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Texterella persönlich.

Zeiten wie diese: Was mir jetzt gut tut. Und dir auch.

Als ich diesen Beitrag schrieb, wusste ich noch nicht, wie sehr sich unser aller Leben innerhalb kürzester Zeit verändern würde. Damals – ist das wirklich erst zwei Wochen her? – hieß ich die Auszeit von Stress, der Hektik und dem Lärm des Lebens, die sich andeutete, geradezu willkommen, nicht ahnend, dass wir nur ein paar Tage später mit einer Ausgangsbeschränkung konfrontiert werden und dass Gesellschaft und Wirtschaft nahezu zum Stillstand kommen würden. Ich wusste nicht, dass mein Leben innerhalb von Tagen ein anderes sein würde, dass Klopapier, Trockenhefe und Mehl die Titelseiten beschäftigen, dass Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe ein Teil meines Alltags sein würden. 

Was mir jetzt hilft und gut tut!

Auch wenn meine Grundüberzeugung ist, dass wir diese Krise überstehen werden (weil uns ja auch gar nichts anderes übrigbleibt!), so verstehe ich jeden der Angst hat. Denn bei aller Zuversicht und Optimismus, die meinem Wesen eigen sind, so gibt es auch für mich Momente, in denen mir klamm zumute ist. Geht es dir auch so? Dann kommen die Tipps, die ich heute für dich habe, gerade recht. 

Den Nachrichtenkonsum reduzieren. 

Ich geb’s zu, ich bin ein Nachrichtenjunkie. Immer schon. Ich höre viele Nachrichtenpodcasts, und inhaliere Spiegel, Süddeutsche und Zeit geradezu. Ich merke aber, wie mich der aktuelle Dauerstrom an Hiobsbotschaften, Infektionszahlen und Todesfällen herunterzieht. Angst, Panik und Verzweiflung nützen aber niemandem! Zumal ich das einzige, was ich tun kann, sowieso schon tue: daheimbleiben. Deshalb habe ich meine Nachrichtenkonsum drastisch reduziert. Nachrichten höre ich nur noch morgens und abends (jeweils in den Podcasts des Deutschlandfunks) und lasse die Nachrichtenseiten sonst so konsequent wie möglich geschlossen. Seitdem ich die Flut an schlechten Nachrichten etwas beschränkt habe, geht es mir tatsächlich um einiges besser!

Zu Routine und Struktur zurückfinden.

Auch meine Arbeit wurde in den letzten Tagen und Wochen ziemlich durcheinander gewirbelt. Und das nicht nur, weil eine ganze Reihe an Kooperationen, auf die ich mich gefreut hatte, abgesagt wurde. Sondern weil ich unproduktiv war und mich im Mahlstrom der Corona-Krise treiben ließ. Entweder war ich mit den Nachrichtentickern beschäftigt, diskutierte mit FreundInnen auf Whatsapp die neuesten Entwicklungen oder scrollte mich auf Facebook oder Instagram durch Corona-Postings von Menschen, die die Krise ähnlich durchrüttelte wie mich. Kein Wunder, dass ich uneffektiv und unkonzentriert war! Seit einigen Tagen bemühe ich wieder um mehr Struktur, mehr Regelmäßigkeit und einen durchgetakteteren Tagesablauf – und das tut auch meiner Stimmung gut. Routine klingt immer so langweilig; sie ist es aber nicht. Routine und Strutur sind wichtig, gerade in Zeiten der Unsicherheit. Denn Gewohntes gibt Halt.

Sich um andere kümmern.

Niemals war Nächstenliebe einfacher: daheimbleiben, Tee trinken und Netflix gucken. Yeah! Wer ein bisschen mehr tun will, kauft für die ältere oder die chronisch kranke Nachbarin mit ein, telefoniert täglich mit den eigenen Eltern, Schwiegereltern und der Großtante, unterstützt den Einzelhandel durch Gutscheinaktionen (Aktionen wie die Freisinger Ladenretter gibt es auch in anderen Städten. #paynoweatlater ist auch eine tolle Idee!) oder indem man telefonisch einkauft (funktioniert! Ich habe es ausprobiert!) und gibt Obdachlosen (man sieht nicht mehr viele, ich weiß!) ein paar Euro, denn sie trifft die Krise besonders hart. Es ist nicht viel, was wir tun können. Aber das bisschen tut gut, uns selbst und anderen auch. (Wenn du noch mehr Ideen und Vorschläge hast, kommentiere sie gerne!

So, das war’s erstmal. Teil zwei dieses Beitrags gibt es in den nächsten Tagen. Denn ja, ich habe noch mehr Ideen, Vorschläge und Tipps, was uns aktuell gut tut.

