mode-lifestyle
 

Ich höre sie schon schwirren. Und sehe sie glitzern, über tiefblauen Badeweihern ... !

Halskette mit Libelle

Kette mit Libellenanhänger, gesehen bei Edited*.


Fein wird das. Balddemnächstirgendwann. :-)

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Susanne Ackstaller, Samstag, 28. Februar 2015, 13:22 Uhr
Kommentare: 1 | Aufrufe: 94 | Kategorie: Mode, Accessoires , Schmuck | Tags: schmuckmodeschmucklibelleketteanhänger
 

* Mit NIVEA arbeite ich schon seit einiger Zeit immer wieder gerne zusammen. Ich mag die Marke besonders für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – und für die große Entwicklungs- und Forschungskompetenz, die dahinter steht. Im Dezember hat mir NIVEA nun ihre neue Serie Cellular Perfekt Skin ins Haus geschickt, die die Haut mit Magnolien-Extrakt und Lumicinol zum Strahlen bringen soll. Dafür hatte sie in den letzten Wochen reichlich Gelegenheit, denn Januar und Februar sind für mich immer mit viel Arbeit, viel Stress und wenig Schlaf verbunden. Die optimale Testumgebung also. Natürlich kann man nach zwei oder drei Wochen Verwendung noch keine Wunder erwarten, längerfristiger soll das Luminicol Pigmentflecken zum Verschwinden bringen, während Magnolie anti-oxidativ wirkt. Was ich aber sagen kann: Mein Haut sah mit der Tagescreme sofort weniger gestresst, frischer und rosiger aus. Interessant ist, dass dieser Sofort-Effekt von Herrn Konsumkaiser bestätigt wurde! Kleiner Wermutstropfen: Die Creme kam im Tiegel (statt im Spender) und hat nur Lichtschutzfaktor 15. Beides mag ich gar nicht – allerdings wurde mir von NIVEA auf Nachfrage erklärt, dass die meisten Kundinnen Tiegel und niedrigen Lichtschutz bevorzugen. Tja. Mehr Infos zur Serie Cellular Perfect Skin gibt es hier bei NIVEA. Dort kann man sogar eine Gratisprobe ordern.


Neu in meinem Badezimmerschrank: Nivea, Tweezerman, Missha
Neu in meinem Badezimmerschrank: Beautyprodukte von Nivea, Tweezerman und Missha


* Ich bin keine von der Brazilian-Waxing-Fraktion. Aber an manchen Stellen stören mich Haare dann doch. Besonders im Gesicht. Wenn es dir genauso geht, dann habe ich was für dich: den Tweezerman. Geniales Teil. Funktioniert so ähnlich wie die Fadentechnik – nur eben ohne Faden. Man hält den Tweezerman zum Beispiel an den Oberlippenbereich, dreht die zwei kleinen „Kurbeln“ nach innen – und schwupp, schon werden die Härchen entfernt. Sprich: ‘rausgezupft. Klar, es ziept ein wenig – ist aber auszuhalten. Womit der Tweezerman mein Herz gewonnen hat: Er ist so wunderbar simpel! Und anders als bei der Haarentfernung mit Wachs gibt es keine Pickelchen! Ganze große Empfehlung meinerseits (und hier bei Amazon bestellbar)*.


* Bis ich davon bei Fabforties las, hielt ich Korea eher für ein kosmetisches Entwicklungsland. Uuuups, weit gefehlt! Die Koreaner sind dem Westen an kosmetischen Erfindergeist und Innovationskraft sogar weit voraus und stellen fabelhafte und zugleich hochwirksame Produkte her. Was vermutlich daran liegt, dass die Koreanerinnen in Sachen Beauty noch viel perfektionistischer sind als wir. Ihre Beauty-Routinen sind ausgesprochen umfangreich – und weit entfernt von unserem „Waschen und Eincremen“. The next Big Thing: Schneckenschleim. Yep. :-) Man mag das absonderlich oder vielleicht sogar eklig finden, funktioniert aber besser als jedes Hyaluron. Mein Favorit: Cell Renew Snail Sleeping von Missha. Vor dem Einschlafen großzügig auftragen, dann noch ein Öl (ich nehme das Vinosource von Caudalie) dünn (!) drüber geben und mit einer schier verjüngten Haut aufwachen. Ich schwöre! Unbedingt ausprobieren*!

