mode-lifestyle
 

Seit fast sechs Jahren gibt es Texterella schon. Seit 1. Februar 2009 um genau zu sein.

In diesen sechs Jahren hat sich vieles geändert. Die Zielgruppe. Die Inhalte. Nicht zuletzt das Layout. Selbst das Motto! Die ersten Jahren war Texterella ein ziemliches Sammelsurium. Querbeet durch die Modebranche: Ich fischte schräge Streetstyles für Twentysomethings ebenso aus dem Netz wie unbezahlbar teure Taschen. Mein einziger Maßstab: Mir musste es gefallen oder zumindest musste ich es interessant finden. An Vermarktung und Geld dachte ich keine Sekunde, obwohl auch schon damals ab und an Kooperationsanfragen in meine Mailbox flatterten. Ich habe sie ignoriert, nicht mal beantwortet. Ich wusste gar nicht, was ich damit anfangen sollte. Ich schrieb, weil es mir Spaß machte. Ohne große Hintergedanken.

Mittlerweile hat sich das ein wenig geändert. Ja, ich vermarkte Texterella, ich verdiene (ein bisschen) Geld damit, ich bin sicherlich auch professioneller geworden beim Bloggen. Als reines Hobby würde ich mein Blog nicht mehr bezeichnen.

Was gleich geblieben ist, ist das Herzblut. Do what you love.


Do what you love
So wahr!


Und was das Schöne ist: Dass es mittlerweile Kunden und Kooperationen gibt, die genau das wollen. Genau dieses Herzblut. Die mich gar nicht verbiegen oder verramschen wollen. Finde ich großartig.

Do what you love. Ist es nicht wunderbar, wenn man genau damit Geld verdienen kann?!

Manchmal erschreckt es mich allerdings, wenn ich mitkriege, dass das bei manchen Menschen anders ist. Da wird ab 8 Uhr auf den Feierabend gewartet, ab Montag aufs Wochenende, und mit 50 schon auf die Rente. Da ist der Jahresurlaub die schönste Zeit des Jahres. Da geht es darum, möglichst wenig zu arbeiten anstatt die Arbeit zu einem Vergnügen zu machen. Nicht, dass hier bei mir und meiner Arbeit immer alles toll und amüsant und spaßig, das Leben ein einziger, riesiger Ponyhof wäre. Nicht, dass ich mich nicht auch aufs Wochenende freue. Nicht, dass ich meinen Urlaub nicht genießen würde. Aber ich genieße auch die ganze Zeit dazwischen.

Alles andere wäre ja auch eine unfassbar schreckliche Verschwendung von Lebenszeit. 90 Prozent der Zeit Dinge tun, die man nicht mag. Oder zumindest nicht liebt. Puh.

Natürlich weiß ich, dass es für uns alle Zeiten gibt, in denen man (im übertragenen Sinn) im Lidl die Regale einräumt anstatt sich seiner wahren Berufung zu widmen. Ja, klar, Sachzwänge gibt es immer und überall. Aber dennoch sollte man eines nicht aus den Augen verlieren:

Do what you love.

Ich finde, das sollten wir alle zu unserem Mantra machen. Weil es uns glücklich macht. Und erfolgreich obendrein.

In diesem Sinne: ein wunderschönes, erholsames Wochenende! ;-)

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 30. Januar 2015, 15:42 Uhr
Kommentare: 5 | Aufrufe: 338 | Kategorie: Lifestyle
 

Während andere gerade ihren Winterschlaf halten oder vielleicht bereits zur Frühjahrsmüdigkeit übergehen, herrscht bei mir Hochbetrieb. Ja, mein schreiberisches Alter Ego verlangt nicht nur meine volle Aufmerksamkeit, sondern sorgt auch für 18-Stunden-Tage. Und das ist höchstens ein bisschen übertrieben.

Aber. ABER! Taschen gehen immer. Selbst um Mitternacht, nach einem Tag mit vielen Buchstaben und Euro-Zeichen. Auch wenn ich derzeit kaum Zeit fürs Internet habe und mich entsprechend wenig auf verführerischen Seiten rumtreibe – um Taschen komme ich nicht herum. Besonders, wenn sie die Wirkung eines doppelten Espresso haben und meinen Blutdruck hochtreiben.

