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Paris. Der Hass. Und die Liebe zum Leben.

Es sind schlimme Zeiten. Wie oft habe ich das in diesem Jahr schon gedacht! Und wie immer frage ich mich, welche Berechtigung dieses Blog zurzeit hat. Am liebsten möchte ich einen Trauerrahmen um diesen Text setzen, oder gleich um das ganze Blog. Ich trauere nicht nur um Paris, nicht nur um die Menschen, die ermordet wurden, brutal und so unnötig aus dem Lieben gerissen, als sie gerade glücklich waren. Eltern haben ihre Kinder verloren, Kinder ihre Eltern, Menschen ihre Freunde, Liebsten, Angehörigen. Ich trauere auch um die Menschlichkeit, die ich in dieser Welt immer häufiger vermisse, und die dem Hass und Terror Platz machen muss.

Paris. Die Stadt der Liebe.

Es bricht einem das Herz.

Und wie bereits hier frage ich mich: Darf ich, dürfen wir dennoch weiter Freude haben? Weiter lächeln? Auch über diese kleinen unsinnigen und letztlich unwichtigen Dinge, um die es hier auf Texterella nicht nur, aber doch sehr oft, geht.

Ich glaube, wir dürfen nicht nur – wir müssen sogar. Denn sonst hat dieser lebensfeindliche Terror schon halb gewonnen! Denn Freude, Liebe, Lächeln – das ist Leben! Und eben das, was Terror treffen will: die Liebe zum Leben. Genau in diesem Sinne aber schreibe ich dieses Blog: um Freude zu machen, ein kleines Minutenglück zu schenken, eine Auszeit vom Alltag – für euch und für mich. Zeigen, wie schön, spannend, wunderbar, wie lebenswert dieses Leben ist. Und wie sehr wir auch dankbar sein müssen dafür.

Lasst uns trauern. Aber lasst uns noch viel mehr weiterleben und lächeln. Und vor allen Dingen: LIEBEN! Denn Liebe ist der Feind jeden Terrors und allen Hasses.

3645 9 14.11.2015   meinung, politik

9 Kommentare

Kerstin_30rockt
am Samstag, 14. November 2015 um 22:36 Uhr

Ich kann dir nur zustimmen und ich glaube das Frankreich es auch so sieht: Wir alle dürfen uns davon nicht einschüchtern lassen!

#parisisaboutlife

Viele Grüße,
Kerstin

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Susanne
am Sonntag, 15. November 2015 um 01:37 Uhr

Liebe Susanne, was für ein schöner, nachdenklich und sich doch noch ins Positive kehrender Text.
Lieben Gruß Susanne

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Susanne
am Sonntag, 15. November 2015 um 10:16 Uhr

Danke für diesen Beitrag.in den vergangenen Tagen sind mir so viele Gedanken durch den Kopf gegangen, dei ähnlich den deinen sind.
Mein Mitgefühl gilt allen Menschen, die durch diesen Wahnsinnihr Leben verloren haben, die liebe Menschen verloren haben, die dadurch auf irgendeine Art und Weise leiden.
Und wir alle sollten darüber nachdenken, über was wir uns im täglichen Leben ärgern oder aufregen? Das sind meist Kleinigkeiten im Gegensatz zu dem, was in vielen Teilen unseres Planeten abläuft. Vielleicht auch mal im Kleinen anfangen, bei sich selbst und unserem eigenen Kosmos . Da Frieden einkehren lassen und sich nicht über Dinge ärgern oder streiten, die es nicht wert sind. miteinander sprechen löst diese Dinge meist.

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Barbara
am Sonntag, 15. November 2015 um 11:51 Uhr

Liebe Susi, ich bin da ganz bei dir. Wenn wir jetzt damit beginnen, unseren Wertecanon zu verändern oder nicht mehr leben, dann haben diese verrohten, brutalen und widerwärtigen Terroristen ihr Ziel erreicht.
Dennoch, traurige Grüße.