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Susanne Ackstaller, Freitag, 27. Februar 2015, 11:03 Uhr
Kommentare: 3 | Aufrufe: 346 | Kategorie: Beauty, Hautpflege, Lieblingsprodukte | Tags: tweezermanschönheitschneckenschleimniveamisshacellular perfekt skinbeautyanti-aging
 

Audrey Hepburn hatte ihn, Jacky Kennedy, und auch Michele Obama: ihren ganz eigenen, besonderen Stil. Doch auch wenn wir guten Stil sofort erkennen, wenn wir ihn sehen, so wir können doch kaum beschreiben, was ihn konkret ausmacht. Sonst wäre es ja auch einfach. :-) Nachmachen? Ist auch schwierig bis unmöglich, weil es eben immer nur kopiert und nie authentisch und echt aussieht.

Ja, Stil ist ein Phänomen. Während man sich bei gutem Geschmack noch an ein paar Regeln festhalten kann, ist Stil gleich Geschmack plus das gewisse Etwas. Man hat ihn – oder nicht. Oder? Oder können wir Stil vielleicht doch lernen?

Stilberaterin Katharina Maier
Stilberaterin Katharina Maier: “Mein Job ist erledigt, wenn sich Kunden wieder in sich selbst verlieben.”


Ich habe eine Stilberaterin gefragt: Katharina Maier. „Schon im Kindergarten hatte ich meinen eigenen Willen, was Kleidung anging.“ Und schon in frühen Jahren unterstützte Katharina Familie und Freunde in modischen Fragen. „Mode, Kleidung, Aussehen haben mich beschäftigt, seit denken kann“, sagt Katharina. Und doch kam alles ganz anders. Erstmal. Zwar absolviert sie eine Lehre zur Damenschneiderin – um danach den Weg in die Werbung zu wählen. Modeberatung und Einkaufen mit und für andere blieben erstmal ein Hobby.

Bis 2012. Da kündigte sie ihren Job als Beraterin und Prokuristin in einer Werbeagentur und machte sich als FRAU MAIER als Stilberaterin selbstständig: „Ich halte Vorträge zu gutem Aussehen und berate Einzelpersonen, gehe mit ihnen einkaufen und zeige ihnen, welches Potenzial in ihnen steckt. Mein Job ist dann erledigt, wenn meine Kundin oder mein Kunde sich wieder in sich selbst verliebt hat.“ 

Ich habe Katharina ein paar Stil-Fragen gestellt, die mich schon lange bewegen ...

Was ist „Stil” überhaupt – und was zeichnet guten Stil aus?

Stil ist es, die eigene Persönlichkeit mittels Kleidung sichtbar zu machen. Guter Stil zeichnet sich meines Erachtens dadurch aus, dass die Person sich, ihren Körper und den Anlass kennt und sich dazu passend kleidet. Stil kommt von innen. Mein eigen kreiertes Lieblingszitat lautet: „Schönheit beginnt im Herzen und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen.“ Das Wort „Schönheit” kann mit „Stil” getauscht werden.

Was unterscheidet Stil von gutem Geschmack?

Guter Stil bildet die Einheit von innen und außen. Das kann bei der einen Person schillernd bunt und bei der anderen elegant zurückhaltend sein. Wichtig ist: Beides – Persönlichkeit und Stil – bilden eine stimmige Einheit.

Kann man Stil lernen?

Ja. Das ist es, wofür ein Großteil meiner Kundschaft mich bucht. :-) Ganz oft ist es meine Aufgabe den Blick meines Gegenübers zu öffnen, die Wahrnehmung für Details, Materialien, Schnittführungen (wieder zu)erwecken. Um Stil zu lernen, ist es wichtig sich selbst und den eigenen Körper gut zu kennen. Dann können wir herausfinden, was gut zu uns passt, in was wir uns wohl fühlen, was uns zum Strahlen bringt.


Stilberaterin Katharina Maier im Gespräch


Viele Menschen haben über der Lauf der Jahre das Gespür für Mode verloren, Kleidung ist vermeintlich nicht (mehr) so wichtig, die Lust am persönlichen Stil geht aufgrund zu schneller Trendwechsel und unübersichtlichen Modehäusern verloren … dies und weitere Gründe führen dazu, dass Kleidung nur noch dem Zweck dient, der Spaß daran und die große Wirkung, die Kleidung haben kann, aber verkannt werden.

