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* Ruth Frobeen ist einer der kreativsten Menschen, die ich kenne. Neben ihrem Job als Übesetzerin und Texterin schreibt sie auch Märchen – für Pärchen und für Adventskalender. Und seit einiger Zeit fotografiert sie auch. Und zwar wie eine Göttin. Seit neuestem gibt es nun auch ein Blog zu diesen wunderbaren Fotos: Alltagspoesie. Nomen est omen. (Und: Ruhe bitte!)


Biene findet einen Schatz. Alltagspoesie von Ruth Frobeen.
Biene findet einen Schatz. Alltagspoesie von Ruth Frobeen.


* In eigener Sache, und gleich das gleich zweimal: Texterella hat bei den Kommentaren eine Antwortfunktion, hurra! – und ich eine frisch gerelaunchte Texter-Website: www.textelle.de. textelle.de ist meine älteste Website: Bereits seit 2001 (!) online und bis letzte Woche im selben Gewand, das nach 13 Jahren doch ein wenig sehr abgeschabt war. Aber nun ist alles neu. Ich liebe sie! (Gerne weitersagen – oder mich buchen! :-))

* Wer bislang noch nicht glauben wollte, dass Bloggen als Business funktioniert, der sollte mal hier reinlesen: Chiara Ferragni aka The Blonde Salad verdient im Jahr schlappe 6 Millionen Euro. Mit ihrem Blog. Wow. Ganz erschließt sich mir der Reiz dieses Blogs zwar nicht – aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

* Und sonst? Wird es auf texterella an jedem Adventswochenende eine Adventsverlosung geben! Mit richtigen tollen Produkten von richtig tollen Marken! Guckt am Samstag/Sonntag also unbedingt rein!

 
Susanne Ackstaller, Montag, 24. November 2014, 11:25 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 212 | Kategorie: Meinungen, Kurznachrichten, | Tags: the blonde saladtextelle.deruth frobeenchiara ferragnialltagspoesie
 

Es gibt Menschen, die machen einfach gute Laune. Ohne dass man auch nur ein Wort mit ihnen spricht. Nic Hildebrandt ist einer davon. Sind es ihre roten Haare? Die Sommersprossen? Überhaupt ihre Farbigkeit? Vielleicht der Hauch von Pippi Langstrumpf, den sie an sich hat? Ich weiß nicht, warum es so ist. Ich weiß nur, dass es so ist. Ja, Nic ist ein „bunter“ Mensch, und damit meine ich nicht nur ihre Klamotten, die sie zum Teil selbst entwirft und schneidert.

Dabei hatte alles recht nüchtern-wissenschaftlich begonnen: mit einer Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin. „Nach dem Abitur konnte ich mich nicht zwischen meinen zwei Leidenschaften – der Kreativität und der Biologie – entscheiden. Und habe dann mit der BTA-Ausbildung den vermeintlich sichereren Weg gewählt.“

Dann kam 2006 und alles wurde anders. Denn 2006 gründete Nic ihren Blog Luzia Pimpinella, der heute zu den größten DIY-, Reise- und Lifestyle-Blogs im deutschsprachigen Raum gehört – und ihr Leben nachhaltig veränderte. Ging es darin früher, als ihre Tochter noch kleiner war, eher um Näh- und Stick-Tutorials, so deckt Nic heute viele unterschiedliche Themen im Lifestyle-Bereich ab. Eines ihrer liebsten ist zweifellos das Reisen, das sie mit ihrer speziellen, intensiven Art zu fotografieren, für ihre Leser miterlebbar macht. Und auch hier: Luzia Pimpinella gucken und lesen macht einfach gute Laune. (Vor zwei Jahren habe ich übrigens schon mal über Luzia Pimpinella geschrieben.)



Nic Hildebrandt, 44.


„Das Bloggen und die Kooperationen, die im Laufe der Zeit daraus entstanden sind, haben dazu geführt, dass ich heute selbstständig, unabhängig und kreativ arbeite – unter anderem auch als freie Textil-Designerin“, sagt Nic. Ich find’s einfach nur großartig und freue mich außerdem sehr, dass sie sich Zeit für Texterella genommen hat!


Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert? 

Unverkrampft. Ich verfolge keinen speziellen Stil und und liebe Veränderung. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur wankelmütig und leicht beeinflussbar durch Trends, haha! Erlaubt ist, was gefällt und was zu meinem Typ passt. Ich schaffe es nicht, da über viele Jahre lang konsequent zu sein. Mal mag ich es sehr bunt, wie zum Beispiel zu den Zeiten, in denen ich noch häufig meiner Kleidung selbst genäht habe. Mal habe ich eine eher monochrome Phase, wie auch gerade jetzt wieder einmal.


