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Ich liebe Hamburg. Ich liebe Sonnenuntergänge (wer mir auf Instagram folgt, kann das bezeugen! :)). Ich liebe Wasser. Und ich liebe schöne Hotels.

Und gestern hatte ich alles zusammen:

Sonnenuntergang an der Alster. Vom 7. Stock des Le Meridien Hamburg aus gesehen.

Zimmer mit Aussicht: Sonnenuntergang an der Alster.

Hach. Ja. Wow. Es gibt einfach Momente, da ist das Leben besonders schön. Danke, Leben!

Ein schönes restliches Wochenende euch allen da draußen!

 
Susanne Ackstaller, Samstag, 28. Mai 2016, 15:00 Uhr
Kommentare: 1 | Aufrufe: 121 | Kategorie: Lifestyle, Reisen | Tags: wochenend-wowschöne hotelsreisenle meridienhamburg
 

Die Sache mit dem Älterwerden wäre ja eigentlich gar nicht so schlimm – wenn da nicht der langsame, aber stetige körperliche Verfall wäre. Hier ein neues Alters- äh Pigmentfleckchen (mein Fleck auf der Wange wird freundlicherweise zumeist für ein Muttermal gehalten!), da ein weiteres Fältchen (und nein, ich rede nicht von charmanten Lachfalten!) und beim Snappen nach unten gucken ... uuups, besser nicht. Aber das allerallerschlimmste an der ganzen Älterwerderei ist dieses vermaledeite Bäuchlein, das eine Kollegin vor einiger Zeit wenig schmeichelhaft als „Wechseljahreswampe“ bezeichnete. Tja, wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Wespentaille trotz Bienenstich. Von Nadja Nollau

Das Buch zur Wespentaille. Möglicherweise.


Ich kann mich noch gut an den Winter vor drei oder vier Jahren erinnern, als dieser Bauch plötzlich wie aus dem Nichts aufploppte, meine Taille befiel und sie zunichte machte. Quasi innerhalb von Tagen. Erst glaubte ich noch an ein bisschen zu viel Gummibärchen während eines Großauftrags. Aber ich sollte irren: Denn anders als in früheren Jahren wollten diese zusätzlichen „Arbeitskilos“ einfach nicht mehr verschwinden. Im Gegenteil, sie vermehrten sich begeistert. Schneller als ich das Wort „Taillenschwund“ überhaupt buchstabieren konnte, war sie auch schon dahin, die weibliche Körpermitte. Konnte ich meine ohnehin üppigen Kilos früher noch als Sanduhrfigur zurechtschmeicheln, so war ich plötzlich nur noch eine ... Figur. Mit Bauch. Entsetzlich.

Jammern macht nicht schlank. Leider.

Mein einziger Trost: Ich war mit meinem Bauch nicht alleine. Fast alle meine Freundinnen und Kolleginnen um die 50 jammerten ebenso. Geteiltes Leid und so. Offenbar verbraucht Jammern aber nicht allzu viele Kalorien, denn an meiner, an unserer Figur änderte das ganze Zetern leider gar nichts.

Natürlich startete ich einige Diät- und Fitness-Versuchen. Der Erfolg auf der Waage ging gegen null. Nunja, immerhin pendelte sich das Gewicht irgendwann wieder ein, wenn auch auf einem leider viel zu hohem Niveau. Entsetzlich. Aber das sagte ich schon.

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt die Disziplin in Person bin. Gelinde ausgedrückt. War es ein Wunder, dass die meisten Diät- und Fitness-Versuch scheiterten? Nein. War es nicht. Diäten – oder sagen wir: Esskonzepte – müssen sich sehr einfach in mein Leben integrieren lassen, damit ich sie länger als eine halbe Woche durchhalte. Ebenso beim Thema Fitness. Sobald es kompliziert wird, mag ich nicht mehr. Denn kompliziert ist mein Leben ohnehin.

Und jetzt kommt das Buch ins Spiel, das ich euch heute vorstellen will: „Wespentaille trotz Bienenstich. Tolle Figur auch über 50.“ von Nadja Nollau. Ja, der Titel ist ein bisschen bescheuert. Dennoch hat dieses Buch bei mir tatsächlich einiges an Aha-Effekten bewirkt. Auch wenn das (Low-Carb-)Konzept dahinter nicht wirklich neu ist. Erstmals aber habe ich verstanden, warum ich statt Kalorien lieber Kohlenhydrate zählen sollte.

