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Wie ich lernte, Sport zu hassen.

Jedes Jahr dasselbe: Ich gehe mit sportlichen (im doppelten Sinn!) Neujahrsvorsätzen an den Start (dreimal wöchentlich ins Fitness-Studio, regelmäßig Schwimmen und Yoga und so weiter) und nach kurzer Zeit (wenn ich überhaupt damit anfange) bröckelt die Motivation und ich bin froh, wenn ich meinen Körper zumindest gelegentlich auf den heimischen Cross-Trainer bugsiert bekomme ... Und immer wieder frage ich mich dann: Warum fällt mir regelmäßiger Sport eigentlich so schwer (obwohl ich ja um seine positiven Effekte weiß!) und wieso habe ich an Bewegung so wenig Spaß (von Tanzen oder Waldspaziergängen abgesehen)? 

Als ich mich vor ein paar Tagen wieder auf das ungeliebte Fitness-Gerät im Keller quälte, fiel mir ein Beitrag ein, den ich zwar schon vor ein paar Jahren (für ein anderes, zwischenzeitlich eingestelltes Medium) geschrieben habe – aber an meiner Einschätzung hat sich seitdem nichts geändert. (Am Schulsport fürchte ich auch nicht.) Ich bin gespannt, was du dazu sagst!

„Es ist schon ein paar Jahre her, da ging die Petition einer schreibenden Kollegin durch die Presse: Es ging um die Abschaffung der Bundesjugendspiele. Während die einen dieses Unterfangen belächelten oder sogar verhöhnten, klatschten die anderen Beifall. Ich gehörte zu letzteren, denn auch ich hatte als Schülerin vor den Wettkampftagen Bauchgrimmen, fühlte mich danach wie eine elende Versagerin und gewann nicht eine einzige Siegerurkunde – in dreizehn Schuljahren. Ich ging also immer ohne Urkunde heim, jedes Schuljahr wieder, und das, obwohl ich mich wirklich anstrengte! Was für eine Schmach. 

Jede Sportstunde war eine Demütigung.

Aber es waren nicht die Bundesjugendspiele allein, die mich beängstigten und frustrierten. Nein, der ganze Schulsport, jede einzelne Stunde, war für mich eine Qual. Die Schultage mit Sportunterricht waren immer schwarze Tage. Ständig musste ich dort Sachen machen, die ich nicht konnte, die ich mich nicht traute, vor denen ich Angst hatte: Vorwärtsrollen auf dem Schwebebalken etwa, Felgaufschwung am Reck, Bockspringen oder Barrenturnen. Oder auch „nur“ Rad schlagen. Natürlich gab es auch Schülerinnen, die solche Übungen mit Leichtigkeit absolvierten – mir hingegen blieb nur das demütigende Gefühl eine sportliche Niete zu sein. 

Dieses Gefühl hat mich seitdem leider nicht verlassen. Da half es auch nichts, dass ich in der Kollegstufe Tanzen als Sport-Wahlfach belegte und mit 15 Punkten – und damit mit der Bestnote – abschloss. Nein, seit einer Schulzeit voller negativer Sport-Erfahrungen halte ich mich für eine Versagerin. Jemand, der einfach unsportlich ist und Bewegung grundsätzlich nicht „kann“. Im Grunde hat der Schulsport bei mir genau das Gegenteil von dem erreicht, was er wohl eigentlich sollte: Er hat mir jeglichen Spaß an Bewegung und Lust auf Sport genommen. 

Hat mich Schulsport zu einem unsportlichen Menschen gemacht?

Mit dieser Erfahrung bin ich leider nicht allein: Ganz viele Frauen (Männer möglicherweise auch) berichten von ähnlichen frustrierenden bis erniedrigenden Schulsport-Erlebnissen. Vielleicht ist das sogar mit ein Grund für den Bewegungsmangel in unserer heutigen Gesellschaft? Weil viele von uns nicht gelernt haben, Bewegung und Sport zu lieben – sondern lediglich Gerätturnen, Bundesjugendspiele und Co. zu hassen.“

Wie sind deine Erfahrung mit Schulsport? Yay oder nay? Und wie müsste Schulsport wohl aussehen, damit er Kindern wirklich Spaß an der Bewegung vermittelt?

***

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***

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Ich freue mich von Herzen über jede neue AbonnentIn! Und deshalb darfst du Texterella natürlich sehr sehr gerne weiterempfehlen!

