mode-lifestyle
 

* Träumen wir nicht alle davon, einfacher zu leben!? Weniger Unordnung, weniger Ballast – für mehr Lebensfreude? Simplify your life – oja, bitte! Wenn, ja, wenn das alles nur so einfach wäre! Wer schon mal gegen das Gerümpel des Alltags angekämpft hat – und wer hat das nicht?! – weiß, dass angesichts der großen Ziele (aka „Büro entrümpeln, Kleiderschrank aufräumen, Keller von der Aufheberitis der letzten 10 Jahre befreien“) die Motivation versagt, bevor man überhaupt angefangen hat. Oder? ODER? Tja, aller Anfang ist schwer – besonders, wenn man aufräumen so sehr hasst wie ich, aber auch nicht gerne im Chaos lebt. Hier habe ich eine Liste von 44 Dingen gefunden, die man ganz schnell und einfach wegrümpeln kann. Also: Drei, zwei, eins – und los!


Susi am Darss

Susi am Darss (2014)


* Für die einen sind der Urlaub oder die Sommerferien schon bald vorbei – für mich geht’s erst los, hurra! Für Anna von BerlinMitteMom habe ich mich schon mal urlaubsreif geschrieben: Vier Jahrzehnte Sommerliebe. (Und nein, hier geht es nicht um heiße Küsse unter noch heißerer Sonne, sondern ... ach lies einfach selbst! ;-)))

* Gute Ü40-Blogs sind schon ziemlich rar gesät, und darüber wird es noch dünner. Karin Austmeyer betreibt mit Sweet Sixty das – meines Wissens – einzige Ü60-Blog überhaupt. Nun hat sie mir ein paar Sonntagsfragen zum Thema Älterwerden gestellt: Klick!

* Beauty-Blogs lese ich nur sehr sehr selektiv. Die meisten erschöpfen sich zu sehr in oberflächlichen Reviews, reinen Kaufempfehlungen oder Schmink-Tutorials zu Regenbogenlidschatten. Meine regelmäßige Lektüre findet ihr unten in der Blogroll, aber ab und an schaue ich auch woanders rein: bei den Super Twins zum Beispiel, die auf sehr hohem inhaltlichen und sprachlichen Niveau über Beauty-Themen bloggen. Besonders spannend finde ich ihr aktuelles Posting über AHA-Produkte. Ihre (guten!) Erfahrungen mit Glykolsäure und Fruchtsäure decken sich nämlich mit meinen. Seitdem ich chemische Peelings nutze, hat sich meine Hautstruktur dramatisch verbessert. Aber lies einfach selbst: AHA-Peeling: alle Fakten und die besten Produkte.

* Und noch eine Blogempfehlung: Ü40-Bloggerin Cla von Glam up your lifestyle stellt heute eine Kollegin vor, die auch ich sehr schätze – als bezaubernder und herzenswarmer Mensch und als überaus stilsichere Bloggerin. Hier geht es zur Laudatio! <3

 
Susanne Ackstaller, Dienstag, 04. August 2015, 15:34 Uhr
Kommentare: 0 | Aufrufe: 155 | Kategorie: Beauty, Hautpflege, Kurznachrichten, Essen & Wohnen, Reisen | Tags: ü40-blogssweet sixtysuper twinssimplify your lifeglykolsäurefruchtsäurechemisches peelingc
 

Montagmorgen. Die Katze hat mich wach geschnurrt. Mitten auf die Brust hat sie sich gesetzt, ihre Nase an meiner Nase. Sanftes Brummen kann ebenso wirksam sein wie ein lauter Wecker. Ich öffne die Augen, blicke durchs Dachfenster in den blauen Himmel. Die Vögel zwitschern, die Luft riecht feucht durch das geöffnete Fenster.