Und hier komme ich ins Spiel. Wenn jemand Klavier spielen lernen will, nimmt er sich einen Klavierlehrer, für das Erlernen von Fremdsprachen finden wir Unterstützung in Fremdsprachen-Instituten. Wenn jemand besser aussehen, sich wohler fühlen und eine tolle Garderobe möchte, zeige ich, wie es geht. Manchmal reichen wenige Stunden, um den passenden Stil für ihn oder sie zu finden. Und dann heißt es dranbleiben und ausprobieren.

Siehst du einen Zusammenhang zwischen Stil und Geldbeutel?

Nein. Mit dem richtigen Händchen und ein bisschen Glück kann man eine großartige Garderobe zu einem tollen Preis-Leistungsverhältnis zusammenstellen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl an Möglichkeiten Hochwertiges günstig zu bekommen – vielleicht nicht zum Saisonstart, aber das ist bei einem zeitlosen Teil ja ohnehin irrelevant.

Wie arbeitet eine Stilberaterin? Und wie arbeitest du?

Wie “eine Stilberaterin” arbeitet weiß ich nicht. Ich war nie bei einer. Ich kann nur darüber sprechen, wie ich arbeite.

Stilberatung mit Wow-Effekt


Die Stilberatung ist nur ein Teil meiner Arbeit, es gibt nur einen individuellen Beratungstermin pro Monat. Ganz neu seit diesem Jahr ist mein Online-Stil-Coaching – Beratung via Skype zu ganz konkreten Fragestellungen rund um Ausstrahlung, Stil, Kleiderschrank und Einkaufen. Darüber hinaus halte ich Vorträge, überwiegend in Modehäusern, und weihe meine Zuhörerinnen ein, in die Geheimnisse des guten Aussehens.

Aus eigener Erfahrung und aus meiner Beratung weiß ich, wie hart, wie erbarmungslos der weibliche Blick auf sich selbst sein kann. In meinen Vorträgen rege ich zum Umdenken an und räume mit dem einen oder anderen Mythos auf, der in unserer (weiblichen) Gesellschaft existiert. So denken viele Frauen, dass das, was sie in Magazinen sehen, Realität ist – dabei ist ganz viel davon die korrigierende Wirkung von Photoshop. Ganz praktisch zeige ich, wie der Blick in den Spiegel milder wird und ermutige die Damen dazu „Ja!“ zu sich zu sagen.

In meiner Stilberatung geht es (vermutlich) recht klassisch zu: Im ersten Schritt lerne ich mein Gegenüber kennen. Was bewegt die Person? Was trägt sie gerne? Zu welchen besonderen Anlässen kleidet sie sich? Wie gut kennt die Person sich und ihren Körper? Wo will er oder sie modisch hin?

Danach schaue ich, was die aktuelle Garderobe hergibt. Oft steht auch Ausmisten mit auf dem Plan. Im Schnitt wird nur 20 Prozent dessen, was wir besitzen auch tatsächlich getragen, 80 Prozent hängen ungenutzt im Schrank. Loslassen ehemals geliebter, hochpreisiger, besonderer Stücke wirkt oft bereits im Vorfeld Wunder und schafft Platz für Neues.

Im nächsten Schritt gehen wir gemeinsam einkaufen. Manchmal nur ein paar Teile, manchmal eine ganze Garderobe. Eine gut durchdachte Garderobe spart nicht nur Zeit und Geld, sondern macht auch beim Anziehen Spaß.

Katharina berät beim Einkaufen


Im Ü̈brigen halte ich wenig von der Einteilung in Farbtypen. Farbberatung allein greift mir oftmals zu kurz. Neben Augen, Haut und Haar spielt der Charakter eine tragende Rolle bei der Farbwahl der Kleidung. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist es auch, mein Gegenüber für Schnittführungen, Materialien, Details zu sensibilisieren. Ich zeige, was gut „funktioniert“ und was weniger optimal ist.

Danach geht es an die Kombinationen. Neu mit neu, neu mit alt – wir probieren an, machen Fotos und Notizen und in kürzester Zeit weiß, sieht, spürt meine Kundschaft, was gut und was weniger gut zusammenpasst und aussieht. Auf Wunsch organisiere ich Kleiderschrank und Ankleide so, dass es künftig schnell geht und leicht zu überschauen ist.