7853 37 Texterella persönlich., 50+ Lifestyle, Column 12.02.2023   kolumne, sport, texterella persönlich

37 Kommentare

Gabi Z.
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 08:17 Uhr

Guten Morgen Susi,
Hast Du da über mich geschrieben? Schrecklich, jede Sportstunde war ich die Höflichkeit in Person und habe allen Mitschülern an den Geräten gerne den Vortritt gelassen. Gruselig nur daran zu denken.
Bin uch froh,  daß diese Zeit vorbei ist!  Wie könnte man es besser machen? Keine Ahnung.  Vielleicht ist es einfach so,  daß es für die “Unsportlichen” kein Entrinnen gibt und die Anderen Spaß haben?
Hab einen schönen Sonntag
Gabi

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Kerstin
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 08:25 Uhr

Ohjaaaaaaa!!!!!
Liebe Susanne, Du sprichst mir aus der Seele.
Schulsport, insbesondere Boden-und Geräteturnen habe ich gehasst und am Reck kam ich mir wie ein Mehlsack vor. Ein tolles Gefühl! Und dann noch ausgelacht zu werden. Horror pur.
Und ich war ja soo dankbar, als diese Zeit vorbei war. Weil ich mir nämlich ein stark schmerzendes Knie zugelegt habe. Das war zwar nicht diagnostizierbar, hat aber ausgereicht um ein Dauerattest zu bekommen, das mich vom Schulsport befreit hat.
Schulsport hat mir also nicht nur den Sport verleidet, sondern mich auch gelehrt, wie man simuliert.
Aus purer Notwehr.
Na danke!
Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
Kerstin

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Heike
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 08:45 Uhr

Liebe Susi,
Schulsport war auch nie meins, obwohl ich gar nicht so schlecht war. Aber der Kunst- und Musikunterricht war auch nicht so toll. In Musik war ich sogar richtig schlecht.
Aber zum Glück hat mir die Schule den Spaß an allen 3 Dingen nicht vermasselt. Andere Sportarten (Reiten, Skifahren, Tennis) und später sogar Joggen machen mir richtig Spaß. Alles ohne Leistungsdruck und vor allem mit sehr guter Anleitung. Keine Erwartung, dass man alles kann und Benotung für Talent. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich Bewegung auch für meine Ausgeglichenheit brauche, nicht nur um fit oder schlank zu bleiben. Für nich gibt es z.B. nichts besseres als das WE am Freutag nit einer tollen Reitstunde zu beginnen.
Liebe Grüße Heike
P.S. ...und Waldspaziergänge und Tanzen sind doch Sport!

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Cordula
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 08:51 Uhr

Liebe Susanne, hier ist ein nächstes Schulsport-Opfer. Mir wurde durch die wöchentlichen Turneinheiten auch der Gedanke eingepflanzt, ich sei unbeweglich und faul.

Erst nach einigen Jahrzehnten habe ich allen Ängsten und Glaubenssätzen zum Trotz die Entscheidung getroffen, Yogalehrerin zu werden. Für Frauen wie Dich und mich.
Für Ungelenkige, Eingerostete und mehrgewichtige Frauen.

Und es tut uns (meinen Schülerinnen und mir) sooo gut!

Alte Wunden können heilen.

Mit viel Zuwendung in Liebe.

Namaste, Cordula

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Rita Fahlbusch
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 08:54 Uhr

Hallo liebe Susi,
Du hast heute meine Geschichte aufgeschrieben… ich setzt noch eins drauf - nach zweimaligem Schulschwimmuntericht bin ich immer noch als Bleiente unterwegs!!. Ich steh dazu, lass die guten Vorsätze schon lange bleiben, bewege mich und tanze gerne schon beim Frühstück machen durch die Küche… und manchmal gehe ich auch in den Keller und radle ne Runde.
Mit herzlichen, ‚unsportlichen‘ Grüßen
wünsche ich einen schönen Sonntag
Rita

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Mia
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 08:56 Uhr

Guten Morgen liebe Susanne,
und guten Morgen Gabi und Kerstin, auch ich habe den Schulsport gehasst und ich war gertenschlank. An was lag es? Vielleicht weil ich eine Zehnkämpferin sein sollte? Gute Noten und Punkte in Geräte, Sprint, Weitsprung, Hochsprung, man musste alles können, als Ausgleich Volleyball, Handball und Fußball, aber nichts wurde einem richtig gezeigt…. Und es gab sie ja… Die, die perfekt grazil am Stufenbarren schwangen, aber ich war es nicht. Und als junger Mensch vergleichst du dich. Ich habe die Sportstunden selten gemocht. Heute besitze ich regelmäßig eine 10-Karte fürs Fitness-Studio die ich abarbeite, weil es gut für meine Gesundheit sein soll, aber sehr viel lieber gehe ich in meinem Tempo wandern, schwimmen oder einfach an der Elbe spazieren.
Ganz liebe Grüße, Mia

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Bettina
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:16 Uhr

Guten Morgen liebe Susanne,
Auch ich habe den Schulsport gehasst. Wir hatten ein paar Leistungsturnerinnen in der Klasse. Die waren immer die tollen Vorbilder am Reck und am Stufenbarren. Ich habe sie gehasst! Klar hatten die immer eine 1 im Sport und wir anderen mussten uns immer von der Lehrerin anhören, wie toll die das machen. Ich hatte einfach oft Angst vor diesen Geräten.
Ich finde, Sport sollte doch allen Spaß machen, ohne Leistungsdruck.
Vielleicht sollte es einfach keine Noten im Sport mehr geben und die Kinder sollten mehr raus in die Natur gehen, wenn es möglich ist.
Klar, bei einer Schule mitten in der Stadt funktioniert das nicht, aber ich bin sicher, die Kinder haben Spaß am Sport auch ohne Geräte. Es gibt doch Ballsportarten, Tänze, Yoga, Pilates und einiges mehr.
Ich weiß nicht, was heute so im Sportunterricht gemacht wird. Ich hoffe, dass unsere Erfahrungen von früher der Vergangenheit angehören!
Schönen Sonntag noch und liebe Grüße
Bettina