 
Bunt und selbstgenäht! (2010)


Natürlich hat sich meine Einstellung zur Mode gerade in den letzten Jahren allein durch mein Alter geändert. Ich finde, manche Klamotten sind an Frauen über 40 einfach ein generelles “No-go”. Kleidung, die eigentlich für Teenager gedacht ist, sollte man dann doch lieber hängenlassen, auch wenn sie manchmal gefällt. Ich persönlich finde es schrecklich, wenn man Frauen ansieht, dass sie mit dem Älterwerden kämpfen und krampfhaft jugendlich wirken wollen. Ich hoffe sehr, ich bekomme das besser hin! ;)


Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert – und warum?

Ich würde meinen Stil als “casual” bezeichnen. In sehr damenhafter Kleidung fühle ich mich verkleidet und Highheels habe ich mir schon vor vielen Jahren abgewöhnt. Ich mag lässige Looks mit Jeans, Shirt und Pulli, in denen man ganz bequem den Tag übersteht und trotzdem nicht schluffig aussieht. Eigentlich ganz simpel, aber auch hier pflege ich ein bisschen meine Liebe zum Detail: coole Schnitte, Gürtel mit Hingucker-Effekt, einzelne Statement-Schmuckstücke, Mützen, Handtaschen und ausgefallene Schuhe mag ich. Schuhe sind überhaupt mein größtes Laster!



Das Laster: ausgefallene Schuhe! (2013)


Hattest du modische Vorbilder? Personen oder Persönlichkeiten, die deinen Stil geprägt haben – oder eine modische Ära?

Nein, da mir fällt keine ein. Ich bin nicht so der Idol-Typ, ich hatte nicht einmal eine echte Lieblingsband als Teenager. Wahrscheinlich bin ich eben einfach zu inkonsequent, um einer einzigen Stilikone nachzueifern. Zur Zeit lasse ich mich für diese Herbst/Winter-Saison viel bei Pinterest inspirieren und sammele Lieblingslooks auf diesem Board.



Im 70er-Jahre-Look. (2007)


Abgesehen davon, dass ich mich schon meist von aktuellen Trends beeinflussen lasse, bin ich ein echter Fan der 70-er. Mode, Möbel und Schmuck im Seventies-Look brint mich immer zum lächeln, weil ich in dieser Zeit aufgewachsen bin.

Eine absolute Inspiration für mich ist aber dann doch die unnachahmliche Iris Apfel. Nicht unbedingt wegen ihres eigenen Modestils, der wäre nicht wirklich meins, aber wegen ihrer selbstbewussten Einstellung zu Mode und zum Leben generell. Diese Frau ist Energie pur. Beneidenswert.


Hast oder hattest du ein Lieblingskleidungsstück?

Ich habe ständig neue Lieblingskleidungsstücke. Ihr wisst ja mittlerweile ... das ist das Wankelmut-Ding! Was Kleider-Lieblinge angeht, bin ich eben nicht gerade treu. Ich hatte mal einen Lieblingsmantel, als ich 15 Jahre alt war. Der war aus Webbpelz, pink mit Leoparden-Flecken und Schulterpolstern. Wie gut, dass es davon kein Foto gibt!



Von Muttern ererbt: Jumpsuit aus den 70ern (auf einer James-Bond-Mottoparty, 2000)


Es gibt da allerdings ein Kleidungsstück, dass sich schon in der zweiten Generation hartnäckig in meinem Kleiderschrank hält. Es ist ein schwarzer Neckholder-Jumpsuit meiner Mom aus dem 70ern. Die Hosenbeine haben einen so enormen Schlag, dass es auf den ersten Blick wie ein Abendkleid aussieht. Meine Mutter hat darin schon den Dancefloor gerockt und auch ich habe ihn schon zu diversen Anlässen getragen. Wie zum Bespiel auf Hochzeiten und auch auf einer James-Bond-Party, von der dieses Foto stammt.


Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun? 

Ich bin lockerer und nachsichtiger mit meinem eigenen Körper geworden. Wenn man nicht gerade in L.A. wohnt und einen Schönheitschirugen als Ehemann hat, dann ist es besser, man freundet sich beizeiten mit Falten, Dellen und schlaffer werdender Haut an. Ich glaube, dass eine jugendliche Ausstrahlung mehr von innen kommt als von einem faltenfreien Gesicht.



