundenlang sitzen und auf die Ostsee schauen.Immer wieder ein Genuss…..das Essen ist auch sehr lecker.

    Gruss Cleo

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    • Susi
      am Samstag, 15. August 2020 um 10:10 Uhr

      Liebe Cleo,

      von der Dachterrasse habe ich schon gehört, war aber noch nie dort. Kann man dort auch als “Nicht-Hotelgast” hin?

      Liebe Grüße!

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  • Markus Reiferscheid
    am Donnerstag, 13. August 2020 um 22:45 Uhr

    Ich bin ja auch gerne am Strand. Ich arbeite als freiberuflicher Texter und kann halt locker auch mal am Strand arbeiten. Das macht meinen Beruf auf wirklich cool :)

    Liebe Grüße

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  • Silke
    am Donnerstag, 13. August 2020 um 07:03 Uhr

    Eine Sternschnuppe ist aber kein Millionen Jahre alter, Lichtjahre entfernter Stern, der aufblitzt, sondern ein Gesteinsbrocken, der in unserer Erdatmosphäre verglüht. Kann es sein, dass Du gerade Sternschnuppen (Meteoriten) und Supernovae verwechselst?

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    • Susi
      am Donnerstag, 13. August 2020 um 08:23 Uhr

      Lieben Dank für den Hinweis! Ich habe den Text nun ganz leicht abgeändert, damit er nicht mehr missverständlich ist. Denn natürlich kenne ich den Unterschied zwischen Supernova und Meteorit. ;-))))

      Liebe Grüße und einen schönen Tag!

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