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Hurra, es ist Sommer! Endlich muss niemand mehr Kaminholz schleppen, anziehen beschränkt sich maximal eine Lage und zum Essen gibt es Eis. Und Wassermelonen. Und Eis. Trinken: Zitronen-Minz-wasser. (Und abends Gin tonic. Ich liebe Gin Tonic – ich sagte ich das schon?)

Das sind die guten Seiten des Hochsommers, die schlechte lautet: akute Sonnenbrandgefahr! Man sollte nun meinen, dass die Nachteile ausgedehnter und vor allem ungeschützter Sonnenbäder inzwischen überall angekommen sind (Hautkrebs, Hautalter, Hyperpigmentierung, etc.) – aber wenn ich mich manchmal am See so umschaue, dann frage ich mich, ob das Wissen über Sonnenschäden immer noch auf dem Stand der Siebziger Jahre ist, wo man sich mit Tiroler Nussöl und LSF 3 schon als sonnenmäßige Spaßbremse fühlte.


Sonnenschutzprodukte mit hohem Lichtschutzfilter von Roche Posay, Vichy, Eucerin und Benefit

Hoher Sonnenschutz ist Pflicht. Nicht nur an sonnigen Hochsommertagen!


Man kann es also nicht oft und laut genug sagen: Liebe Frauen, cremt euch ein – und zwar mit hohen Lichtschutzfaktoren! Eure Haut wird es euch danken. Ich bin ganzjährig mit sehr hohem Sonnenschutz unterwegs – im Winter mit LFS 30, ab Frühjahr bis Herbst LSF 50. Immer. Das gehört für mich zur ganz normalen Pflegeroutine. Und ja, ich finde, man sieht meiner Haut diesen Schutz auch an. Nicht selten werde ich jünger geschätzt als ich bin. (Okay, liegt sicher auch am schmeichelnden Unterhautfett – aber trotzdem! ;-))

Anders als noch vor wenigen Jahren sind viele Sonnenschutzcremes, vor allem fürs Gesicht, heute so leicht, dass man sie kaum noch merkt. Man kann sie also wirklich jeden Tag anwenden, einfach auf die Tagespflege und unter die Foundation – sieht keiner, ich schwöre! Zumindest bei den Produkten, die ich dir heute vorstelle:

Eucerin Sun Gel-Creme Oil Control 50*

Keines der Produkte, die ich dir hier empfehle, hinterlässt einen Fettfilm auf der Haut. Eucerin Sun Oil Control aber mattiert die Haut sogar. Ideal für Menschen mit Mischhaut oder fettiger Haut. Oder einfach auch, wenn es richtig heiß ist und man auch im Gesicht schwitzt. Das Produkt nimmt diesen Glanz und hinterlässt ein absolut mattes Hautgefühl. Mir ist das Produkt an kühlen Tagen fast zu trocken – aber wenn meine Haut an heißen Tagen glänzt, ist es ideal! Wem LSF 50 zu hoch ist, für den gibt es diesen Sonnenschutz auch mit LSF 30.

La Roche Posay Anthelios Fluid XL Ultra-light 50+

Das Produkt war mein Begleiter durchs Frühjahr. Die Textur ist schön dünnflüssig und lässt sich gut verteilen. Das Produkt ist ein wenig reichhaltiger als das von Eucerin, allerdings ohne fettig zu sein. Darüberschminken ist kein Problem. In einem anderen Review las ich, das Produkt enthalte viel Alkohol. Das stimmt. Allerdings gehöre ich nicht zu den Alkohol-Phobikerinnen, zu oft habe ich von meinen medizinisch bzw. pharmazeutisch ausgebildeten Freundinnen gehört, dass diese Angst unbegründet ist – weil Alkohol schlichtweg schneller verfliegt als er schaden kann. Das Produkt gibt es auch in einer getönten Variante.

