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Spontan nach Paris: Warum das immer eine gute Idee ist!

Es müssen nicht immer von langer Hand geplante Reisen sein. Warum nicht einmal einfach zum Bahnhof fahren und in den nächsten Zug steigen … zum Beispiel in einen Zug nach Paris. Von München aus ist diese Stadt in nur wenigen Stunden erreichbar. Einmal in Strasbourg umsteigen, und schon ist man da, steigt am Gare de l‘Est aus und läuft an Straßencafés, Blumenläden und Vintagestores oder an Boutiquen vorbei. Die Luft riecht nach Kirschblüten, frischem Baguette und Abenteuer. 

 

Mein Hotel ist ein bisschen plüschig und dunkelrot möbliert, was ehrlicherweise zur Gegend passt. Das Moulin Rouge ist nicht weit, und die Metrostation Pigalle gleich ums Eck. Ja, das Stadtviertel könnte vielleicht besser sein, aber der Ort erinnert mich an unvergessliche (und ein bisschen irreale) Septembertage, die nur mir und der Fashion Week gehörten. Wie damals kann ich aus meinem Zimmer über die Dächer der Stadt schauen – der Blick entschädigt mich für das winzige Bad und die noch kleinere Dusche. Hoffentlich ist wenigstens der Wasserdruck höher als damals! 

Montmartre liegt nur einen Katzensprung entfernt, einmal die Straße überqueren und schon geht es die Stufen hoch, vorbei an dem Karussell, das auch schon beim letzten Besuch zu einer nostalgischen Fahrt einlud, bis hin zu Sacre Coeur. Der Blick geht in die Ferne, zum Eiffelturm. Die Dächer schimmern im Abendrot. Klingt kitschig, und das ist es auch – aber in Paris ist selbst Kitsch schön.

 

Inzwischen bin ich hungrig geworden. Ob es das kleine Restaurant noch gibt, in dem ich während meines Fashion Week-Aufenthalts mehrmals gegessen hatte? Ich google nicht, sondern mache mich einfach auf den Weg. Ob die Richtung stimmt? Egal. Ich setze mich in ein kleines Bistro, über dem eine Kastanie blüht. Das Restaurant von damals kann ich auch morgen noch suchen. Zum Essen trinke ich ein Glas Rosé, und frage mich, warum Essen in Paris einfach immer so viel mehr ist als schlichte Nahrungsaufnahme. 

Draußen schlendern junge und auch ältere Frauen vorbei, chic gekleidet, genauso, wie man es sich in Deutschland immer vorstellt: lässig, aber mit dieser unaufgeregten Eleganz, die wohl nur die Pariserinnen können. In Gedanken gehe ich die Kleidungsstücke in meinem Köfferchen durch und bereue, dass ich mich nach der Fahrt nicht umgezogen habe, sondern in Jeans und Pulli losgestiefelt bin (und sicherlich wie eine Touristin aussehe – und das in Paris, Himmel!). Aber morgen ist ja auch noch ein Tag um (fast so) chic wie die Pariserinnen unterwegs zu sein.

Ich seufze, während mir der Rosé ein wenig zu Kopf steigt. Wie gerne würde ich einmal ein paar Wochen hier in Paris leben. Ein kleines Appartement mieten mit französischem Balkon, Parkett und hohen Stuckdecken … sicherlich unbezahlbar, aber träumen wird man ja noch dürfen. Vielleicht würde ich dann endlich meinen Roman über Daisy fertigschreiben, zu dem mich tatsächlich immer wieder Nachfragen erreichen (ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich das (be)rührt).  

Vielleicht ist genau das das Geheimnis von Paris: dass diese Stadt nicht einfach nur schön ist, sondern etwas in einem zum Klingen bringt und einen inspiriert. Vielleicht macht sie einen sogar mutiger. Mutig genug, Träume nicht länger aufzuschieben. Vielleicht werde ich niemals in einem Pariser Altbau mit Stuckdecken wohnen und vielleicht werde ich auch Daisy nicht in Paris, sondern zuhause am Schreibtisch zu Ende erzählen. Aber allein schon die Idee von Paris macht mir Lust, mich wieder an den Schreibtisch zu setzen und weiterzuschreiben. Und von meinem Romandebut nicht nur weiter zu träumen, sondern diesen Traum auch wahr zu machen. 

Bist du schon einmal ganz spontan verreist? 

PS: Diese Reise hat übrigens nicht in diesem Frühling stattgefunden – aber als ich mit Martina diese (wie ich finde) sehr pariserischen Fotos gemacht habe, fiel sie mir wieder ein … und ich habe mich ein bisschen dorthin geträumt, nach Paris, in diese Stadt, die mich so sehnsüchtig macht. 

Modefotos: Martina Klein

Paris-Fotos: Susanne Ackstaller

Look:

Satinrock: Uniqlo. Gibt es auch in einem sagenhaften Blau und auch in einer sehr schönen Leinenvariante

Hemd: H&M. Das Oversize-Hemd ist schon alt. Aber das hier wäre vielleicht eine Alternative (zum Satin stelle ich mir den Materialmix sehr cool vor). Oder dieses hier.

Stiefel: ECCO (leider nicht mehr erhältlich, aber diese hier sind sehr ähnlich. Oder einfach weiße Sneaker!)

Tasche:  Sézane (nicht ganz das Original, aber doch sehr ähnlich … Aus Bast finde ich sie übrigens auch sehr bezaubernd.)

Halskette: Bonprix

→ Mehr Mode gibt es wie immer hier und da.

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