So etwa:

Rote Tasche von Renee Lezard
Macht wach: Tasche von René Lezard. Gefunden bei Fashionsisters.*

Schnuckelig klein, knallrot und runtergesetzt. Wie ich es mag.

So. Und jetzt schlafe ich eine Runde. Bevor es morgen weitergeht. Weiter rund geht.

*Affiliate-Link

 

 
Susanne Ackstaller, Mittwoch, 28. Januar 2015, 19:11 Uhr
Kommentare: 2 | Aufrufe: 316 | Kategorie: Mode, Accessoires , Taschen
 

Auf das Interview mit Christine Finke habe ich mich besonders gefreut. Dabei hätte ich mich fast nicht getraut, sie zu fragen – so banal erschien mir texterella im Vergleich zu ihren Themen, die sich um Gleichberechtigung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und mehr Gerechtigkeit für Alleinerziehende ranken. Und doch hat Christine zugesagt, zu meiner Freude.

“Mein Leben war immer für eine Überraschung gut, selbst für mich” sagt Christine. Und bewegt war es auch, ist es noch, ihr Leben. Geboren in Hamburg, aufgewachsen in Freiburg, Anglistik, Romanistik und Phonetik studiert in Freiburg und Canterbury, promoviert in Berlin. Dann Lübeck, Hamburg, Konstanz. Mir wird da schon beim Lesen schwindelig! Statt Habilitation und wissenschaftlicher Karriere wählte sie nach der Promotion den Journalismus und pendelte etliche Jahre in die Schweiz. “Dazwischen” bekam sie noch drei Kinder ... Vor fünf Jahren dann die Trennung von ihrem Mann, was sie zur alleinerziehenden Mutter von drei Kindern machte. Über ihr nicht immer einfaches Leben als Alleinerziehende bloggt sie auf mama-arbeitet.de – ein Blog, das mich sehr beeindruckt. (Unter anderem besonders dieser Artikel: Was Armut mit dir macht. Oder auch dieser “Alte Mutter. Oder junge Frau.” LESEN!)


Dr. Christine Finke, Konstanz.
Christine Finke, 48.


Neben der Bloggerei arbeitet sie nach wie vor als Journalistin sowie als Kinderbuchtexterin und als Social-Media-Redakteurin. Achja, und Stadträtin in Konstanz ist Christine Finke auch. Finde ich super!

Christine spricht übrigens zehn Sprachen. Unglaublich! Und jetzt spricht sie hier über Mode und Schönheit! Aber keine Sorge: nur in einer Sprache! :-)

Lies selbst!

Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Ich wurde definitiv immer mutiger. Vom angepassten Mäuschen im Teenie-Alter (ich trug nur, was alle trugen) bis hin zur Frau mit eigenem Stil. Es war ein ständiges Ausprobieren, immer verbunden mit der Frage, wie ich mich sehe und wie ich wirken will. Ab dem Alter von etwa 30 wurde Mode für mich etwas lustvolles, spielerisches, das die Welt ein bisschen bunter macht.


Christine Linke im bunten Kleid (2012)
“Im Laufe des Lebens wurde ich modisch immer mutiger!” (2012)

Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert – und warum?

Wahrscheinlich bin ich der klassische Typ. Aber eben mit Hinguckern garniert. So habe ich schon als Teenie, bei aller Angepasstheit, als einzige in meiner Jahrgangsstufe (und wir waren 100 Kinder!) nur einen Ohrring getragen, anstatt zweien. Und der war dann immer ein modisches Statement: groß, auffallend, witzig oder ausgefallen. Heute sind meine Ohrringe übrigens winzig kleine silberne oder goldene Stecker.


Christine Finke, Oberstufe mit einem Ohrring
Klassenfahrt mit Perlmutt-Ohrring und Lederband um den Hals. (1985)


Grundsätzlich mochte ich immer schon Hosen und Kleider mit Blumenmustern und großem buntem Print, das zieht sich durch mein ganzes Leben. Eine sehr lange Zeit hindurch hatte ich eine ausgesprochene Blauphase: ich trug von oben bis unten dunkelblau, von den Schuhen, Strümpfen bis zur Mütze, alles. Das war zu der Zeit, als ich in Berlin lebte, in den 90ern. Damit bin ich dort total aufgefallen, was gar nicht meine Absicht war. Aber die Berliner kleideten sich viel wilder. Unifarben lief dort eigenlich keiner herum. :-)

Zwischen 30 und 40 trug ich häufig und gerne Hosenanzüge und auch oft edle Kleidungsstücke von Boss, Dolce & Gabbana, Armani, etc. – das fand ich beruflich passend, sowohl als Ehefrau eines Selbstständigen als auch für den Job in der Schweiz.


