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Ist Luxus erlaubt?

Ich war unterwegs gewesen. Ein paar Erledigungen. Einkäufe. Frühstück mit einer Freundin. Was man halt so macht an einem Mittwochvormittag. Auf dem Nachhauseweg hörte ich Nachrichten. Das übliche Grauen aus Krieg, Überschwemmungen, Hungersnöten, steigenden Preisen. Und der Covid-Pandemie, natürlich. Ich schaltete aus.

Als ich daheim war, lag ein Paket vor der Tür. Mein Herz klopfte schneller, als ich den Absender sah. Ich griff zur Schere, durchtrennte das Klebeband, wühlte mich durch Lagen von Seidenpapier … und da war er, der goldene Ziegenleder-Mantel, der zwar kein Vermögen gekostet hatte, aber doch fast. Ich schlüpfte hinein. Er saß wie angegossen. Das auch noch! Hatte ich doch insgeheim gehofft, er würde mir nicht passen. Oder nicht stehen. Oder nicht gefallen. Oder alles zusammen. 

Aber dummerweise liebte ich den Mantel auf den ersten Blick! Schon machte sich schlechtes Gewissen breit: Durfte ich mir dieses Teil überhaupt gönnen – in einer Zeit, in der das Geld bei vielen selbst im reichen Deutschland nicht mehr bis zum Monatsende reichte, und fürs Heizen der Wohnung im Winter womöglich auch nicht. Von den den vielen anderen Katastrophen und Schrecklichkeiten in dieser Welt gar nicht zu reden …

Durfte ich es genießen, diesen Mantel zu tragen? 

Es ist schwer geworden, sich mit gutem Gewissen durchs Leben zu navigieren. Zumindest, wenn man ein halbwegs reflektierter Mensch ist, der auch mal Zeitung liest. Manchmal wünsche ich mir die Zeiten zurück, in denen man hemmungslos bei H&M oder ZARA shoppte, um dann 90 Prozent wieder zurückzuschicken! In denen man sich keinen Deut um Plastikverpackungen scherte, sich keine Gedanken über die Öko-Bilanz der neu gekauften Jeans machte und noch nie von Mikroplastik gehört hatte, und davon, dass es unsere Ozeane krank macht. In denen Kriege irgendwo weit weg stattfanden. In Ländern, von denen wir nicht mal genau wussten, wo auf der Landkarte sie sich befanden. 

Heute frage ich mich hingegen schon: Dürfen wir, darf ich die schönen Nebensächlichkeiten des Lebens noch genießen? Ich denke oft über diese Frage nach und habe sie auch schon oft auf Texterella thematisiert. Sie poppt immer wieder hoch. Ich stecke ja auch in einem echten Dilemma, denn dieses Blog wurde ja bewusst für die schönen Dinge ins Leben gerufen wurde. (Und mein Geld verdiene ich damit auch.)

Letztlich komme ich immer wieder zum selben Ergebnis: doch, wir dürfen. Wir dürfen uns freuen und genießen. Vielleicht müssen wir sogar. Nicht nur (aber auch), weil an Konsum Arbeitsplätze und Steuereinnahmen hängen. Und weil Genuss auch ganz viel mit Lebensfreude und Leichtigkeit zu tun hat, und darauf können wir gerade jetzt wirklich nicht verzichten. 

Wobei „Genuss“ sich für mich in den letzten Jahren verändert hat. Vielleicht ist er sogar intensiver geworden. Weil ich nicht mehr jedem Kaufreiz nachgebe und nicht ständig aus dem Übervollen schöpfe. Sondern lieber zweimal überlege, was ich wirklich brauche und was mir lange Zeit Freude macht. Je älter ich werde, desto wichtiger werden mir außerdem die nicht-materiellen Dinge. Zeit mit meinem Mann, meinen Kindern, meinen Eltern, mit Freunden. Zeit auch für mich selbst. Auch das ist für mich Luxus. Der größte vielleicht überhaupt.

Aber manchmal muss es eben doch diese rote IT-Tasche sein oder das Paar teurer Sitz-Schuhe. Oder ein goldener Mantel. Ich finde, das dürfen wir uns auch weiterhin erlauben – zumindest, solange wir dabei nicht vergessen, dass wir privilegiert sind, und den Wohlstand, in dem wir leben, mit anderen zu teilen. 