Aus der Küche steigt Kaffeeduft hoch. Soll ich aufstehen? Ja? Nein? Einerseits ist es im Bett so schön, es ist der ersten Sommerferientag, da darf man doch … oder nicht? Andererseits liebe ich die wache Ruhe, bevor die Kinder aufstehen und meinen Tag durchwirbeln. Langsam im Tag ankommen, die Zeitung lesen, die ersten Mails, vielleicht sogar ein bisschen Frühsport. Schön ist das.


Guten Morgen!


Noch während ich überlege, fällt mir mein Traum ein. Ein schöner Traum war es. Ich versuche ihn festzuhalten, zu konservieren, doch er verblasst in Windeseile. Und schon ist er weg, schade. Ich schlage die Bettdecke zurück, die Katze beschwert sich maunzend, vorsichtig räkle ich mich. Meine Füße treffen den Holzboden, die ersten Schritte sind jeden Morgen ungewohnt, fast ein wenig schmerzhaft. Ob das das Älterwerden ist?

Ich tapse ins Bad, betrachte die Querfalten, die mir der Schlaf beschert hat, und den Out-Of-Bed-Look meiner Haare. Immerhin habe ich mir die Augenschatten der letzten Tage weggeschlafen. Gut so.

In der Küche warten auf mich frische Semmeln, die der Bäcker jeden Tag frei Haus bringt, heißer Kaffee und die Erdbeermarmelade meiner Schwiegermutter. Der kleine Luxus … oh doch, ich weiß ihn zu schätzen! Und während ich mir die Butter auf die Semmel schmiere, dann die Marmelade verteile und mit einem Auge auf die Zeitung schiele, frage ich mich, was der neue Tag bringen wird. Und die nächste Woche. Das Leben überhaupt. Ich bin gespannt. Und ich freue mich.

Einen wunderbaren Montag wünsche ich dir – und ein fabelhafte Woche!

 
Susanne Ackstaller, Montag, 03. August 2015, 07:56 Uhr
Kommentare: 2 | Aufrufe: 316 | Kategorie: Lifestyle, Leben
 

Darf ich dir mal kurz Flügel verleihen?!

Bitte schön:

Flügelsandalen! Gefunden bei about you*.


Flieg schön! Durch den Sonntag, durch die nächste Woche, in den Urlaub! Manchmal darf man ruhig ein bisschen die Bodenhaftung verlieren ...

*Affiliate-Link

 
Susanne Ackstaller, Samstag, 01. August 2015, 23:53 Uhr
Kommentare: 2 | Aufrufe: 265 | Kategorie: Mode, Schuhe | Tags: zehehntrennersommerschuhesandalenflügel
 

Meine Einstellung zur Schönheitschirurgie oder auch zu den weniger invasiven Varianten der ästhetischen Dermatologie wie Botox und Fillern war immer schon eher ... nunja, lässig. Leben und leben lassen, das gilt bei mir auch für dieses Thema. Jede(r) darf nach seiner Facon glücklich werden. Oder schön. Natürlich – muss ich das überhaupt dazu sagen? – bin ich kein Fan von aufgespritzten Lippen à la Ohoven, aufgeblähten Dolly-Parton-Brüsten oder völlig lebloser Mimik. Aber das Altern ein wenig bremsen, auf eine sanfte natürliche Art – warum nicht? Wer das nicht will, wer kein Problem mit Falten, Fältchen und anderen Alterserscheinungen hat – prima, auch okay!


Meine Erfahrungen mit Hyaluronunterspritzung, Filler und Botox

Mein Beauty-Pass von Teoxane, in dem Filterbehandlungen dokumentiert werden.

