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Warum Veränderung glücklich macht.

Jedes Jahr dasselbe: Ich starte mit viel Veränderungswillen ins neue Jahr, dann gehen ein paar Wochen ins Land … und alles bleibt wie immer. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist: Veränderung braucht keine Stichtage, sie ist immer möglich. Wir können jeden Tag neu starten! Um mich selbst (und dich vielleicht auch?) zu motivieren, habe ich für heute einen Text aus „Auf das Leben!“ ausgesucht, der sich damit beschäftigt, warum Veränderung so wichtig ist – und warum sie uns trotzdem so schwerfällt. Ich bin gespannt auf deine Meinung! 

Einmal umkrempeln bitte!

„Wir Menschen lieben Gewohnheiten. Routinen machen das Leben einfacher. Morgens immer das gleiche Frühstücksmüsli, am frühen Abend joggen, am Sonntag der Krimi und zum Urlaub an immer denselben Ort – das ist nicht spannend, aber risikoarm. Wir wissen, was uns erwartet. Das muss nicht unbedingt das Beste sein, aber zumindest ist es berechenbar. Und es spart Kraft. So weit, so gut. Und so eintönig. 

Warum nicht mal etwas Neues wagen? Okay – Veränderungen sind anstrengend und manchmal machen sie sogar Angst. Vor allem die nicht alltäglichen. Diejenigen, die das ganze Leben betreffen und die Weichen neu stellen. Zum Beispiel, wenn es um den Job geht, der uns schon lange nicht mehr erfüllt. Oder um die Partnerschaft, wenn es mit der Liebe vorbei ist und man sich am liebsten davonstehlen möchte. Aber was, wenn uns auch der neue Arbeitsplatz nervt oder ein einsames Singledasein droht? Und – seien wir ehrlich: Das Älterwerden macht es nicht leichter, sich umzuorientieren und gewohnte Bahnen zu verlassen.

Und doch lohnt es sich. 

Das gilt auch für vergleichsweise sehr viel trivialere Situationen. Bei mir ging es vor einigen Jahren weder um meine Arbeit noch um meine Ehe – frustrierend war die Situation dennoch, denn ich war jeden Tag damit konfrontiert. Es ging um ausgesprochen hässliche Büromöbel, die als Interimslösung in meinem Homeoffice Einzug gehalten hatten. Die Übergangsphase währte ganze dreizehn Jahre. Dreizehn Jahre, die ich nur dadurch ertragen konnte, dass ich auf den Bildschirm schaute und tunlichst nie hinter mich, wo hinter Kartons, Bücherstapeln und einem (nie genutzten) Crosstrainer, der der ganzen Situation einen geradezu absurden Anstrich gab, Schränke mit grasgrünen Fronten standen. Es war zum Fürchten. Und doch saß ich ganze dreizehn Jahre in diesem Büro. Meinem Büro. Tag für Tag. 

Natürlich war ich nicht glücklich mit dieser Situation. Und doch hielt ich sie aus – weil die Veränderung so anstrengend erschien. Mein Büro neu einrichten ­… wie sollte ich, eine berufstätige Mutter von drei Kindern, auch das noch schaffen? Von den Kosten ganz zu schweigen. 

Es wäre vermutlich noch jahrelang so weitergegangen, wenn sich nicht ein Online-Magazin für eine Homestory angekündigt hätte. Im Vorgespräch hieß es: „Ja, natürlich wollen wir auch Ihr Arbeitszimmer fotografieren!“ Oh je … Auf einmal ging alles sehr schnell. Gezwungenermaßen. Tagelang mistete ich fluchend mein Zimmer aus. Besorgte schlichte weiße Regale, die die grünen Scheußlichkeiten ersetzten. Hängte Bilder auf und tauschte die grässlichen Neonlampen an der Decke aus. Plötzlich erstrahlte mein Arbeitszimmer in neuem Glanz. Was war ich glücklich! Warum nur hatte ich so lange gewartet? Dieses wunderschöne Homeoffice, verbunden mit einem ganz anderen, inspirierenden Lebens- und Arbeitsgefühl, hätte ich schon Jahre früher haben können. Wenn ich mich nur hätte aufschwingen können. Und mir selbst klargemacht hätte: Ich bin selbst dafür verantwortlich, meine Umgebung schön zu gestalten. 

Tatsächlich ändern viele Menschen einen unguten Zustand erst, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen, wenn etwas Unvorhergesehenes von außen sie zwingt oder wenn der Leidensdruck unerträglich wird. Jahrelang sind sie frustriert oder sogar unglücklich, ärgern sich, haben schlechte Laune, können sich selbst nicht mehr leiden. Und doch bleibt alles beim Alten. Denn selbst wenn die Situation belastend ist, so ist sie doch zumindest vertraut. Veränderungen scheitern oft an der eigenen Bequemlichkeit. Man bleibt im „Ich müsste wirklich endlich mal …“ stecken, erfindet Ausreden und immer neue Gründe, warum die Veränderung im Moment gerade so gar nicht passt. 