Mein Ziel ist es mein Gegenüber den berühmten WOW-Moment zu schenken – egal ob in meiner Beratung, den Vorträgen, meinen Blog-Beiträgen. Das ist dieser Moment wo er oder sie in den Spiegel schaut, aus erster Ungläubigkeit, wird ein Lächeln, was sich in ein Strahlen verwandelt. Die Wirbelsäule richtet sich auf, der Kopf sitz gerade und der Mensch erlebt den Augenblick des (wieder) In-sich-selbst-Verliebens. Das ist es, wofür ich morgens aufstehe.

Wie kann jede Frau ihren „Alltagsstil“ pimpen?

Unendliches Potenzial liegt in der Wahl des passenden Beiwerks. Handtaschen, Schuhe, Gürtel, Schmuck. Das mag auf den ersten Blick offensichtlich erscheinen – ist es aber nicht. Schauen Sie sich um.

Nehmen wir ein einfaches und schlichtes Jeans-Bluse-Outfit. Blue Jeans, weiße, gut sitzende Hemdbluse. Kombiniert mit einem hochwertigen Gürtel, den passenden Pumps oder Ballerinas und einer tollen Tasche: großartig!

Meine Empfehlung lautet: Lieber weniger, dafür in das „Richtige“ investieren. Meiner Erfahrung nach geht die Rechnung immer auf.

No-gos für Frauen ab 40: Was hältst du von Empfehlungen wie keine ärmellosen Kleider und keine Mini-Röcke zu tragen?

Gar nichts. Meines Erachtens hat das nichts mit dem Alter zu tun, sondern vielmehr mit dem Körper, der es trägt. Eine 60-jährige kann hervorragend mit einem ärmellosen Kleid aussehen, während eine 20-jährige besser daran täte, Ärmel zu tragen.

„Yes-gos”: Was steht „reiferen“ Frauen besonders gut?

Wenn sie beim Blick in den Spiegel denken: „Schön. Ich mag mich.“ Das steht im Übrigen allen Frauen jeglicher Altersklassen besonders gut.

Weißt du, ich habe ganz viel mit Frauen zu tun, die wünschen sich ihre Falten, den Bauch weg, die Arme anders, die Beine länger, den Po runder oder flacher … Oft höre ich auch, dass sie am liebsten wieder den Körper von vor 10 oder 20 Jahren wieder hätten. Ich stelle dann gerne die Frage, wie es denn vor 10 oder 20 Jahren aussah – ob sie da zufrieden waren. Und rate mal. Nein, sie waren es nicht.


Katharina Maier berät selbstverständlich auch Männer.


Daher liegt ein ganz wichtiger Bereich meiner Arbeit im Inneren, dann kümmere ich mich um die Garderobe. Und ich bin ganz ehrlich: Ich persönlich halte nichts von allgemein gültigen Tipps. Denn nicht unser Alter entscheidet, sondern unsere Persönlichkeit in Kombination mit dem Körper.

Stil kommt im ersten Schritt immer von innen.

Daher bleibe ich dabei: Am besten steht jeder Frau das innere Strahlen! In Kombination mit einer Garderobe, die sie zum Strahlen bringt – unschlagbar! Und das kann für die Agile, Sportliche beispielsweise ein Jeans-Bluse-Outfit sein und für die betont Weibliche ein tolles unifarbiges Kleid, welches ihre Vorzüge in Szene setzt.

Liebe Katharina, herzlichen Dank für deine ebenso kompetenten wie sympathischen Antworten! :-)

***

Wer nun neugierig geworden ist, kann eine Online-Stilberatung mit Katharina gewinnen! HURRA! :-)

Was du tun musst:

- Hinterlasse hier im Blog einen Kommentar, warum dich eine Stilberatung interessieren würde,
- teile dieses Posting auf Facebook, twitter oder/und Co. und
- like FRAU MAIER auf Facebook.

Und voilà: Schon wanderst du in den Lostopf. :-)

Das Gewinnspiel läuft bis 6. März, 23.59 Uhr. Danach entscheidet das Los. Um teilzunehmen, solltest du über 18 sein.

Für die “Auslieferung” des Gewinns übernehme ich selbstverständlich keine Haftung, das sei nur sicherheitshalber dazugesagt.