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Christiane Eifler
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:19 Uhr

Hallo Susanne, ich habe es gehasst. Konnte mich in deinem Artikel total wiederfinden. Aber als Erwachsene hab ich Möglichkeiten gefunden doch etwas Sport zu treiben, ganz ohne Leistungsdruck. Angefangen mit Aerobic in den 70ern, mach ich heute Yoga und Gymnastik in netter Gesellschaft. Ich walke gern mit meinem Hund und mein Mann und ich wandern sehr gern. Ich denke im Schulsport fehlt der Spaß. Wenn Jemand nicht sportlich ist und vielleicht auch die Figur nicht dem Ideal entspricht hat er schon verloren.
Liebe Grüße aus dem schönen Hessenland.

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Dunja
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:21 Uhr

Einen wunderschönen Guten Morgen,
the same here. Ich musste tatsächlich mal die Bundesjugendspiele alleine nachholen, weil ich mich gedrückt hatte. Die Menstruation war eine beliebte Ausrede. Und ich habe tatsächlich mal eine versetzungswirksame Fünf in Sport im Zeugnis bekommen. Die Sportlehrerin (Russlanddeutsche mit hellblauem Lidschatten bis unter die Augenbrauen) sprach auch stets ihr Bedauern darüber aus, dass sie keine Peitsche nutzen dürfe.
Nichts desto trotz bin ich letzte Woche während meines Urlaubs in Österreich 75 km in 5 Tagen gewandert und bin sowas von Stolz auf mich, während die Liebe Frau Breier wahrscheinlich nicht mehr unter uns weilt.
GLG Dunja

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Yvonne Cossmann
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:21 Uhr

Mir ging es auch so….. Wobei der Clou ist, dass ich heute mit 70 Jahren fitter bin als all die sportlichen Girls, die damals immer auf dem Stufenbarren geglaenzt haben…. Schulsport und gesunde Bewegung haben also nichts miteinander zu tun….

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Susanne
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:25 Uhr

Ich reihe mich da mal in die Liste der Vorschreiberinnen ein. Ich war und bin immer noch gelenkig, daran lag es nicht. Aber beim Geräteturnen war ich diejenige, die auf dem Bocj saß anstatt elegant drüber zu springen und dann gekonnt auf der Matte zu landen. Beim Hochklettern anm Seil war ich der nasse Sacke, die es nicht schaffte bis nach oben zu kommen.
Ich schließe mich an, wenn es darum geht Noten für Sport, Musik und Kunst abzuschaffen. Es sollte “bewertet” werden, ob sich jemand bemüht, Singen ist nicht jedem Menschen in die Wiege gelegt, Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Was mir jetzt aber auffällt beim Schulsport-Ärger unserer Generation ist, dass wir Schwierigkeiten haben uns aufzuraffen, jetzt wo es nötig ist. Nämlich Aufbau von Muskeln in der Lebensmitte. Ich habe jetzt Gott sei Dank etwas für mich gefunden was mir Spaß macht. Aber das hat lange gedauert. Ich bestärke meine Tochter auch darin ins Gym zu gehen und Kraftsport zu betreiben. Das ist für junge frauen total wichtig auch im Hinblick auf die Wechseljahre,

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Ilka
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:26 Uhr

Oha, wir sind ja wirklich viele. Ich war immer zu groß und zu dünn, hatte eine Brille und bin gelegentlich umgekippt. Und immer alles auf Drill und man sollte es einfach können. “Freizeit"sport gab es nur für die Leistungsträger. Sport auf Leistung finde ich noch immer doof. Sport mochte ich erst in der Ausbildung, da haben wir vor allem Volleyball gespielt. Und jetzt mag ich gerne spazierengehen (auch wirklich große Strecken in groben Schuhen), gelegentlich Schwimmen, Gymnastikgehampel und Tanzen. Wir müssen alle nur “unseres” finden. Und diese ewige Vergleicherei sollte aufhören.
Liebe Grüße + allen einen schönen Sonntag
Ilka

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Ute
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:41 Uhr

Das Schlimmste am Schulsport war und ist, dass Zeugnisnoten gegeben werden müssen, ebenso wie in Musik, Kunst und Religion! Dann müssen Leistungen bewertet werden bei Voraussetzungen wie im Bild, dass ein Elefant, ein Pinguin und ein Vogel auf einen Baum gelangen sollen.
Beim Schulsport hat sich immerhin die Auffassung durchgesetzt, dass die Kinder und Jugendlichen Freude an Bewegung haben sollen.
Und Bundesjugendspiele, das geht meiner Ansicht nach gar nicht, weil häufig beschämend vor allem für Mädchen.