Bleibt zu hoffen, dass sich in diesem Winter auch Gelegenheiten und Anlässe finden werden, um das gute Stück zu tragen. Vielleicht mit Familie oder FreundInnen? Das wäre dann wirklich Luxus pur.

Wie ist denn deine Meinung zu diesem – wie ich finde – echt schwierigen Thema? Ich bin gespannt!

***

Diesen Text erschien vor ein paar Monaten erstmals in the Curvy Magazine, allerdings in einer etwas anderen Version.

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Fotos: Martina Klein, Berlin

Mantel: Marina Rinaldi 

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Mein Buch über Mode, Stil und das Leben 50plus: Die beste Zeit für guten Stil. Fashion for women. Not girls. (Oder hier bei Amazon.) Der erste Stilguide ohne Stilregeln, dafür mit vielen Anregungen zu mehr Nachhaltigkeit. Kein Ratgeber – ein Mutmacher und ein Buch, das dich sicher inspiriert! Ein Exemplar mit persönlicher Widmung kannst du direkt bei mir bestellen. Aktuell gibt es sogar noch zwei limitierte Texterella-Lesezeichen dazu.

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Auf Texterella dreht sich alles um Frauen über 50 - um Frauen in ihren besten Jahren! Die Themen meines Blogs sind Stil, Hautpflege, Reisen und Kultur, gutes Essen, kurz: Inspiration für ein schönes, erfülltes und zufriedenes Leben für Frauen 50plus! Vielleicht bist auch du eine Frau über 50 (oder 60 oder 70 …. ;) und magst du mein Blog abonnieren? Dann verpasst du keinen Beitrag mehr! Geht ganz schnell: Mail-Adresse eintragen, absenden und – ganz wichtig!! – den Link in der Bestätigungsmail, die dir im Anschluss zugestellt wird, anklicken. Manchmal versteckt sich diese Mail im Spamfilter. Aber ohne Verifizierung, keine Texterella-Mail! :-) Dass ich mit deiner Adresse keinen Unfug betreibe, du dich auch jederzeit wieder abmelden kannst und dass dieser Service natürlich absolut kostenlos ist, muss ich sicher nicht extra dazusagen. 

Ich freue mich von Herzen über jede neue AbonnentIn! Und deshalb darfst du Texterella natürlich sehr sehr gerne weiterempfehlen!

6034 23 Texterella persönlich., 50+ Lifestyle, Column 16.10.2022   frisch kolumnisiert, kolumne, texterella persönlich

23 Kommentare

Petra Leber
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 08:22 Uhr

Liebe Susanne,
Ich hatte ein ähnliches Erlebnis. Seit ich Deinen Blog lese - und das ist jetzt schon einige Zeit - folge ich auch Deinen Tipps. So bin ich verliebt in die Sneekers von ” la shoe”.
Ich überlege seit mehr als 3 Wochen ob ich mir noch ein paar in der Farbe cognac bestellen soll. Ich habe soviel unterschiedliche dass ich sie nicht brauche. Aber…gestern habe ich sie bestellt und mein schlechtes Gewissen auf die Seite gekehrt. Noch kann ich es mir leisten, mich daran freuen. Warum also nicht. .......Drum genieße Du Deinen tollen Mantel und ich bald meine neuen Sneekers.
Liebe Grüße aus Heidelberg Petra

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Claudia Elbl
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 08:38 Uhr

Liebe Susanne!
Guten Morgen! Der Mantel ist sehr schön. Ein bisschen Luxus muss sein.  Ich überlege mir auch sehr genau was ich mir kaufe und bestelle. So muss ich nichts zurückgeben. Der größte Luxus ist tatsächlich Zeit mit unseren Lieben. Auch dein Block ist ein toller Luxus! Ich freue mich auf Sonntag, nehme mir Zeit für mich und genieße jede Zeile. Schönen Sonntag euch allen. Liebe Grüße von Claudia aus Augsburg

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Tina von Tinaspinkfriday
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 09:18 Uhr

