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(M)Ein Herzenstraum wird wahr: Fotoshooting in der Alten Pinakothek in München.

Ich würde gerne sagen können, dass Kunst immer schon ein großes Ding in meinem Leben war. 

Wahr ist: Kunst hatte es nicht leicht mit mir. Oder ich nicht mit ihr. Über viele Jahre und Jahrzehnte hatte ich einen solchen Heidenrespekt davor, dass ich Kunst lieber aus dem Weg ging. Museen? Kunstsammlungen? Besser nicht. Ich kam mir dort so klein und bedeutungslos und unwissend vor. 

Klick auf die Bilder, um sie zu vergrößern!

Irgendwann, es ist erst ein paar Jahre her, änderte sich das. Was der Auslöser war? Ich weiß es nicht. Vielleicht einfach die Wurschtigkeit, die das Älter werden in allerlei, oftmals überraschenden Dingen mit sich bringt. Auf jeden Fall: Ich verlor die Angst und den falschen Respekt. Mochte ja sein, dass ich keine Ahnung von Kunstwerken und Kunstgeschichte hatte und nichts wusste über Epochen, Schulen, Maler und überhaupt. So what? War nicht wesentlich wichtiger als das theoretische Wissen, was ich bei einem Werk empfand? 

Was für eine Freiheit: Kunst mit dem Herzen verstehen!

Es fühlte sich ein bisschen so an, als hätte ich mir selbst die Erlaubnis gegeben, Kunst nicht mit dem Kopf verstehen zu müssen, sondern mit dem Herzen. Was für eine Freiheit! Endlich konnte ich genussvoll durch Museen stromern und mich auf Kunstwerke einlassen. Unvergessen der heiße Sommertag, den ich (gefühlt) mutterseelenallein im Labyrinth des Metropolitan Museum of Art verbrachte. Oder der Herbstnachmittag in der Albertina in Wien (Dürers Hasen habe ich damals leider, äh, übersehen). Die Stunden im MALBA in Buenos Aires, im New Yorker Whitney Museum, im Guggenheim. Oder auch in der kleinen Kunstsammlung in Ahrenshoop. Und und und. Nur der Louvre, der hat mich (bislang) nicht gepackt. Man möge es mir verzeihen.

Und dann waren da noch meine Nachmittage in Münchens Alter Pinakothek, einer Gemäldesammlung, die ich ganz besonders liebe. Ich meine: Wer würde nicht? Wer würde sich nicht in den wunderbaren Rubenssaal verlieben (das Gemälde "Das große jüngste Gericht" war beim Bau entscheidend für die Höhe der Säle)? Wer würde sich nicht verlieren wollen in diesen hohen, lichten Räumen voller Werke von Tizian, Rembrandt, Veláquez, van Dyck, Raffael, Boucher (den ich mindestens so sehr liebe wie Rubens!) und anderen großen Meistern? Wie schön ist war es, nach einem Termin in München noch einen kleinen Abstecher in die Großartigkeit dieser Räumlichkeiten zu machen.

Lieblingsort und Herzenstraum: die Alte Pinakothek!

Eines habe ich mir nämlich abgewöhnt: Zu denken, ich müsse immer gleich halbe oder ganze Tage in Museen verbringen und die ganze Sammlung von vorne bis hinten „abarbeiten“! Mittlerweile bin ich gerne auch ein kurzer Gast. Eine Stunde oder zwei in Münchens Pinakotheken sind Momente der Ruhe und Besinnung in der Hektik des Alltags. Kleine Auszeiten, auf die ich mich gerne immer wieder einlasse, weil sie überraschende Erkenntnisse liefern – über die Kunst und über mich selbst. 

Gerade jetzt tut es mir leid um jede Ausstellung, die ich nicht gesehen habe, um jedes Werk, das ich verpasst habe, um jedes Museum, an dem ich vorbeigegangen bin. Und um jeden Monat, den unsere Museen geschlossen bleiben – obwohl die Pinakotheken auch digital viele Möglichkeiten bieten. Natürlich: Nichts ist so schön wie die Realität. Umso dankbarer bin ich, dass sich im Dezember 2020 ein Herzenstraum erfüllte: in den wunderbaren Sälen der Alten Pinakothek zu fotografieren, und dann auch noch ganz allein, nur Fotografin Martina, ich und die Großartigkeit der Gemälde. Was für eine Ehre, was für ein Geschenk!