Und nun: VIEL GLÜCK! :-)

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 26. Februar 2015, 10:00 Uhr
Kommentare: 34 | Aufrufe: 831 | Kategorie: Mode, Accessoires , Kleidung, Interviews | Tags: stilberatungstilberaterinstilmodekatharina maieraccessoires
 

Langsam, aber sicher wird auch mir dieser Winter ... nunja ... etwas lang. Vorgestern abend hörte ich doch tatsächlich im Sonnenuntergang Vögel zwitschern und fühlte mich sogleich ganz frühlinglich. Aber zu früh gefreut: Für Freitag ist erstmal wieder Schnee angesagt. Also: SCHNEE. Dieses kalte weiße Zeug. S.C.H.N.E.E. Wenn es doch wenigstens Schneeglöckchen wären! Aber die habe ich in diesem Jahr noch gar nicht gesehen!?

Es hilft also nichts, wir müssen uns selber helfen. Mit diesen Stiefeln, zum Beispiel. Mit denen kann man dann auch den Garten auf Vordermann bringen kann, wenn er dann doch mal kommt, der Frühling (und das wird er, ich bin sicher ... oder??? ODER??)

Geblümte Gummistiefel von Tom Joule
Blumenstiefel* von Tom Joule, gesehen bei Zalando.

Oder vielleicht lieber diese helleren hier? (“Kind, zieh doch mal dieses ewige Schwarz aus und dich ein wenig heller und freundlicher an”, meinte schon meine liebe Oma früher ... ;-))

Geblümte Gummistiefel von SANITA Rosie Welly
Freundlich geblümte Gummistiefel* von SANITA, ebenfalls bei Zalando.

So, ich zieh mir jetzt noch ein weitere Strickjacke über und wünsche dir viel Sonne. Und Schneeglöckchen. Schönen Mittwoch! :-)

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Susanne Ackstaller, Mittwoch, 25. Februar 2015, 09:20 Uhr
Kommentare: 3 | Aufrufe: 415 | Kategorie: Mode, Kleidung, Schuhe | Tags: tom joulestiefelschuhmodeschuhesanitarosie wellymodegummistiefelfrühjahr
 

Lilian Kura. Auf Twitter ist sie die ebenso bezaubernde wie schlagfertige Textzicke (mit schlappen 6.500 Followern), beruflich die sehr erfolgreiche Texterin und Lektorin, auf textzicke.de die Bloggerin rund um Alles und überhaupt. Und privat ist sie mir seit vielen Jahren eine sehr liebe Freundin und geschätzte Netzwerk-Kollegin. Was habe ich auf ihren 40. Geburtstag gewartet (im letzten Sommer!) – und dann hat es noch weitere sechs Monate gedauert. Angeblich, weil es keine Fotos gab. Haha, die Ausrede kenne ich, das sagen sie nämlich alle, quasi reflexartig. Davon lasse ich mich schon lange nicht mehr abschrecken! :-)

Auch bei Lilian habe ich durch das Montagsinterview wieder Dinge erfahren, die ich noch gar nicht wusste. Erstaunlich, dass doch selbst gute Freundinnen immer noch was Überraschendes in der Hinterhand habe. Zum Beispiel, dass sie Biologie studiert hat („Für Medizin reichte mein Abi-Schnitt so spontan erstmal nicht …“), es aber wegen Grottenlangweiligkeit (O-Ton!) nach einem Semester wieder aufgab (“Lustigerweise sind ausgerechnet Medizin und Biologie heute meine textlichen Schwerpunktthemen!“). Oder dass sie sich nach nur drei Jahren als Texteuse in Werbeagenturen gleich selbstständig gemacht hat. Und: Lilian hat auch schon (passform)gemodelt (“Ich hatte haargenau die allerweltdurchschnittlichsten Maße für die allerdeutschdurchschnittlichste Größe 38), für More & More (“Gute Güte, war diese Modelei ätzend!“) ...


Lilian Kura mit Lore-Ipsum-Kette (2014)
Lilian Kura, 40.