Liebe Susi, was für ein tolles Stück! Steht Dir soooo gut.
Viele brauchen es sogar, ich zum Beispiel. Nicht immens zu viel, aber bewusst schöne Dinge und Zerstreuung beim Lesen.  Ich denke das geht vielen so. Für eine seelische Gesundheit unabdingbar eigentlich.
Der freundliche Umgang mit Blogleserinnen auch untereinander macht mir immer Mut. (Vielen Dank Christa aus Augsburg) Und schöne Dinge. Bewußt. So wie es bei Dir ist.  Mach genau so weiter Susi.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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Marie
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 09:29 Uhr

Liebe Frau Ackstaller,
So eine schwierige Frage : ” Dürfen wir Luxus genießen ?”... Es ist für mich kaum möglich, das angemessen in einem Kommentar zu beantworten und ich denke, jede*r muss die Frage für sich beantworten, vielleicht weil LUXUS & GENUSS auch individuell unterschiedlich ist & wahrgenommen wird. Gute Gründe für GENUSS gibt es ja immer!
Ich versuche niemandem seine /ihre Freude an Luxus jeder Art z zu “vermiesen” ,  oftmals erlebe ich aber, dass meine persönliche Entscheidungen zu “verzichten” (wenn ich überhaupt den Mut habe, sie zu veröffentlichen),  nicht akzeptiert werden….Ich denke, es ist gut, dass wir alle genau wissen, dass unser Konsum “Auswirkungen in jede Richtung”  haben kann und wir alle vielleicht den Preis dafür bezahlen müssen. Ich mag Ihren Blog sehr und wünsche Ihnen ganz viel Freude mit Ihrem neuen Mantel! Freundliche Grüße schickt Marie

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Susi
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 21:09 Uhr
Liebe Marie, ich finde Verzicht toll und ich möchte Sie unbedingt bestärken, das auch zu äußern. Ich glaube, wir brauchen viel mehr Vorbilder, die sagen: Auf das habe ich jetzt verzichtet. (Ich selbst bin halt Mode-/Lifestyle-bloggerin und die Frauen, die hier lesen, erwarten auch was zum Thema ... wobei ich durchaus überlege, wie und welche Themen ich bringen kann, die nicht so sehr mit Konsum zu tun haben. Es ist schwer!) Liebe Grüße!

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Edith
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 09:41 Uhr

Liebe Susanne, das ist doch klar, dass hier in den Kommentaren keiner das Gegenteil schreiben wird, ja sicher, etwas Luxus braucht doch jeder.
Sonst ist man ja entweder komisch oder tickt nicht richtig.
Wäre doch seltsam, wenn einer schreiben würde, ich kann mir das gar nicht leisten.
Dass Luxus für seelische Gesundheit, wie eine Leserin schreibt, notwendig ist, bezweifle ich,
Aber jedem das Seine, ich danke jeden Tag in meiner Meditation dafür in einem Land zu leben, wo ich Freiheit und Frieden habe, wo ich mit meinen Lieben ein gutes Leben habe, mehr brauche ich nicht.
Gerade heute habe ich in meinem Blog Beitrag über den Kapitalismus geschrieben, bin gespannt, wer das liest? Und welche Reaktionen darauf kommen.
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße Edith

 

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Susi
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 20:53 Uhr
Hallo liebe Edith, vielleicht habe ich meine Frage bzw. den Schlusssatz falsch formuliert: Mir ging es gar nicht so sehr um mich, sondern ums Grundsätzliche: Wie eben auch andere Frauen zu dieser Frage stehen - bei sich! :-) Ich bin übrigens auch jeden Tag dankbar, sehr sogar, schöne Kleidung mag ich trotzdem. Und ich vertrage auch Kritik, solange sie höflich geäußert wird. Deinen Blog besuche ich übrigens sehr oft, ich kann nur leider nicht kommentieren - obwohl ich ein Google-Konto habe. Das Problem habe ich aber bei manchen anderen Blogs auch (zum Beispiel bei Tinas von weiter oben). Doof, ja. Liebe Grüße!