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Christina
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:45 Uhr

Guten Morgen, auch für mich ist Schulsport ein rotes Tuch! Ich war immer die ungelenke, unsportliche Dicke, die zuletzt in Mannschaften gewählt wurde - manchmal sogar nichtmal gewählt, sondern als Rest “zugeteilt”. Meine Sportlehrerin war eine verkappte Olympiateilnehmerin, die ihre Noten nach dem Nasenfaktor vergab. Mitgliedschaft in einem Sportverein = bessere Note. Zusätzlich habe ich es immer als große Ungerechtigkeit empfunden, dass SchülerInnen anhand ihres Geburtsjahres bewertet wurden. Eine Mitschülerin bekam eine bessere Note als ich, obwohl sie 1:1 die gleiche Leistung gebracht hatte, aber 1 Monat jünger und somit nicht 1983, sondern 1984 geboren wurde. Ich habe also nie wertungsfreie Freude an Bewegung gelernt, sondern eher Demütigung und sich Vorführen lassen durch Lehrer. Ich würde mir die Abschaffung der Benotung wünschen und mehr Varianz in den Sportarten, die vermittelt werden. Bewegung als Ausgleich und für sich selbst, empfinde ich als sehr wichtig! Schönen Sonntag und viele Grüße, Christina

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Caro S.
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 09:58 Uhr

Bundesjugendspiele- schon das Wort ist bedrohlich. Aber beim Schulsport im Sommer war ich immer bei den Guten, bei den Ballspielen auch ( außer Volleyball), aber Horror war im Winter Geräteturnen und Boden. Nach einer KnieOP mit Schlittenendoprothese soll ich zum Muskelaufbau an Geräten in einer qualifizierten Einrichtung an Geräten trainieren….ein Alptraum,  nicht wegen der Übungen,  sondern wegen des Klientels dort. Hautenge Leggins in modernster Version, gestylt wie zum Ausgehen….nicht alle, aber viele. Und dann die schlecht motivierte Caro dazwischen in Jogginghose und T-Shirt. Komisch, dass ich danach immer noch weniger motiviert bin. Mein Professor sagt- aufhören, das kommt von alleine- ich glaub ich mag ihn :-)

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Irene Guevara
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 10:03 Uhr

Guten Morgen Susanne und alle anderen Schulsporttraumatisierten,

Winterbundesjugendspiele und Unterricht an Reck und Barren! Der reine Horror!
Alles ohne Spaß, ohne Motivation (vor allem seitens der Sportlehrer), ein einziger Frust. Ich werde nie verstehen, warum unsere Sportlehrer sich nicht für die “unsportlicheren” Schüler interessierten und wenigstens ein bißchen versuchten uns zu fördern, den Spaß am Sport zu vermitteln. Stattdessen wurden wir nicht beachtet, belächelt oder zu turnerischen Aktionen genötigt, die mangels Anleitung und Übung danebengehen mußten. “Felgaufschwung”...ich kann mich nicht entsinnen, den jemals hingekriegt zu haben.
Ich bin Jahrgang 1964, ein Landkind, aufgewachsen mit Horden von anderen Kindern im Neubauviertel des Ortes. Wir waren immer in Bewegung. Entweder mit dem Rad unterwegs, die nahen Wälder erkundend (Baum rauf, Baum runter) oder Völkerball spielend auf der Straße.
Mir geht’s wie dir Susanne. Ich hatte und habe kein Problem mit Bewegung, aber jegliche organisierte oder regelmäßige Form von Sport ist mir zuwider. Daran haben diese Erfahrungen garantiert ihren Anteil.
Liebe Grüße Irene

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Michaela
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 10:05 Uhr

Schönen Vormittag - wie habe ich Schulsport gehasst!!! Aber ich war die perfekte “Sicherung” beim Geräteturnen - zum “Sichern” hab ich mich immer sofort und freiwillig gemeldet. Besonders fies war, dass wir z.B. Völkerball mit einem Medizinball spielen mussten - wenn dich der trifft, tut es wirklich, wirklich weh. Dabei war ich eigentlich überhaupt nicht unsportlich - Nachmittage in der Tanzschule durchgetanzt, Radtouren mit Freundinnen gemacht, Schwimmen liebe ich noch heute und Wandern stand bei uns in der Familie regelmäßig am Programm. Aber “Sport” - bei uns war es “Turnen” - war ein Alptraum. Übrigens nicht nur für mich - sobald wir alt genug waren, um uns auch selbst ganz offiziell eine Entschuldigung schreiben zu dürfen, wurde Nachmittagsturnen regelmäßig abgeblasen, weil niemand gekommen ist….
Schönen Sonntag - bei mir mit ausgedehnten Spaziergängen, der Hund will bewegt sein - aber nie wieder mit Turnen!
GlG
Michaela

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Brigitte Adam
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 10:38 Uhr