Nun habe ich Glück und die Gene meiner Großmutter väterlicherseits geerbt, die bis ins hohe Alter relativ faltenfrei war. Außerdem war ich nie eine große Sonnenanbeterin und mein Lebenswandel ist nun auch nicht unbedingt ausschweifend, war es auch nie. Das macht sich heute faltenmäßig bezahlt. Bzw.: nichtfaltenmäßig. Hinzu kommt dann noch eine kleine polsternde Fettschicht ... für irgendwas muss die ja auch gut sein, ne? Trotzdem, auch bei mir blieben Falten und Fältchen natürlich nicht aus. Teilweise mag ich sie – meine Lachfalten um die Augen zum Beispiel –, teilweise eher nicht, zum Beispiel diese kleinen Kräuselfältchen um die Lippen. Oder das langsame Herabsacken des Gewebes: die leicht hängenden Mundwinkel, die schlafferen Bäckchen. Alles kein Drama, kein wirklicher Leidensdruck. Dennoch, es störte mich. Natürlich cremte ich, was das Zeug hielt – der Erfolg war ... nunja.

Hyaluronunterspritzung im Selbsttest

Dann kam der Mai 2014. Ich war auf die Beautyblogger-Veranstaltung von beautypress eingeladen. Unter den präsentierenden Unternehmen war auch Teoxane. Ich kannte das Unternehmen von seinen wirklich hervorragenden Anti-Aging-Produkten – allen voran das Radiant Night Peel, das meine Hautstruktur wirklich dramatisch verbessert hat. Am Stand kam ich ins Gespräch, auch über den medizinischen Zweig von Teoxane, der hochwertigste Hyaluronfiller entwickelt und herstellt. Ich muss wohl sehr interessiert geklungen haben, auf jeden Fall lud man mich ein, eine Hyaluronunterspritzung doch mal zu testen. Gleich, noch hier auf dem Event. Ich war so perplex, dass ich spontan zusagte und mich innerhalb weniger Minuten auf dem Behandlungsstuhl wiederfand. Hätte ich länger Zeit zum Überlegen gehabt – ich hätte auf die Behandlung wohl verzichtet. Angst? Das Gefühl, es wäre „noch nicht nötig“, unpassend, übertrieben? Ich weiß es nicht.

Mini-Facelift gegen Knitterfalten

Aber so saß ich da, führte das vorbereitende und über die Risiken aufklärende Gespräch mit Hautarzt Dr. Thomas Zimmermann, bekam die Haare unter ein Häubchen gesteckt und die Haut mit einer Spezialcreme betäubt. Ich war so gespannt, dass ich nicht mal nervös war! Nur die kleinen Kräuselfältchen am Mund sollten verschwinden und vielleicht diese kleinen, nach unten weisenden Kerben in den Mundwinkeln, die manchmal so traurig aussahen. Nicht mehr. Ganz natürlich. Lieber zu wenig als zu viel. Herr Dr. Zimmermann hörte genau zu, setzte an und spritzte mir insgesamt 1 ml Hyaluron unter die Haut. Es tat kaum weh, und nach fünfzehn Minuten war alles vorbei. Von der Behandlung war kaum etwas zu sehen. Aber das würde sich erst noch entwickelt, wurde mir von Dr. Zimmermann gesagt, in 14 Tagen etwa wäre das Ergebnis dann optimal und solle bis zu 1 Jahr halten. Und falls (unwahrscheinlicherweise) etwas wäre: Hier wäre seine Handynummer ...

Hyaluronunterspritzung, Botox, Filler & Co: mögliche Nebenwirkungen

... die ich auf dem Nachhauseweg per Bahn fast genutzt hätte: Meine Lippen schwollen an, an den Mundwinkeln zeigten sich Hämatome! Man hatte mir gesagt, dass es zu diesen – reversiblen – Nebenwirkungen kommen könnte. Aber jetzt waren sie tatsächlich da: Mir wuchs ein Meg-Ryan-Mund, ein Froschmaul, oh Schreck! Das Internet, das ich während der Heimfahrt per Smartphone bemühte, spuckte mir nur Horrormeldungen aus: von misslungenen Fillerbehandlungen, „verrutschten“ Unterspritzungen, von unerwünschten Hyaluron“beulen“ ... das WWW lieferte mir die volle Ladung an gruseligsten Nebenwirkungen. Ich bereute die Behandlung zutiefst und schwor, nie wieder ...