Wer nun Lust auf Kunst bekommen hat, den möchte ich die Digitalangebote der Pinakotheken an Herz legen: 

 - Online-Rundgang durch die Alte Pinakothek

- Online-Sammlung der Alten Pinakothek

- Auch spannend: Google Arts and Culture 

- #kunstminute auf Youtube. In dieser Folge geht es speziell um Rubens.

- Und: Die Live-Chats, in denen Kunstwerke im Detail besprochen werden. (Anmeldung per Mail!)

Was ich übrigens noch gelernt habe:

1. Offen bleiben – ein Leben lang.

Nur weil etwas immer schon so war (das Desinteresse an alten Meistern und an französischen Filmen, die Abneigung gegenüber Yoga und veganem Essen und so weiter), muss das nicht ein Leben lang so bleiben. Gemäldesammlungen können zu Lieblingsorten und Couchpotatos zu Yoga-Fans werden. Wenn wir es zulassen.

2. Alles ist möglich – wenn wir uns ein Herz fassen.

Seit anderthalb Jahren hatte ich von einem Fototermin in der Alten Pinakothek geträumt und mich einfach nicht getraut anzufragen. Irgendwann dann aber eben doch. Quod erat demonstrandum.

3. Vergiss deine Vorurteile!

Kunstwerke sind für alle da – nicht nur für die, die van Goghs Sonnenblumen das erste Mal aus Kinderwagenperspektive betrachten konnten. Und: Museen und Modebloggerinnen schließen sich absolut nicht aus – im Gegenteil!

Verrate mir deinen Lieblingskunstort!

Doch nun nochmal zurück zur Kunst. Ich bin natürlich neugierig: Was sind deine persönlichen Lieblingskunstorte? Können ruhig auch ganz kleine Sammlungen, Museen oder was auch immer sein … Verrätst du sie mir in den Kommentaren?  

***

Fotografie: Martina Klein, Berlin

***

Mein ganzer Dank gilt dem Presse- und Social-Media-Team der Pinakotheken, dass sie dieses Fotoshooting ermöglicht haben. Ich sagte es bereits oben: Was für eine Ehre! Was für ein Geschenk! Vielen vielen Dank.

***

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6380 33 Texterella liebt!, 50+ Lifestyle 10.01.2021   alte pinakothek, bloggerlife, kunst, texterella träumt

33 Kommentare

Iridia
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 08:00 Uhr

Schwer zu sagen: bei Museen vielleicht die National Portrait Gallery in London oder das Saachi-Museum dort. Ich bin aus Dresden und gleichzeitig mit Alten und Neuen Meistern der Extraklasse aufgewachsen. Die sind immer eine Empfehlung. Wenn ich mit Gästen in einer der beiden großen Ausstellungen bin, wird an jeder Ecke gesagt: „Das Bild hängt hier?“
Bei der National Portait Gallery stehen mal nicht die Maler, sondern die abgebildeten Personen im Mittelpunkt und daneben stehen die Lebensgeschichten der Leute, wofür sie bekannt waren. Dabei findet man Leute von früher, die Hugh Grant extrem ähnlich sehen oder anderen. Auch total lustlose Mimiken sind sehr zum Lachen und man merkt auch, dass extremes Schlanksein keine Erfindung des 20. Jahrhunderts ist und es gemaltes Photoshop gab.

Saachi wiederum bietet fazinierende wechselne Ausstellungen, als ich vor Covid 19 das letzte Mal da war, gab es eine über Reisen in der Zukunft: wie man Reisen bucht, Kleidung für den Ort odert, fliegt oder isst: alles momenan noch unvorstellbar, hat mich aber in vielen anderen Bereichen inspiriert.
In London ist der Museumsbesuch kostenlos, außer Sonderausstellungen. Mitunter sind die trotz hohen Preisen auch schon in den ersten Tagen ausverkauft: kein Timeslot verfügbar wie auch 2019 die Dior-Ausstellung bei V&A.

Alte Meister sehe ich mittlerweile gern als Werksaustellungen eines Malers oder zu einem bestimmten Thema.