***

Foto: Martina Klein, Feldafing (August 2019 auf Rügen)

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2939 8 Texterella persönlich., 50+ Lifestyle 30.03.2020   mein leben im lockdown, corona

8 Kommentare

  • Claudia Braunstein
    am Montag, 30. März 2020 um 11:04 Uhr

    Liebe Susi, ja, es ist erstaunlich, was das alles mit uns macht. Vor allem bin ich sehr erstaunt, dass ich kaum mehr Nachrichten lese oder schaue, ich fühle mich von der Dauerbeschallung fast überfordert.
    Ich lenke mich teils mit meiner Service Seite für Salzburg ab, die ich schon am ersten Tag eingerichtet habe. Es ist schön, wie viele neue Kontakte hier entstehen, auch wenn der Hintergrund so wenig erfreulich ist.
    Ich schick die viele leibe Grüße, Claudia

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Susi
      am Dienstag, 31. März 2020 um 10:23 Uhr

      Liebe Claudia,

      diese Serviceseite klingt sehr spannend! Magst du sie verlinken? Dann haben alle etwas davon!

      Alles Liebe und bleib gesund!

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  • Martina
    am Montag, 30. März 2020 um 10:16 Uhr

    Liebe Susanne,

    ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als wir das Foto gemacht haben. Am Strand auf Rügen. Wer hätte gedacht, dass das mal “Sperrzone” sein wird ... Mir hilft es tatsächlich, im Kopf zu reisen und dabei unendlich dankbar zu sein, für all die wunderbaren Orte und Menschen, die ich in meinem Leben schon kennenlernen durfte. All das bekommt gerade eine ganz andere Gewichtung. Auch wenn ich selten zurückblicke, in diesem Fall tue ich es gerne.

    Ganz liebe Grüße und fühle Dich gedrückt. Hoffentlich bis bald am Strand
    Martina

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    • Susi
      am Montag, 30. März 2020 um 10:27 Uhr

      Liebe Martina,

      diese Zeiten vergehen und sie werden, da bin ich sicher, bei allem Leid Gutes bewirken. Und sei es nur, dass ich Shootings am Meer mit dir noch mehr schätzen werde!!!

      Alles Liebe und deinen Kuchen im Blog backe ich nach! :-)

      Fühl dich gedrückt und pass auf dich auf!

      Susi.

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  • Eva Dörpinghaus
    am Montag, 30. März 2020 um 09:30 Uhr

    Wir leben ja nurmehr “nur” zu zweit und ich halte es für wichtig, gut auf diese Partnerschaft zu achten (man sitzt sich ja sehr auf der Pelle). Wir versuchen abwechslungsweise, uns die Tage durch kleine Überraschungen zu versüßen. Das kann ein schöner Spaziergang genauso wie eine Runde Kniffel sein. Vorgestern habe ich bunte Lichterketten, massenhaft Teelichte, Flips und Schallplatten rausgekramt und Disco 2o2o inszeniert. Und was soll ich sagen: wir haben zwei Stunden auf die guten alten Scheiben getanzt.

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    • Susi
      am Montag, 30. März 2020 um 10:31 Uhr

      Yeah, das klingt gut! Ich habe auch schon an eine Tanzparty gedacht ... wir sind immerhin fünf, da sollte doch ein Tänzchen möglich sein! (unsere Gasttochter ist heute leider abgereist und wartet in FFM gerade auf ihren Rückholflug nach Argentinien!).

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  • Anja
    am Montag, 30. März 2020 um 09:08 Uhr

    Danke liebe Susi, für deine Tipps und wie Recht du hast: bei aller Sorge, die wir sicher alle teilen - ist es an uns zu entscheiden, wie wir damit umgehen. Und ich finde es auch wunderbar zu sehen, was für Initiativen dabei entstehen. Ähnlich wie die Ladenretter ist ‘paynoweatlater.de’ für Restaurants. Vorfreude auf die Zeit nach Corona inklusive!

    Bis dahin habe ich mir auch Nachrichten-Intervallfasten verordnet. Und jeden Tag jemandem eine Freude bereiten: Postkarte schreiben, Blumen schicken, Kaffee ans Bett bringen. Warum auf den Adventskalender warten??

    Freue mich auf mehr Ideen von dir & anderen Texterella Fans :-)

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    • Susi
      am Montag, 30. März 2020 um 10:29 Uhr

      Danke, liebe Anja, für die Ladenretter und paynoweatlater, das werde ich gleich noch einbauen!

      Und die Postkartenaktion ist zauberhaft! Wird gemacht!!!

      Liebe Grüße auf die andere Seite der Bergstraße!

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