* Kürzlich maulte Siems Luckwaldt ein wenig über die selbstverliebte Modebloggeria. Ich kann ihm nur zustimmen. Mittlerweile gibt es eine Replik von Stefan Gessulat. Und auch bei der nicke ich kräftig, zum Beispiel bei Aussagen wie: “Und letztlich ermöglichen Blogger einen neuen, anderen, direkteren Blick auf Mode. Auf Blogs sieht man Mode nicht mehr professionell gestylt am Körper eines Models fotografiert vor glamouröser Kulisse sondern mehr oder weniger normale Outfits an normalen Mädchen fotografiert auf Bürgersteigen, Parkplätzen, in Stadtparks.” Sehr wahr! Wie vieles im Leben hat auch das Thema Modeblogs zwei Seiten und zwei Wahrheiten.
* The Guardian war bei texterella schon häufiger zu Gast, zum Beispiel mit legendären Videos, etwa “Wie wasche ich mein Gesicht?”. Nun gibt es beim Guardian was neues: das Kurven-Blog Frocks&FrouFrou. Sehr liebenswert, sehr natürlich - und sehr pragmatisch. So erfährt man zum Beispiel, wie man das Problem ewig klaffender Hemdenblusen löst: Klick!
* Neues findet sich auch in meiner Blogroll, nämlich zwei Ü40-Blogs (ja, es gibt sie doch! Wenn auch sehr vereinzelt!): Glam up your Lifestyle (ha, nicht nur Teenies können posen!) und Die Modeflüsterin (die Modezeichnungen stammen übrigens alle aus eigener Feder! Wow!)
Susanne Ackstaller, Montag, 17. Juni 2013, 14:13 Uhr
Kommentare: 0 | Aufrufe: 113 | Kategorie: Meinungen, Kurznachrichten
Paradiesvogel, Unternehmerin, Blumenliebhaberin, Autodidaktin, und darauf ein Sahnehäubchen aus Lebensfreude und Herzenswärme: Das ist Dolly Martin. Ihren bunten, lebensfrohen Schmuck habe ich hier schon häufiger verlost, heute ist sie meine Interview-Partnerin. Und ich war sehr gespannt, was ich hinter der “pinken Welt” finden würde.
Geboren im Rheinland, aufgewachsen und zur Schule gegangen in England und den USA, gelebt und gearbeitet in vielen Ländern ... schon immer war Dolly eine Reisende (auch im Geiste!). Sie war schillerndes Partygirl, Animateurin, Visagistin, Head Make up Artist und Verkaufsleiterin bei namhaften Beauty-Konzernen, gemeinsam mit ihrem Mann monatelang auch Weltreisende. Mit Anfang 40 dann der Schnitt: Sie kündigte ihre Festanstellung und gründete die pinke Welt von Dolly Martin. Erst kürzlich feierte das Unternehmen seinen dritten Geburtstag (dazu gibt es ganz unten noch eine kleine Überraschung ... :-))
Aber ihr Leben schillerte nicht immer nur pink: Als Zwölfjährige hat sie ihre Mutter an den Krebs verloren, sehr früh erfahren, dass das Leben endlich ist. Geblieben ist - neben dem Schmerz - eine intensive Lebensenergie und -lust. Und das Bedürfnis, den Betroffenen zu helfen: Seit vielen Jahren gibt Dolly ehrenamtlich Make-up-Kurse für an Krebs erkrankte Frauen und Mädchen.

Dolly mit 46 - und ihren liebsten Accessoires: Hut und gute Laune!
Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert? Welche Stilrichtung bevorzugst du?
Schon früh habe ich Ankleiden und Verkleiden geliebt. Das Umziehen, das Ständig anders aussehen. Im Alter von drei bis vier Jahren habe ich mich wohl viermal am Tag umgezogen habe: erst Jeans und T-Shirt, dann Pullover und Rock, dann Lackschuhe und Kleid, usw. usw. Meine Eltern hat das, so erzählten sie später, schier in den Wahnsinn getrieben ... Ich wollte ständig anders aussehen. Immer schon war das Leben für mich eine Bühne.