Zwei Tage später war der Spuk vorbei, die Hämatome weg und die Schwellungen zurückgegangen. Zurück blieb: mein Mund, nicht voller, nicht schmolliger – nur ohne Fältchen. Wow.

Gemerkt hat das Ganze übrigens niemand. Nicht mal meine Familie. Nur ich. Und ich fand meinen Mund nun einfach wieder hübscher. Und jünger. Ohne, dass er sich verändert hätte. Mir gefiel er einfach besser. Dass so wenig eine doch so große Wirkung haben würde!

Hyaluron-Filler: Würde ich es noch mal machen?

Ein Jahr später war ich wieder auf dem Beautypress-Event in Frankfurt. Teoxane war ebenfalls da, und Herr Dr. Zimmermann. Und meine kleinen Kräuselfältchen, die nach rund 9 bis zehn Monaten wiederaufgetaucht waren. Wieder wurde eine kleine Menge Hyalorun gespritzt, dies mal das neue RHA, das noch feiner und dünnflüssiger ist. Mit dem Erfolg, dass die Nebenwirkungen diesmal fast gegen null gingen. Natürlich hatte ich auch diesmal leichte Schwellungen, ohne die Panik allerdings, denn ich wusste, sie gingen vorbei.

Warum ich das hier schreibe? Ich gebe zu, dass mich der Beitrag durchaus Mut kostet – aber vermutlich hat das Thema mich genau deshalb gereizt. Mein Anliegen ist es, das Thema aus der „Scham-Ecke“ zu holen, in dem es in Deutschland immer noch steckt. Graue Haare färben ist okay, Zähne bleachen, Besenreiser veröden, überflüssige Härchen entfernen ebenso. Selbstverständlich schminken wir uns, röten unsere Lippen und Wangen künstlich, schwärzen unsere Wimpern. Aber sobald eine Spritze ins Spiel kommt, schieben wir lieber einen ausgedehnten Urlaub vor oder die Farbberatung, die uns so frisch und jung aussehen lässt. Oder die berühmten guten Gene. :-)

Falten entfernen: meine Einstellung

Ich will euch mit diesem Posting eine solche Behandlung nicht „schmackhaft“ machen oder gar dazu raten. Ich will nur sagen: Es ist okay. Man darf diese Möglichkeiten der ästhetischen Medizin annehmen und nutzen, wenn man will, ohne sich dafür schämen zu müssen. Man darf Gesichtsfalten glätten, Augenringe unterspritzen lassen, wenn man will. Es ist schön, dass es diese Möglichkeiten gibt. Wir fühlen uns heute so jung. Warum sollten wir dann älter aussehen, als wir uns fühlen – wenn wir das nicht wollen?

Qualität & Preise bei Hyaluronunterspritzungen und Fillern

Wichtig bei all dem sind vor allem die richtigen Produkte und der richtige Behandler. Teoxane kenne und schätze ich persönlich, auch von Merz-Fillern habe ich schon Gutes gehört. Produkte renommierter Pharmaunternehmen sind auf jeden Fall vorzuziehen, weil dahinter immer auch umfassende Forschung und Entwicklung stecken. Was du auf keinen Fall tun solltest, ist Filler im Internet zu bestellen und sie zur Behandlung einfach mitzubringen. Ein verantwortungsvoller Arzt wird auf dieser Basis ohnehin nicht arbeiten. Billiger mag es sein, aber um welchen Preis! Bei online bestellten Produkten weiß man nie, wie sie gelagert und ob Kühlketten eingehalten wurden etc. Das Risiko massiver Nebenwirkungen steigt damit immens. Eine Fillerbehandlung, bei der 1 ml Hyaluron gespritzt wird, kostet zwischen 250 bis 450 Euro (je Region und Produkt). Eine Behandlung, die günstiger als 200 Euro ist, sollte auf jeden Fall stutzig machen.

