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The Kinfolk Table. Ein Kochbuch, das meine Welt ein bisschen besser macht.

Die einen sammeln Taschen, die anderen Schuhe. Ich sammle außerdem noch Kochbücher. Ich glaube, das ist meine ganz persönliche Flucht in eine bessere Welt: Familie und Freunde um unseren großen Küchentisch zu versammeln, für sie aufzutischen und gemeinsam genießen, ist eine Vorstellung, die mein Herz erwärmt. Immer schon und jetzt aktuell noch mehr. Als würde gemeinsam kochen und zusammen essen die Welt ein Stück besser machen.

Wobei: Vielleicht ist es auch so.

Mein neuestes Fundstück: The Kinfolk Table. Entspannt gemeinsam kochen und genießen.

Bereits der Titel lädt zum Hinzusetzen und Blättern ein, an den Kinfolk Table, der nach dem Magazin benannt ist, dessen Chefredakteur der Buchautor Nathan Williams ist. Im Kinfolk Magazine geht es um einfaches, achtsames, gutes Leben, um die Gemeinschaft mit Familie und Freunden, um Essen, Trinken, Genießen. Die neue Langsamkeit – ja, genau die, von der auch ich immer träume. Sicher, das Buch ist very zeitgeisty, aber gerade jetzt, wo die Welt Kapriolen schlägt, geradezu eine Wohltat. 

The Kinfolk Table (es gibt außerdem The Kinfolk Table und ab Oktober 2020 auch The Kinfolk Garden, allerdings erstmal nur englischsprachig) hat sich dem Kochen verschrieben: einfachen Rezepten, bei denen aus relativ wenigen, unraffinierten, simplen Zutaten gutes Essen entsteht. Schnell, günstig und ohne großes Brimborium. Zuckerschoten mit frischer Minze und Ricottacreme etwa ist ein Rezept, das ich sofort nachkochen würde – hätte ich Zuckerschoten im Haus. So muss es noch ein wenig warten. Oder Kürbisbrot mit Ahornsirup-Zimt-Glasur und Nüssen – darf man jetzt schon von Herbstgerichten träumen? Austern vom Grill, Linseneintopf mit Sesamreis, scharfes Basilikum-Zitronen-Hähnchen und vieles mehr ... es ist ein bunter, internationaler Mix aus vegetarischen und veganen Leckereien und Gerichten mit Fleisch oder Fisch, die Nathans FreundInnen, KollegInnen und Bekannte gemeinsam zu den unterschiedlichsten Anlässen gekocht und als Rezept beigesteuert haben. Immer gibt es auch Geschichten zu den Rezeptspendern, und so reisen wir von Brooklyn, NY, aus nach Dänemark, England und zurück in die Staaten nach Portland, Oregon. Kochen statt Urlaub machen? Warum nicht!

Sicher, das Buch erfindet die angesagte Lifestyle-Küche nicht neu und auch das Konzept ist längst bekannt. Zeitgeist eben. Dennoch. Es ist ein rundum ästhetisches Buch (selbst das Papier riecht gut, das ist sogar meinem Mann aufgefallen!), aus dem die pure Liebe zu gutem Essen (und gutem Leben) spricht. Wer, wie ich, gerne kocht und isst, auch über den eigenen Tellerrand hinaus, wer gerne Gäste hat, Geschichten liest und schön gestaltete Bücher genießen kann … für den ist The Kinfolk Table sicher eine Bereicherung. Auf jeden Fall ist es ein Kochbuch, das uns wegträumen und die Welt draußen vergessen lässt. 

Hast du eine tolle Kochbuch-Empfehlung? Ich bin gespannt!

***

The Kinfolk Table. Entspannt gemeinsam kochen und genießen.

Erschienen 2018 bei Knesebeck. 

Hier kannst du das Buch direkt beim Knesebeck-Verlag kaufen. Natürlich kriegst du es auch bei deiner Buchhandlung ums Eck.

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Fotos: Andriyko Podilnyk und Galina Chikunova via Unsplash. Das zweite Foto zeigt die russische Ausgabe.

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7558 12 Texterella genießt., 50+ Lifestyle 05.08.2020   the kinfolk table, texterella genießt, rezepte, kochen, knesebeck, gutes leben, achtsamkeit

12 Kommentare

  • Natàlia
    am Sonntag, 23. August 2020 um 17:30 Uhr

    Erwischt! Ich liebe auch Kochbücher! Ich koche leider viel zu selten draus, aber mache es mir gern mit einem Stapel Büchern auf der Couch gemütlich und kann da stundenlang drin blättern, bis ich so inspiriert bin, dass ich was kochen geh. Mein Lieblingskochbuch wechselt immer wieder mal, zur Zeit ist es von Ottolenghi: “Das Kochbuch” mediterran, orientalisch, raffiniert. Da habe ich aber schon einiges draus gekocht und ich kann nur sagen…..yummy!