Und all das, obwohl Veränderungen glücklich machen! Nicht nur, wenn es um große Dinge gibt – auch im Kleinen! Eine Sache lässt sich allerdings nicht vermeiden: Du musst deinen Hintern hochkriegen und loslegen. Am besten fängst du gleich heute damit an.“ 

 

Fotos: Martina Klein

***

Wer jetzt Lust auf Veränderung bekommen hat, dem möchte ich zwei Lesungstermine besonders ans Herz legen:

-> 8. März in Düsseldorf: Am Weltfrauentag lese ich in der wunderschönen Beletage . Die Frau hinter der Beletage ist Sandra Hufnagl, und sie veranstaltet nicht nur legendäre Salons, sondern unterstützt Menschen auch auf ihrem Weg zu individuellen Wohlfühlräumen – und das kann wirklich lebensverändernd sein. Hier geht es zu ihrer Beletage und zur Anmeldung zu meiner Lesung. Achtung: Die Ticket sind fast ausvekauft! Ich würde nicht mehr zu lange warten mit dem Ticketkauf ...

→ 21. März in Frankfurt am Main: Anlässlich des Weltglückstages haben Dr. Susanne Eichholz, Nicole Fürst und ich uns zum Thema Veränderung etwas Besonderes ausgedacht. In einem Workshop geht es zunächst um die Frage, was uns persönlich motiviert und Sinn empfinden lässt und wie wir Veränderung nutzen können, um zufriedener zu sein. Danach lese ich aus „Auf das Leben!“ und stelle euch einige der porträtierten Frauen vor, die Veränderungen gewagt und so ihr persönliches Glück gefunden haben. Ich weiß jetzt schon: Das wird ein sehr besonderer, grandioser Abend! Hier geht es zu mehr Informationen und zur Anmeldung

Alle weiteren Lesungstermine findest du unter „Lesungen“.

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Wer mehr humorvolle bis melancholische, auf jeden Fall aber mutmachende Kolumnen rund ums Älterwerden lesen will sowie inspirierende Porträts von Frauen, die zeigen, wie gutes und glückliches Älterwerden geht, der findet genau das in „Auf das Leben!“. Das Buch ist überall erhältlich, wo es Bücher gibt, in deiner Lieblingsbuchhandlung ebenso wie bei bei AmazonThaliaAutorenwelt-Shop etc. und natürlich auch bei mir direkt, auf Wunsch mit Widmung. Gerne verschicke ich das Buch in deinem Namen auch als Geschenk an deine beste Freundin. Schreibe mir dazu einfach eine Mail! Ich freue mich! 

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Auf Texterella dreht sich alles um Frauen über 50 - um Frauen in ihren besten Jahren! Die Themen meines Blogs sind Stil, Hautpflege, Reisen und Kultur, gutes Essen, kurz: Inspiration für ein schönes, erfülltes und zufriedenes Leben für Frauen 50plus! Vielleicht bist auch du eine Frau über 50 (oder 60 oder 70 …. ;) und magst mein Blog abonnieren? Dann verpasst du keinen Beitrag mehr! Geht ganz schnell: Mail-Adresse eintragen, absenden und – ganz wichtig!! – den Link in der Bestätigungsmail, die dir im Anschluss zugestellt wird, anklicken. Manchmal versteckt sich diese Mail im Spamfilter. Aber ohne Verifizierung, keine Texterella-Mail! :-) Dass ich mit deiner Adresse keinen Unfug betreibe, du dich auch jederzeit wieder abmelden kannst und dass dieser Service natürlich absolut kostenlos ist, muss ich sicher nicht extra dazusagen. 

Ich freue mich von Herzen über jede neue AbonnentIn! Und deshalb darfst du Texterella natürlich sehr sehr gerne weiterempfehlen!

2898 8 Texterella persönlich., 50+ Lifestyle 11.02.2024   auf das leben, texterella persönlich, veränderung

8 Kommentare

Natalia
am Sonntag, 11. Februar 2024 um 08:16 Uhr

Das hat mir aber gutgetan ;-) Ich wohne seit 7 Jahren in einer “Übergangswohnung” und traue mich glaube ich überhaupt nicht mehr über den Auszug nachzudenken, so kompliziert scheint es mir zu sein. Vielen Dank für diesen Beitrag!

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Sandra Hufnagel
am Sonntag, 11. Februar 2024 um 08:53 Uhr

Guten Morgen liebe Susi,

hach da lacht mein Herz aber heute ganz besonders dolle. DANKE. DANKE. DANKE!! Veränderung. Mein persönlicher Liebling und für mich einfach unerlässlich.
Das hast du - wie immer - sehr schön formuliert und wie ich sehe, hast du Natalia einen kräftigen Impuls gegeben.  Das ist toll. @Natalia: Trau dich, steig aus der Komfortzone und du wirst staunen, was alles passiert. Und: du wirst spüren, sehen, fühlen, also mit allen Sinnen wahrnehmen, was neue Räume mit dir machen.