Reisen sind immer ein Anlass, mal in eine dortige Austellung zu gehen, ist erstaunlich befriedigend.
Das Reisegefühl und der Erlebnishorizont sind viel tiefer, auch wenn man eine oder zwei Stunden dort ist. Länger besuche ich ohnehin keine Ausstellung, sonst rauscht irgendwann alles vorbei.

Ich freue mich auch wieder auf offene Austellungen. In Dresden im Hygiene-Museum gab es eine Ausstellung über die „Zukunft des Essens“, die mich interessiert hat, bevor alles geschlossen hat. Gute Austellungen inspirieren einen über Jahre, manche vergisst man nie im Leben wie eine ganz intensive und tiefe Urlaubsbekanntschaft. Wer ablegen kann, ob was künstlerisch wertvoller ist oder nicht und nur nach persönlicher Aufmerksamkeit geht, hat Kunst begriffen. Jedes kleine Kind bleibt vor einem bestimmten Bild stehen und findet es toll und ignoriert 70% der anderen und ist hinterher angeregt und belebt. Das kann jeder.

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Susanne Ackstaller
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 09:32 Uhr
Hallo liebe Irida, danke für den Hinweis auf Dresden. Hatte ich gar nicht so auf dem Schirm. London ... da war ich als Kind einmal, seitdem nie wieder. Und so wird es vielleicht auch noch eine Weile bleiben (wegen Brexit, nicht wegen Corona, bzw. deswegen natürlich erstmal auch). Liebe Grüße und einen feinen Sonntag!

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Petra
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 10:01 Uhr

Mein absolutes Lieblings-Museum ist das Folkwang Museum in Essen. Ich bin durch Markus Brock darauf aufmerksam geworden der dieses Museum im"Museumscheck” vorgestellt hat. Ich freue mich schon es einmal wieder zu besuchen. Hingegen ich in direkter Nähe das tolle Museum in Speyer habe mit überragenden Wechselausstellungen. Manchmal kann man einfach nicht beschreiben warum man gerade bei dem einen oder anderen Museum so beeindruckt ist. Eigentlich ist es auch egal. Wie wichtig mir Museen und Austellungen sind merke ich erst jetzt und freue mich wenn es wieder möglich ist.

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Katrin
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 10:13 Uhr

Wow. Was für grandiose Fotos. Schlicht, schwarz, still nimmst du dich in dieser imposanten Kulisse wunderbar zurück. Ein Augenschmaus!

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Susanne Ackstaller
am Mittwoch, 20. Januar 2021 um 20:10 Uhr
DANKE, das freut mich sehr!

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Katharina
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 10:35 Uhr

Ich liebe es, in Museen zu gehen und mir dort ganz gezielt einzelne Bilder anzusehen, jedes Mal nur ein paar. Wie schön, dass ich ich eine ganze Auswahl in Frankfurt in Laufweite habe und damit nur die Qual der Wahl. In neuen Ausstellungen mache ich zunächst einen schnellen Rundgang und “erobere” sie mir dann nicht Bild für Bild, sondern picke mir wieder einige raus, um sie intensiver zu betrachten. Sehr schön geworden ist das neue Historische Museum mitten in Frankfurt, eine gelungene Verbindung zwischen Altem und Neuem, aber mein Lieblingsmuseum ist und bleibt das Städel.
Ein Tipp für Rombesucherinnen: Die Kapitolinischen Museen lohnen sicher nicht nur einen Besuch, aber wenn man einfach mal einen Kaffee zu normalen Preisen mit einer atemberaubenden Aussicht mitten in der Stadt trinken will, ist die Museumscafeteria der Ort dafür.