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  • Nicole
    am Donnerstag, 06. August 2020 um 11:15 Uhr

    Liebe Susi,
    ich war und bin auch ein Kochbuchopfer, haha. Allerdings kaufe ich derzeit keine mehr, weil ich denke, dass ich mich durch meine alten erst einmal durchessen muss.
    Ich mag Kochbücher, wo das Essen nicht die Neuerfindung des Rads, die Rezepte umzusetzen und es dann auch auch noch lecker ist. Ganz einfach also. ;)
    Liebe Grüße
    Nicole

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  • Claudia Elbl
    am Mittwoch, 05. August 2020 um 16:23 Uhr

    Liebe Susi,
    danke für den wunderbaren Text. Ich liebe auch Kochbücher und ich liebe dich. Du bist mein Vorbild und meine Inspiration. Danke! Liebe Grüße
    Claudia E.

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    • Susi
      am Mittwoch, 05. August 2020 um 16:58 Uhr

      Liebe Claudia,

      ich danke dir! Deine Worte bedeuten mir viel. :-*

      Liebe Grüße und bleib gesund!

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  • Martina
    am Mittwoch, 05. August 2020 um 15:19 Uhr

    Klingt spannend, wenn es denn alles einfach für die große Runde geplant ist. Sind die Tassen mit den Blumen auf dem Buch - auf dem Foto - auch schon Teil eines Rezeptes : Wie gehen solche Blumen schnell? Oder sind das einfach simpel gewachsen wunderschöne Rosen, gepflückt und eingetasst? ;-)

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    • Susi
      am Mittwoch, 05. August 2020 um 17:00 Uhr

      Liebe Martina,

      puh, da fragst du mich was! Das Foto habe nicht ich gemacht, deshalb weiß ich es leider auch nicht ... aber hübsch ist es!

      Liebe Grüße und bleib gesund!

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  • Sonja
    am Mittwoch, 05. August 2020 um 14:14 Uhr

    Huhu
    Und ich habe etwas mehr wie 5000 Kochbücher
    Bietet jemand mehr?

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    • Martina
      am Mittwoch, 05. August 2020 um 23:17 Uhr

      Mensch, liebe Sonja, ich bewundere das Organisationstalent, bei dieser Menge den Überblick zu behalten! Ich habe auch das eine oder ander Kochbuch, und zähle das aber nicht. Doch ich habe peinlich berührt gemerkt, dass ich ein nicht mehr lieferbares Buch, das ich schon lange mal haben wollte, zweimal nacheinander bei Ebay bestellt habe. Dass ich es schon mal gefunden hatte, war aus dem Blick geraten, es lag ja woanders auf dem Bücherstapel…
      Daher ganz ernsthaft die Organisationsfrage: Wie behält man da noch den Überblick? Wenn 5000 Kochbücher jeweils nur einen Zentimeter dick sind, macht das 50 Regalmeter. Und die meisten sind wohl eher dicker…. Ein Billy-Regal von Ikea hat 6 Bretter à 80 cm, als 4,80 Regalmeter, Davon braucht man dann mindestens 11 Stück…. Stehen die Bücher in der Küche? In einem fettfrien klimatisierten Raum? Hat man da überhaupt noch Zeit zum Kochen, oder muss nur dauernd archivieren und abstauben? Was gibst morgen zum Abendessen - aus welchem ochbuch, oder eher “aus der lamang”  - la main”? Mensch, ich bin echt beeindruckt, und beim nächsten Aufräumen werde ich dann auch mal zählen - alle Kochbücher in allen Ecken in allen Zimmern. ;-)

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    • Susi
      am Mittwoch, 05. August 2020 um 17:01 Uhr

      Ui. Wo bewahrt man den 5.000 Kochbücher auf? Wahnsinn!

      Liebe Grüße und bleib gesund!

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  • Claudia Braunstein
    am Mittwoch, 05. August 2020 um 09:50 Uhr

    Hallo Susi, ich kann deine Sammelwut nachvollziehen, ich besitze mehr als 500 Kochbücher. Das von dir Vorgestellte kenne ich, aber ich habe seit längerer Zeit ein selbst auferlegtes Kaufverbot. Empfehlen könnte ich natürlich meine zwei eigenen Kochbücher, die sich allerdings an eine spezielle Menschengruppe wenden, wie du weißt. Liebe Grüße, Claudia

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  • Birgit
    am Mittwoch, 05. August 2020 um 09:01 Uhr

    Liebe Susi,
    eines meiner Lieblingskochbücher ist “Leaf to Root, Gemüse essen vom Blatt bis zur Wurzel” von Esther Kern, Sylvan Müller und Pascal Haag.  Liebevoll gemacht, schöne Bilder, spannende Tipps (Was mache ich mit Wassermelonenschale?), Nun gut, in den textlastigen Teilen herrscht ein wenig Layout-Wildwuchs, aber das passt ja irgendwie, oder? Und inhaltlich entspricht es auch gerade einer meiner aktuellen Vorlieben, z. B. Pesto aus Möhrengrün zu basteln oder eine Bowl mit Broccolistrünken.

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  • Heike
    am Mittwoch, 05. August 2020 um 07:05 Uhr

    Liebe Susi,
    Schöne Bücher sind etwas tolles und ich liebe auch gut gemachte Kochbücher. Unser aktueller Favorit ist “Simple” von Ottolenghi. Hier ist der Name auch Programm. Die Rezepte sind tatsächlich einfach, aber raffiniert.
    Und optisch sehr ansprechend sind auch die Bücher von Donna Hay.
    Liebe Grüße
    Heike

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