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Ich liebe den Herbst. Er ist meine liebste Jahreszeit. Gefolgt vom Winter, Sommer, Frühling. In dieser Reihenfolge. Außer es ist ein lauwarmer Winter ohne Schnee, dann ist mir der Sommer lieber. Frühling mag ich gar nicht, ja, ich weiß, ich bin seltsam. All dieses Gespriese und Gesprosse. Der ganze Matsch! Nein, da ist mir jeder Herbststurm, jeder graue Herbsthimmel, jeder herbstgraue Regentag lieber.

Aber ich weiß natürlich, dass nicht jeder den Herbst mag. Deshalb gibt hier und heute ein Plädoyer für den Herbst.



Warum ich den Herbst liebe. Eine Liebeserklärung in acht Punkten:

1. Wegen der Herbststürme: Sie sind berauschend und machen außerdem das schönste Wangenrot. Ernsthaft. Da kann keine Laura Mercier mithalten. Ein Spaziergang zu stürmischen Herbstzeiten ist einfach wunderbar. Und wunderbar belebend. Fast wie Champagner! Es gibt nichts schöneres, als den Wind auf den Wangen zu spüren, während man sich gegen den Sturm stemmt. Und das nach Hause kommen erst! Niemals ist die Wohnzimmercouch kuscheliger! Ausrufezeichen! ;-)

2. Regen! Ja, ich mag Regen. Weil er superzarte Haut macht. Nun gehöre ich zu den Menschen die Regenschirme hassen und außerdem eine unkomplizierte regentaugliche Frisur haben. Ich marschiere deshalb zumeist ohne alles oder maximal mit einer Kapuze durch das schlimmste Wetter. Meine Haut dankt es mir! Versuch’s einfach mal, geh ohne Schirm und schau in den Spiegel, wenn du aus dem Regen nach Haus kommst: Du hast wunderbar weiche Haut, garantiert weniger Falten und deine Augen glänzen. Wetten?



3. Was ich am Regen außerdem mag: Wenn er gegen Fenster prasselt. Gibt es etwas schöneres, als von drinnen das regnerische Draußen zu betrachten? Wie die Regentropfen am Fenster entlang nach unten gleiten, während man selbst eine schöne heiße Tasse Tee trinkt? Nein, gibt es nicht. Doch, eines: Nachts das Regenprasselns aufs Dachfenster hören. Niemals schlafe ich besser. :-)


4. Man kann endlich wieder Kaschmir tragen. Yeah! Die Sommerbaumwolle hat ein Ende - es beginnen Kaschmirzeiten! Am allerschönsten finde ich derzeit Capes. Ich bin wirklich am Überlegen, ob ich so ein Cape nicht dringend brauche. Ich glaube, ich brauche es. Doch, ich brauche es wirklich. Weil es den Herbst nämlich noch herbstlicher macht. (Ein Cape kann man nur im Herbst tragen: Im Winter ist es zu kalt, im Frühjahr ist es zu herbstlich – und im Sommer hoffentlich zu warm.)



5. Ganz große Herbstliebe: Maroni! Natürlich nicht aus dem Supermarkt, sondern direkt beim Maroni-Mann am Marktplatz gekauft. Nur dort, direkt aus der Papiertüte verspeist, schmecken sie nach Herbst. (Die glänzenden, nicht essbaren Schwestern liebe ich natürlich auch ...)

6. Weil es drinnen so schön kuschelig ist. Endlich kann man wieder den Kamin oder das Bulleröfchen anheizen. Endlich kann man wieder Tee trinken und dazu Kekse verspeisen. Endlich muss man nicht mehr ständig draußen durch den Sommer springen, sondern kann in aller Ruhe auf der Couch einen dicken Schmöker lesen.

7. Wegen der Stiefel. Um genauer zu sein: wegen dieser Stiefel. Ja, die haben es mir wirklich angetan.



8. Und dann natürlich: Pampuschen! Die Ballerinas unter den Hausschlappen. Für den Sommer sind sie leider zu warm – aber jetzt ist ihre Zeit wieder gekommen. ENDLICH! Damit kann man sein Leben wirklich und wahrhaftig tanzen. :-)


Und du? Für was liebst du denn Herbst? Oder liebst du ihn womöglich gar nicht?! Dann musst noch mal von oben anfangen und ganz ganz langsam und genau lesen. :-)


PS: Genau jetzt, wo ich mit meiner Laudatio über Herbst, Regen, Stürme etc. fertig bin, kommt natürlich die Sonne raus. Wenn du dich also fragst, wo die plötzlich herkommt: Ich bin schuld! :D