Süße, sommersprossige 16! (1986)


Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Ich bin vor allem kosmetik-faul! Natürlich habe ich ein paar Produkte, die ich tagtäglich verwende, aber meine Badezimmerschränke stehen nicht voller Tiegelchen und Tübchen. Wenn du so willst, bin ich also eher der Wasser-und Seife-Typ. Ich misstraue generell fast allen Versprechungen der Kosmetikindustrie und bin nicht wirklich bereit, für vermeintliche Wunderwirkungen viel Geld auszugeben. Vielleicht verspiele ich damit die Chance, ein klitzekleines bisschen jünger und knitterfreier auszusehen, aber ... no risk, no fun!



Nic liebt reisen! Hier: Urlaub auf Barbados! (2005)


Du bist auf Reisen und hast deine Waschbeutel vergessen. Zahnpasta und Seife gibt es im Hotel. Auf welche drei Kosmetikprodukte kannst du keinesfalls verzichten und kaufst sie sofort ein?

Unverzichtbar ist für mich mein Concealer Touche Éclat von Yves Saint Laurent. Ich bin ein Fan der ersten Stunde und seit dem nie ohne. Der Stift ist übrigens tatsächlich die einzige “teurere” Alltagskosmetik  in meinem Schminktäschchen. Ansonsten bin ich auch da sehr wenig krüsch (Anmerkung: “heikel”). Oft benutze ist dekorative Kosmetik so lange, bis es das Produkt nicht einmal mehr gibt, weil es aus inzwischen dem Programm genommen wurde. Neulich habe zum Beispiel den letzten Rest eines Lidschattens weggeworfen, den ich für mein Hochzeits-Make-Up angeschafft hatte. Das ist 14 Jahre her. Ich denke, das sagt alles. Aber ich schweife ab ... 
 


Auf den Malediven (1998)


Außerdem müsste noch eine Wimperntusche her und eine Sonnenlotion mit hohen Lichtschutzfaktor für meine empfindliche, sommersprossige Haut. Vorlieben für spezielle Marken habe ich da nicht. Eigentlich bräuchte ich auch noch ganz dringend eine Haarspülung für meine fisseligen Haare, die sehr schnell unkämmbar sind. Aber ich darf ja nur drei Dinge einkaufen.


Wenn du dir ein (noch nicht existierendes) Produkt von der Kosmetikbranche wünschen dürftest: Welches wäre das?

Eine Creme für die sonnenärmeren Monate, die meine Sommersprossen über Nacht wie im Sommer sprießen lässt. Als kleines Mädchen habe ich meine Sommersprossen gehasst. Als junge Erwachsene habe ich sie dann lieben gelernt. “A touch of eternal childhood” hat sie ein Freund mal genannt. Das ist wohl, was ich daran mag. Sie machen einen automatisch ein bisschen jünger und lassen ein Gesicht nicht zu ernst aussehen.



Noch mehr Reisen: USA! (2007)


Hast du ein Schönheitsgeheimnis?

Ach, herrje! Nee! Was Schönheitsroutinen und Pflegerituale angeht bin ich schrecklich faul! Ich schaffe es nicht einmal, mich nach dem Duschen mit Bodylotion einzucremen, obwohl meine Haut das bitter nötig hätte. Ich bin absolut kein Badezimmertyp. Ich bin froh, wenn ich das ganze unvermeidliche Kosmetikgedöns am Morgen und Abend so schnell wie möglich hinter mich gebracht habe. Wenn ich ein Schönheitsgeheimnis habe, dann ist das wohl eher: wenn möglich, ausschlafen!


Was würdest du in Sachen Schönheit gerne mal ausprobieren?

Ich hattein den 90-ern einen Kurzhaarschnitt, den man heute sicherlich ganz cool einen Pixie-Cut nennen würde. Im Moment denke ich darüber nach, mir die Haare mal wieder abschneiden zu lassen und kurz zu tragen. Meine langen Haare langweilen mich zur Zeit sehr. Aber so ganz schlüssig bin ich noch nicht. Es ist ja auch eine Kostenfrage, wenn man alle drei Wochen zum Friseur muss, um akkurat auszusehen. Mal sehen.



Pixie-Schnitt mit Mitte 20. (1994)


Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

Alles wird gut!


