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Geht doch: Lecker kochen. Und einfach. Und gesund. Und vier Lieblingskochbücher gibt’s obendrein!

Nun. In Sachen Haushalt bin ich wahrlich keine Größe. Gott sei dank habe ich vor 15 Jahren unsere wundervolle Frau B. gefunden, sodass ich mich um Dinge kümmern kann, die ich wirklich kann: Schreiben zum Beispiel. 

Ein bisschen Haushalt kann ich aber doch: kochen. Ich koche sehr gerne und jeden Tag frisch. Als die Kinder klein waren, fanden sie das furchtbar. Immer diese frische Küche – während andere Kinder Ravioli aus der Dose essen durften. (Mittlerweile hat sich das ziemlich geändert.) Momentan sind ja nur der Mann und ich da, und die Portionen sind kleiner. Dennoch stelle ich mich jeden Mittag in die Küche. Weil ich einfach selber bestimmen und genau wissen will, was ich esse.

Stark geprägt hat mich das Buch „Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte.“ – kein Kochbuch, sondern ein wertvoller Ernährungsratgeber, den ich schon 2014 rezensiert habe. Mit dem Buch wurde mir schlagartig bewusst, wie stark raffiniert viele Lebensmittel sind. Und dass ich solche Lebensmittel nicht zur Grundlage meiner Ernährung machen möchte. Insgesamt ist meine Küche simpel und gemüselastig. Fleisch und Fisch gibt es, aber eher selten. Und wenn, dann aus guten und mir bekannten Quellen. (Schwein esse ich übrigens gar nicht mehr, seit ich gelesen habe, dass Schweine so intelligent wie Kleinkinder sind und eine Sprache mit über 20 Wörtern pflegen. Nein, das bringe ich einfach nicht übers Herz.)

Ich koche intuitiv (was manchmal auch daneben geht), aber auch nach Rezept. Denn Kochbüchern bin ich mindestens ebenso verfallen wie Taschen und Schuhen. 

Und hier sind meine Lieblingskochbücher:

Super einfach kochen – mit 3 – 6 Zutaten. Ich mag es einfach. Erstens aus Zeitgründen. Und zweitens weil ich gerne die Zutaten schmecke. Dafür ist dieses Kochbuch perfekt. Kein Rezept hat mehr als sechs Zutaten, und darunter sind keine, für die man erst ins Fachgeschäft für exotische Kulinarik in die nächste Großstadt fahren muss. Nein, es sind ganz normale Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt und die sich beim Wocheneinkauf ganz en passant mitnehmen lassen. Das ist für mich wichtig, denn ich habe nicht die Zeit, Zutaten zu jagen. Bei aller Einfachheit kommen dabei super leckere Speisen heraus, etwa Tikka Masala mit Lachs oder Dessert-Cheesecakes (mhmmmm!). 

Ottolenghi. Simple. Das Kochbuch. Ja, ich gestehe es: Ich kannte Ottolenghi bis Mitte März gar nicht, und bin damit vermutlich die letzte Lifestyle-Bloggerin überhaupt. Dafür bin ich Ottolenghi jetzt umso mehr verfallen. Auch hier wird sehr einfach gekocht, aus wenigen, gesunden und hochwertigen Zutaten. Viele Rezepte sind vegetarisch, aber nicht alle. Auch Fisch und Fleisch wird zubereitet. Mein Jetzt-schon-Lieblingsrezept (ich habe es noch nicht gekocht, aber es klingt einfach nach Lieblingsrezept!) ist der süß-salzige Cheesecake mit Crumble. Und Bridget Jones’ gebratener Lachs mit Pinienkerne-Salsa. Wegen der Bridget, is klar. Der Lachs könnte meinetwegen auch weg. 

Seelenfutter. Rezepte, die glücklich machen. Wie gesagt: Ich bin keine Vegetarierin, allerdings esse ich nur selten Fleisch. Aber wenn, dann kaufe ich Fleisch aus guter Haltung und von hoher Qualität und bereite ich es mit sehr viele Liebe und Sorgfalt zu. Mit Seelenfutter habe ich unter anderem gelernt, richtig gutes Gulasch zu kochen, oder auch (vegetarischen) Borscht. Ich liebe dieses Kochbuch, weil es so bodenständig ist und Gerichte vorstellt, die man eigentlich schon kennt, aber vielleicht noch nie gekocht hat. Also: ich zumindest. Von Seelenfutter gibt es auch eine vegetarische Variante. 

Blüten-Genuss für Tafel und Teller. Rezepte und Deko-Ideen mit Blüten aus meinem Garten. Wer einen Garten samt grünen Daumen hat und zudem gerne kocht – der muss dieses Buch einfach haben. Denn hier werden Blüten nicht nur als hübsche Deko verwendet oder in leckere Speisen verwandelt – nein, man erfährt auch, wann und wo man die Blumen pflanzt und wie man sie pflegt, damit sie dann irgendwann zu Tisch dürfen. Genial! Und ganz ehrlich, wer bei den kleinen Veilchen Pavlovas oder den Bandnudeln mit Blütenfüllung nicht schwach wird ... dann ... dann ... dann weiß ich auch. So, jetzt weißt du das auch. 

So. Jetzt habe ich Hunger. Du auch? Wenn du tolle Kochbücher kennst – immer her damit. Wie gesagt: Ich bin ein Junkie. ;-)

Kaufen:

Super einfach kochen.*  Librero Verlag, 2018.

Ottolenghi. SIMPLE. Das Kochbuch:* Dorling Kindersley Verlag, 2018.

Seelenfutter. Rezepte, die glücklich machen.* Gräfe und Unzer, 2013.