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 24. Oktober 2014, 10:43 Uhr
Kommentare: 8 | Aufrufe: 439 | Kategorie: Lifestyle | Tags: , , ,
 

Wer hier regelmäßig vorbeischaut, wird sich sicherlich an meinen Kurzurlaub im Turm erinnern: Geberit hatte mich dorthin eingeladen, um das Dusch-WC AquaClean zu testen – und außerdem zwei fabelhafte Tage zu verleben

Ich hatte im Vorfeld ja durchaus meine Zweifel ob dieses Themas gehabt („Ein ... Klo? Auf texterella?“). Aber die lebhafte Diskussion und das rege Interesse am Dusch-WC im Blog und auf Facebook haben mich darin bestätigt, dass die sanfte, hautschonende Wasserreinigung durchaus ein Thema für viele ist. Was mich nicht wundert, denn das Prinzip hat ja nur Vorteile.


Gewinn dir ein Traumbad im Wert von 45.000 Euro!


So, und nun kommt’s: Wer damals gemeinsam mit mir geseufzt, das AquaClean-Prospekt gewälzt und den Ein- oder Umbau des Dusch-WCs gedanklich schon mal durchgespielt hat, hat jetzt alle Chancen eines zu gewinnen. Und nicht nur die Toilette – nein, es gibt ein ganzes Bad dazu. Ein Traumbad nämlich. DEIN Traumbad. Im Wert von 45.000 Euro. Ja, die Nullen stimmen. :-)

Ein Traumbad im Wert von 45.000 Euro also. Planung, Umbau, Badausstattung – und natürlich das Dusch-WC AquaClean Sela. Wow. Und alles was du tun musst, ist ein paar Fotos machen, dein Bad ausmessen und es an die Zeitschrift Wohnidee schicken. Ich finde, der Aufwand ist vertretbar.

Wie dein neues Bad aussehen könnte, kannst du schon mal auf wohnidee.de anschauen. Dort erfährst du auch, wohin du Fotos, Grundriss etc. schicken musst. Und was es sonst noch zu beachten gibt. Noch mehr Traumbad-Bilder und Details zu den Produkten gibt es hier bei Geberit. Das Gewinnspiel läuft noch bis 11. November 2014.

Ich mache übrigens auch mit. Traumbad 1 darfst du von deiner Wunschliste also schon mal streichen. Bitte. Danke. ;-)

PS: Teilen dieses Postings auf Facebook, Twitter etc. macht übrigens sehr gutes (Gewinn-)Karma! :-)

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Geberit und wurde bezahlt.

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 23. Oktober 2014, 08:00 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 398 | Kategorie: Lifestyle, Essen & Wohnen | Tags: , , , , , ,
 

Ich hab’s nicht so mit Kettenaktionen allerorten und -arten, sei es Ice Bucket Challenges, 10-Bücher-Nominierungen und die vielen Blogger-Ketten-Aktionen. Ich ignoriere das zumeist, ich mag es einfach nicht.

Heute mache ich mal eine Ausnahme: In erster Linie wegen Anna. Anna von BerlinMitteMom hat mich gebeten, sieben Fakten über mich zu nennen. Das fand ich spannend. Erst hatte ich das Gefühl, ihr wisst ohnehin schon alles. Aber dann dachte ich, oje, hoffentlich nicht! :-) Und durfte dann Gott sei dank feststellen, dass es doch einiges über mich zu sagen gibt. (Ob das nun sonderlich spannend ist, sei mal dahin gestellt.)

Wie auch immer: Danke, Anna, für die Einladung!



Ich. Frisch fotografiert! Von Raimund.


Sieben Fakten also:

1. Ich spreche Hochdeutsch, obwohl ich in Rosenheim geboren und aufgewachsen bin und mein bisheriges Leben (von zwei Auslandsaufenthalten abgesehen) in Bayern verbracht habe. Für Bayern war ich deshalb immer ein „Preiss“. (Die Norddeutschen aber erkennen interessanterweise meine süddeutsche Abstammung sofort. Selbst dann, wenn ich nicht „Grüß Gott“ sage, sobald ich einen Raum betrete.)

2. Ich habe böhmische und italienische Wurzeln, oja. Meine Großmutter väterlicherseits hieß Terragnolo. (Mütterlicherseits weiß ich den Namen nicht, er war rgendwie nicht so klangvoll ...)