Danke, liebe Nic, fürs Dabeisein! Ich hatte leider nie Sommersprossen und hätte so gerne welche gehabt! Als Teenager habe ich sogar versucht, sie mit Zitronensaft und Sonnenbaden herbeizuzüchten ... :-D

***
Mehr spannende Interviews mit spannenden Frauen jenseits der 40 gibt es übrigens hinter diesem Klick.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 24. November 2014, 06:00 Uhr
Kommentare: 10 | Aufrufe: 3058 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews, | Tags: nic hildebrandtmontagsinterviewmodeluzia pimpinellakosmetikinterviewfrauen ab 40fashiondiybeautyanti-agingälterwerden
 

Mich hat es dieses Wochenende – das erste Mal in 48 Jahren – nach Meran verschlagen. Gott sei dank! Denn sonst hätte ich wirklich ein ganz großes Wochenend-Wow verpasst. Und du auch.

Und weil es so schön ist, werde ich auf jeden Fall noch mehr erzählen ... aber jetzt gerade komme ich vor lauter Erleben und Gucken und Genießen gar nicht dazu. Ich hole es aber nach, versprochen!

Für heute müssen ein paar Impressiönchen reichen ...



Guten Morgen, Meran! (von der Dachterrasse unseres Zimmers im ImperialArt aus gesehen)



Die Passer. Doch, die Farben sind echt. Ich schwöre.

 


Meran-Selife, gegen die Strahlesonne anblinzelnd. (Fast wäre ich erblindet!! :.))

 


Originalblauer Meran-Himmel.

 


Die Laubengasse. Nomen est Omen. (Ein wenig fühlt man sich hier immer wie auf der Toblerone-Packung.)

 


Abendspaziergang auf dem Tappeinerweg. Unfassbar schön.

 


Der Blick auf Meran und Sankt Nikolaus. Sagte ich schon, dass es hier unfassbar schön ist?

 


Auf dem Sissi-Weg. :-) Doch wirklich, so heißt er! Unfassbar schön. Achja, das wisst ihr ja schon.

 


Noch schnell im Jacuzzi entspannen (ja, auf dem Dach des ImperialArt!), bevor es zum Abendessen geht. (Note to myself: Fußnägel lackieren!!)


Kurz gesagt ist es hier also unfassbar schön. Eigentlich müsstet ihr sofort auf den Weg machen. Ja, wirklich! :-)

***

Danke, liebes ImperialArt für die Einladung nach Meran und in das zauberhafte Hotel mit dem wunderbarsten Blick ever!

 

 
Susanne Ackstaller, Samstag, 22. November 2014, 19:32 Uhr
Kommentare: 6 | Aufrufe: 294 | Kategorie: Lifestyle, Reisen,
 

Wer auf Frostbeulen steht, darf sich auf diesen Winter besonders freuen. Denn in dieser Saison schicken uns die Designer mit ungefütterten Overknees zum zugigen Minirock auf die Straße. Pretty Woman lässt grüßen. Während sich Sittenwächter wegen der überkniehohen Stiefel nun um die Moral in den Fußgängerzonen und auf den Weihnachtsmärkten sorgen, freut sich die Pharmabranche auf steigenden Blasenteeabsatz. Nun, wenigstens den Männern dürfte angesichts dieses Modetrends hübsch warm werden.



Wem dieser Look zu ... sagen wir mal ... zu „pretty“ ist, für den gibt es auch eine entschärfte Variante: Einige Modehäuser haben „überm Knie“ nämlich neu definiert und lassen die Overknees unterhalb der Kniescheibe enden. Was zwar nicht logisch ist – aber gut fürs Business. Apropos Geschäft: Billig würde ich die Overknees nicht gerade nennen. Bei Net-A-Porter habe ich diverse Modelle gesehen, für die frau locker einen halben Monat anscha ... pardon, arbeiten muss. Ohnehin hat sich seit Julia Roberts und Richard Gere einiges geändert: Statt gelackt und hochhackig kommen die Overknees 2014 gerne in edlem Wildleder und flach daher – womit der Reeperbahn-Look auch für höhere Töchter aus Blankenese tragbar wird. Auch sonst lassen die Designer nichts unversucht, um den verrufenen Stiefeln neue Zielgruppen zu erschließen: Versace will uns mit feinstem, besticktem Velourleder verführen, Valentino lockt mit cognacfarbenen Musketierstiefeln. Und für Prinzessin-Leia-Fans hat Dolce & Gabbana sogar ein ziemlich spaciges Modell im Star-Wars-Stil kreiiert.