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Nicole
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 11:23 Uhr

Liebe Susi,
bei diesem Beitrag weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu schreiben.
Bei deinem Outfit? Ich habe selten eine Blütenbrosche gesehen, die sich so flott ins Bild fügt (war für mich eher immer so Oma)- wieder was gelernt;).
Bei deiner Freude über die Kunst? Mir erging es jahrelang mit Kunst und Geschichte so. Heute bilde ich mir meine eigene Meinung, was ich kunstvoll und schön finde. Denn Kunst ist dazu da, interpretiert zu werden. Ich fühle heute noch meine Enttäuschung als 16jährige, als ich die Mona Lisa das erste Mal sah: Das ist alles?
Dafür gibt es Bilder, die mich tief berühren, die andere nicht mal ansehen.
Ich habe keinen Lieblingskunstort. Und ich empfinde es wie du: Man kann auch einfach kunstvoll empfinden, dabei ist die Länge egal.
Ich freue mich sehr, dass es dir und Martina gelungen ist, an diesem besonderen Ort Bilder zu machen. Sie sind wunderschön geworden.
Alles Liebe
Nicole

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Susanne Ackstaller
am Samstag, 23. Januar 2021 um 11:33 Uhr
Die Blütenbrosche mag ich auch sehr gerne!! Sie ist von Chanel (Second Hand gekauft!)! Liebe Grüße und ein feines Wochenende!

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Heidrun Dörken
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 11:49 Uhr

Liebe Susanne, danke für den wunderschönen Beitrag! Ich selbst habe die “Museumsufercard” für Frankfurt am Main - ein Jahr einfach mal so, und sei es nur für eine halbe Stunde oder in der Mittagspause, im Museum vorbeischauen ist dadurch möglich. In Frankfurt am Main kann ich so viel empfehlen, allen voran das Welt-Museum Städel (Gemälde), aber auch das Liebieg-Haus, Museum für Bildhauerkunst mit einem zauberhaften Garten samt Café. Nach Corona wieder! In der weiten Welt ist meine absolute Nr. 1 das Israel-Museum in Jerusalem. Von Urzeit bis moderner Kunst und fantastischen temporären Ausstellungen und natürlich die Jesaja-Rolle. Das Museum kommt übrigens in der bisher letzten Folge der Netflix-Serie Shitsel vor. In London, of course, The British Museum. Aber auch die kleine, überwältigende Ausstellung in der British Libary - Welt-Dokumente von der Magna Charta bis zum Original-Zetteln von Beatles-Songs. Spätestens 2022 hoffe ich, alles wieder zu sehen. Herzliche Grüße!

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Maria
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 12:30 Uhr

Oh, ich liebe die „Alte Pinakothek“. Als damals 2000 der New-Economy-Crash war, musste ich mir eine Nebenbeschäftigung suchen. Ich war zum ersten Mal im Leben arbeitslos, seit ich mit 15 zu arbeiten angefangen hatte.

Ich entschied mich für einen Veranstaltungsdienst.
Am Liebsten arbeitete ich zu Anfang im Gasteig (dort durfte ich kostenlos mit in die Aufführungen rein).
Dann war ich bei einigen Konzerten im Olympiastadion (das war mir zu weit zu fahren).
Dann ließ ich mich in der „Alten Pinakothek“ einsetzen und da am liebsten im Rubenssaal.
Ich erfreute mich dann 4-8 Stunden an jedem einzelnen Gemälde.

In der „Neuen Pinakothek“ wollten sie mich zu Beuys reinstecken und ich meinte, nein. Ich möchte zu den Malern. Ich hatte nun wirklich keine Lust, 4-8 Stunden Steinhaufen anzusehen.

Ich verstehe nichts von Kunst. Ich verstehe auch nichts von Poesie.
Allerdings habe ich Said interviewt und öfters in Giesing getroffen und als er mir seinen Gedichtband „Sei Nacht zu mir“ schenkte, meinte ich: „Das ist so schade, dass ich nichts von Poesie verstehe. Da komme ich mir so dumm vor.“
Said meinte: „Maria, Poesie muss man nicht mit dem Kopf verstehen, sondern mit dem Herzen“ und er zeigte auf sein Herz.

Ich las sein wunderbares Gedichtband. Und ich verstand. Mit dem Herzen. Es tat sich vor mir etwas ganz Neues auf. Eine wunderbare Welt, die mir vorher verschlossen gewesen war.

Ich kann dich sehr gut verstehen Susi.
Herzlichen Gruß Maria

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Susanne Ackstaller
am Samstag, 23. Januar 2021 um 11:34 Uhr
Danke für die schöne Geschichte, liebe Maria!!! Liebe Grüße und bleib gesund!

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Oli
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 14:00 Uhr

Schönes Projekt.