3. Ich habe BWL studiert und verdiene mein Geld vorrangig mit Wirtschaftexten für Geschäftsberichte.

4. Meine Haare sind nicht gefärbt. Gar nicht. :-) (Der Nachbarsbub fragte mich kürzlich, ob meine Haare “auch” (?!) gefärbt seien. Ich hatte danach den Eindruck, als wäre das im Nachbarhaus irgendwie Thema gewesen. ;-)))

5. Mit 10 wollte ich Archäologin werden, mit 15 dann Journalistin in New York. Das hat leider nicht geklappt. Nun bin ich Texterin, Kolumnistin, Bloggerin – es hätte schlimmer sein können.

6. Ich esse Vorspeisen lieber als Nachspeisen. Überhaupt esse ich gerne.

7. Ich liebe rot. Und schwarz. Gerne auch in Kombination. Diese knallroten Stiefel* habe ich für den Winter fest ins Auge gefasst. Stelle ich mir toll zu einem schwarzen Strickkleid vor (das habe ich schon! Mehrfach!).


So. Nun gibt es auch noch ein paar Spielregeln, die ich allerdings nur etwas wiederwillig befolge und weitergebe. In erster Linie soll ich 15 weitere BloggerInnen nominieren. Nö. Ich nominiere nur sieben. Das reicht. Ich will meine Kettenaktionitis nicht übertreiben.

Juli von HeimatpoTTential

Annette von Lady of Style

Sabine von Ferngeweht

Cla von Glam up your lifestyle

Tim von myMonk

Janne und Irit von FabForties

Conny von A Hemad und a Hos

Viel Spaß! Ich freue mich auf eure Fakten! :-)

*Affiliate-Link

 
Susanne Ackstaller, Mittwoch, 22. Oktober 2014, 06:27 Uhr
Kommentare: 11 | Aufrufe: 782 | Kategorie: Mode, Schuhe , Lifestyle | Tags: , , , ,
 

* Theresa kenne ich als Luxusboutique im Herzen Münchens und als führende Online-Nobelboutiquemytheresa.com. Wo auch immer man Theresa besucht: Man trifft auf tolle Sachen und toll teuer – Gott sei dank ist in meiner Größe zumeist nichts zu haben. Nun lese ich, dass der Eigentümer, das Ehepaar Botschen, das Theresa 1987 gründete, ihr Business an Neiman Marcus verkauft hat (ihm gehört auch Bergdorf Goodman). Da bin ich jetzt aber schon ein bisschen beeindruckt: dass man als Münchner Einzelhändler die Aufmerksamkeit eines Nobel-Modeimperiums erlangen kann.

* Oscar de la Renta ist tot. Er wurde 82 Jahre alt. Ich bin ein bisschen traurig, denn ich liebte seinen Stil. (Ich könnte jetzt ergänzen, dass heute einfach nicht mehr so entworfen wird, aber das spare ich mir. ;-))

* Die Mode-Blogger-Welt soll mal wieder aufgemischt werden. RTL hat dazu die Plattform blogwalk.de geschaffen, die von diversen Modeblogs gespeist wird – und sogar im Fernsehen beworben werden soll. So weit, so gut. Wenn da nur nicht der Total-Buy-Out gewesen wäre und die Aufgabe der eigenen Domain. Quasi tritt die Bloggerin/der Blogger alles an Blogwalk ab, samt 50 Prozent der erwirtschafteten Werbeeinahmen (Quelle) Kein Wunder also, dass die großen Namen – von Anna FrOst über Jane Wayne bis zu Journelles – auf der Plattform fehlen …

 
Susanne Ackstaller, Dienstag, 21. Oktober 2014, 12:44 Uhr
Kommentare: 5 | Aufrufe: 244 | Kategorie: Meinungen, Kurznachrichten | Tags: , , , , , ,
 

Uschi Ronnenberg (“Nenn mich bitte ‘Uschi’! – ‘Ursula’ ist mir so fremd!”) ist eine leidenschaftliche Netzwerkerin. Kein Wunder also, dass wir uns irgendwann in diesem Internet begegnen mussten!