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Tina von Tinaspinkfriday
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 23:06 Uhr
Liebe Edith, ich glaube Du meinst mich. Ich meinte Zerstreuung und Ablenkung brauchen die Menschen für seelische Gesundheit. Beim Luxus kommt es darauf an, wie man ihn definiert. Du schreibst: „Aber jedem das Seine, ich danke jeden Tag in meiner Meditation dafür in einem Land zu leben, wo ich Freiheit und Frieden habe, wo ich mit meinen Lieben ein gutes Leben habe, mehr brauche ich nicht. Das ist auch eine Art Luxus.“ wie ich ihn meine. Nicht immer der Materielle. Liebe Grüße Tina

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Erika Magdalena
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 09:41 Uhr

Liebe Susi,
der Mantel ist wunderschön und steht dir super!
Ich finde, ein wenig Luxus darf sein. Auch ich überlege mir sehr genau, was ich mir kaufe. Aber so ein tolles Stück ist einfach ein Highlight und man freut sich daran. Also, anziehen und strahlend genießen!
Viele Grüße
Erika

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Gabriele Schwoch
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 09:44 Uhr

Liebe Susanne,                  der Mantel ist soooo schick, sieht an dir sehr toll aus .        Ab und zu muss man über seinen Schatten springen und sich mal was Gutes gönnen ! Ich überlege jetzt auch öfter , ob es nötig ist dieses Teil zu kaufen, das wäre mir früher nie passiert.    Und gerade in dieser schlimmen Zeit.                  Ich wünsche euch allen einen schönen Herbstlichen sonnigen Sonntag und bleibt schön gesund . Herzliche Grüße Gabi

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Claudia Braunstein
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 09:51 Uhr

Liebe Susi, ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Es wäre niemandem geholfen, wenn wir Menschen, die immer noch privilegiert sind, auf alles verzichten würden. Im Gegenteil, es würde die Wirtschaft noch zusätzlich ruinieren. Nicht verzichten und genießen bedeutet nicht gleichzeitig, ignorant zu sein. Der Mantel ist sicher nicht lebensnotwendig, aber ziemlich cool. Liebe Grüße von unterwegs, Claudia

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Gabi Z.
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 10:27 Uhr

Liebe Susanne,
Tja, Luxus genießen?
Erst einmal die Frage was Luxus ist beantworten. Also ich vor über 30 Jahren zum ersten Mal im Ausland gearbeitet habe, damals für afghanische Flüchtlinge in Pakistan,  habe ich ein anderes Bewußtsein für Luxus entwickelt. Ein warmes, sauberes Bett, warmes Wasser, eine Dusche, eine Heizung,  ein Stück Schokolade, usw. Jeden Herbst wird es mir seitdem wieder bewußt. Gesundheit,  Familie,  Freunde,  Spaß am Leben,  ein Chanel-Lippenstift, oder ein goldener Mantel. Für Jeden bedeutet doch Luxus etwas anderes. Wichtig ist reflektiert damit umzugehen und es sich bewusst zu machen. In diesem Sinne genieße Deinen goldenen Mantel und springe in die Luft vor Freude…..einen “goldenen ” Sonntag wünscht Dir Gabi

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Ursula
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 10:35 Uhr

Es hat zu allen Krisenzeiten Menschen gegeben die sich Luxus, etwas Luxus gönnten weil sie es eben konnten bzw. können. Die einen machten sich Gedanken darüber die anderen nicht. So wie der einen SUV fährt und der andere mit seinem E-Bike   oder ganz normalen Fahrrad oder den alten Opel von 1980.

Doch was ist Luxus. Für den einen der tolle Mantel, für den anderen die Tasse Kaffee mit einem lieben Menschen.

Somit ist es jedem seine eigene Entscheidung. Nur wer Luxus in Form von Konsum für seine Seele braucht ist nicht unbedingt glücklich.

Wobei ich ganz ehrlich mir nicht einfach mal so schnipp das tolle paar Schuhe oder ähnliches kaufen kann. Dafür kann ich es wenn es mir bis dahin noch gefällt wenn ich eine weile gespart habe und dann ist es viel viel viel mehr Wert als wenn ich es mir einfach mal so schnipp aus Laune heraus gekauft hätte. Wertschätzung nenne ich es.