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Sieglinde Graf
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 14:06 Uhr

Wie schön, dass die Kunst Dir doch noch in Deinem Leben begegnet ist. Und wie!
Und dann ein Foto-Shooting in der Alten Pinakothek, wie genial ist das denn? Und so passend gekleidet und mit Ansteckcamelie wie einst Coco.
Kunst spielt in meinem Leben eine sehr große Rolle. Nicht, dass ich etwas davon verstünde. Aber ich liebe sie und war schon in sehr vielen Museen. Kunst gehört zum Leben und Museen auch. Und dass sie geschlossen sind, ist mehr als bitter. Wie oft gehe ich z.B. in eines meiner Lieblingsmuseen hier in Nürnberg, in das Neue Museum. Dort bin ich Mitglied im Freundeskreis und kann immer umsonst reingehen. Da lockt oftmals einfach eine halbe freie Stunde um dorthin zu gehen. Oder beim Einkaufen mal verschnaufen und sich im Richter-Saal niederzulassen und seine Werke wirken zu lassen.
Aber wunderbar ist es auch   vor   dem Museum und reinzuschauen über die haushohen Glasscheiben in den Prospekt von 2 Stockwerken mit moderner Kunst.
Früher habe ich bei jedem Berlin-Besuch die Nofretete besucht als sie noch beim Charlottenburger Schloss in dem kleinen ägyptischen Museum war. Sie hat mich fasziniert. Seit sie auf der Museumsinsel ist, finde ich sie einfach nicht mehr so anziehend und so gut präsentiert. Ja, auch Kunst zu präsentieren ist eben Kunst…
Danke für diesen wunderbaren Post. Wenn ich wieder in München bin, geh ich mal wieder in die Alte Pinakothek. Wusstest Du, dass die Wiese davor quasi Allgemeingut ist, so wie es das Museum sein sollte für das Volk und nicht nur für den Adel. Diese Wiese sollte die Niedrigschwelligkeit ausdrücken. Kein Garten, der nicht betreten werden darf, sondern eine Wiese…
In diesem Sinne, Kunst für alle! Danke für Deinen wunderbaren Beitrag dazu, sagt Sieglinde

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Martina
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 21:49 Uhr
Liebe Sieglinde, Danke für diesen netten Kommentar zur schönen Wiese vor der Pinakothek. Da muss ich ganz patriotisch noch ergänzen: Der Adel wurde mit der bayrischen Verfassung abgeschafft. ;-) Artkel 118 sagt: "Alle öffentlich-rechtlichen Vorrechte und Nachteile der Geburt oder des Standes sind aufgehoben. Adelsbezeichnungen gelten nur als Bestandteil des Namens; sie dürfen nicht mehr verliehen und können durch Adoption nicht mehr erworben werden." https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVerf-118?

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Sieglinde Graf
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 22:31 Uhr
Hallo Martina, Danke für Deinen Einwurf, aber das ist ein Missverständnis. Mir ist sehr wohl bewusst, dass der Adel abgeschafft ist. Selbst in Bayern... :-) Das wirklich Besondere ist daher, dass Ludwig I. in dem Konzept der Pinakothek als reinem Museumsbau, der 1836 eröffnet wurde, diese Wiese vorsah als bewussten Gegensatz zu einer Garten- oder Parkgestaltung höfischer Art. Herzlichen Gruß von Sieglinde

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Susanne Ackstaller
am Mittwoch, 20. Januar 2021 um 20:11 Uhr
Ich sehe schon, ich muss unbedingt mal nach Nürnberg kommen ... :-)

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Claudia Braunstein
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 17:18 Uhr

Liebe Susi, ein Behindertenausweis kann auch Vorteile haben. Nämlich gratis oder vergünstigte Eintritte in Museen und das nütze ich weidlich aus. In meiner Heimatstadt Salzburg gibt es ein breites Angebot, das ich sehr oft annehme, meist auch nur für eine Stunde.  Auch wenn ich unterwegs bin, sind Ausstellungen und Museumsbesuche für mich Fixtermine. Ich muss dazusagen, ich bin auch so aufgewachsen. Ich bin schon als Kleinkind in Kulturstätten geschoben worden, fand das aber nicht immer amüsant.
Schön, dass du diese Gelegenheit in der Pinakothek erhalten hast, ein großartiger Ort. Liebe Grüße, Claudia