Was ich allerdings schon wusste: Dass Lilian bereits mit 25 – und damit vergleichweise doch recht jung – ihre zwei Kinder (“Töchterchen Liebreiz” und den “Turbosohn”) bekam. Und dass sie eine Kräuterhexe ist. Lilian hat wirklich Ahnung von Heilkräutern. Sie kocht damit, kuriert kleine und größere Wehwehchen mit selbstgepflückten Kräutern und macht außerdem noch Wildkräuterführungen. Mir hat sie gegen eine Verbrennung mal Lavendelöl empfohlen – das reinste Wundermittel gegen die höllischen Schmerzen.

Nun also: Lilian. Endlich! Ich freue mich sehr. :-*

Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Mode ist mir ehrlich und wahrhaftig piepegal (das sagen sie alle, oder?).

Ich habe schon immer getragen, was mir gefiel, was mir stand und was ich mir leisten konnte. Wenn ich auf den Straßen die ewig gleichgeschalteten Püppis in den jeweils angesagten Schuhen, Skinny-Jeans oder Jacken herumlaufen sehe, kann ich nur den Kopf schütteln. Mindestens der Hälfte dieser Menschen stehen die Sachen nicht einmal. Wie kann man nur aussehen wollen wie der Rest?


Lilian Kura mit 18.
Lilian. Mit 18. #hach (1992)


Diese Einstellung vertrete ich übrigens, seit ich denken kann ... wobei die Initialzündung dafür aus der Not geboren wurde. Als ich Teenager war, steckten meine Eltern nämlich ihr sauer verdientes Geld eher in das neu gebaute Haus, ordentliches Essen oder Familienurlaub – aber nicht in unnötige töchterliche Mode-Allüren. Zwar habe ich mit Babysitten und Aushilfe in Mamas Reformhaus immer ganz nette Taschengelder dazuverdient, aber auch das habe ich lieber für Bücher, Partys und Reisen ausgegeben. Und so kam es, dass ich mir einfach eigene Trends ausdachte, die mit Flohmarktfunden, Erbstücken und ein paar Extras zu bewerkstelligen waren. Ich erinnere mich gut an eine Zeit zwischen 13 und 15, als ich mit einer Freundin bei „Kaufrausch“ in München (ein Secondhand-Laden, bei dem man je Kilo bezahlte) diese typischen Opi-Pyjamahosen aus Satin erstand, die wir allesamt schwarz einfärbten. Dazu trugen wir Trägertops oder gefärbte Männer-Feinripp-Unterhemden, von denen wir die Bündchen abschnitten, und darüber schlabberige Sweatshirts, die wir ebenfalls ihrer Bündchen, Krägen, Logos etc. beraubten. Es dauerte damals keine Woche, bis uns in der Schule selbst die neureichen Starnberg-Gören kopierten.


Lilian Kura, 1997
Drama, Baby, Drama! (1997)


Oder dieser Skandal-Look, den ich mit 14 (!) kreierte: eine bis aufs letzte Fädchen zerfledderte Jeans, unter der schwarze Strapse (!) und Strümpfe recht unverhohlen hervorblitzten, passend zu Vintage-Corsage und Holzfällerhemd. Dazu Springerstiefel oder mozarteske Schnallenschuhe, die mich auch noch in die Lederhotpant-plus-psychedelische-Strumpfhosen-Zeit hineinbegleiteten. Dass mir meine Eltern diese Outfits erlaubten, rechne ich ihnen bis heute hoch an. Schade, dass es davon keine Fotos gibt!


Heute bin ich nicht mehr ganz so wild, aber immer noch gern ein bisschen anders und nach wie vor nicht bereit, für Mode viel zu investieren, obwohl ich es mittlerweile könnte. Schöne Basic- oder Lieblingsteile, z.B. Schuhe, sollen allerdings von guter Qualität sein und dürfen gern etwas mehr kosten. Außerdem liebe ich klassische bayrische Dirndl und habe derer vier in petto.   
 

Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert – und warum?

Ich habe es vor allem gern bunt. Selbst an Jeanstagen müssen mindestens Oberteil und Schuhe oder ein Schal kräftige Farben haben. Meine Stilrichtung pendelt wohl zwischen leger, verspielt und vor allem: bequem und in Lagen! Kurze Röckchen oder Kleidchen über Hosen oder Leggings sind hier heiß geliebt, obenrum wird meist mehrfach „geschichtet“. Für mich als bekennende Smartphone-Abhängige haben Röcke nur den einen großen Nachteil, dass sie selten über Taschen verfügen. Deshalb beherbergt mein Schrank diverse Gürteltaschen oder Drüberröckchen mit angenähter Tasche. Außerdem liebe ich Stulpen, klassisch an den Waden, aber auch über den Pulli-Ärmeln oder anstelle solcher. Und ach ja: Seit Mitte 20 habe ich meine Liebe zu traditioniellen bayrischen Dirndln entdeckt, die ich beileibe nicht nur zur Maifeier oder Wiesn trage, sondern im Sommer auch mal einfach so. 