Bleibt noch ein letztes Rätsel: Wie kommt man in diese meterlangen Stiefel eigentlich rein? Und – noch wichtiger – elegant wieder raus? Für den Fall, dass kein Richard Gere zur Stelle ist, kann frau ja auf den guten alten Stiefelknecht zurückgreifen. Oder bleibt bei den klassisch eleganten Lederstiefeln. Mit praktischem Reißverschluss.

(Die Kolumne erschien heute in der Print- und in der Online-Ausgabe der WELT Kompakt.)

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 21. November 2014, 08:11 Uhr
Kommentare: 5 | Aufrufe: 198 | Kategorie: Mode, Schuhe , Meinungen, Modekolumne, | Tags: stiefelpretty womanoverkneesover the kneesmodekolumnekolumne
 

Keine Frau spricht gerne darüber. Ich auch nicht. Ehrlich gesagt denke ich noch nicht mal gerne darüber nach. Noch nicht mal, wenn ich ganz alleine bin und niemand meine Gedanken hört.

Die Wechseljahre also. Ab 40 hängt das Thema schon ein bisschen wie das Damoklesschwert über uns. Noch aber haben wir ein paar Jahre – bis alles aus ist. Ende 40, da geht dann es bergab: mit den Hormonen, mit der Fruchtbarkeit sowieso, mit Schönheit, mit der Figur. Mit dem Begehrt werden. Dann sind wir wirklich alte Frauen, ausgetrocknet, faltig, grau. Unsichtbar. Bald werden wir beige Jacken tragen und zu Seniorennachmittagen gehen.

Natürlich ist das übertrieben. Aber ein wenig fühlt es sich so an. Für mich zumindest.



Auf in den Herbst des Lebens?!!


Irgendwann, schon vor Jahren, war da das erste Hexenhaar am Kinn. Dann machte sich meine Taille davon und verwandelte sich langsam aber sicher in eine WW („Wechseljahreswampe“). Process in progress. Die Freundin, die drei Jahre älter ist, spricht von Weinkrämpfen, unerklärlichen, grundlosen. Eine andere berichtet von Hitzewallungen und plötzlichen Schweißausbrüchen. Eine weitere war über Monate arbeitsunfähig. Der Frauenarzt lässt erstmals das Wort „Hormonersatztherapie“ fallen. Nicht jetzt – „Soweit sind Sie ja noch nicht!” sagt er, in zwei, drei Jahren dann. Danke auch. Und dann ist man auf einer Bloggerkonferenz und sieht all diese Dreißigerinnen mit ihrer Pfirsichhaut und rosigen Apfelbäckchen und krähenfußfreien Strahleaugen! Ein wenig will man weinen. Also: ich.

Andererseits! Andererseits sind Wechsel ja was schönes! Eigentlich. Ich liebe Veränderungen, eigentlich. Sie geben frische Impulse, wecken neue Interessen, lassen uns Spannendes und Anderes erleben. Ist ja auch nicht die erste Zäsur in diesem Leben: Geburt. Pubertät. Schwangerschaft und Stillzeit. Und dann eben diese Wechseljahre. So what. Alles nur eine Frage der Attitude. Ich lasse mich doch nicht von dem bisschen Wechseljahre alt machen. Ich bin doch jung!

Ich will sie mir gerne schön reden, diese kommenden Jahre. Aber es gelingt mir nur schwer. Ich will nicht schwitzen und weinen und hormonell austrocknen. Ich will keinen Damenbart und keinen Bauchansatz. Und vor allem will ich nicht spüren, dass der Lebensherbst näher und näher kommt. Und kann es doch nicht verhindern.

Ich bin gespannt, ob jemand zu meinem Mut-Posting was sagt.

PS: Danke an an Anna von BerlinMitteMom, die auf der Blogst14 über das Thema “Mut beim Bloggen” sprach. Sonst hätte ich mich vielleicht nie getraut.

(24. November 2014) Ich ergänze mal öffentliche Antworten auf mein Wechseljahresposting:

- Wechseljahre … Hilfääää? (1) bei der Schminktante
- Wechseljahre … Hilfääää? (2) bei der Schminktante
- Die Wechseljahre bei den FabForties
- 50 ist nicht das neue 30 bei BlingBlingover50

 

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 20. November 2014, 06:00 Uhr
Kommentare: 38 | Aufrufe: 483 | Kategorie: Lifestyle, Fitness & Gesundheit,
 
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