Fangen wir damit an, was mir an dem Buch nicht gefällt:

Erstens der flapsige, gewollt lustige Stil, in dem das Buch überwiegend geschrieben ist. So was mag ich grundsätzlich nicht und finde es auch nie lustig. Dass ich das Buch dennoch zu Ende gelesen habe, spricht umso mehr für den Inhalt. Den fand ich sehr spannend und lehrreich – und das, obwohl ich mich eigentlich schon seit 35 Jahren mit dem Thema Ernährung beschäftige und nicht ganz ahnungslos bin.

Zweitens, und das stört mich wirklich: die Ablehnung von veganen Ernährungs- und Lebenskonzepten. Zitat: „Ich selbst habe bislang noch keine einzige Veganerin persönlich kennengelernt; möchte ich offen gestanden auch nicht. Diese Ernährung ist schlicht zu abgehoben und verkopft. Ich glaube, solche Entwicklungen entstehen nur in reichen Industriestaaten.“ Hallo??? Hallooooo?? Da hat jemand aber überhaupt nichts kapiert. Überhaupt gar nichts! Das Buch ist Ende 2015 erschienen, wohlgemerkt, nicht Anfang der Neunziger Jahre. Nach diesem Satz hätte ich das Buch am liebsten zugeklappt und weggelegt. Denn ich distanziere mich nachdrücklich von solchen Aussagen!

Und jetzt die guten Seiten. Was mir gefallen hat:

Der Pragmatismus. Hier muss niemand aufwändige Rezepte nachkochen oder teure Lieferservices in Anspruch nehmen. Man braucht keine zweifelhaften Kohlsuppen oder spezielle Diätnahrung. Man muss nur ein paar grundlegende Dinge verstanden haben und sie beherzigen. Im Grunde lauten diese ganz simpel: weniger Kohlenhydrate. Und wenn Kohlenhydrate, dann hochwertige und nicht mehr nach dem Mittagessen. Abends gibt es nur noch Proteine. Ja, ich weiß, solche Diätkonzepte gab es bereits – aber jetzt habe ich auch verstanden, warum sie funktionieren. Denn das erklärt die Autorin sehr gut und laienverständlich.

Der Erfolg. Ich habe mittlerweile zwei Wochen nach diesem Konzept gelebt und kann sagen: Es funktioniert tatsächlich! Und – das ist das wichtigste! – es ist nicht sonderlich schwer. Ich fühle mich leichter und besser. Aber nicht hungrig, denn den Zustand halte ich leider nicht sehr lange aus. Ob ich wirklich meine Wespentaille zurückbekomme? Ich glaube es ja nicht. Muss auch nicht, denn so hoch sind meine Ziele eh nicht gesteckt. Fünf bis acht Kilo würden mir reichen, und ich kann mir vorstellen, dass das klappt.

Die Motivation. Wenn man über den lustig-unlustigen Stil hinwegliest, dann ist das Buch nicht nur gut zu lesen, sondern auch sehr motivierend. Ich hatte bei der Lektüre wirklich das Gefühl: Hier versteht mich jemand. Hier schreibt eine 50plus-Frau für andere 50plus-Frauen. Hier kennt jemand die Misere aus eigener Erfahrung und zeigt einem die Lösung. Ja, ich hatte ein Chakka-Gefühl: Jetzt, jetzt wird alles besser! Also: zumindest meine Figur. ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer noch nicht genug Diätratgeber im Schrank stehen hat oder gerne noch einen weiteren lesen will – diesen hier kann ich (mit genannten Einschränkungen) durchaus empfehlen.

Wespentaille trotz Bienenstich.
Tolle Figur auch über 50.

von Nadja Nollau.
Erschienen 2015 bei Goldmann

Hier bei Amazon erhältlich*

*Affiliatelink. (Heißt: Wenn zirka 100.000 Leserinnen dieses Buch bestellen, kann ich meine Villa an der Cote d’Azur zumindest schon mal anzahlen. :-))

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 27. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 7 | Aufrufe: 1077 | Kategorie: Fitness & Gesundheit, Lesen | Tags: wechseljahretailleratgebernadja nollaulesengesundheitfitnessbauch
 

Dieser Sommermantel hing schon seit letztem Herbst im Schrank, als ich ihn im End-of-summer-Sale bei Boden erstand. Schon damals freute ich mich darauf, ihn irgendwann hier im Blog vorzustellen. Aber dann war ja Herbst, dann Winter, dann vergaß ich ihn ganz. Bis ich ihn kürzlich, mehr zufällig, wieder im Schrank sah, ganz im Eck, hinter den Sachen, die sich in den letzten Wochen vorgedrängelt hatten.