Lilian Kura im Dirndl
Mag es dirndelig weiblich. :-) (2014).


Pauschal könnte man wohl sagen, dass ich für einen Job bei der Bank oder Versicherung eher ungeeignet wäre, weil Hosenanzüge und Kostümchen leider machen, dass ich schreiend davonlaufen möchte. 

Hattest du modische Vorbilder? Personen oder Persönlichkeiten, die deinen Stil geprägt haben – oder eine modische Ära?

Der schon erwähnte Look mit Schlabberpulli über Trägertop kommt z.B. in einem Film von 1990 vor, den vermutlich jeder kennt. Wenn ich verrate, dass darin zuerst ein schöner Mann mit nacktem Oberkörper töpfert und später eine ebenso schöne Frau mit kurzem schwarzem Haar sehr oft sehr zauberhaft weint, wisst Ihr Bescheid. :-) Das Styling habe ich mir damals direkt inklusive Haarschnitt und -farbe für ein Weilchen zu eigen gemacht. Ansonsten: Nein. Weder eine Ära noch eine Persönlichkeit, die ich je modisch irgendwie bewundert hätte.


Lieblingskleidungsstück: bunte Jeans!
Lieblingskleidungsstück! Verständlicherweise. (2014)

Hast du ein Lieblingskleidungsstück?

Ich besitze seit ca. 25 Jahren ein Paar kurzschaftige schwarze Leder-Bikerstiefel, die ich innig liebe. Dreimal neu besohlt, unzählige Male eingefettet und in Form gebeult. Mein grünes Dirndl mag ich auch furchtbar gern – in nichts fühle ich mich weiblicher, auch wenn mich die trennungsbedingten 15 Kilo Gewichtsverlust der letzten 2 Jahre eine Menge Dekolleté gekostet haben. Dafür kann ich in dem Ding jetzt atmen! Und dann ist da diese bunte Jeans, die ich in der legendären legendären Textinen-Butike von der lieben Sandra Walzer ergattert habe. Passt wie angegossen und ist, wenn man den Kommentaren vieler Betrachter glauben darf, in jeder Hinsicht wie für mich gemacht. Treu bin ich außerdem meinen drei Lieblingsketten: E.A. Poes Rabe, der „LOREM IPSUM“-Schriftzug oder ein zweireihiger Flohmarktfang mit viel buntem Perlengebammel.


Lilian Kura, mit Schnute und Rabenkette
Ein wahrhafter Edgar-Allan-Poe-Fan! (2014)

Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Ich musste mich schon immer vorrangig selbst wohl fühlen. Ob anderen gefällt, was sie sehen, war für mich selten relevant. Trotzdem bin ich all die Jahre fast nie ungeschminkt vor die Tür gegangen ... ein Widerspruch? Erst seit mir mein neuer Partner wieder und wieder sagt, wie schön er mich in meiner ganzen Natürlichkeit findet, lasse ich sogar die Mascara manchmal weg. Hm. 


Lilian Kura. Textzicke, Texterin, Kräuterhexe.
Ungeschminkt schön. Definitiv. (2014)


Dass die Jahre nicht ganz spurlos an mir vorbeigehen, obwohl ich mich innerlich fühle wie 27, merke ich natürlich an dem sprießenden Netz von Fältchen um meine Augen. Aber warum auch nicht? Jeder ist ein Produkt seiner Biographie, und dass da bei mir viel Lachen war, darf man gern sehen. Anders würde ich darüber denken, wenn es Gramesfalten wären: Die würde ich nicht mögen. Meine überhand nehmenden grauen Haare mag ich übrigens auch nicht sonderlich, aber das liegt wohl daran, dass Grau so sehr im Gegensatz zu meinem „inneren Alter“ stünde. Deshalb färbe ich manchmal den Ansatz. Wenn ich richtig alt bin, gedenke ich allerdigs eine Ohrenbackensessel-Vorlese-Oma mit langem weißem Haar zu werden. Mal sehen, wann es so weit ist. :-)