Benefit Dream Screen 45+

Hach, ich liebe die Retrooptik von Benefit! Für die Verkäuferin war es deshalb ein leichtes, mich vom Dream Screen zu überzeugen. Sicher, Benefit macht eher Color Cosmetics – aber diese Lotion ist dem Unternehmen wirklich hervorragend gelungen: Sehr dünnflüssig und ölfrei ist Dream Screen wirklich absolut unsichtbar – und auch unfühlbar. Erst hat man ein seidg-silikones Gefühl, dann verschwindet das Produkt einfach in der Haut. Was praktisch ist: Man kann den Dream Screen auch auf der Augenpartie verwenden – Lidschatten, Eyeliner und Co. halten trotzdem. Denn mal ehrlich, wenn etwas auf dem Sonnenschutzmarkt fehlt, dann ist es Augencreme mit Lichtschutzfaktor! (Genauso wie Handcremes im Übrigen, aber das ist wieder ein anderes Thema.)

Vichy Capital Soleil Transparenter Sonnenspray 50*

Dieses Produkt ist nicht speziell fürs Gesicht, sondern eher für den Körper. Vor allem Mütter mit sonnencremeunwilligen Kindern (und welches Kind ist das nicht!) werden es lieben, denn hier wird der Sonnenschutz einfach aufgesprüht. Der Sprühnebel ist ganz fein und zieht ein, ohne ein klebriges Hautgefühl zu hinterlassen. Selbst meine Kinder cremen sich damit ohne Murren ein – und auch ich liebe dieses Spray! Geht einfach fix, pappt nicht, macht nicht fettig. Den Spray gibt es auch mit LSF 30.

Kaufen kannst du die Produkte von La Roche Posay, Eucerin und Vichy in gut sortierten Apotheken, Benefit hat einen Online-Store.

Ich wünsch dir ein fabelhaft sonniges Wochenende – ohne Hitzschlag und Sonnenbrand! Creme dich gut ein, trink viel und leg dich mit einem guten Buch am besten unter einen Baum! So werde ich es auf jeden Fall halten.

*Unverbindliche PR-Samples

 
Susanne Ackstaller, Samstag, 04. Juli 2015, 10:56 Uhr
Kommentare: 3 | Aufrufe: 256 | Kategorie: Beauty, Hautpflege, Lieblingsprodukte | Tags: vichy sonnenspraysonnenschutzsonnencremeproduktreviewla roche posay anthelios xleucerin sun gel-creme oil controlbenefit dream screen
 

Kannst du loslassen?

Ich nicht. Loslassen ist eine mehr schwersten Übungen.

Das fängt beim Kleiderschrank an. Ein halber Schrank voller ungetragener Klamotten. Weil sie mir nicht mehr passen. Weil es ohnehin Fehlkäufe waren. Weil sich mein Geschmack ändert, und die Mode sowieso.

Dann der Keller. Ein Sumpf an ausrangierten Sachen – von den Weingläsern, die mich durch mein Studentenleben begleiteten, bis zur Duplo-Ritterburg und den Kuscheltieren meiner Kinder ... Hey, das war doch alles ein Teil meines Lebens! Das kann ich doch nicht so einfach weggeben, wegschmeißen ... oder vielleicht doch?


Geometrisches Kleid von Joseph Ribkoff

Klar und reduziert. So hätte ich mein Leben gerne! Eigentlich. (Kleid von Joseph Ribkoff, gefunden bei Breuninger*.)

Auch online könnte ich mal ausmisten. Ich schreibe ja nicht nur dieses Blog hier, nein, es existieren noch andere Projekte: textblog.de zum Beispiel, mein ältestes Blog. Entstanden 2002, war es über viele Jahre ein Ort für kleinere und größere Notizen. So was kann ich doch nicht so einfach abschalten! Auch wenn ich ihn schon lange nicht mehr pflege. Oder gruene-kosmetik.de – ein Naturkosmetikblog, das ich mit viel Elan begonnen habe, nach nur wenigen Monaten ging mir allerdings die Puste aus. Nicht, dass mich das Thema nicht interessieren würde, aber wohl doch nicht genug, um mir regelmäßig Zeit dafür zu nehmen. Dennoch: Abschalten, verkaufen, einfach damit aufhören – auch gedanklich – ich kann es einfach nicht. Behalten stresst mich aber auch.