Deine Einschätzung lässt sich auch auf den Musikunterricht übertragen. Diese unmusikalischen Einheiten mit Blockflöten und dem Vorsingen vor der Klasse könnte einem die Musik vermiesen; ebenso wie der unsportliche Sportunterricht, den wir damals erlebt haben.
Meine Liebe zur Musik als ambitionierte Sopranistin (ausgebildet, aber als Hobby zu betrachten) konnte mir dennoch keiner ausreden. Beim Sport war das anders: Ich war pummelig, unsportlich und hatte auch keine Lust. Heute ist das anders, aber ich brauche immer eine Verabredung. Entweder mit einer Freundin zu Laufen, zum Personal-Training. Was ich entdeckt habe ist Cross-Fit. Das ist eine sehr sympathische Community und auch wenn der Sport hart aussieht, er ist auf alles und jeden skalierbar.
Mir tut es gut, meinen Knochen und Muskeln auch. Ich möchte einfach stark und beweglich sein und bleiben.
Sei herzlich gegrüßt
Brigitte

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Nicole
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 10:47 Uhr

Schulsport war mein persönliches Armageddon. Sport ist keine Liebe geworden. Nie.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Kunst, Sport und Musik zwar unbedingt unterrichtet werden sollen, aber ohne Benotung. Denn für mich sind es Begabungsfächer.

Bei unseren Kindern gab es Teilnahmeurkunden- schon besser, aber auch abgestempelt.

Ich finde es ganz furchtbar, dass selbst in Sportvereinen, zu denen man freiwillig geht, nur auf Leistung geschaut wird.

Warum gibt’s nicht auch ‚Spassgruppen‘, wo Kinder/Menschen aus Spaß an der Freude teilnehmen können?
Manche Menschen sind nicht für (aggressiven) Wettbewerb gemacht- ich auch nicht.

Insofern bin ich bei dir. Und vielleicht müssen wir uns von dem Wort Sport und dem Vergleich lösen? Und einfach Freude an Bewegung (wozu tanzen und Waldspaziergänge definitiv gehören) entwickeln.
Ich bewundere jeden, der jeden Tag oder viel Sport macht, meins ist und wird es nicht.

Und meine ehemalige Gynäkologin hat mal zu mir gesagt: Sich zu quälen und keine Freude zu empfinden, ist für den Körper ungesund…

In diesem Sinne fröhliche Grüße
Nicole

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Claudia
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 11:01 Uhr
Hallo Nicole, solche "Spassgruppen" werden tatsächlich in manchen Vereinen angeboten; auch als Orientierung für Kinder. Sonst kann ich nur empfehlen, "selbst ist die Frau", einfach mit ein paar Freundinnen zusammentun und -selbstbestimmt- los. Wenn gewünscht, am Anfang mal eine Trainerin für ein paar Stunden dazu holen oder zusammen in einen Kurs gehen, um die richtige Technik zu lernen. Viele Grüße Claudia

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Claudia
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 10:50 Uhr

Guten Morgen,
wer war schon in allen Schulfächern gut. Ich war z.B. ein Crack in Sport aber eine totale Niete in Musik und habe mir da regelmäßig meine “vier” abgeholt. Im Musikunterricht war ich eben - für mich sonst untypisch -  seeehr ruhig. Was das mit Sportunterricht zu tun hat? Ganz einfach, dort kann man sich nicht einfach ruhig verhalten sondern muss sich präsentieren und fällt mit dem, was man nicht kann, für jeden sichtbar, auf. Sozusagen live und in Farbe. Das tut weh und sitzt tief. Hinzu kommt, dass viele Kinder/ Jugendliche in ihrer Freizeit eine Sportart betreiben und dann den anderen gewaltig überlegen sind. Ich habe deshalb Zweifel daran, dass der Schulsport jemanden zum Sporttreiben bringt. Eher sind die, die Sport als Hobby haben auch gut im Schulsport.

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Petra
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 11:35 Uhr

Guten Morgen zusammen,

auch ich finde mich in jedem Beitrag wieder. Der Schulsport war mein größter Alptraum. Als Schülerin hat mich das extrem schwer belastet und ich habe mich sehr unwohl mit dem linkischen unsportlichen Körper gefühlt. Auch Ballspiele waren mir als Brillenträgerin ein Graus. Sport habe ich später nur in wenigen Ausnahmefällen betrieben, aber sehr ungern. Nach einer Bandscheiben-OP und einer Reha mit viel Bewegung mache ich seit einem Jahr regelmäßig 2-3x pro Woche Muskel-/Krafttraining und Yoga. In einem tollen Fitnessstudio mit sehr gemischtem Publikum (Alte, Junge, Pumper, Anfänger, sportlich schlanke und übergewichtige, dazu behinderte und lädierte Menschen). Hier fühle ich mich endlich richtig und es tut mir unglaublich gut. Für diese schöne Erfahrung musste ich immerhin 50+ werden und ich hoffe, ich habe noch sehr lange Freude an der Bewegung. Es ist also nie zu spät! Schönen Sonntag euch allen!

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Henriette
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 11:46 Uhr

Hallo,
Ich habe auch Schulsport gehasst und bis heute habe ich den Glaubenssatz „ ich bin unsportlich, ich kann das nicht“. Ich bewege mich gerne, beim Bummeln kann ich locker 20.000 Schritte laufen… Trotzdem höre ich ständig, auch von Ärzten, ich muss SPORT machen. Ausreichend Alltagsbewegung reicht nicht… du bist schlecht.
Sport wird so komplett überbewertet. Viel wichtiger ist die Freude an der Bewegung, ohne Bewertung und Ziel.

