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Das kleine Glück.

Das perfekte Wochenende – im Mai.

Ich gebe zu, die Überschrift ist ein wenig vollmundig. So wirklich perfekt sind unsere Wochenenden aktuell ja nicht und werden es auf absehbare Zeit wohl auch nicht sein – zumindest nicht nach unseren bisherigen Maßstäben, nach denen Wochenenden mit Stadtbummel, einem Café au lait im Straßencafés, mit Flohmärkten, Kino oder Konzerten verbunden waren. 

Aber nun, jammern nützt nichts. Davon wird nichts anders oder besser, davon geht die Pandemie nicht schneller vorbei. Wir müssen da durch, ob wir wollen oder nicht. Und am besten machen wir das Beste daraus. Deshalb gibt es – nach zwei Monaten Pause – wieder meine Tipps für ein perfektes Wochenende. Denn nur, weil unsere Mai-Wochenenden jetzt anders sind als vor einem Jahr, müssen sie nicht unbedingt schlechter sein. Vielleicht sind sie, ohne den ganzen Freizeitstress, sogar ein bisschen entspannter. 

Die Heimatstadt entdecken:

Vor 28 Jahren bin ich der Liebe willen aufs Land gezogen und wohne seitdem in der Nähe der Kreisstadt Freising. Und so gerne ich hier lebe – mit ausreichendem Abstand zur Münchner Schickeria –, so wenig kenne ich diese Stadt. Ich meine: richtig kennen! Sicher, die Fußgängerzone, die Einkaufsstraße, ein paar Gassen – aber sonst? Es gibt so viel Unentdecktes! Vielleicht geht es dir genauso und du hast Lust darauf, deine eigene Stadt besser und von einer anderen Seite kennen zu lernen? Ich habe mir dazu den Reiseführer des Zufalls zugelegt, der auf ungewöhnliche Weise anleitet, Städte (welche auch immer!) neu und anders kennen zu lernen. Fast noch besser, allerdings auf Englisch (leichtes Englisch, Schulkenntnisse reichen!), finde ich den Anywhere Travel Guide, der dich ebenfalls auf neue Ideen und andere Wege führt. Ich bin, dank dieser zwei Führer auf jeden Fall bei einer kleinen Schaukel auf dem Domberg gelandet, von der ich bislang nichts wusste – dabei liebe ich Schaukeln!

Museen und Ausstellungen besuchen:

Was habe ich die Kunst vermisst! Dabei boten sehr viele Museen ein großartiges Digitalprogramm – allein, ich laufe einfach lieber durch Ausstellungen als Kunstwerke auf meinen Laptop zu streamen. Von daher waren die letzten zwei Monate eine kleine Durststrecke, aber jetzt geht es wieder los: Die Alte Pinakothek in München hat die Sonderausstellung Raffael geöffnet, in der Pinakothek der Moderne läuft eine Sonderausstellung mit seltenen Originalfotografien von August Sander aus dem Jahre 1927 (die will ich mir unbedingt anschauen!) und im Museum Brandhorst ist immer noch Forever Young angesagt (Reingehen, die Ausstellung ist fantastisch!). Im Haus der Kunst interessiert mich besonders Black Chapel  und ein Besuch in der Sammlung Schack (kenne ich noch gar nicht!) ist auch schon überfällig. Wichtig: In allen Museen sind natürlich die Infektionsrichtlinien zu beachten (Masken, Abstand, etc.) Aktuell werden keine Führungen angeboten. Bitte informiere dich vorab auf den Webseiten der Museen zu den Covid-19-Regularien.

Im Garten lesen:

Ich wälze mich ja immer noch durch die Historienschinken von Rebecca Gablé. Das Zeug macht einfach süchtig, und ich werde wohl erst aufhören können, wenn ich wirklich alle gelesen habe. Wie habe ich eigentlich vor Jahren den Absprung geschafft? Und wie bin ich wieder in ihre Fänge geraten? Ts. Apropos Wälzer: Ich möchte dir heute aber einen Roman ans Herz legen, der mich schon vor einigen Jahren fasziniert hat: Der Distelfink von Donna Tartt. Der Roman wurde mehrfach ausgezeichnet und verfilmt. Wer dicke Schinken mag, in denen man regelrecht versinkt, ist hier richtig.

Einen neuen Look tragen:

Allover Jeans? Ein Komplettlook aus Jeans und Jeansjacke? Ist nicht mein Ding. Dachte ich. Und ich irrte – ja, das kann auch einer Texterella passieren. Denn mit dem superkuscheligen (!!) ärmellosen Pulli in Feuerorange darunter (Kaschmir macht ihn perfekt für kühlere Frühlings- oder Sommertage!!) wird daraus ein Look, der richtig Spaß macht. Und für Erkundungstouren durch Städte und Museen geradezu prädestiniert ist! Das komplette Outfit stammt wieder von meinem Lieblingslabel Sallie Sahne, das hier in Deutschland seine Kollektionen entwirft und in kleinen Stückzahlen fertigt (und ja, das kostet mehr als die Massenware aus südostasiatischen Fabriken. Dafür hat man aber lange daran Freude, das muss ich einfach mal so klar sagen.)