Prima Ballerina!
Mit fünf habe ich dann angefangen Ballett zu tanzen. Die Lehrerin (oh, sie war sehr streng!) kam von der Royal Ballet School, London. Ich habe es geliebt! Die Bühne, die Kostüme, das Make-up bei den Auftritten, die Stimmung am Theater – all das hat mich fasziniert. Meine Mutter hat mir zu den Auftritten unterschiedlichste Frisuren gemacht. Die Schleifenbänder in meinen Haaren waren immer passend zum Outfit.
In meiner Jugend ging das so weiter. Ob Make-up oder Outfit - es sollte immer „trendy“ sein und auffallen. Dazu passender Schmuck, Ohrringe, Ketten, etc. Ich wollte immer anders sein, war es auch und bin es noch heute, glaube ich. Und das ist gut so.
Im Laufe der Jahre hat sich meine Haltung natürlich geändert. Ich mache nicht mehr jeden Trend mit und ziehe einfach an, was ich will. Leider kann ich keine hohen Schuhe mehr tragen. Das habe ich schweren Herzens akzeptiert. Aber flache sind ohnehin besser für die Füße.
Hinzu kommt, dass so viele Trends ja schon da waren. Vieles, was von den Medien als neu angepriesen wird, ist es nicht. Neulich beim Friseur blätterte ich die Zeitschriften durch und habe sie dann weggelegt. Es hat mich so gelangweilt – es war nichts Neues dabei: Bunte Cargo-Hosen, Ballerinas, lange Haare, kurze Haare, buschige Augenbrauen, schmale Augenbrauen, viel Rouge, wenig Rouge, natürliches Make-up, Glitter Make-up, blond, rot, braun, schwarz. Was soll es dieses Jahr sein: ein Bob? Ein Pferdeschwanz? Glatt? Mit oder ohne Pony? Und wieder: Blauer oder grüner Lidschatten, Smokey Eyes oder doch der „natural look“? Ich glaube, das nennt man: am Limit des Konsums angekommen. Das bin ich schon lange. Unsere Gesellschaft auch.
Heute ist mein Stil viel schlichter als früher, zumindest was die Kleidung betrifft. Anders als in meinen jüngeren Jahren findet sich in meinem Kleiderschrank viel dezentes, viel unifarbenes. Ich kombiniere dazu gerne Accessoires und Schmuck. Auch mit einem kleinen Produkt kann man ein Outfit „aufpeppen“ und verändern. Große Ohrringe, Armbänder, Ketten oder Haarschmuck ... und schon sieht man ganz anders aus. Kleines Produkt, sehr große Wirkung. Oder auch jetzt im Sommer: Badeanzug oder Bikini – und dann eine Blüte ins Haar ...

Im Strand-Outfit der Achtziger (könnte auch heute sein ...) und Sunblocker auf der Nase.
Hast du ein Lieblingskleidungsstück? Wenn ja, welches? Und warum?
Ich liebe Hüte. Das hat wohl damit zu tun, dass ich in England aufgewachsen bin. Keine Hochzeit in England ohne Hut! Meine Mutter hat in England oft Hut getragen, und auch später in Deutschland.
Ein Hut kleidet, ein Hut drückt ein Lebensgefühl aus. Ein Hut „behütet“, macht vollkommen. Und er schützt (zum Beispiel vor Sonne).
Ein Hut macht das Outfit komplett.

Mit 32 als Braut: Strahlend und gut behütet!
Leider ist Deutschland kein „Hut-Land“, obwohl auch hier Hüte immer mal wieder im Trend liegen.
Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert?
Natürlich ist mir Aussehen immer noch wichtig. Aber mein Umgang damit hat sich verändert. In meinen jungen Jahren habe ich gerne mal darüber gelästert, zum Beispiel, wenn eine Frau auf einer Party nicht geschminkt oder - in meinen Augen – unmöglich gekleidet war. Seit vielen Jahren nehme ich das gar nicht mehr wahr. Ohnehin ist mir klar, dass andere über mich genauso denken und reden: „Wie sieht die denn aus?!“
Heute gilt für mich: Leben und leben lassen.
Worauf ich bei anderen allerdings immer noch achte, ist Schmuck.