Dabei bin ich kein Messie. Es ist für mich nur schwer, zu Dingen oder auch Projekten Adé zu sagen, die für mich irgendwann eine Bedeutung hatten. Die mich begleitet haben, zu meinem Leben gehörten. Es scheint mir so unfair, sie ad acta zu legen. Das haben sie einfach nicht verdient. Sie in meinem Leben zu behalten ist auch ein Zeichen der Wertschätzung.

Dabei weiß ich durchaus, wie befreiend sich Loslassen anfühlt. Wenn ich es zum Beispiel doch mal schaffe, den Kleiderstapel zur Nachbarschaftshilfe zu bringen. Oder eine Kellerecke frei zu räumen. Loslassen heißt ja auch etwas loswerden, und das Leben dadurch leichter machen. Es ist ein wenig, wie aus einem stickigen Raum kommen – und endlich wieder Luftkriegen. Doch, ich kenne dieses gute Gefühl.

Ich weiß, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin. Die eine oder andere von euch wird beim Lesen vielleicht nicken. Wer nun aber auf die ultimativen Tipps wartet: Ich muss euch enttäuschen. Eine wirkliche Lösung habe ich nicht. Es ist und bleibt ein ewiger Kampf.

Manchmal hilft mir die Erkenntnis, dass andere die Dinge, die mir das Leben vollrümpeln, wirklich gut gebrauchen können. Dass das, was mich belastet, woanders Freude macht, wertgeschätzt wird. Und dass Loslassen Platz für neues schafft. Und: Mein Leben soll ja kein Müllhalde sein. Kein Ort für abgelegte Kuscheltiere.

Und dennoch. Es ist schwer.

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Susanne Ackstaller, Donnerstag, 02. Juli 2015, 11:49 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 632 | Kategorie: Lifestyle | Tags: simplify your lifeloslassenausmisten
 

* Auch wenn ich immer noch das meiste neu kaufe: Kleidung aus zweiter Hand hat auf mich eine ganz besondere Faszination. Es schwingt doch immer ein Hauch von “Geschichte” mit, wenn man etwas trägt, das bereits woanders und mit jemandem anderen unterwegs war. Offensichtlich geht es nicht nur mir so, denn mittlerweile gibt es im Internet eine Vielzahl von Second-Hand- bzw. Vintage-Shops. Wer nun auf der Suche nach etwas bestimmtem ist, der muss jetzt nicht mehr jeden Shop einzeln abklappern, sondern kann die Vintage-Suchmaschine catchys nutzen. Klingt praktisch!


Vintage-Pumps von Prada

Vintage-Pumps von Prada. Leider zu klein – hat jemand Interesse? ;-))


* Dass wir alle viel zu viel Plastik verwenden, wissen wir. Wie schädlich dieses viele Plastik für unsere Welt ist, wissen wir auch. Und trotzdem fällt es uns schwer, auf Plastik zu verzichten. Gleich zwei neue Blogs beschäftigen sich mit diesem Thema: Kein Plastik mehr. Irgendwo muss man ja anfangen ... und Grüner wird’s (n)immer?! Auf dem Weg zu weniger Müll.

* Viele Frauen sind auf Dauer-Diät. Ständiges Kalorienzählen gehört so sehr zu unserem Leben, dass es uns teilweise gar nicht mehr auffällt. Die Gründe: Schlank ist schön. Schlank ist gesund! Zumindest über den zweiten Grund würde wohl niemand diskutieren. Bis jetzt. Denn: Ob Schlanke wirklich gesünder sind bzw. Dicke so viel ungesünder – damit beschäftig sich das Buch Body of Truth* der Amerikanerin Harriet Brown. Und nicht nur damit: Sie hinterfragt auch das Gesundheits- und Diät-Business als Ganzes. Der Krautreporter hat darüber geschrieben: Du bist nicht zu fett!