Gute Schönheitschirurgen finden

Um einen guten Arzt zu finden, habe ich leider auch keine Geheimstrategie. Herrn Dr. Zimmermann kenne ich und kann ihn von Herzen empfehlen. Auch die Rosenpark-Klinik habe ich schon kennengelernt und hatte einen hervorragenden Eindruck. Das war’s aber auch schon an persönlichen Empfehlungen. Am besten ist es wohl, sich umzuhören und sich dann erst mal gut beraten zu lassen: Ist der Arzt feinfühlig? Hat er eine spezielle Ausbildung genossen? Wie oft besucht er Fortbildungen? Wie oft führt er Unterspritzungen überhaupt durch? Geht er auf Wünsche ein – zum Beispiel nach minimalen Behandlungen, wie bei mir – oder will er dich gleich „rundumerneuern“? Klärt über die Risiken und Nebenwirkungen einer Unterspritzung ausreichend auf und kann er sie im Notfall auch behandeln? Ist er nach der Behandlung mindestens für 48 Stunden erreichbar? Müsste ich einen Arzt suchen, würde ich wohl so vorgehen.

***

Wer nun noch mehr Erfahrungen zum Thema Hyaluronunterspritzungen, Botox und Filler lesen will: Auch meine Kolleginnen, die Ü40-Bloggerinnen Irit von FabForties, Cla von Glam up your Lifestyle und Valérie von Life40up haben die Methoden schon ausprobiert. Und darüber geschrieben! Eine konzertierte Aktion quasi – damit du umfassend, ehrlich und aus erster Hand informiert wirst. :-)

Was ist denn deine Meinung zu diesem Thema? Hast du vielleicht auch schon mal ...? Oder bist du total dagegen? Sag doch mal! :-)

***

Die Behandlungen auf den Beautypress-Events waren für mich kostenfrei und völlig unverbindlich. Meine Meinung ist davon absolut unabhängig.

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 31. Juli 2015, 06:00 Uhr
Kommentare: 8 | Aufrufe: 1185 | Kategorie: Beauty, Hautpflege | Tags: teoxanerosenpark-klinikhyaluronunterspritzunghyaluronfillerfalten glättenbotox
 

Texterella ist kein politisches Blog. Und eigentlich sollte hier ein ganz anderer Beitrag stehen. Was Launiges über Beautyzeugs. Ich habe dieses Posting verschoben, weil mich ein anderes Thema bewegt.

Was Texterella aber ist: ein Blog mit Herz. Ich fühle. Und ich fühle mit. Und genau dieses Mitgefühl scheint vielen Menschen in Deutschland – in Europa überhaupt – abhanden gekommen zu sein. Anders kann ich mir diesen Hass, den Sascha Lobo hier beschreibt, nicht erklären. Was ist los mit vielen Menschen da draußen? Haben sie unsere Geschichte schon vergessen? Haben sie vergessen, dass auch Deutsche noch vor wenigen Jahrzehnten auf der Flucht waren – froh, wenn sie irgendwo aufgenommen wurden? Haben sie ihre eigene Geschichte vergessen, die ihrer Großeltern und Eltern vielleicht, die vertrieben wurden und hier in Deutschland eine neue Heimat finden und ihr Leben neu aufbauen mussten? Haben sie vergessen, wie viele Menschen anderer Nationen uns Deutsche aus dem schwarzen Nachkriegsloch gezogen haben, uns geholfen, wieder Vertrauen geschenkt haben – auf dass sich unsere Geschichte nicht wiederholt?


München Haidhausen

Gestern in München. Ja, so schön ist unsere Welt. So sicher, so heimelig. Aber leider nicht überall.

Unsere Geschichte darf sich nicht wiederholen.