Mit 21 und knatschpinken Lippenstift: Animateurin auf Rhodos.
Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte? Hast du eine Lieblingsmarke?
Ich glaube nicht nur, nein, ich weiß um die Möglichkeiten der modernen Produkte. Aber auch um die Wirkung der Natur durch Naturkosmetik, ätherische Öle etc.
Eines ist klar: Jeder bekommt Falten. Aber es gibt einen Unterschied zwischen gepflegten und ungepflegten Falten. Bei „gepflegten Falten“ sieht man älteren Frauen an, dass sie sich „gekümmert“ haben. Um ihre Haut. Hier geht’s gar nicht um Schönheit, sondern um die Gesunderhaltung der Haut.
Bei ungepflegten Falten hingegen ist das Gegenteil ersichtlich: Wenig Schlaf, viel Stress, Alkohol, Zigaretten, dazu ein Übermaß an Sonnenbräune. (Wobei ich gestehen muss, dass ich in meiner Jugend buchstäblich alles für braune Haut getan habe: zum Bespiel mich mit einer Mixtur aus Öl und Salz bepinseln und mich dann stundenlang in der Sonne braten ... puh. Ich bin zum Glück wohl unbeschadet davon gekommen.)
Das wichtigste bei der Hautpflege ist die Reinigung. Abschminken ist ein absolutes Must! Fürs Gesicht schwöre ich auf Reinigungsöl, das sich für jeden Hauttyp eignet: für trockene Haut, empfindliche Haut, Mischhaut, fettige Haut, sogar Akne-Haut – also wirklich für alle. Das Grundprinzip ist: Öl löst Öl. Schweiß, Talg, überhaupt alles, was sich über den Tag in den Poren ansammelt, wird durch Öl gelöst. Nach der Reinigung darf die Haut niemals spannen. Falls doch, ist das Reinigungsprodukt „zu scharf“. Prickelt die Haut, fehlt meistens Feuchtigkeit.
Ein weiteres Basic: Peelings, auch für den Körper, Füße und Hände (unterschiedliche Körnung für Gesicht und Körper – klar!). Wichtig ist, sich danach einzucremen.
Super zum Kühlen der Haut: Quark (ich verwende ganz normalen Magerquark).
Und noch ein weiterer Tipp aus der Küche: In lauwarmes Badewasser zwei bis drei Becher Buttermilch gießen und noch Olivenöl dazugeben. Nachdem Abspülen ist die Haut wie Samt, versprochen!
Lieblingsmarken habe ich natürlich diverse. Es gibt so viele sehr schöne und tolle Produkte!!! Eine kleine Auswahl (ich könnte hier ewig weitermachen ...):
- Körperpeelingvon LIFE NK: Jump Start Sugar Start
- Fußcreme von Lush: Fair Trade Foot Lotion (sie ist pink!! ☺)
- Augenpflege von Philosophy: Eyes Wide Open
- Reinigung von Origins: Liquid Crystal
- Shampoo von Aveda: Shampure
- Düfte von Mary Greenwell (“Lemon”) und von Chanel (“No 5”)
- Handcreme von LIFE NK: Daily Fix Hand Cream
- Serum fürs Gesicht von Estée Lauder: Advanced Night Repair
- Eyeliner von Rouge Bunny Rouge: Quarz Eyeliner (z. B.: Tigeraugenessenz)
- Duschgel von Weleda: Citrus Erfrischungsdusche
- Dekorative Kosmetik allgemein: NARS, MAC, Bobbi Brown, Laura Mercier, Chanel, YSL, Rouge Bunny Rouge

Anfang 40. Der Hut ist immer dabei. :-)
Hast du ein Schönheitsgeheimnis?
Viel trinken: Wasser, Wasser, Wasser oder Tee. Kein Kaffee! Beim Essen: kein Fleisch. Dafür Schokolade und gerne auch heiße Schokolade. Schlafen und Spaß am Leben. Optimismus.
Und ganz pragmatisch: Augencreme oder Augen-Gel verwenden. Ich habe bereits mit siebzehn mit der Augenpflege begonnen. Ich glaube, das war ein Gel von Hildegard Braukmann. Später dann – und bis heute – verwende ich (fertige) Augenpads oder in Rosenwasser getränkte Wattepads (Rose bindet Feuchtigkeit).
Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?
“Life is a roller coaster, you just got to ride it.”
Das Leben ist eine Achterbahn. Du musst sie einfach „nur“ fahren. (Und ein wenig aufpassen, dass du nicht aus dem Wagen kippst, wenn es mal abwärts geht. Dann gilt: Festhalten, im vollen Vertrauen, dass es wieder aufwärts geht! Denn dann machen die Loopings megaviel Spaß!)
Danke, liebe Dolly, für deine Offenheit! Ja, das Leben ist eine Achterbahn, wie wahr ... :-)
Und nun zur oben angekündigten Geburtstagsüberraschung:
Dolly verlost unter allen KommentatorInnen drei Schmuckstücke aus ihrem Onlineshop. Ganz nach deiner Wahl! Ich persönlich finde ja dieses hier toll oder auch diesen Pin ... Aber guck einfach selber, hinterlass dann einen (netten ;-)) Kommentar plus deine Schmuckwahl. Und natürlich freuen wir uns, wenn du diesen Beitrag auf twitter, facebook und co. teilst. :-) Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 23. Juni, 24 Uhr. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.
***
Mehr spannende Interview mit spannenden Frauen jenseits der 40 gibt es übrigens hier: Click and enjoy!
Susanne Ackstaller, Montag, 17. Juni 2013, 08:00 Uhr
Kommentare: 15 | Aufrufe: 900 | Kategorie:
Warum die Autobahn oder den Flieger nehmen, wenn man die Cote d’Azur auch am Arm tragen kann?
Mir hat ja Cannes am besten gefallen:

Aber Nizza ist auch sehr hübsch. Oder doch lieber die Atlantikküste mit Biarritz
?
Wie auch immer: Hauptsache bunt, fröhlich, sommerlich und mit Muschel!
Susanne Ackstaller, Sonntag, 16. Juni 2013, 12:53 Uhr
Kommentare: 0 | Aufrufe: 271 | Kategorie: Mode, Schmuck | Tags: Armband, Hipanema
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Yeah!
Susanne Ackstaller, Samstag, 15. Juni 2013, 15:05 Uhr
Kommentare: 0 | Aufrufe: 244 | Kategorie: Lifestyle, Essen & Wohnen | Tags: Ben & Jerry's, Eis, New York Super Fudge Chunk
Ja, lasst uns über Brüste sprechen. Deine. Meine. Unsere. Diese fabelhaften zwei Dinger, die wir mal lieben, mal hassen. Je nach Laune. Nach körperlicher Verfassung.
Und nach BH.
Es ist schon ein paar Monate her, da diskutierten wir das büstenhaltende Thema in meinem Lieblingsnetzwerk. Lauter spannende, intelligente, erfolgreiche, schöne Frauen - und keine einzige hatte einen passenden BH. Es war eine einzige lange Klage, wobei es völlig irrelevant war, ob man eher zur Twiggy- oder Dolly-Parton-Kategorie gehörte. Es zwickte und zwackte bei jeder.
In zwei Dingen waren wir uns einig:
1. Es gibt fast nix schlimmeres fürs eigene Wohlbefinden als einen schlecht sitzenden BH (zu klein, zu groß, zu wenig Stütze - und das allerschlimmste: quellendes Fleisch).
2. Es besteht ein Mangel an wirklich guter Beratung, damit der Busen sitzt (und nicht nur die Frisur).
Wir tauschten BH-Leid- und -Tipps, es wurden Online-Anleitung zur Brustvermessung empfohlen und erstmals in meinem Leben hörte ich das sagenhafte Wort: “Achselbrötchen”. (ACHSELBRÖTCHEN!!!! ;-))
Ja, Brüste und ihre Halter sind eine Wissenschaft für sich. (Die textilen Halter meine ich jetzt - wobei: Die anderen auch. ;))
Genau dieser Wissenschaft widmet sich das BHlog (sic!) „Drunter & Drüber”: weg mit den ewig quetschenden, schnürenden, zwickenden oder haltlosen Büstenhaltern – hin zur guten Passform. Und damit letztlich auch zu einem besseren Körpergefühl (mir geht es zumindest so.)
Vom optimalen Fitting (mit ausführlicher Anleitung) über Produktreviews (okeee, die Kategorie ist noch ein bisschen dürftig, aber im Blog selbst finden sich einige Bewertungen mehr, die wohl nur nicht verlinkt sind!) bis hin zu “exotischeren” Themen wie die männliche Brust, ahja, reicht das Spektrum. Auch Selbstwahrnehmung, Body Shaming, überhaupt der ganze leidige Komplex rund um “Was ist schön? Was ist normal? Und warum können wir uns von sozialisierten Doktrinen nicht frei machen?!” sind Themen, mit denen sich die Macherinnen von Drunter & Drüber beschäftigen.
Kurz: Drunter & Drüber ist ein spannendes, informatives Blog rund um ein Thema, mit dem sich rund 50 Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens mal mehr, mal weniger auseinander setzen. Eigentlich erstaunlich, dass Drunter & Drüber dennoch ein Nischenblog ist. Ich zumindest kenne kein weiteres BH-Blog, du?
Ein französischer Wissenschaftler will übrigens herausgefunden haben, dass BHs Hängebusen fördern. Muss ich dazusagen, dass dieser Wissenschaftler ein Mann ist? ;-)
Andere interessante Links:
- BraWiki: Alles rund um BHs!
- Busenfreundinnen: ein Forum rund ums “Bra-Fitting”
Weiterführende Tipps sind auch hier herzlich willkommen!


