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Texterella auf Reisen.

Urlaubsvorwehen: Das große Packen.

„Und – hast du schon gepackt?", fragte mich meine Mutter in früheren Jahren rund zwei Wochen, bevor es für uns fünf an die Ostsee ging, immer. Ich zog ebenso regelmäßig die Augenbrauen hoch und antwortete „Nein, natürlich nicht". Warum um Himmels willen sollte ich bereits 14 Tage vor Abreise – nach meiner Mutter Art – alles gewaschen in kleinen Stapeln vorbereitet auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Betten und Sesseln lagern?  Zumal zu befürchten war, dass die Kinder sich aus den Häufchen mit sauberen Klamotten bedienten und ich die Sachen dann doppelt und fünffach waschen, trocknen und zusammenlegen würde. 

 

Irgendwann gab meine Mutter es dann auf, ihre (just for the record: erwachsene) Tochter haushaltspädagogisch begleiten zu wollen (in Haushaltsfragen war bei mir ohnehin mehr oder weniger Hopfen und Malz verloren, aber das ist wieder eine andere Geschichte …) – wobei: So ganz unrecht hatte sie dann doch wieder nicht, denn das Packen gestaltete sich bei uns immer ziemlich chaotisch (wie überhaupt die ganze Abreise). Weil: Alles musste mit. Der halbe Hausstand also, beziehungsweise alles, was nur irgendwie gebraucht werden könnte – und noch ein paar Dinge obendrein. Just in case … man weiß ja nie. Dabei gab es in unserem Ferienhäuschen ja eine Waschmaschine. Trotzdem. In meinem Koffer befand sich im Grunde meine komplette Garderobe (samt aller verfügbaren Streifenshirts), nur Abendkleider und wollene Hosenanzüge durften daheimbleiben. Ebenfalls mitgeschleppt wurden all die Bücher und Zeitschriften, die ich in den letzten zwölf Monaten nicht zu lesen geschafft hatte (Spoiler: Und die ich auch im Urlaub wieder nicht lesen würde … aber Hauptsache, sie waren dabei.)

Die Kinder packten Unmengen von Spielzeug ein, plus Kassetten (ja, so lange fahren wir bereits an den Darß!) oder DVDs, Bücher, Taucherbrillen und -schlappen, Kuscheltiere (einmal blieb eines versehentlich in unserem Ferienhäuschen zurück – das war ein Drama!), Lieblings-T-Shirts, Luftmatratzen, Badezeug. Und mein Mann? Der nutzte die zwei Wochen Ostseeurlaub dafür, endlich mal wieder seine 30 Jahre alten, abgeschrappten Poloshirts auszuführen (die ich daheim nicht soooooo gerne an ihm sehe …) Die Krönung des ganzen Sammelsuriums war ein Schlauchboot (mit Loch! Fragt nicht!) samt einzelnem Paddel (das andere war irgendwann … ach egal.)

 

 

 

 

All das wurde in den letzten 24 Stunden vor Abfahrt zusammengesammelt, in Koffer oder Reisetaschen gestopft und danach in den Kofferraum unseres Sharans verfrachtet. Später wurden sogar die Lücken auf der Rücksitzbank zwischen den Kindern mit Handtüchern für den Strand und Krimskrams noch aufgefüllt. Als die Kinder größer wurden (und die Zwischenräume kleiner), legten wir uns schließlich eine Transportkiste fürs Dach zu, die am Ende ebenso rappelvoll war wie der ganze Rest des Fahrzeugs. Erwähnte ich schon die ein oder zwei Freundinnen und Freunde der Kinder, die wir manchmal dabeihatten? Irgendwann kam bei der Packerei immer der Moment, wo ich mir stoßseufzend ein doppelstöckiges Auto mit Anhänger wünschte. Im Rückblick wundere ich mich wirklich, wie das alles in unseren Sharan hingepasst hat.

An die Ostsee fahren wir immer noch, die Packsituation hat sich mittlerweile allerdings etwas entspannt. Sandspielzeug nehmen wir schon lange nicht mehr mit, auch das Schlauchboot mit Loch wurde irgendwann daheim gelassen. Die Kinder sind zwar gerne dabei (wenngleich nicht die ganzen zwei Wochen), reisen aber oft mit dem Zug oder Bus an, sodass wir im Auto viel mehr Platz haben.

Was jedoch gleichgeblieben ist: Mein Hang, viel zu viele Klamotten mitzunehmen – die allermeisten natürlich mit Streifen. „Klein" packen, das liegt mir einfach nicht, trotz diverser Versuche. Dort, wo es besonders schön ist und wo ich besonders gerne bin, will ich schlichtweg alle meine Lieblingsklamotten dabeihaben. Ich finde das sehr logisch. Zumal man ja nie weiß, auf welches Lieblingsshirt man sich Tomatensoße kleckert und auf welche Hose womöglich Ketchup, beim Verspeisen der weltbesten Pommes an unserer liebsten Fischbude. Eines ist sicher: Das Outfit, das ich auf den Fotos trage (die zugegebenermaßen nicht an der Ostsee, sondern am Starnberger See entstanden), muss auf jeden Fall mit. 