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Anne
am Sonntag, 15. November 2015 um 14:29 Uhr

Guten Morgen,
ach, Du hast so recht… Es leben Toleranz, Respekt und Mitgefühl!
Susanne, du hattest schon mal so nen schönen Artikel über Flüchtlinge, in dem du dich für sie eingesetzt hast, mit den ganzen tollen Links dazu. Ich finde das so super, dass du auf deinem Blog auch solche Dinge ansprichst! Bitte weiter damit! Ich hab mittlerweile auch einen solchen Text geschrieben: http://www.mewasabi.com/refugees-welcome-immer-noch/ . Der war zwar vpr #paris, aber ist immer noch gültig und wird es auch immer bleiben.
Schönen Sonntag noch und viele Grüße, Anne

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Martina
am Sonntag, 15. November 2015 um 22:30 Uhr

Auch wenn uns der Terror sprachlos macht: Es gibt so viele wunderbare Antworten, Anzeichen von Anteilnahme. Viele Menschen auf der ganzen Welt singen gegen den Wahnsinn und für die Menschenwürde die Marseillaise. Der Text ist ein bisschen martialisch, aber “zu den Waffen, Bürger” bedeutet ja auch: Lasst uns die Menschenfeinde mit unseren Waffen schlagen, mit Freiheit, Menschenwürde und Demokratie, mit Kultur und Freude. Hier singt die Metropolitan Opera in New York für Frankreich:
https://youtu.be/bVj4KrBE26Q

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Katja
am Montag, 16. November 2015 um 08:54 Uhr

Liebe Susanne, mir geht’s ganz ähnlich. Wahnsinnig oft hab ich mir heuer schon gedacht: Soll ich jetzt einfach so weiterposten wie bisher? Und soll ich überhaupt noch etwas für die Zukunft planen? Ist es nicht lächerlich mir über die Gestaltung des Wohnzimmers noch Gedanken zu machen, wenn in meinem Bundesland jeden Tag zwischen 100 und 10 000 Menschen an der Grenze stehen und vor diesem Terror flüchten?

Dank für deine Worte. Ja, wir sollten wirklich zeigen, dass dieses Leben lebenswert ist!

Alles Liebe, Katja

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Kirsten Wick
am Montag, 16. November 2015 um 20:29 Uhr

Liebe Susi, Dein Post und Dein Text sind toll. Ich denke da sehr viel drüber nach und manchmal komme ich mir sogar wie ein Verräter vor, weil ich mir das ganze Wochenende noch viel mehr Gedanken gemacht habe als sonst. Wahrscheinlich, weil es eben alles in unserer westlichen Welt angekommen ist aber eben noch viel näher. Es passieren ja jeden Tag Anschläge, viele Menschen hungern, es wird aber von den Medien nicht so aufgegriffen. Es ist einfach schrecklich, was passiert und ich verzweifle eigentlich an der Menschheit. Warum haben wir nur nicht aus unserer furchtbaren Vergangenheit gelernt?
Und nach vielen Gesprächen mit meinem Mann, bin ich einfach auch zu dem Schluss gekommen, dass es wichtig ist, anderen eine Freude zu machen mit meinem Blog, selbst, wenn das oberflächlich erscheint.
Liebste Grüße,
Kirsten

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Xenia vom berlingarten
am Montag, 16. November 2015 um 22:34 Uhr

Liebe Susi,

ja, wir sind alle sprachlos. Und ja, es fällt schwer, sich mit Banalitäten zu befassen. Dennoch tue ich es. Denn meine Hobbies, Leidenschaften, kleinen Freuden waren schon immer Banalitäten im Vergleich zu dem Leid, was an so vielen Orten auf der Welt geschieht. Nur haben wir Kurzsichtigen es lange nicht wahrgenommen.

Was nicht banal hingegen ist, dass ich erkenne, dass mein kleines Leben voller Krams und Tand in seiner fragil gewordenen Ordnung extrem wertvoll und kostbar ist.

Grüße
Xenia

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