Lilian Kura, geschminkt
Viel hilft viel. :) Hatten wir nicht alle diese Phase??? (1998)


Bei anderen finde ich Schönheit oft dort, wo sie nicht symmetrisch, nicht perfekt, nicht mainstream ist: in einem besonderen Lächeln, einer bezaubernden Gestik, einer tollen Farbkombination, einer entzückenden Zufallsfrisur. Die allermeisten Supermodels würde ich daher nicht mal als mittelmäßig hübsch, geschweige denn schön bezeichnen. 
 

Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Ich bin vor allem der Naturkosmetik-Typ. Selbst wenn die Möglichkeiten eines modernen Produkts noch so verlockend wären, käme es mir nicht ins Haus, wenn da Chemiemist oder Tierleid drin steckte. Leider bin ich allergisch gegen dies und das und muss deshalb zusätzlich aufpassen. Wie aus reinem Hohn texte ich für zwei hochpreisige internationale Kosmetikhersteller, die mich großzügig mit Originalprodukten versorgen ... und vertrage nichts davon. Fies, oder?


Lilian Kura
Strahlend! (2014)


Derzeit benutze ich eine milde Reinigungsmilch von lavera und eine Allround-Feuchtigkeitscreme für superempfindliche Haut aus derselben Serie. Shampoo und Spülung für normales Haar von Santé. Ansonsten Mascara von Annemarie Börlind and that’s it.

Du bist auf Reisen und hast deinen Waschbeutel vergessen. Zahnpasta und Seife gibt es im Hotel. Auf welche drei (Kosmetik-)Produkte kannst du keinesfalls verzichten und kaufst sie sofort ein?

Ich bräuchte definitiv eine Gesichtscreme, die ich vertrage, sowie Mascara und ein aluminiumfreies Deo. Und unbedingt eine große Haarbürste mit Naturborsten gegen das Stroh auf meinem Kopf.

Wenn du dir ein (noch nicht existierendes) Produkt von der Kosmetikbranche wünschen dürftest: Welches wäre das?

Eine Lotion, die wirklich gegen Besenreiser und Cellulite wirkt, weil man gegen diese erblich bedingten Scheußlichkeiten nämlich leider nix machen kann, damit sie tatsächlich verschwinden. 


Lilian Kura, Krakau 2014
Besenreiser? Cellulite? Wo noch mal genau? (2014)

Hast du ein Schönheitsgeheimnis?

Achtung, jetzt wird’s langweilig: Lächeln und Lieben!

Ansonsten lege ich mich leidenschaftlich gern mit einem guten Buch, einer hautberuhigenden Gesichtsmaske und einem kühlen Bierchen in die Badewanne.

Was würdest du in Sachen Schönheit gerne mal ausprobieren?

In Sachen Haare habe ich schon viele Längen und fast alle Farben durch bis auf – jawoll, petrol! Ein akkurater, asymmetrischer Kurzhaarschnitt in einem tollen Petrol-Türkis-Verlauf würde mich reizen. Leider scheue ich den Aufwand, denn meine Haare wachsen wie Unkraut und ich müsste vermutlich wöchentlich nachfärben und –schneiden.



Ein bisschen krass – aber toll: orange Haare. :-) (2000)


Hätte ich außerdem den Mut und das richtige Motiv gefunden, wäre ich auch einem schönen Tattoo an einer guten, nicht schrumpelnden Stelle durchaus zugeneigt. 

Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

Da halte ich es ganz mit Voltaire: „Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein!“


Danke, Lieblings-Lilian, für’s Erzählen, für die Fotos – für’s Dabeisein! Es ist mir eine Freude! :-) (Und irgendwann möchte ich dann das Seminar bei dir machen “Wie ich mir meine Wimpern endlos lang tuschte” – denn so lange Wimpern kann kein Mensch wirklich haben, neinnein! ;-)))

***
Mehr spannende Interviews mit spannenden Frauen jenseits der 40 gibt es übrigens hinter diesem Klick.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 23. Februar 2015, 06:00 Uhr
Kommentare: 9 | Aufrufe: 1585 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews | Tags: textzicketexterinschönheitmodelilian kurakosmetikfrauen ab 40beautyanti-aging
 
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