Texterella persönlich.
Mein Sommer unterm Apfelbaum
44 Prozent aller Deutschen bezeichnen den Sommer als ihre liebste Jahreszeit. Sonne, Wärme, der herannahende Sommerurlaub. Samstage am See, Grillabende mit Freunden, luftige Sommerkleider. Festivals, Open-Air-Konzerte, Straßen-, Dorf- oder Stadtfeste. Sommer, das ist Easy Going, Dolce Vita, die Leichtigkeit des Seins …
Auch ich mag Sommer: morgens eine luftige Tunika (oder die perfekte Sommerbluse vom Foto … ) überwerfen, mittags einen leichten Salat auftischen, abends bei einem Glas Rosé auf dem Balkon unter unserer Eiche sitzen und der Amsel zuhören. Überhaupt diese langen, lichten Tage … schön ist das.
Gleichzeitig finde ich den Sommer anstrengend. „Na, was macht ihr denn am Wochenende?“ Dieses ständige Gefühl, etwas unternehmen und unterwegs sein zu müssen … weil ja Sommer ist! Biergarten, Ausflug ins Grüne oder Grillen mit Bekannten – während ich lieber nichts tun und einfach nur daheim bleiben will … (und mich gleichzeitig bei dem Gedanken ein bisschen „sonderbar“ fühle).



Schon als Schülerin hatte ich keine Lust, den Nachmittag im Freibad oder am Weiher zu verbringen – hab’s dann aber, weil alle dort waren, trotzdem gemacht. Bis heute sind Badeanzüge und ich keine großen Freunde, auch wenn mein Selbstbewusstsein in den letzten Jahren zugenommen hat. Der Druck, den Sommer mit möglichst viel von allem zu füllen, stresst mich, und Smalltalk auf Grillpartys finde ich schnell ziemlich anstrengend.
Ich musste ziemlich alt werden, bis mir klar wurde, dass ich den sommerlichen Freizeitstress auch auslassen darf. Dass ich nicht „komisch“ bin, weil ich mich gerne daheim aufhalte. Es hat gedauert, bis ich erkannte, dass Sommerpartys mir zwar durchaus Spaß machen, aber auch Energie rauben (und dass es okay ist, um 22 Uhr zu gehen statt die Nacht durchzumachen). Ich musste erst lernen (und bin immer noch dabei), den Sommer anders zu genießen: leiser, ruhiger, unspektakulär, ohne diese Angst, etwas zu verpassen. Was gar nicht mal so einfach ist, in einer hyperaktiven Welt, in der ein Wochenende ohne Pläne, Verabredung oder Einladung schon fast seltsam wirkt.

Mein idealer Sommertag? Morgens von den Amseln geweckt werden, tagsüber keine Verpflichtungen haben, mittags unterm Apfelbaum im Garten picknicken, auf der Decke liegend ein Hörbuch hören, vielleicht im Gartenhäuschen ein bisschen schreiben, zwischendrin vielleicht ein Eis essen. Abends einen langen Spaziergang im Sonnenuntergang machen. Und später dann wieder den Amseln lauschen.
Wisst ihr was: Ich glaube, ich probiere das tatsächlich mal aus. Und wann, wenn nicht heute, am längsten Sommertag überhaupt!
Wie sieht dein idealer Sommertag aus?
Die Bilder habe ich übrigens gestern Abend – nachdem sich auf meiner Festplatte nichts Passendes fand – selbst fotografiert. Mit Selbstauslöser! Ich gebe zu, ich bin ein bisschen stolz, dass ich das so hingekriegt habe. Nicht mal Lippenstift auf den Zähne hatte ich! :-D
Die Bluse ist übrigens bereits jetzt meine liebste Sommerbluse: reine Baumwolle, superleicht und die kurzen Ärmel schmeicheln meinen nicht mehr ganz so … äh … straffen Oberarmen doch sehr. (Mit dem Code 15textelle kriegt ihr bei Bonprix noch bis zum 22. Juni abends 15 Prozent auf alles.)
Outfit:
Bluse: Bonprix (ich trage Größe 46)
Jeans: Bonprix (mit Bio-Baumwolle und super bequem! Ich liebe sie sehr!)
Sonnenbrille: Robert La Roche
Lippenstift: Sisley
Sonnenhut: Helen Kaminski (Ich habe meinen schon ewig, bestimmt bereits 20 Jahre … Aber es scheint ein Klassiker zu sein, denn ich habe das Modell bei Farfetch gefunden!
Mehr (Sommer-)Mode findet ihr hier auf meinem LTK-Account. Und weil ich Sommerröcke in diesem Jahr so besonders liebe, habe ich dafür eine eigene Sammlung erstellt. Meine Looks aus der aktuellen Bonprix-Kampagne findet ihr hier (eine längere Version gibt es hier auf Instagram.) Das rote Kaftankleid aus Leinen ist bei meiner Community besonders gut angekommen ...
1 Kommentar
Toll hast Du die Fotos gemacht, liebe Susi.
Ich habe ja mal in meinem Blog gefragt, wer denn wen da eigentlich fotografiert und was Frauen als Fotografinnen ausmachen:
https://blog.da-sempre.de/2026/01/29/frauen-fotografieren-frauen/
und dabei kam raus, Maren von Farbwunder ist die perfekte Selbstauslöserin! Sie wohnt in München, falls Du mal noch Tipps brauchst.
Deine Vorstellung vom perfekten Sommertag teile ich sehr. Amseln inclusive.
Ab und zu Gesellschaft ist natürlich schön, aber viel selbst gewählte Sommerruhe darf dabei nicht vergessen werden.
Komm genauso durch diesen längsten Tag, wie Du es Dir vorgenommen hast!
Viel Freude dabei wünscht Dir herzlich,
Sieglinde