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Michaela Pelz
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 19:10 Uhr

Liebe Susi,
herzlichen Dank für diesen Beitrag, den ich aus mehreren Gründen so toll finde. Erstens ist es natürlich wunderbar, auf diese Weise wieder einmal an die Alte Pinakothek erinnert zu werden.
Zweitens feiere ich deren Presse- und Social-Media-Team, dass sie eben nicht den “elitären” Hut von “E” und “U” aufhaben, wie es (leider - und zu Unrecht!!!) oft in Musik und Kultur der Fall ist.
Drittens gibt es mir die Chance, an dieser Stelle ein Geständnis zu machen: So oft habe ich mich selbst als Museumsgängerin zweiter Klasse betrachtet, weil ich damals im Kunstunterricht wirklich nicht aufgepasst hatte (es gab die Wahl zwischen Musik und Kunst - rate, was ich genommen habe ;-) ... wie ... psst ... meine Kinder viele Jahre später ebenfalls ... ) UND daher dachte, ich gehöre zur Fraktion “wir müssen leider draußenbleiben”.
Dass das nicht stimmt, habe ich erkannt, als die Kinder klein waren: Da gab es spezielle Führungen für Kinder, bei denen man sich auf Tiere konzentrierte oder etwas Bestimmtes finden musste oder sich auch nur mit nur einem einzigen Bild beschäftigte. DAS fand ich spannend.
Auch hatte ich (vorher schon - und das in England ... warum wohl?) festgestellt, dass es ganz unterschiedliche Arten von Museen gibt.
Besonders faszinierend fand ich dabei das Medizin-Museum in Leeds: https://thackraymuseum.co.uk/ - man bekam am Eingang willkürlich eine Zeit und einen gesellschaftlichen Stand zugewiesen und erfuhr dann, wie man sich bei einer bestimmten Erkrankung schlagen würde (Tagelöhnerkind mit Masern im viktorianischen Zeitalter? Ganz schlechte Kombination!)
Was mir heute aber ein richtig wichtiges Anliegen ist: Erst durch meine Tätigkeit als SZ-Reporterin wurde mir bewußt, welche Bereicherung die örtlichen Kunstvereine sind. Originalität und spannende Inhalte, die Herz UND Hirn ansprechen, findest du nicht nur in den Metropolen, sondern auch in kleinen Orten: http://www.kunstvereinebersberg.de/
Die Zahl der Exponate ist überschaubar - aber genau darum genau die richtige Dosis für einen kleinen Ausflug!
Also: Augen auf auch in der direkten Umgebung! Nicht nur die bekannten Museen verdienen einen Besuch.

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Susanne Ackstaller
am Mittwoch, 20. Januar 2021 um 20:20 Uhr
Liebe Michaela, dann komme ich mal nach Ebersberg! Liebe Grüße!

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Martina
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 21:41 Uhr

Danke für diesen Einblick! So ist das mit der Kunst, wenn die Türen geschlossen bleiben: sie bleibt! ;-) Die Hängung auf den farbigen Wänden ist einfach wunderschön. Was muss das für ein Vergnügen gewesen sein, alleine durch die Gänge zu streifen! Bei meinen ersten Besuchen dort waren die Wände noch weiß - ja, es war schon nach dem Krieg, haha, aber eben im letzten Jahrtausend. ;-) Und egal in welcher Lebensphase man ist, wie voll oder leer der Geldbeutel auch sein mag: Den Sonntagsbesuch für einen Euro kann sich jeder leisten. Ein wunderbar demokratisches Konzept. Der Staat sind wir, und wir haben schöne Bilder! ;-) Kinder unter 18 sind ganz frei - da kann man auch eine schnelle Runde in ein paar Räumen machen, und versuchen, die netten Aufseher möglichst wenig zu stressen. Kinderfinger, die sehr begeistert und sehr nah auf Ölbilder zeigen, sind doch starke Stressoren für die Mitarbeiter. Wenn sich die Tore wieder öffnen, habe ich schon einen Plan: In einem Arcimboldo-Bilderbuch haben wir neulich Männer mit Gurkennase und Kürbiskopf bewundert. “Wir haben auch eine Gurkennase im Museum, die schauen wir bald an.” ;-) https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artist/E02LAQ7Lyk