Ja auch mein Kleiderschrank hatte vor vielen vielen Jahren Kleidungsstücke die ich nie getragen hatte, nur einmal - aber sie haben mich alle nicht glücklicher gemacht.
LG
Ursula

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Nicole
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 11:57 Uhr

Liebe Susi,
Für mich ist es ganz klar eine Frage des WIE.
Ja, natürlich darfst du diesen Mantel genießen, denn er ist ja nicht nur toll. (Und ruft einfach Texterella) Du hast dafür gearbeitet und gibst dein Geld dafür aus. Du bist dankbar dafür. Freust dich darüber. Es ist keine Anhäufung von Besitz.
Dankbarkeit und die Vernunft (ich nenne es auch gern Demut) zu wissen, dass es besonders und nie selbstverständlich ist, machen für mich das WIE aus.
Sowohl materiell als auch imaginär, wie gemeinsam verbrachte Zeit.
Als wir nicht über Multiplastik nachdachten, arbeiteten wir an FCKW und der Verschmutzung der Flüsse.
Niemand von uns hat doch geglaubt, dass uns der Krieg so nah kommen könnte. Obwohl es den kalten Krieg gab.
Ich finde es wichtig, dass wir uns bewusst sind (trotz allem), in welcher privilegierten Zeit wir immer noch leben. Frieden und Freiheit sind unbezahlbarer Luxus, der dennoch nicht selbstverständlich ist. Und für den wir uns immer einsetzen sollten.
Und darum ja, du darfst genießen. Jeder darf das. Auf seine Art. Weil alles andere leider nicht hilft. Außer Bewusstsein und dass man nichts abtut oder für selbstverständlich nimmt.
Alles Liebe und goldige Momente mit dem Mantel
Nicole

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Ria Schatzschneider
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 13:58 Uhr

Du darfst dir diesen wunderbaren, goldenen Mantel gönnen. Das Ziegenleder ist von höchster Qualität. Genieße jeden Tag im Überfluss - alles kann sich von heute auf morgen ändern. Schluss mit Dingen, die überflüssig sind.  Doch ich kann dir versichern, es werden immer wieder unerwartete wunderschöne Dinge in deinem Leben auf dich warten. Behalte sie im Blick.

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Christine aka Frau vom Main
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 17:30 Uhr

Liebe Susanne,
Ein ganz klares JA!!! auf Deine Frage, ob Luxus erlaubt ist. Es gibt ja ganz unterschiedlichen Luxus. Zeit, Liebe, Leben oder eben auch einmal Konsum.
Irgendwie irritiert mich, dass die Frage, was erlaubt ist in diesen Zeiten, derzeit so häufig gestellt wird.
Auch vor dem schrecklichen Angriff auf die Ukraine gab es rund im den Erdball Gräueltaten und Kriege. Da habe ich dieses „sich in Frage stellen“ so nicht vernommen. Und auch in unserem Land gab es (leider) schon immer bedauernswerter Weise Menschen, die sich nicht einmal das Nötigste leisten konnten. Das hat uns, die vielleicht etwas mehr haben, auch nicht davon abgehalten, weiter zu konsumieren. Und auch zu zeigen.
Es gibt - leider - diese schizophrene Gleichzeitigkeit. Mit der alles kommt und geht. Unaufhaltsam. Mit der die Welt für die einen in Ordnung ist. Und für die anderen gerade überhaupt nicht.
Also genieße Deinen schönen Mantel.
Da kommt mir noch eine Idee: Mag die Fragestellung durch die Farbe Gold ausgelöst worden sein??? Ist halt schon auffallend…
Wäre der Mantel Dunkelblau oder Braun würdest Du Dir die Frage nach dem Luxus (vielleicht) gar nicht stellen. Oder?

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Susi
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 20:59 Uhr
Liebe Christine, das hast du völlig recht - und mir war das auch immer schon bewusst: Wie ungerecht diese Welt ist und immer schon war! Und ich hocke hier auf meiner Wolke der Glückseligkeit ... Ich habe immer schon darüber nachgedacht und auch hier im Blog geäußert. Aber diese Gedanken sind mehr geworden. Liegt es am Alter? Oder liegt es daran, dass die Katastrophen einfach näher da sind? Ich weiß es nicht. Und ja, vielleicht hat es auch mit der Farbe Gold zu tun. Wäre es ein Kamelhaarmantel hätte ich diesen Beitrag vermutlich nicht geschrieben. Danke für dein Meinung!