Blüten-Genuss für Tafel und Teller. Rezepte und Deko-Ideen mit Blüten aus meinem Garten.* Bloom’s, 2019.

*Affiliate-Links.

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2041 5 Texterella genießt., 50+ Lifestyle 07.05.2019   rezepte, kochen, kochbücher, gesund kochen, einfach kochen

5 Kommentare

  • Anita Schneider
    am Freitag, 10. Mai 2019 um 13:44 Uhr

    Liebe Susi,
    ich verfolge Deinen Blog ja nun schon eine längere Zeit, jetzt muss ich mich dann auch mal zu Wort melden.
    Dein Buch-Tipp “Blüten-Genuss für Tafel und Teller” ist nämlich ein echter Top-Tipp um meine beiden Hobbies - Garten und Kochen - miteinander zu verbinden.
    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich ja schon mit essbaren Pflanzen. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Wildkräuter und ‘öffentliche’ Pflanzen zum Verzehr geeignet sind, mit einem kleinen Basiswissen kommt man da bei einer schönen Wanderung aus dem Naschen kaum noch raus.
    Um allerdings aktiv die geeigneten und für die Küche eher exotischen Blumen anzulegen, ist dieses Buch eine wahre Freude.
    Habe es mir Dank deinem Tipp gekauft. Allein das durchblättern ist Dank der liebevollen Aufmachung schon eine wahre Freude, die einem das Wasser im Mund und in den Augen (es müssen Freudentränen sein ;-) ) zusammen laufen lässt.
    Freue mich schon auf meine erste Blütenernte und den darauf folgenden Genuss für Leib und Seele.
    Liebe Grüße
    Anita

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  • Marie
    am Donnerstag, 09. Mai 2019 um 11:37 Uhr

    Liebe Susanne,
    da bekomme ich doch direkt Lust heute selbst etwas ganz frisches zu kochen! Ich sollte mir wirklich mal wieder ein Kochbuch zulegen, denn besonders was die vegetarische Küche angeht, bin ich manchmal sehr unkreativ…
    Deine Fotos sind auch einfach immer traumhaft.
    Ich wünsche dir noch eine schöne Woche,
    Marie

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  • Susanne
    am Mittwoch, 08. Mai 2019 um 10:19 Uhr

    Ich Koche sehr( leidenschaftlich und sehr kreativ)meine 45 Kochbücher zieren mein Küchenboard ( werden meistens nur für tolle Menüs zu Rate gezogen)! Früher habe ich täglich frisch für meine ( große)Familie gekocht , Als alle aus dem Haus waren , hatte ich große Probleme, kleine Portionen zu kochen! Mittlerweile hat sich alles eingependelt und gesunde und vitaminreiche Nahrung war mir immer sehr wichtig, , Backe mein Brot wöchentlich und ziehe Tomaten,Kräuter und Keimlinge selber . Meine absolute Lieblings Köchin ist Nigella Lawson , ihre Kochbücher und ihre Rezepte einfach ein Gaumen und Augenschmaus und die Schokotarte mit Eierlikörsahne ........ lecker l e c k e r !

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  • Iridia
    am Mittwoch, 08. Mai 2019 um 06:27 Uhr

    Beim Lesen deiner Zeilen, vor allem deiner Bemerkung über Freestyle-Kochen fällt mir ein Buch ein, das was für dich sein könnte: „Salz. Fett. Säure. Hitze.“ Von Samin Nosrat, vielleicht hast du davon schon gehört, es gab viel Wirbel darum und gilt bei nicht wenigen als das beste Kochbuch der Welt. Es ist kein traditionelles Kochbuch, sondern lehrt, was man beachten muss, damit das Essen nicht langweilig und eindimensional schmeckt. Sogar ich als ehemalige Profiköchin hab damit einen ganz anderen Blick auf Essen bekommen und mein Essen schmeckt durchgängig noch besser.

    Das Zweite ist auch kein Kochbuch: „Der Geschmacksthesaurus“ von Niki Segnit. Da kann man Kombinationen nachschlagen, die gut passen oder angenehm interessant sind. Ich gucke da immer nach, welche Gewürze zu bestimmten Sachen passen, also wenn ich z.B. was neu kombiniere oder ein neues Lebensmittel probiere, das ich ab jetzt essen will.

    Beide Bücher gestatten es, über alle Ernährungsformen oder Vorlieben hinaus zu gelten.

    Ich selber koche mit den Jahren immer weniger, mir wird Lebensmittelqualität und -aroma immer wichtiger und zwar so unverarbeitet wie möglich, damit meine ich auch Kochen. Ich suche Lebensmittel, die mir gerade gut tun und kultiviere die hoch. Momentan will ich auch wieder mal etwas Gemüse fermentieren, weil es so ein Best-Aging-Essen ist und ein totales Abenteuer und auch roh ist.
    Mit dem Älterwerden esse ich weniger und deswegen muss ich immer mehr darauf achten, dass drin ist, was ich brauche. Den Unterschied merke ich sehr. Aber die beiden vorgestellten Bücher machen alles mit, ob man nun gerade der große Grilltyp, low carb, Vegan, traditionell, Mittelmeerküche oder sonst was ist, ich muss immer was neu probieren und sie gestatten Freiheit und Kreativität in allen Zeiten und Vorlieben.
    Vielleicht deswegen mal der etwas andere Buchtipp. :)

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    • Susi
      am Donnerstag, 09. Mai 2019 um 19:19 Uhr

      Hallo liebe Iridia,

      oh, das klingt in der Tat spannend, und von “Salz. Fett. Säure. Hitze” habe ich in der Tat schon gehört. Du warst Köchin? Wie spannend! Toller Beruf!

      Liebe Grüße,

      Susi.

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