*Affiliate-Link

 
Susanne Ackstaller, Dienstag, 30. Juni 2015, 09:43 Uhr
Kommentare: 6 | Aufrufe: 468 | Kategorie: Meinungen, Kurznachrichten | Tags: vintageumweltplastikkurznachrichtengesundheitdienstagsschnipseldiät
 

Anja Weiligmann kenne ich schon fast ein ganzes Internet lang. Und seit fast drei Jahren – im Grunde seit ihrem 40. Geburtstag – bitte ich sie in regelmäßigen Abständen um ein Montagsinterview. Tja, man muss auch Geduld haben können, ne? :-) Erst mit ihren Antworten auf meine Interviewfragen habe ich den Grund für ihr Zögern erfahren: Sie wäre doch so unspektakulär. Interessanterweise höre ich genau diesen Einwand ständig: „Wieso ich? Ich bin doch so uninteressant! Und überhaupt habe ich doch gar nichts zu erzählen!“ Wie langweilig, fad und uninteressant all diese Frauen sind beweist ja der Erfolg dieser Serie: nämlich kein bisschen.

Endlich also auch Anja Weiligmann, die ich zu den spannendsten Frauen und den erfolgreichsten Übersetzerinnen in meinem Umfeld zähle. Dabei hatte alles mal ganz gediegen mit einem Lehramtsstudium (Mathematik und Englisch) begonnen – bis Anja ihre Leidenschaft und ihr Talent fürs Übersetzen entdeckte. Heute übersetzt Anja zum Beispiel Stephen King („Es” und „Christine”), aber auch Filme, Fernsehserien und Computerspiele. Boah! Ja, so spannend kann also langweilig sein. ;-)))


Anja Weiligmann (Heppelmann)

Anja Weiligmann, 43. (Foto: Verena Neuhaus)


Zur Entspannung vom beruflichen Grusel *g* lebt Anja mit Mann und Hund auf platten Münsterland. Das Landleben tut ihr mehr als gut – wie man ganz offensichtlich sieht! :-)

Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Ich würde sooooo gerne schreiben, dass ich eine modische Rebellin war, mich immer anders gekleidet habe als andere, oft aufgefallen bin und darauf gepfiffen habe, was andere von mir dachten. Aber das wäre gelogen. ;-) Ich war nie rotzcooler Punk oder weltschmerziger Goth oder engagierter Öko. In den 80ern war ich eher Popper (weil es im Freundeskreis irgendwie alle waren) mit den obligatorischen Vanillahosen, Lederschlips und Kurzhaar-Seitenscheitel.


Anja – in Hellgrau und mit Halsband

Farbwechsel: spannendes Hellgrau! (1998)


Während meines Studiums, ab Anfang 90er, würde ich meinen Kleidungsstil am ehesten als das bezeichnen, was man in der Musik „mainstream” nennt: unauffällig und eher langweilig – die Farbwahl spielte sich in dezenten Schattierungen von Weiß, Hellgrau, Dunkelgrau, Hellschwarz und Dunkelschwarz ab. Meistens aber Tiefschwarz. Und natürlich mit den obligatorischen Plateauschuhen. In der Zeit habe ich nie etwas anderes getragen.


Anja mit Dauerwelle

Todschick mit Dauerwelle! (1991)


Von Mitte der 80er bis Anfang der 2000er hatte ich tatsächlich eine Dauer-Dauerwelle – erst kurz, dann lang – und fand mich damit todschick. Zwischendurch trug ich sogar mal Rastas, was ich in einer Stadt wie Paderborn schon recht mutig fand. Vielleicht war ich ja doch eine kleine Rebellin?

Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert – und warum?

Heute liebe ich es sportlich und praktisch, die Vorliebe für gedeckte Farben ist aber geblieben. Früher habe ich mich sehr weiblich und körperbetont gekleidet, eher schick mit hohen (Plateau-)Absätzen. Ich brezle mich auch heute noch auf, wenn ich ausgehe, aber das kommt eben nicht mehr so häufig vor wie früher.