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau


Bäm! Da war er, der ultimative Mantel für ein Frühjahr, das einfach nicht will! Mit Blumen und Farben und all dem Trallala, das den Frühling zum Frühling macht. Kurz: Er war perfekt. Und so stand ich vorgestern Nachmittag während einer kurzen Regenpause auf der Straße, lächelt in die Kamera, drehte die üblichen Pirouetten, schaute links, schaute recht, nestelte an meiner wundervollen neuen Gretchen Tango Pouch, und machte all die Faxen, die Modeblogger halt so machen. Fabelhafte Fotos sollten das werden, Fotos, die jeden Frühling hinterm Ofen hervorlocken würden, jawoll!

Tja.

Eine halbe Stunde später – es schüttete bereits wieder aus Eimern und das Licht war positiv ausgedrückt dunkelgrau –, als ich die Fotos am Rechner betrachtete, bemerkte ich es: das weiße Schutzpapierchen über einem Knopf, das ich übersehen hatte. Auf jedem einzelnen Foto.

Erst weinte ich eine Runde, dann ließ ich mich von befreundeten Modebloggerinnen trösten. Dann fiel mir Photoshop ein, und ich erwog eine Retusche. Dann fiel mir ein, dass ich meine Fotos ja nicht retuschiere. Und dann dachte ich: Einen schönen Mantel entstellt nichts. Nicht mal weiße Schutzpapierchen auf blauen Knöpfen auf allen Fotos.

Und ich finde, ich habe Recht.


Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau

Sommermantel von Boden direkt mit Blumenmuster in Rot und Blau


Erst sehr viel später bemerkte ich dann auch noch das Papierchen am Rücken. War dann aber auch schon wurscht. Ohnehin hält doppelt ja bekanntlich besser. Oder so etwas in der Art.


Outfit:
Mantel: Boden* (letzte Saison – und ich habe leider auch nichts ähnliches gefunden. Nirgends!)
Tasche: Gretchen Tango Pouch (hach hach hach!)
Hose: Peter Hahn*
Ballerinas: Gabor

*Affiliate-Links

 
Susanne Ackstaller, Mittwoch, 25. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 22 | Aufrufe: 1139 | Kategorie: Mode, Size Plus, Mantel & Jacke | Tags: sommermantelsizeplusplussizemantelboden
 

* Frühling, Sommer, Herbst und Winter – erinnerst du dich noch an den Farbberatungshype der Achtziger und Neunziger? Ich war damals totunglücklich, weil ich (angeblich) ein Herbsttyp war und doch so viel lieber ein Winter sein wollte. Für Soulfully habe ich über mein Farb-Debakel geschrieben. Meine schwarze Blumenhaarspange vom Foto kommt übrigens auch vor (und über ein Like oder einen Kommentar bei Soulfully freue ich mich ganz besonders. :-)



Die schwarze Blumenhaarspange und ich. (1987)

* Ich befinde mich ja gerade in einer ziemlichen äh Fitness-Flaute. Ich kann mich einfach zu gar nichts aufraffen. Nix. Niente. Nada. Es ist schlimm. Ganz anders Valérie von life40up: Sie hat sich seit einigen Wochen der Fitness verschrieben, und wie! Auf ihrem Blog hat sie deshalb einige wirklich spannende Links zum Thema Fitness zusammengetragen. Dort erfährst du zum Beispiel, welche 60-Sekunden-Übung genauso wirkungsvoll ist wie ein 45-Minuten-Workout und woran es liegen kann, wenn du trotz Diät partout nicht abnimmst! (Gib’s zu, damit habe ich dich jetzt gekriegt, ne? ;-))

* Geht doch! Nicht nur avancieren Plussize-Models plötzlich zu den neuen Stars der Modeszene (GNTM hinkt da allerdings deutlich hinterher …), nein, nun werden auch Seniorinnen als Models entdeckt. Weil der Markt für „Best-Ager-Mode“ wächst und sich diese Mode einfach besser an der passenden Altersgruppe verkauft als an 25-Jährigen. Ach?! Wer hätte das gedacht. Der Spiegel zu betagten Models und diesem neuen, völlig überraschenden Trend.