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Margit
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 21:47 Uhr

Liebe Susi,
ein toller Post! Die Fotos sind hochklassig, Dein Outfit fügt sich grandios in das Ambiente und Deine Frisur bewundere ich schon lange.
Wie in anderen Kommentaren schon erwähnt, habe auch ich das Glück in einer halben Stunde das Museumsufer in Frankfurt erreichen zu können. Städel, Schirn, Museum für angewandte Kunst und, und, und. Gerade derzeit zeigt sich, dass Medien einen Museumsbesuch nicht ersetzen können. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Liebe Grüße, Margit

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Sibille
am Montag, 11. Januar 2021 um 06:33 Uhr

Guten Morgen Susanne,

ich habe immer gerne das Wilhelm Busch Museum - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst besucht. Es liegt im Georgengarten in Hannover. Im Gegensatz zu anderen Museen hat mich das bereits auch als junger Mensch interessiert.

Danke f. Deinen Beitrag u. einen guten Start in die Woche.
LG
Sibille

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Doris Gresselmeyer
am Montag, 11. Januar 2021 um 14:16 Uhr

Alleine in der Alten Pinakothek - ich bin neidisch !
Und ich freue mich, dass die Kunst Dich noch gepackt hat !
Im März 2015 ging es schon einmal um diese Thema - Kunst und Scheu / falschen Respekt / Bildungsanspruch .... und nochmal kann ich sagen, wie froh ich bin, dass meine Eltern mit uns Kindern regelmäßig ins Museum gegangen sind ! Ich habe mich dort immer wohl gefühlt, umgeben von schönen, interessanten und spannenden Dingen.
Meine Lieblingsmuseum in der Nähe:
Otto Modersohn Museum in Fischerhude - ganz dem einen Künstler gewidmet, von seiner Familie betrieben und mit der geschmackvollsten Rahmung und Hängung überhaupt !
Kunsthalle in Bremen - gegründet und unterhalten vom Kunstverein in Bremen - quasi von Bürgern betrieben…
Museen in der Ferne:
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll - hier vielleicht:
Kannst Du Dich an den Besuch im Vatikan-Museum erinnern ?

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Doris Gresselmeyer
am Montag, 11. Januar 2021 um 14:31 Uhr

Gerade habe ich die Mittagspause einen winzigen Besuch in der Pinakothek gemacht - #Kunstminute ist ja auch eine tolle Idee !

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Digitale Kommunikation @pinakotheken
am Mittwoch, 13. Januar 2021 um 10:34 Uhr
Das freut uns sehr, dass Dir die Videos gefallen!

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Doris
am Freitag, 15. Januar 2021 um 13:46 Uhr
Das ist eine so schöne Idee ! Die Kuratoren nehmen mich wirklich mit ( besonders Herr Dr. Kaak mit Monet und van Gogh - man kann es nicht schöner sagen ! )und ich habe mich gefreut, Bilder wieder zu sehen, die ich "in echt" gesehen habe....aber, ich bin durch und brauche Nachschub !

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Digitale Kommunikation @pinakotheken
am Mittwoch, 13. Januar 2021 um 10:33 Uhr

Liebe Susanne,

vielen Dank für diesen begeisternden Bericht mit den schönen Fotos von Martina. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir Euch in dieser etwas “anderen” Zeit bei uns empfangen konnten und hoffentlich die Vorfreude etwas schüren auf zukünftige Besuchs-Erlebnisse, wenn die Museen wieder öffnen können.

Bis dahin wollen wir zumindest im digitalen Raum geöffnet bleiben, wie unser Direktor Bernhard Maaz schon zur ersten Schließung sagte: “Wir wissen, dass das Museum als Ort des Gesprächs über Kunst und über das Menschliche digital nur bedingt ersetzt werden kann. Umso wichtiger sind uns jetzt die verschiedenen Formate der Vermittlung und Information, damit die Schätze in unser aller Weltbild präsent bleiben. Denn Kunst und bleibt ein Lebenselixier.”