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Annette
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 11:51 Uhr

Guten Morgen,
auch für mich war der Schulsport eine wöchentliche Demütigung - ich konnte das einfach nicht und zwar ALLES. Eine Bundesjugendspiel-Urkunde war unerreichbar.

Heute könnte ich nicht mehr auf Sport verzichten: Ich liebe Wandern, Langlaufen, Fitness - aber eben in meinem Tempo und ohne Leistung erbringen zu müssen.  Für diese Erkenntnis habe ich nach meinem Schulsport-Trauma aber lange gebraucht.

Vielleicht hilft ein Blick nach Norwegen, denn dort gibt es “Kindersportrechte”, die zB folgendes festlegen:
„Wenn in einer Sportveranstaltung Preise ausgeteilt werden, sollen alle teilnehmenden Kinder die gleichen Preise erhalten“.

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Karen von KAREN ON TOUR
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 11:54 Uhr

Guten Morgen an alle und mein aufrichtiges Bedauern dafür, dass ihr einen solchen Sportunterricht gehabt habt.
Ich war - oder bin? - Lehrerin für Deutsch und Sport gewesen und insofern wahrscheinlich Objekt eures Hasses.
Allerdings ist meine Sicht eine andere: Gleich vorweg: es wurde auch geturnt, wenn auch nur zu einem kleinen Teil. Beispielsweise Bodenturnen: Ich habe 3er, 4er oder 5er Gruppen eingeteilt, die hatten Zeit, sich eine gemeinsame Übung auszudenken mit ziemlich beliebigen Elementen, mit Musik, eben was sie konnten und machen wollten. Da waren sogar Akrobatikeinlagen dabei, aber auch Tanzschritte etc. Bewertungen? Ja, haben wir gemacht, gemeinsam, mit vielen Unterpunkten, die wichtig waren. Eigentlich fanden alle das ziemlich cool.
Es gab viele Spiele, mit Bällen, mit Schlägern, auch ohne. Es gab Tänze, es gab Aerobic nach Jane, es gab Fitness, es gab Orientierungsläufe und Geräteparacours. Ich könnte noch lange so weitermachen.
Schade, dass ihr so etwas entweder nicht angeboten bekommen habt (obwohl ich nicht die einzige war, die das so gemacht hat). Vielleicht habt ihr ja auch ein bisschen verdrängt, dass es auch gute Sachen gab. Susi, das Tanzen war doch z.B. genial, oder?
Ich hoffe, ich habe jetzt niemanden verärgert, und ich freue mich, dass ihr alle euren persönlichen Weg zur Bewegung gefunden habt. So etwas war immer mein Ziel: zeigen, was es alles gibt.
Einen schönen Sonntag für euch.
Liebe Grüße
Karen

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Sandra Hufnagel
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 11:58 Uhr

Liebe Susi,
22 Kommentare mittags um 11.49 Uhr!! Da hast du wohl wieder ins schwarze Getroffen. Ein Thema, das offensichtlich nicht nur dich und mich beschäftigt. Genauso geht und ging es mir. Und noch schlimmer. Auch meine Kinder empfanden Schulsport als ätzend. Ich dachte ja manchmal, es liegt an meiner etwas weiblicheren Körperfülle. Aber meine Tochter und mein Sohn sind beide mega schlank und fühlten sich vor jeder Schulsportstunde schon mal vorsichtshalber krank. Und das, obwohl meine Tochter Ballet tanzte, später HippHopp. Mein Sohn ein guter Fussballer und guter Tennisspieler ist. Na und ich selbst war im Skifahren, Tennis und Schwimmen immer recht gut. Sogar bei den Bundesjugendspielen ergatterte ich immer eine Siegerurkunde. Zumindest so lange ich daran teilnahm und nicht einfach blau machte. Es ist der Schulsport! Ganz sicher und er nimmt die Freude am Bewegen. Noch schlimmer finde ich übrigens den Schulschwimmsport!! In der 8. Klasse. Wer hat sich das bloß ausgedacht. In dieser Lebensphase kämpft jeder Jugendliche mehr oder weniger mit dem eigenen Körper. Wird erwachsen, bekommt die Periode. Und dann soll man schwimmen! Hach ich könnte endlos weiterschreiben und danke dir wie immer für deine Offenheit und Ehrlichkeit. Hab einen feien Sonntag. Deine Sandra

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Marion Mackaay
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 12:06 Uhr

13 Jahre lang Sportqualunterricht - das/die Letzte (sprichwörtlich).

Wohne jetzt schon über 30 Jahre lang in England mit (väterlicherseits) sehr sportlichen Kindern.

An englischen Schulen läuft der jährliche SPORTS DAY jetzt so: Wochen davor selektieren die Lehrer welcher Schüler 50 Meter rennt, wer Sack hüpft usw. Dann werden Schüler so gruppiert, daß jewwils gleichstarke/-schwache gegeneinander rennen.