Früher offline mit ihrem Aachener Unternehmerinnen-Stammtisch und dem Lions-Club, heute verstärkt auch online, liebt sie es, sich mit anderen zu vernetzen. Überhaupt, das Internet: Für sie, die selbstständige Grafik- und Web-Designerinin (nächstes Jahr feiert ihr Unternehmen sein 25-jähriges Bestehen) ist das WWW eine ebenso faszinierende wie kommunikative Spielwiese. Deshalb bloggt Uschi auch: auf ichtuwasichkann.de – ein Blog über das zumeist vergnügte Leben einer 50plus Frau. :-)

Ein Satz aus unserem „Vorgespräch“ hat mich sehr berührt: “Mein Beruf erfüllt mich sehr, die Kraft dafür gibt mir, seit fast 15 Jahren glücklich verheiratet zu sein. Wir haben keine Kinder, dafür haben wir uns zu spät kennengelernt, leben aber ein schönes gemeinsames Leben.“ Wow, was für ein wunderbares Kompliment an deinen Mann, Uschi!


Uschi Ronnenberg, 55 (Foto: Mizzi Ahn-Schmitz)


„Ich bin eher schüchtern und eine KISS-Schreiberin“ … stimmt, das habe ich gemerkt! :-) Ich habe Uschi trotzdem einiges rausgekitzelt …


Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Meine Mutter ist nur 18 Jahre älter als ich und war immer eine bildhübsche Frau, typmäßig so zwischen Doris Day und Kim Novak. Sie nähte sich als gelernte Schneiderin fast alles selbst und war immer ein bißchen schicker angezogen als die Mütter meiner Freunde. Sie war in gewisser Weise mein Vorbild, ich wollte auch so „strahlen“ wie sie.

Als ich mit etwa 12 anfing, mich für Mode zu interessieren, gab es bei uns zuhause nicht viel Geld. Statt der heißbegehrten Wrangler bekam ich eine Jinglers-Jeans von C&A. Und wurde immer für längere Zeit in derselben Hauptfarbe benäht: Erst war es dunkelblau, dann dunkelbraun, weil meiner Mutter das offenbar an mir besonders gut gefiel – beide Farben mag ich an mir bis heute nicht wieder. Doch mit 15 begann ich endlich, auch meine eigenen Wünsche durchzusetzen. Das war als allererstes die heißbegehrte Wrangler, dann endlich mehr Farbe für meine Kleidung: jeansblau, grün, pink, türkis, alles ziemlich bunt.


Konfirmation mit 14: kurz berockt und auf Plateau-Schuhen! (1973)


In den Jahren rund um 20 liebte ich Schlaghosen (in die mich heute keine zehn Pferde mehr hineinbekämen) und kurze Röcke, denn wenn mir auch manches an mir nicht gefällt, so hatte ich immer hübsche Beine, und die mussten der Welt ja auch mal gezeigt werden ... Insgesamt hat es aber ziemlich lange gedauert, bis ich modisch meine eigene Richtung gefunden habe.


Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert?

Wenn ich meinen „Stil“ beschreiben soll, so bin ich heute im Großen und Ganzen eigentlich eine “Klassischer-Blazer-Shirt-Hosen-Frau”. Bisschen langweilig vielleicht, aber ich fühle mich wohl so.


Hattest du modische Vorbilder? Personen oder Persönlichkeiten, die deinen Stil geprägt haben – oder eine modische Ära?

Jil Sander fand ich auf Fotos immer toll angezogen, diese schlicht-elegante Attitüde hätte ich auch immer gerne gehabt. Doch ich bin eher so der “handfeste”, praktisch-alltagstauglich angezogene Typ, Eleganz kriege ich modisch an mir selbst einfach nicht hin.


Hast oder hattest du ein Lieblingskleidungsstück?

Lieblingsstücke kommen und gehen, das kennen wir ja alle, doch eines habe ich nun seit fast 25 Jahren: Im ersten Jahr meiner Selbständigkeit kaufte ich mir einen mit damals 1.400 DM für mich viel zu teuren (Strenesse)-Trenchcoat mit herausknöpfbarem Winterinlay und Kaninchenfellkragen. Diesen Mantel liebe und trage ich bis heute – da er damals reichlich groß war, passt er mir mit all meinen zusätzlichen Wechseljahrs- und Nicht-mehr-Raucher-Kilos glücklicherweise auch heute noch.


DER Trenchcoat von Strenesse: bis heute ein Lieblingsstück. (Wien 1996)


Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Ich fand mich nie besonders hübsch und auch immer zu dick – wenn ich mir die Fotos von früher ansehe, wird mir klar, wie unglaublich bescheuert ich doch war mit den ewigen Minderwertigkeitskomplexen.