 

Ein Anekdötchen muss ich zum Schluss noch erzählen, denn nicht nur das Packen ist bei uns ein wenig chaotisch, nein, die ganze Abfahrt ist es … Laut Plan wollen wir um 6.30 Uhr aus der Garage fahren, tatsächlich ist es meistens mittags. Rekord war einmal 15 Uhr, naja, aber da musste mein Mann für dies und das unbedingt noch mal ins Büro. Kennt man ja.

Aber einmal ist es uns doch gelungen, früh loszufahren. (Von diesem magischen Moment erzählen wir uns bis heute, meistens dann, wenn wir am Abreisetag zur Mittagsstunde immer noch Gepäckstücke Richtung Auto tragen.) Bei der allerallerallerersten Fahrt Richtung Ostsee (2005 war das), waren mein Mann und ich so aufgeregt, dass wir nicht schlafen konnten. So standen wir um 4 Uhr morgens auf, packten den letzten Krimskrams ins Auto, trugen die Kinder (damals 7, 5 und 2) schlafend ins Auto und fuhren im Morgengrauen los. Die Kinder wachten erst auf, als wir schon an Nürnberg vorbeigefahren waren. Im nächsten Jahr versuchten wir unser Glück erneut, die Kinder stellten sich sogar schlafend … Aber es hat leider nur beim ersten Mal funktioniert. So früh wie damals sind wir niemals wieder losgekommen.

Mal sehen, wie gut es in diesem Jahr klappt. Drückt die Daumen! (Noch bin ich aber ein paar Tage daheim ...)

Look:

Rock: C&A (bei Vinted gefunden; dieser hier von Oui sieht auch gut aus..)

Streifenshirt: Bonprix (ich trage Größe 44/46; das Shirt gibt es auch in anderen Farben)

Gürtel: No Name und auch nicht mehr verfügbar. Dieser hier bei etsy ist eine Alternative. (Es ist wirklich nicht einfach, schöne Gürtel zu akzeptablen Preisen zu finden.) 

Sneakers: Paul Green (meine liebsten Sneakers überhaupt! Bald fallen sie vermutlich auseinander, so oft trage ich sie … ) Das Angebot ist größenmäßig leider schon etwas ausgesucht. Diese hier sind ähnlich.

Armreif: Flohmarktfund (hier ist eine günstige Alternative)

Mehr Mode gibt es wie immer hier. Da sind einige wirklich schöne Sommerlooks dabei, die man auch noch tragen kann, wenn es (hoffentlich!) bald mal kühler wird.

Und sonst so?

→ Unseren Foto-Workshop in Nürnberg mussten wir leider absagen – wir hatten zum letztmöglichen kostenlosen Stornierungszeitpunkt für die Räumlichkeit leider nicht genug Anmeldungen. ABER – Martina und mir kam eine viel bessere Idee: Wir bieten euch einen Workshop-Tag am 9. Oktober 2026 bei mir in Kirchdorf an der Amper (30 km nördlich von München, über die Autobahn A9 sehr gut zu erreichen) an. Ja, in meinem Privathaus. Das ist groß und hell und bietet alles, was wir für einen wunderbaren Fotoshooting-Tag unter Frauen brauchen. Sehr viel persönlicher ist es allemal. (Und wir haben nicht den Stress mit Stornierungsfristen …). Selbst für Frauen, die von weiter anreisen und eine Übernachtung brauchen, ist gesorgt, denn es gibt seit neuestem ein kleines, feines Hotel direkt die Straße runter. Wer sich nun für diesen Workshop-Tag interessiert, schreibt mir einfach eine kurze Mail. Dann erhältst du alle Informationen.

→ Der Workshop in Schongau findet nach wie vor statt (hier stellt uns die VHS ja das tolle Ballenhaus kostenlos zur Verfügung – das macht die Anmeldung sehr viel entspannter). Der Workshop findet am 21. Oktober bzw. am 22. Oktober statt (die Anmeldung läuft hier über die VHS. Das Anmeldeformular ist beim Datum verlinkt.)

→ Wer es noch nicht mitgekriegt hat: Das Gewinnspiel mit Doctor Eckstein läuft noch bis zum 19. August 2026. Es gibt wirklich schöne Produkte zu gewinnen …

→ Für Fans von Katharina Hovman: Heute beginnt der große Summer-Sale!

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1 Kommentar

Brigitte Adam
am Sonntag, 16. August 2026 um 08:27 Uhr

Das ist ja toll…das mit dem Fotoworkshop…Dein Post natürlich auch . Ich bin zu der Zeit im Oktober sowieso in Bad Aibling. Da brauche ich nur eine Stunde zu Dir. Ich schicke Dir eine Email.
Hab einen tolle Zeit.
Liebe Grüße
Brigitte

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