Das hätte mir damals manche Demütigung erspart.
Schönen Sonntag an Alle, Marion

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Tina von Tinaspinkfriday
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 13:52 Uhr

Liebe Susi,
kürzlich hat sich meine Tochter Sarah( 29) bei mir bedankt, dass ich sie vom Sportunterricht befreit habe.
Ihr Hobby heute: Tanzsport und Yoga.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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Iris
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 14:29 Uhr

Liebe Susanne,
ich fühle mich plötzlich zurückversetzt in die 70-er Jahre und meine Schulzeit. Das ist keine schöne Erinnerung.
Sportunterricht war für mich immer ein Angstfach.
Ganz schlimm war Schwimmen und Geräteturnen.
Ich hatte eine extrem rauhe, harte und emotional kalte Sportlehrerin, die mich beim Felgaufschwung gepackt und regelrecht um den Stufenbarren geschleudert hat, dass ich blaue Flecken am Unterbauch hatte. Einfach nur schrecklich. Und das ist nur ein Beispiel.
Trotzdem möchte ich hier anmerken, dass auch ein Fach wie Mathe für manche Schüler ein totales Angstfach sein kann (Beispiel Dyskalkulie).
Ich würde mir wünschen, dass sich am gesamten Schulsystem etwas ändert. Denn JEDES KIND und JEDER MENSCH hat irgendwo sein Talent und es wäre schön, wenn es mehr Förderung dieser Talente gäbe und nicht ein breitgefächertes Reinpauken von Dingen die einem keinen Spaß machen und die man nicht kann.
Was natürlich eine ganz normale Grundbildung und Allgemeinbildung nicht ausschließen soll, bitte nicht falsch verstehen.
Aber ich finde es sollte viel mehr Wert auf “Stärken stärken” gelegt werden, damit aus Schülern selbstbewusste Menschen werden und keine gebrochenen Existenzen.
Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag, Iris

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Bettina Stahel
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 16:27 Uhr

Liebe susanne, gerätturnen war das einzige, dass ich gerne gemacht habe, ausser schlittschuhlaufen und schwimmen. Ich wurde dafür bei allen ballspielen immer als letzte in die gruppe gewählt. Ich hasse ballspiele, es ergab für mich einfach keinen sinn dem ball nachzurennen und es war mir auch egal ob man gewann oder nicht. Ich habe einfach angst vor bällen. Ich habe als teenager angefangen mit jazztanz und hiphop und darin war ich gut und es hat mir spass gemacht. Ich habe mich also immer genug bewegt. Nur leider war tanzen bei uns kein schulfach. Ich war froh als ich nicht mehr ins turnen musste. Tanzen tue ich immer noch gerne und ich mache zweimal die woche aquajogging. Das macht mir spass.

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Coco
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 17:50 Uhr

Liebe Mitleiderinnen!

Wow, wir sind ganz schön viele!

Ja es ist der Schulsport, der einem professionell, den Spass am Sport nimmt.

Besonders, irre Schwimmlehrer! Meine Tochter, die vorher begeistert geschwomnen ist, die Kopfüber ins Becken gesprungen ist, hatte plötzlich so Angst, dass sie nicht mehr in den Schwimmunterricht wollte!

Nach vielen Gesprächen und dem Versuch, einen Kompromiss mit der Schule zu finden, habe ich dem Sportlehrer erklärt, dass meine Tochter, den Schwimmunterricht nicht mehr besuchen werde. Und das ich das Kindswohl, gefährdet sehen würde. Zudem habe ich erklärt, ich wäre sehr offen, dafür, wenn die Schule uns verklagen wolle!

Hat sich keiner getraut!

Ich hatte damals keinen Schutz! Meine Kinder schon!

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Coco
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 17:51 Uhr

Liebe Mitleiderinnen!

Wow, wir sind ganz schön viele!

Ja es ist der Schulsport, der einem professionell, den Spass am Sport nimmt.

Besonders, irre Schwimmlehrer! Meine Tochter, die vorher begeistert geschwomnen ist, die Kopfüber ins Becken gesprungen ist, hatte plötzlich so Angst, dass sie nicht mehr in den Schwimmunterricht wollte!

Nach vielen Gesprächen und dem Versuch, einen Kompromiss mit der Schule zu finden, habe ich dem Sportlehrer erklärt, dass meine Tochter, den Schwimmunterricht nicht mehr besuchen werde. Und das ich das Kindswohl, gefährdet sehen würde. Zudem habe ich erklärt, ich wäre sehr offen, dafür, wenn die Schule uns verklagen wolle!

Hat sich keiner getraut!
Ich hatte damals keinen Schutz! Meine Kinder schon!

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Gudrun
am Sonntag, 12. Februar 2023 um 23:19 Uhr

War ganz schrecklich. Meist stand dann eine 4 auf dem Zeugnis. Nicht nur Geräte turnen, auch den 100 Meterlauf und Kugelstoßen mochte ich nicht. Es waren immer die vier gleichen welche die Medaillen und Urkunden bekamen. Jetzt im Rückblick ist das irrelevant. Mein Leben war und ist meist wunderbar. Und Bewegung in Form von Wandern, schwimmen und Rad fahren mag ich sogar. Sport dürfte in der Schule nicht bewertet werden. Ganz furchtbar fand ich das wählen von Mitschülern in eine Mannschaft, demütigen für die, die eigentlich keiner wollte.