* Manchmal könnte ich schier verzweifeln zwischen Wunsch und Realität, zwischen meinen Bemühungen zumindest einigermaßen nachhaltig produzierte Lebensmittel zu konsumieren – und dem, was wirklich dabei herauskommt. Und wenn man dann noch Kinder mitbekochen muss, wird’s im Grunde ganz unmöglich. Außer ich verwende ab jetzt nur noch Dosentomaten und kredenze im Frühjahr nur Rhabarber. Aber lies selbst: Die SZ zu Nachhaltigkeit bei Obst und Gemüse. Ein bisschen deprimierend, wenn auch erwartbar.

 
Susanne Ackstaller, Dienstag, 24. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 2 | Aufrufe: 881 | Kategorie: Meinungen, Gedanken | Tags: nachhaltigkeitmeinungkurznachrichtenfitnessfarbberatungdienstagsschnipsel
 

Als ich jünger war, sehr viel jünger, in meinen sehr frühen Zwanzigern etwa, dachte ich, mit Mitte, spätestens Ende Dreißig sei das Träumen vorbei. Dann hätte man sein Leben nicht nur im Griff, nein, es sei quasi „festgezurrt“ bis zum Lebensende. Das Träumen – das war den Jungen vorbehalten, die Älteren durften nur noch ihre restlichen Jahre abwickeln.

Was für ein kompletter Unsinn. Gott sei dank. (Aber das muss ich hier niemandem sagen.)

Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod.

„Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod.” (Konfuzius)

Heute denke ich: Solange ich Träume habe, lebe ich wirklich. Wenn ich irgendwann von nichts mehr träume, keine Ziele und Pläne mehr für das Morgen habe, wenn es nichts mehr gibt, das meine Augen zum Leuchten bringt – dann, ja dann bin ich wirklich alt.

Ich hoffe sehr, dass dieser Moment nie kommen wird. Nicht mit 51. Nicht mit 65. Nicht mit 83. Und auch nicht mit 94. Denn Träume zu haben, heißt jung sein. In jedem Alter.

Manchmal frage ich mich allerdings, wie es den jungen geflüchteten Frauen geht, die in der kleinen Unterkunft hier am Ort leben und denen ich Deutschunterricht gebe. Und was mit ihren Träumen, Hoffnungen, Zielen ist. Es sind ganz wunderbare und kluge junge Frauen aus Syrien, dem Irak und Erithrea. Sie sind so begierig, Deutsch zu lernen und hier ein neues Leben zu beginnen. Sie sind intelligent, sie sind gebildet, sie sind voller Elan. Ihre Augen leuchten, während wir uns Kapitel für Kapitel durch das Deutschbuch arbeiten, kurze Sätze üben, Begrüßungen oder Zahlen. Es sind Frauen darunter, die ihr Studium nicht zu Ende führen konnten. Die anderen mussten ihren Beruf aufgeben, um aus einem Land zu fliehen, in dem sie nicht mehr leben konnten. Eine andere junge Frau stand kurz vor ihrem Schulabschluss. Sie alle hatten dort, wo sie herkommen, ein Leben, das sie nicht gerne, sondern nur aus der schlimmsten Not heraus, aufgegeben haben. Aufgeben mussten! Die Vorstellung, wie gering ihre Chancen sind, ihre früheren Lebensträume und -pläne zu verwirklichen, treibt mir die Tränen in die Augen. Und dennoch wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass sie nicht aufhören zu träumen und ihre Hoffnungen nicht begraben.

Wieder einmal wird mir bewusst, wie ungerecht diese Welt und wie ungleich verteilt so vieles ist. Und zwar nicht nur Wohlstand, Demokratie und Sicherheit – sondern auch Träume, Ziele, Perspektiven. Und wieder bin ich dankbar für das große Glück, am richtigen Ort zur richtigen Zeit geboren zu sein und hier leben zu dürfen. Rein zufällig und aus einer Laune der Natur heraus. Gleichzeitig ist dieses Glück für mich Verpflichtung: denen zu helfen, mit denen das Schicksal es nicht so gut gemeint hat. Und sie dabei zu unterstützen, ihre Hoffnungen nicht zu verlieren und weiter an ihre Träume zu glauben.

Denn jeder Mensch hat ein Recht auf Träume. Und auf Perspektiven.

Wenn du deine Meinung zu dem Thema sagen willst – sehr gerne! Meine Kommentarfunktion ist offen und wird nicht moderiert. Beleidigende und verletzende Kommentare werden allerdings gelöscht.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 23. Mai 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 7 | Aufrufe: 669 | Kategorie: Meinungen, Gedanken | Tags: refugees welcomepolitikmeinunggeflüchteteflüchtlingshilfe
 
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