Dass ich heute Schönheit und Aussehen unwichtiger finde als die persönliche Ausstrahlung, die ja mit ganz anderen Dingen als perfektem Make-up oder Faltenfreiheit zu tun hat, schreibe ich durchaus dem Älterwerden und der damit einhergehenden, wachsenden Entspanntheit zu. Ich denke – hoffe! –, ich strahle aus, dass ich ein zufriedener Mensch bin.


Die Shirt-und-Blazer-Frau. Mit Endlos-Beinen – und damals noch Zigaretten. (2000)


Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Ich möchte jedenfalls an die Möglichkeiten moderner Produkte glauben und bin da auch vielfach verführbar. Gleichzeitig nehme ich mir ungern viel Zeit für Schönheitspflege, es soll am liebsten immer schnell und unkompliziert gehen. Mein Verhältnis zu Kosmetik ist also relativ gespalten.

Als ich vor einigen Jahren mit dem Rauchen aufhörte, kam ich – was ich ja vorher nicht ahnen konnte – gleichzeitig in die Wechseljahre. Und ich bekam plötzlich Pickel, wie ich sie zuletzt in der Pubertät gekannt hatte. Da habe ich mich dann eine Weile ziemlich viel mit Schönheitspflege-Themen beschäftigt, auch recht viel Geld ausgegeben für wunderwirksame Gesichtspflege. Die unreine Haut blieb davon aber leider unbeeindruckt, so dass ich dann auch noch eine Menge über Foundations bis hin zur Camouflage lernte, zum Beispiel wie man unansehliche Haustellen wirklich perfekt abdeckt.

Das Problem löste sich aber irgendwann einfach wieder von selbst und ich konnte endlich zu meiner Ruck-Zuck-Pflege-Methodik zurückkehren.


Du bist auf Reisen und hast deine Waschbeutel vergessen. Zahnpasta und Seife gibt es im Hotel. Auf welche drei Kosmetikrodukte kannst du keinesfalls verzichten und kaufst sie sofort ein?

Meine „Définicils“-Mascara von Lancôme, der ich seit über 30 Jahren treu bin.

Eine gute BB-Creme, derzeit schwöre ich auf Vichy.

Einen braungrauen Eyeshadow, der trocken und feucht verwendet werden kann, da benutze ich aktuell eine Farbe von Bobbi Brown.

Mit den drei Produkten kann ich mir “ein Gesicht malen” – und dann bräuchte ich aber unbedingt noch eine Lippenpflege.


Goldener Look bei einem Fest der “Kölsche Funke rut-wiess”, dem ältesten Kölner Karnevalscorps. (2004)


Wenn du dir ein (noch nicht existierendes) Produkt von der Kosmetikbranche wünschen dürftest: Welches wäre das?

Eine Selbstbräunungslotion, die nicht durch Schweiß wieder abgelöst wird – die könnte man dann nämlich endlich vernünftig für die in verschiedenen Sandalen unterschiedlich gebräunten Füße benutzen. Ein wichtiges Thema, weil ja selbst im sonnigsten Urlaub die Füße als allerletztes braun werden.


Hast du ein Schönheitsgeheimnis?

Schön wär’s. Nein, kein Geheimnis. Ich habe mir allerdings vor einiger Zeit so eine Ultraschall-Gesichtsbürste gekauft, die ich auf jeden Fall sehr angenehm finde in der Anwendung, und sie macht meine Haut megazart.

Viel Sorgfalt verwende ich auf meine Nägel, die meist ziemlich perfekt lackiert sind, und zwar immer von mir selbst. Ich mag gepflegte Nägel einfach. Vielleicht weil ich sie als Mädchen so lange abgekaut habe?


Eleganz mit Beinen bis zum Mond! (2013)


Was würdest du in Sachen Schönheit gerne mal ausprobieren?

Da fällt mir nichts ein. Alle Experimente, die ich machen wollte, habe ich glücklicherweise hinter mir.

Das Schlimmste jemals: eine selbstgemachte Dauerwelle – bei glattem Pony! Aber da mussten wir wahrscheinlich alle mal durch ...

.
Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

Ja. “Ich will, ich kann.”


Danke, liebe Uschi, fürs Dabei sein und für dieses bodenständige, unkapriziöse Interview! Übrigens: Ich finde dich ziemlich elegant! :-)

***

Mehr spannende Interviews mit spannenden Frauen jenseits der 40 gibt es übrigens hinter diesem Klick

 
Susanne Ackstaller, Montag, 20. Oktober 2014, 06:00 Uhr
Kommentare: 3 | Aufrufe: 711 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews | Tags: , , , , , , , , , , ,
 
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