Veränderung ist das natürlichste der Welt und die Natur macht es uns täglich vor. Sie ist immer im Wandel. Nur wir Menschen haben so viel Angst davor. Menschlich aber eben nicht natürlich. Diese Angst lähmt uns dann und wir verharren in der Ist-Situation. Wie du schreibst,nach dem Motto:  ist nicht gut aber wenigstens bekannt.
So scheint es auch gerade auf der politischen Ebene zu sein. Es kommen Veränderungen auf uns zu und diese sind unumgänglich und trotzdem wünschten wir, es bleibt wie es ist und verschließen zu oft die Augen.

Jetzt muss ich mich bremsen, du liest, DAS ist mein Thema und auf einfach alles anwendbar.
Wenn wir nicht selbst aus den Puschen kommen, werden wir von außen gestupst oder angestoßen. Tun wir dann noch immer nichts, kommt der ganz große Hammerschlag. Durch Kündigung, Krankheit oder Extremwetter.
Meine Krebserkrankung mit 36 war für mich das schlimmste und doch segensreichste Ereignis in meinem Leben. Danach hat sich alles verändert und das ist gut so.
UND: Natürlich dürfen und sollen manche Dinge, Rituale bleiben wie sie sind… solange sie uns gut tun zumindest.

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Susanne Eichholz
am Sonntag, 11. Februar 2024 um 12:00 Uhr
Das finde ich auch einen sehr vielversprechenden Ansatz, durch Raumgestaltung das Leben zu verändern, Sandra. Ich habe gerade den Link einer Freundin aus NRW weitergeleitet, die sich gerne mit Wohnen beschäftigt und vor großen Veränderungen steht ("empty nest"). Viel Erfolg mit Deiner Lesung wünscht aus Frankfurt Susanne

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Heidrun
am Sonntag, 11. Februar 2024 um 09:23 Uhr

Guten Morgen, liebe Susanne, wollte Dir nur kurz sagen, dass ich mich gerade für den 21.3. in Frankfurt angemeldet habe und mich sehr freue, Dich da persönlich kennenzulernen. Alles Liebe, Heidrun

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Susi
am Sonntag, 11. Februar 2024 um 09:43 Uhr
Da bist du mir jetzt zuvorgekommen, liebe Heidrun! Ich wollte dir heute Abend eine persönliche Einladung schicken! Gestern bin ich nicht mehr dazugekommen ... Wie sehr mich das freut! Das wird ein toller Abend! Ganz liebe Grüße!

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Gabi Z.
am Sonntag, 11. Februar 2024 um 09:25 Uhr

Guten Morgen,
Ja, das Thema kenne ich.
Wobei ich grundsätzlich davon überzeugt bin, daß die Veränderung kommt, wenn die Zeit reif ist. Ich hatte 10 Jahre (!) vor, meine Wohnung zu renovieren. Habe es von Jahr zu Jahr aufgeschoben. Als der Zeitpunkt da war, es endlich zu tun, wußte ich, warum ich so lange gezögerr hatte. Und dann das große Glücksgefühl, wenn man es gesvhafft hat!
Andererseits sind Rituale und Gewohnheiten ein Gerüst, das in schwierigen Zeiten festhält.
Man muß in sich selbst hinein hören,  dann findet sich der rechte Zeitpunkt und manchmal brauchts halt auch einen Schubs.
Und jetzt im bevorstehenden Frühling tut Veränderung besonders gut und fällt leicht.
Ich kann das kribbeln schon spüren…

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Marion Mackaay
am Sonntag, 11. Februar 2024 um 09:37 Uhr

Guten Morgen aus England,

Na Sandra, deinen Kommentar unterschreibe ich gerne!! Und du, liebe Susanne, schreibst mir voll aus dem Herzen!

Natalia, auf geht’s!
In den letzten zwei Jahren habe ich Scheidung, Kündigung, Unfall, Wohnungskauf, Umzug in eine andere Region geschafft…. Alles ist möglich, und je mehr du unternimmst, desto mehr kommst du in Schwung :-)

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Sieglinde
am Montag, 12. Februar 2024 um 17:51 Uhr

Veränderungen kommen, ob wir wollen oder nicht. Da ist es gut, wenn wir das immer wieder üben und uns neu orientieren lernen. Das geht gut im Kleinen, im Alltag. Immer mal wieder etwas Neues probieren und integrieren, hält elastisch und wenn dann größere Veränderungen anstehen,  klappen sie viel undramatischer und können eine große Bereicherung sein.
Die Beispiele in Deinem Buch zeigen das sehr gut. Ich freue mich, dass Du so viele feine Lesungen hast und damit auch hier und da bei Deinen Leserinnen Veränderungen anstößt.
Herzlich,
Sieglinde

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