Niemand, der hier im reichen Deutschland oder Europa geboren ist, hat sich das selbst zu verdanken. Es ist Zufall, ein glücklicher Zufall. Es ist nicht unser Verdienst, in einem Land zu leben, in dem kein Krieg herrscht, in dem es genug zu essen gibt, und Arbeit. In dem Sozialversicherungssysteme uns im Notfall auffangen. In einem Land, in dem Menschen eine Perspektive für die Zukunft haben! Hier geboren zu sein ist keine „Leistung“, die es nun zu verteidigen gilt. Es ist unser Glück, ein großes Glück. Ich bin sehr dankbar dafür, jeden Tag. Und besonders, wenn ich die Zeitung aufschlage.

Menschen, die in Afrika, Syrien oder Albanien geboren wurden, haben dieses Glück nicht gehabt. Das Recht auf Glück haben sie aber genauso – wie wir. Sie haben ein Recht auf ein sichereres und besseres Leben, auf Perspektiven. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht, ja! Mich schockiert zutiefst, mit welcher Herzenskälte Deutschland Flüchtlinge aus dem Balkan als „Wirtschaftsflüchtlinge” abstempelt, als Schmarotzer. Wer von uns würde nicht ein besseres Leben suchen? Wer würde nicht seine Familie versorgen wollen? (Vor dem Hintergrund, dass unserem Land die Arbeitskräfte und die Rentenzahler bald ausgehen werden, ist diese politische Haltung ohnehin geradezu grotesk, aber das nur am Rande.)

Die großen demokratisch und damit mehrheitlich von uns gewählten Parteien schimpfen sich „christlich“ und „sozial“ – aber wo ist sie, die Christenliebe? Unsere soziale Haltung? Sicher, es gibt viele Menschen, die helfen. Und doch gibt es genug andere, die Menschen in Not diese Hilfe verweigern wollen. Warum? Ich verstehe es nicht. Wir haben doch genug. Genug für alle. Niemand kriegt weniger, weil andere Menschen auch etwas vom Kuchen bekommen.

Es gibt diesen Satz, der mich immer wieder berührt: Liebe wird mehr, wenn man sie teilt. Lasst uns doch bitte alle Nächstenliebe teilen. Lasst uns großherzig sein. Nicht kalt und misstrauisch und voller Hass.

Und bitte, kommt mir nicht mit dem üblichen „Argumenten“, von „Wir können nicht alle aufnehmen“ bis zur vermeintlich steigenden Kriminalität. Sondern lest die Informationen hinter den Links, bitte:

Pro Asyl: Fakten gegen Vorurteile

Uwe Kasparik: “Wir können doch nicht alle aufnehmen!”

Danke fürs Lesen!

Was ich übrigens toll fände: Wenn auch andere Lifestyle-Blogs (gerne im weiteren Sinne!) ihre Reichweite für ein entsprechendes Statement zum Thema Flüchtlingshilfe nutzen und ihre Stimme gegen den Hass erheben würden! Wenn du dazu etwas schreiben willst (oder auch schon geschrieben hast), gibt mir (gerne in den Kommentaren) Bescheid. Dann verlinken ich das Posting! Es wäre mir eine Freude!

Blogger gegen Flüchtlingshass:

* Daniela von Wortakzente: 11. Gebot - Du sollst keine Kommentare lesen!
* Karin von Die alte Frau in ihren Schuhen: Gastfreundlichkeit
* Birte Vogel: Flüchtlingsheime brennen und die Kanzlerin schweigt Birte betreibt übrigens auch das die Flüchtlingshiilfsplattform Wie kann ich helfen?
* Juli von HeimatpoTTential: In Sachen Flüchtlingspolitik oder 1000 mal Willkommen
* Katja von Istanbul erleben: Auch das ist Istanbul
* Biggi Mestmäcker: Über den Tellerrand kochen.
* Silke von Erdhaftig: Tomaten, Menschen und das Hohelied der Liebe.
* Nessa vom Autorenexpress: Hautfarben.

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 30. Juli 2015, 12:30 Uhr
Kommentare: 42 | Aufrufe: 2473 | Kategorie: Lifestyle, Leben
 
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