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Christine
am Montag, 13. Februar 2023 um 10:25 Uhr

Danke für Deinen Beitrag, doch ich bin ganz und gar anderer Meinung und die basiert auf meiner schulischen Erfahrung. Sport (und Musik und Kunst) waren die Fächer, die mich über die Schulzeit gerettet haben, denn (nur) dort hatte ich viel Spaß und die großen Erfolgs- und Glückserlebnisse. Ich wurde immer als erste in die Mannschaft gewählt, wohingegen ich in anderen Fächern dauergestresst zusehen musste, dass die ich die schlechten Zensuren irgendwie ausgeglichen bekomme. Ich hatte meine Qualen mit Fächern, die nicht nur einmal die Woche auf dem Stundenplan standen: Latein & Co. - Bauchgrimmen war hier das geringste. Und mir bleibt bis heute oft das demütigende Gefühl, eine intellektuelle Niete zu sein. Jeder Spaß am Lernen, jede Leichtigkeit bei dem Versuch, in einer Nicht-Mutter-Sprache zu kommunizieren, ist noch immer von dieser Scham überschattet. Abschließend gebe ich dennoch zu, über die Jahre faul geworden zu sein und sehr gut ohne Sport leben zu können.

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Kalliope
am Montag, 13. Februar 2023 um 11:25 Uhr

Da hast Du was angeregt: Gleich steigt mir der Mief aus Bohnerwachs, Turnmatten und Umkleideraum in die Nase.
Das Gefühl des traurigtrotzigen Standhaltens, wenn ich wieder mal beim Völkerball als letzte gewählt oder gegen Murren zugeordnet worden war.
Dann die Erinnerung an die viel zu früh an Multipler Sklerose verstorbene Mitschülerin, die sich, immer langsamer und kraftloser werdend, durch die endlose Schwimmbahn quälte, schließlich wurde die Zeit gemessen…
Ob das bereits erste Anzeichen der späteren Erkrankung waren?
Ob die damals erzwungene totale Erschöpfung der Krankheit Vorschub leistete?

Schulsport darf nicht mehr Bewertung als Bewegung beinhalten!

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Birgit
am Donnerstag, 01. Juni 2023 um 21:52 Uhr

Liebe Susanne, liebe alle,
ich schreibe eigentlich nie einen Kommentar zu einem Blogpost, aber jetzt muss es sein. Du sprichst mir aus der Seele. Der Sportunterricht war grausam, Geräteturnen eine ganz besondere Qual (ich hatte Angst… Angst vor dem Schwebebalken, Angst vor dem Reck, Angst vor dem Kasten, seit ich es tatsächlich geschafft hatte, ihn beinahe umzuwerfen, Angst vor allem). Und die Bundesjugendspiele der Albtraum schlechthin.
Das wirklich Schlimme an der Sache war, dass mich diese Erfahrungen dann dazu verleitet haben, jahrelang Sport voll und ganz zu ignorieren. D.h. der qualvolle Schulsport wurde somit zum Gesundheitsrisiko.
Seit Anfang 40, nun älter und ein bisschen weiser, versuche ich mich aus Gesundheitsgründen am Laufen, Walken, Fahrradfahren und gelegentlichem Krafttraining - man beachte, alles keine Mannschaftssportarten (da würde ich ja wieder als Letzte aufgerufen werden). Und es fällt schwer. Nach mehr als 30 Jahren Abstinenz auch kein Wunder. Schuld daran sind meine Sportlehrerinnen, eine furchtbarer als die andere.
Danke für diesen genialen Post!

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Beckers
am Mittwoch, 14. Februar 2024 um 09:21 Uhr

Da man nicht wissen kann, wer von dem Lehrpersonal auch pädophile Neigungen verbirgt, sollte schon darum unterbunden werden, dass sich Kinder und Jugendliche in Schulen und Sporthallen aus- und umziehen oder. Sogar in Sammelduschen duschen müssen. Davon abgesehen haben nur Sportlehrer*innen was vom Sportunterricht, weil dies eben das Fach ist, in dem sie unterrichten wollen. Die meisten Schüler*innen wurden sicherlich lieber keinen Sportunterricht mehr mitmachen müssen.. Auch diese Sommersportfeste und Bundesjugendspiele, mit der Urkundenverleihung (Ehrenurkunde u.s.w.) sind vollkommen überflüssig. In der Schule meiner ältesten Tochter mussten früher dabei einmal zig Krankenwagen anrücken, weil der Rektor das Sportfest nicht absagen wollte und die Kids bei brütender Hitze rumlaufen sollten. Etliche haben dabei Kreislaufzusammenbrüche erlitten und mussten medizinisch versorgt werden (Kreis Aachen). Sporterziehung sollte genau wie Ernährung und sämtlich anderes, Angelegenheit der Eltern sein.

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