Christine Finke: Businessfrau im Hosenanzug
Business-Look! (2000)


Heute ist mir wichtiger denn je, dass die Mode, die ich trage, bequem ist. Ich trage deswegen fast nur noch Kleider und Röcke. Am liebsten aus Stretch oder Strick. Und ich mag keine 08/15 Klamotten mehr. Was ich kaufe, muss etwas Besonderes haben. Da habe ich mich also um 180 Grad gedreht. Ich habe keine Angst mehr, aufzufallen. Das passiert sowieso.

Hattest du modische Vorbilder? Personen oder Persönlichkeiten, die deinen Stil geprägt haben – oder eine modische Ära?

Ich habe eine Schwäche für die 50er und Grace Kelly & Co. Aber die “Butches” (männlich gekleidete Frauen) aus den 30ern in Paris und Berlin gefielen und gefallen mir auch. In den 80ern war Madonna das große Vorbild.


2005 in Genua
Flanierend in Genua. (2005)

Hast oder hattest du ein Lieblingskleidungsstück?

Es gab 1985 einen grünen Rock, den habe ich sehr geliebt. Ich hatte ihn in Genf bei Hennes & Mauritz gekauft, lange bevor es H & M in Deutschland gab. Er war ganz leicht und seidig, schimmerte toll, und ich fühlte mich darin, als sei alles möglich. Das muss ein guter Rock können. Das Gleiche gilt für ein buntes Kleid, das ich 2005 in Genua trug – sehr weich, leicht, und ein tolles Muster. Ich besitze es noch immer, obwohl es mittlerweile ziemlich oft gewaschen und abgewetzt ist.


Brautkleid aus Papier
Brautkleid aus Papier. (2000)


Und mein Brautkleid aus Papier, ja, du liest richtig, es war aus dem gleichen Material wie feste Papiertischdecken und mir von einer Lübecker Schneiderin auf den hochschwangeren Leib geschneidert. Mit Schleife am Rücken, um Spielraum für die Zeit zwischen Fertigstellung des Hochzeitskleids und Termin zu haben. Ich habe das Kleid immer noch im Keller, das ist ein tolles Stück!

Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Ich bin gnädiger geworden, mit mir und mit anderen. Früher habe ich leichter geurteilt.


Christine Finke 1991
Wunderschön – und wie aus einem Film noir! (1991)


Schönheit ist eine Frage des Stils und der Geisteshaltung, finde ich. Das war schon immer meine Überzeugung, seit ich denken kann.

Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Wasser und gelegentlich ein Waschpeeling, danach eine schlichte Creme, mehr nicht. Das ist bei mir auch eine Geldfrage, wir müssen mit sehr wenig klarkommen. Ich denke schon, dass es eine Menge gute Kosmetika gibt, das merke ich ja, wenn ich mal Pröbchen aus Zeitschriften ausprobiere (neulich ein “Revitalising Face Oil”, das war sehr gut).

Du bist auf Reisen und hast deine Waschbeutel vergessen. Zahnpasta und Seife gibt es im Hotel. Auf welche drei Kosmetikprodukte kannst du keinesfalls verzichten und kaufst sie sofort ein?

Als erstes würde ich Nivea Creme kaufen, die klassische in der Dose. Die brauche ich dringend für meine Hände und zum Abschminken abends. (Moment, habe ich auch meinen Mascara und meinen Lippenstift vergessen? Falls ja, dann wären das die nächsten beiden Produkte.) Zweitens eine Gesichtscreme, ich kaufe meist Diadermine Lift Intense Nachtcreme, die nehme ich aber für tagsüber. Und schließlich Shampoo.


Christine Finke mit bunter Hose (2005)
Auf Reisen! (2005)

Wenn du dir ein (noch nicht existierendes) Produkt von der Kosmetikbranche wünschen dürftest: Welches wäre das?