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Beate
am Sonntag, 16. Oktober 2022 um 22:51 Uhr

Liebe Susanne,
mit diesen schönen Mantel zauberst Du wahrscheinlich ein Lächeln auf die Gesichter derer die Dich darin sehen, nicht nur weil er toll an Dir aussieht, auch weil Du darin strahlst! Damit tust Du etwas was die Welt braucht, nämlich. Menschen die andere zu lächeln bringen (das ist ansteckend und wissenschaftlich belegt). Mach‘ weiter so und limitiere Dich nicht.
Liebe Grüße
Beate

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petra
am Montag, 17. Oktober 2022 um 12:44 Uhr

Hallo Susanne,
mir stellt sich diese Frage gar nicht. Ich überlege seit drei Monaten, ob ich mir endlich einen neuen BH kaufen kann (habe nur zwei) oder nach acht Monaten mal endlich wieder zum Friseur gehen kann (schneide selber, leider nicht gut).. Das wäre mein Luxus. Klappt vielleicht im November.
Der goldene Mantel ist toll. Wer so überlegt kauft, der darf seinen Luxus auch genießen, finde ich.
Ich wünsche Dir tolle Zeiten mit diesem Mantel.
Herzliche Grüße
Petra

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Sabine Gimm
am Montag, 17. Oktober 2022 um 13:32 Uhr

Du darfst liebe Susi. Und ich finde, gerade in dieser Zeit muss der ganz persönliche Luxus erlaubt sein (was auch immer damit definiert wird). Es geht ja nicht nur um die materiellen Dinge. In den letzten beiden Jahren habe ich mir ganz bewusst mehr Zeit genommen - für die Familie, für Freunde und für mich. Nachrichten schaue ich mir nur noch gezielt an. Den ganzen Tag könnte ich die schlimmen Informationen gar nicht ertragen.

Liebe Grüße
Sabine

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Martina
am Montag, 17. Oktober 2022 um 14:32 Uhr

Ich denke
Wenn in den Manteltascheni immer ein wenig Geld steckt für Menschen die in Armut leben und wenn in dem Mantel ein Mensch steckt dessen Herz den erkennt dem es nicht so gut geht und wenn man sich auch in Jahren noch über den Mantel freut und wenn man damit unterwegs Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert
Dann
Ja dann hat der wunderschöne goldene Mantel mehr als seine Aufgabe erfüllt
Und ja…ich würde ihn auch mit Freude tragen
Liebe Susanne..Viel Freude damit auch..oder vielleicht gerade..in diesen Zeiten
Martina

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limone
am Montag, 17. Oktober 2022 um 21:19 Uhr

Liebe Susi, der Mantel ist ein Traum - und die Fotos dazu auch (offensichtlich bist du noch rechtzeitig vor dem Auto von der Straße gesprungen :-D bin schon froh, wenn es mal nicht Bahngleise sind, wie nicht bei dir, aber doch leider bei manch anderen, denen nicht bewusst ist, wie gefährlich das ist…)

Ich halte es mittlerweile nach dem Motto “Klasse statt Masse”, d. h. lieber ein hochwertiges und dann gern auch teureres Teil (die Hersteller müssen ja auch von was leben) an dem man so richtig Freude hat als fünf billige, die nur im Schrank vergammeln. Vergeudung ist es doch nur, wenn es ungeliebt und ungetragen nur jahrelang im Schrank rumgammelt - und selbst dann kann man es noch weitergeben (verkaufen oder verschenken) und damit jemand anderem eine Freude machen. Den Mantel würde ich auf jeden Fall behalten und gerne tragen, er sieht wunderbar aus und scheint mir das Potential zu einem lebenslangen Lieblingsstück zu haben!

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Sibille
am Dienstag, 18. Oktober 2022 um 14:05 Uhr

Liebe Susi,

wir leben in einer Welt, wo man sich von dieser abwenden müsste, um nicht zu sehen, was es alles an schönen Dingen zu kaufen gibt

Ich finde es sogar wichtig, sich etwas zu gönnen. Ich genieße es, aber nicht immer gebe ich mich dem hin.

Den Mantel finde ich Hammer. Ich hatte mal goldene Halbschuhe. Die habe ich heiß und innig geliebt.

Ich bin jetzt 52 und mir ist aufgefallen, dass ich einmal mehr überlege, ob der Kauf notwendig ist und ob ich dafür bereit bin, den Einkauf nicht sofort zu tätigen.

Wenn es das für mich wert ist, dann schaue ich, ob ich es mir leisten und erlauben kann und freue mich, wie Bolle, wenn ich es zu Hause habe.

Lieben Gruß
Sibille

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