Hattest du modische Vorbilder? Personen oder Persönlichkeiten, die deinen Stil geprägt haben – oder eine modische Ära?

Ich bin natürlich ein Kind der 80er. Modische Vorbilder hatte ich nicht wirklich, da ich nie mutig genug gewesen war, um mich etwa wie Madonna oder Cyndie Lauper zu kleiden. Ich mag Frauen, die modisch aus dem Rahmen fallen, bunt sind, mutig sind, das finde ich viel schöner als austauschbare Abziehbilder, die einem sich ständig ändernden Ideal entsprechen.

Hast oder hattest du ein Lieblingskleidungsstück?

Ja, das Polyesterfell-Dingsi, das ich auf diesem Foto trage:


Anja mit Felldingsi

Das „Felldingsi” (1999)


Ich kann dir nicht mal sagen, warum, aber ich hab’s geliebt und zu jeder zweiten Party getragen. Andererseits – als Studentin ist man ja auch chronisch blank und hat nicht allzu viel Auswahl im Kleiderschrank, vielleicht lag es auch einfach daran. Aber irgendwie habe ich mich in dem Ding mondän gefühlt.

Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Ich schminke mich nicht mehr jeden Tag, während ich früher ungeschminkt nicht mal zum Bäcker gegangen wäre. Irgendwann haben sich bei mir die Prioritäten verschoben, die Zeit, die ich sonst morgens vorm Spiegel verbracht habe, verbringe ich inzwischen lieber mit meinem Hund im Wald. Ich glaube schon, dass es etwas mit dem Älterwerden zu tun hat. Heute habe ich das Selbstbewusstsein, das ich als Teenie oder auch Anfang des Studiums gerne gehabt hätte. Was nicht heißt, dass ich Kritik an meinem Aussehen einfach so wegstecke. Aber ich habe gelernt, dass ein Mensch sich nicht durch sein Äußeres definiert bzw. definieren lässt.

Früher bin ich beim Ausgehen recht häufig von Männern angesprochen und nach meiner Telefonnummer gefragt worden. Das ließ so ab Anfang der 30er nach, woran ich zuerst ziemlich zu knabbern hatte. Heute gehe ich aus, um mit Freunden eine schöne Zeit zu haben, und nicht, um mir Bestätigung zu holen. Wenn mir heute jemand sagt, dass er vielleicht meinen Humor mag oder meine Meinung wertschätzt, gibt mir das viel mehr, als wenn ich Komplimente für mein Aussehen bekommen würde. Äußere Schönheit ist vergänglich, innere Schönheit nicht. Und innere Schönheit finde ich viel schwieriger zu erreichen als äußere Schönheit.

Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Ich rede mir ein, an die Möglichkeiten moderner Produkte zu glauben, weiß aber, dass es im Prinzip größtenteils Humbug ist. Ich kann mich immer noch stundenlang in der Drogerie vor dem Regal mit den Schminksachen aufhalten, Lippenstifte ausprobieren, Lidschatten angucken, Nagellacke bestaunen. Ich benutze diese Produkte aber nicht mehr jeden Tag.


Anja mit Rasta-Locken

Rastalocken! (1995)


Natürlich bin ich auch Werbe-Opfer und kaufe mir die Creme, die strahlend schön macht, aber im Prinzip gibt es nur zwei Kategorien von Cremes für mich: teuer und nutzlos oder billig und nutzlos. Ich kann mich von diesen Werbeversprechen aber trotzdem immer noch nicht freimachen. ;-)

Du bist auf Reisen und hast deine Waschbeutel vergessen. Zahnpasta und Seife gibt es im Hotel. Auf welche drei (Kosmetik-)Produkte kannst du keinesfalls verzichten und kaufst sie sofort ein?

Ich liebe die BB Cream von L’Oréal, weil sie deckt, ohne maskenhaft zu wirken. Dann würde ich mir einen Kajal in Braun und Wimperntusche in Schwarz kaufen. Marken sind mir dabei egal.