Oh, da wünsche ich mir eine Haarpackung, die einfach durch Reinwaschen prächtige Locken zaubert. Und natürlich müsste es auch das „Gegenmittel“ geben, also eine Haarpackung, die das wieder rückgängig macht.

Hast du ein Schönheitsgeheimnis?

Das klingt jetzt so bieder – aber es ist Schlaf. Ich bin ein Schlafmonster. Wenn ich 9 bis 10, besser noch 11 Stunden schlafe, dann sehe ich aus, als sei ich in einen Jungbrunnen gefallen. Und fühle mich auch so.

Christine Linke mit Lackstiefeln (2003)
Mit Lackstiefeln und Glitzertop. (2003)


Zusätzlich macht mich Schwimmen schön, aber ich schaffe es viel zu selten, meine Bahnen zu ziehen. Und in der Sonne sitzen und lesen. Das ist ganz wichtig. :)

Was würdest du in Sachen Schönheit gerne mal ausprobieren?

Eine Zeitlang habe ich über ganz kurze Haare nachgedacht, das dann aber wieder verworfen.

Kürzlich gefiel mir eine tolle dunkelblaue Coloration, das würde mich schon reizen – vielleicht mache ich das?

Und dann würde ich gerne mal in ein Hamman gehen, so etwas haben wir hier in Konstanz aber nicht. Ich habe gelesen, dass es wunderbar sein soll und man schön und entspannt dort herauskommt.

Christine Finke mag Blümchen (2013)
Große Musterliebe. (2013)

Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

„Dann ist das halt jetzt so.“ (Kombiniert mit „Mal gucken, was ich mit der neuen Sachlage machen kann.“)

Danke, liebe Christine, für deine spannenden Antworten – und dein ehrliches Blog! Die Lockenhaarpackung hätte ich übrigens auch gerne! Und wenn du mal in München bist, gehen wir ins Hamam! Ich kenne da nämlich eines. :-)

***

Mehr spannende Interviews mit spannenden Frauen jenseits der 40 gibt es übrigens hinter diesem Klick.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 26. Januar 2015, 06:00 Uhr
Kommentare: 6 | Aufrufe: 1664 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews | Tags: schönheitmontagsinterviewmodemama-arbeitet.dekosmetikjournalistininterviewchristine finkebloggerinbeautyanti-agingälter werden
 

Armbänder sind meines Erachtens der perfekte Under-Statement-Schmuck: Anders als Halsketten sind sie nicht immer im Blickfeld, sie drängen sich nicht auf, halten sich eher im Hintergrund. Aber wenn sie dann unter Pullovern oder Jacken hervorblitzen, sind sie ein besonderer Hingucker.

Und das schöne ist: Man kann mehrere gleichzeitig tragen, ohne dass es übertrieben aussieht. Im Gegenteil! Sie sind einfach schlicht und schön zugleich, auch zu mehreren!


Armband von Vivien Frank
Zu schön: Wickelarmbänder mit kleinen Silberperlen. Von Vivien Frank.


Von Vivien Frank habe ich bei Blissany gleich mehrere entdeckt. Eines schöner als das anderes ... und fabelhaft miteinander kombinierbar.

PS: Noch mehr Schönes gibt es übrigens unter “Lieblingsprodukte”!

 
Susanne Ackstaller, Sonntag, 25. Januar 2015, 18:03 Uhr
Kommentare: 2 | Aufrufe: 363 | Kategorie: Mode, Accessoires , Schmuck | Tags: wickelarmbandvivien franksilberschmuckmodeschmuckbettelarmbänderbettelarmbandarmband
 

It's the little things
Gefunden bei juniqe*

*Affiliate-Link

 
Susanne Ackstaller, Samstag, 24. Januar 2015, 15:28 Uhr
Kommentare: 0 | Aufrufe: 359 | Kategorie: Lifestyle, Essen & Wohnen | Tags: wohnenlivinglifestyleit's the little things
 
Seite 1 von 358 Seiten  1 2 3 >  Letzte »


Herzblutdinge

Herzbluttexte




WERBUNG






<


KOOPERATIONEN




 
WERBUNG


© 2015 texterella.de | Susanne Ackstaller

Site by blogwork.de und Sibylle Zimmermann, hz-konzept.de