Ganz neu sind einige Live-Angebote für Erwachsene und auch Familien, schaut mal in unser Programm! https://www.pinakothek.de/programm

Bis bald, auch an alle die hier mitlesen: wir und die Bilder vermissen Euch, auf dass die Museen bald wieder mit Leben gefüllt werden.

Herzliche Grüße aus der Abteilung Kommunikation der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen,
Max Westphal

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EvelinWakri
am Mittwoch, 13. Januar 2021 um 13:39 Uhr

Liebe Susanne,
ich liebe die Ruhe und die Stille normalerweise in einem Museum. Konnte man diese in Wiens Museen vor Corona kaum genießen ohne das einem die asiatischen Touristen in Scharen fotografierenden obwohl nicht erlaubt, die Sicht und die Entspanntheit eines solchen Besuches ordentlich verdorben. Was habe ich die Zeit genossen während der Pandemie, als die Museen offen hatten, kaum Besucher und man konnte Stunden vor einem Werk sitzen, es betrachten und die Gedanken schweifen lassen.
Wenn ich in München war, dann habe ich von der Stadt fast nie etwas gesehen, denn ich war meistens in den alten Pinakotheken zu finden.
In Madrid ist es das Prado Museum. In Wien liebe ich das Kunsthistorische, das Leopold und die Albertina, sowie kleine Galerien.
Ich beneide Dich etwas über diese wundervolle Möglichkeit und dann noch mit Martina, an diesem fantastischen Ort ganz alleine zu sein und dieses tolle Shooting zu machen. Aber freue mich mit Dir und über diese schönen Aufnahmen!!!
Liebe Grüße
EvelinWakri

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Ilka
am Montag, 18. Januar 2021 um 16:37 Uhr

Was für ein schöner Beitrag mit so tollen Fotos. Ich freue mich jedes mal.
Wenn es wieder geht, kann ich dir das Barbarini in Potsdam empfehlen. Habe bisher mehrere Ausstellungen dort gesehen und war immer begeistert.
Und wenn man erst mal verstanden hat, dass Kunst nicht immer “schön” sein muss, noch besser.
LG Ilka

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Susanne Ackstaller
am Mittwoch, 20. Januar 2021 um 20:22 Uhr
Potsdam steht auch ganz oben auf meiner Liste! Das Museum merke ich mir! Liebe Grüße!

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Sybille
am Freitag, 22. Januar 2021 um 14:31 Uhr

Liebe Susanne,

ich liebe den Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal. In diesem schönen abwechslungsreichen Wald stehen riesengroße Skulpturen und man kann sie sich in keiner schöneren Umgebung vorstellen. Und: Man ist an der frischen Luft ;-)

Viele Grüße und danke für den schönen Post mit den wunderbaren Fotos.

Sybille

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Astridka
am Samstag, 23. Januar 2021 um 11:25 Uhr

Wow! Dass das geht! Tolle Fotostrecke!
Und durch deinen Post habe ich die von kleinauf vertrauten Gemälde wiedergesehen, die mein Vater als großer Rubensverehrer ( und damals in M. stationiert ) mir in seinen Büchern gezeigt hat. Leider habe ich es bisher bei meinen Münchenbesuchen nicht in die Alte Pinakothek geschafft. Aber wichtiger ist mir sowieso das Lenbachhaus dort.

Wenn man einen großen Kunstverehrer als Vater hatte, ist man natürlich auch schon in sehr jungen Jahren im Museum gewesen und ich liebe sie alle hier in meiner Stadt.

Das erfuhr dann alles eine Steigerung, als ich in eine Kunstsammlerfamilie eingeheiratet habe. Die ist besonders verbunden der Museumsinsel Hombroich, die auch eines meiner Lieblingsmuseen ist. Gerne habe ich auch die Kunstsammlung NRW und das Museum Kunstpalast in der Nachbarstadt. Und der Louvre? OK. Aber in Paris gibt es so unzählig viele andere spannende zusätzlich.

Aber die Aufzählung soll für heute reichen!

Herzliche Grüße!
Astrid

 

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Susanne Ackstaller
am Samstag, 23. Januar 2021 um 11:31 Uhr
Danke, liebe Astrid, das klingt alles sehr spannend! Und klar gibt es in Paris viele andere Museen ... leider bin ich dort so selten, deshalb! :D Das Lenbachhaus mag ich auch!

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