Wenn du dir ein (noch nicht existierendes) Produkt von der Kosmetikbranche wünschen dürftest: Welches wäre das?

Ich glaube, ich würde mir ein Produkt wünschen, das meine Haare nicht grau werden lässt. Das ist wirklich das Einzige, was mich an mir nervt. Wenn ich nicht färben lassen würde, wäre ich inzwischen schon grau, und dafür fühle ich mich einfach noch zu jung – zumal ich mich innerlich wie 30 fühle. 40 ist ja auch bekanntlich das neue 30. ;-)


Anja Weiligmann 2015

Wunderschön! (2014)


Und ich würde gerne auf meine Brille verzichten können … Ausgeprägte Kurzsichtigkeit mit zunehmender Alterssichtigkeit ist leider eine sehr ungünstige Kombination, was Kontaktlinsen angeht.

Hast du ein Schönheitsgeheimnis?

Kein wirkliches Schönheitsgeheimnis, eher eine Feststellung: Wer glücklich ist, ist schön.

In meinen 30ern gab es eine Zeit, da war ich kreuzunglücklich, und wenn ich mir Fotos aus dieser Zeit ansehe, sieht man mir das auch an. Auch Freunde haben mir oft gesagt, wie traurig ich wirke.

Dann lernte ich meinen Mann kennen und ab da strahle ich tatsächlich fast auf jedem Bild. Ich denke, das ist das ebenso einfache wie schwierige Geheimnis der Schönheit.

Was würdest du in Sachen Schönheit gerne mal ausprobieren?

Ich würde mich gerne mal von einem professionellen Make-up-Artist schminken und mir von einem Starfriseur die Haare schneiden lassen. Und dann gucken, ob das wirklich so viel ausmacht.

Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

Ein Lächeln ist die schönste Art, dem Leben die Zähne zu zeigen.

Liebe Anja, vielen Dank fürs Dabei sein! Und übrigens: Ich war während meiner Jugend auch gänzlich unauffällig – ich hatte noch nicht mal eine Rastalocken-Phase! Du bist also nicht allein! ;-)

***
Mehr spannende Interviews mit spannenden Frauen jenseits der 40 gibt es übrigens hinter diesem Klick.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 29. Juni 2015, 06:00 Uhr
Kommentare: 3 | Aufrufe: 805 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews | Tags: übersetzerinschönheitmontagsinterviewmodeinterviewfrauen ab 40fashionbeautyanja weiligmannälter werden
 

Wenn es einen Shop gibt, den ich fast so sehr liebe wie Boden, dann ist das Anthrophologie. Ich mag diesen Mix aus schlicht und verspielt, den Hauch von Vintage ... Gott sei dank sind mir die Klamotten dort alle durchwegs zu klein. Dafür sind die Taschen umso verführerischer, vom Schmuck mal ganz schweigen. Eine Katastrophe! Also: eine finanzielle. Andererseits: Irgendwie muss ich ja das bisschen, das ich mit diesem Blog einnehme, dem Wirtschaftskreislauf ja auch wieder zuführen. Das ist nur fair. Finde ich.

Heute also diese Tasche. Sie hat sich mir quasi aufgedrängt. Kaum hatte ich die Seite geöffnet, war sie auch schon da.

Glitzer-Clutch von Anthropologie

Glitzer-Clutch aus dem Antrophologie-Sale.*


Damit ich nun nicht alleine ihren Reizen widerstehen muss, dachte ich mir, ich zeige sie dir. Bin mal gespannt, wie ausgeprägt deine Widerstandskraft ist. Lass uns gemeinsam stark sein, ja? (Oder auch nicht. Der Wirtschaftskreislauf will ja auch gefüttert werden, ne? Seufz.)

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Susanne Ackstaller, Sonntag, 28. Juni 2015, 07:30 Uhr
Kommentare: 1 | Aufrufe: 277 | Kategorie: Mode, Accessoires , Taschen | Tags: taschehandtascheclutchanthropologieaccessoire
 
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