Okay, das war’s von meiner Seite. Viel mehr möchte ich aktuell ohnehin nicht unternehmen. Mir genügt es immer noch, daheim zu sein, die Zeit mit meiner Familie zu genießen, eine kleine oder größere Fahrradtour zu machen. Und abends einen Film zu schauen. Ich muss nicht sofort nach den ersten Lockerungen und Wiederöffnungen (von denen wir ja alle noch gar nicht wissen, wie sie sich auswirken werden!) die bayrischen Seen besuchen oder in den Alpen wandern gehen. Sicherlich erscheint das aktuell besonders attraktiv, aber … für mich muss das nicht sein. Wie siehst du das?

Wie auch immer: Hab’s schön, bleib gesund und erzähl mir doch gerne, was du an diesem Wochenende so treibst?

Look:

Jeansjacke: Sallie Sahne

Jeans: Sallie Sahne

Pullunder: Sallie Sahne

Schuhe: Converse

Schmuck: Handmade with love by Iris (nur über Instagram erhältlich) + privat

***

Fotos: Martina Klein

***

Angaben zur Transparenz: Der Look wurde mir von Sallie Sahne kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt. DANKE! 

***

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3684 6 Das kleine Glück., 50+ Lifestyle, Beauty & Fashion 16.05.2020   wochenende, texterella liebt mode, sallie sahne, jeanslook, jeansjacke, das kleine glück

6 Kommentare

  • Ursula
    am Dienstag, 19. Mai 2020 um 17:11 Uhr

    so dann ... nachdem ich zufällig Deinen tollen Blog entdeckt habe und inzwischen rauf und runtergelesen habe. Sag ich einfach Danke und ein toller Blog.

    Und - ja ich bin in der Farbauswahl meiner Klamotten etwas sagen wir mal eintönig - schwarz, weiß, Jeans und khaki.  Das wars dann ab und an mal ein dezent - sehr dezent buntes Tuch - ich werde mich dann wohl doch an die Farbei rot wagen. Allerings erstmal ein Teil Secondhand.

    Liebe Grüße
    Ursula

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  • Ulrike
    am Sonntag, 17. Mai 2020 um 12:08 Uhr

    Liebe Susi,
    danke für den Buchtipp “Reiseführer des Zufalls”. Mit geht es ähnlich wie dir, ich kenne nach all den Jahren in Frankfurt vor allem die Hot Spots. Was mir in Urlaub und in anderen Städten super gelingt, klappt hier nur bedingt - mich treiben zu lassen und unbekannte Straßenzüge und Viertel zu erkunden. In Coronazeiten habe ich damit angefangen, aber es ist noch Luft nach oben ...

    Mit dem Rausgehen oder Wandern lass ich mir noch Zeit und genieß die Zeit zuhause auf dem Balkon, mit Nähen neuer Kleider für die Zeit danach, Lesen oder Backen für den Heimbüro-Nachmittagskaffee.

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  • Gabi
    am Samstag, 16. Mai 2020 um 15:37 Uhr

    Hallo Susi
    ich war in den letzten Jahren manchmal in München, weil es von Salzburg aus mit dem Zug ruck zuck geht. Ich wohne ja am Land da ist so ein Tagesausflug toll in diese schöne Stadt. Den Reiseführer des Zufalls finde ich toll muss gleich mal schmökern. Ich bin ja großer Jeansfan den Pulli dazu finde ich Klasse. Die Ärmellänge hat es mir angetan. Und Kaschmir fühlt sich traumhaft an auf der Haut. Schaun wir mal was die nächsten Wochen bringen - gestern sind bei uns die Leute in Ihre Stammlokale gegangen jede/r hat sich riesig darauf gefreut. In diesem Sinne herzliche Grüße Gabi

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  • Nicole
    am Samstag, 16. Mai 2020 um 12:32 Uhr

    Liebe Susi,
    Der Pulli steht dir, wie der Rest auch, super. Ich mag rot an anderen so gern, an mir null. Aber ich erfreue mich dann halt an diesen Anblicken.
    Ich bleibe auch, soweit es geht, zuhause. Denn wie du es so schön sagst: keiner weiß, wie es sich auswirkt. 
    Ich wünsche dir ein entspanntes Wochenende
    Nicole

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  • Tina von Tinaspinkfriday
    am Samstag, 16. Mai 2020 um 10:17 Uhr

    Liebe Susi, Du siehst fantastisch aus, Rot ist einfach Deine Farbe. Qualtiät zu kaufen zahlt sich aus, da bin ich ganz bei Dir.
    Ansonsten halte ich es auch so, dass wir es uns Zuhause im Garten gemütlich machen. Sarah hat die Terasse hübsch gemacht mit Blumen und Gartenmöbeln und dort verbringen wir schöne Stunden an den Wochenenden.
    Was das entdecken der eigenen Stadt betrifft, auch da hätte es noch viel Potential, denn obwohl ich in Mannheim geboren bin, kenne ich nicht jede Ecke.
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, herzlichst Tina

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  • Iris Blumenberg
    am Samstag, 16. Mai 2020 um 09:32 Uhr

    Guten Morgen,
    bei mir ist das genau so. Ich kenne meine nähere Umgebung nicht richtig. Seit 2014 leben in einem kleinen Ortsteil von Overath (in der Nähe von Köln). Aber habe ich mir schon mal das Gipfelkreuz, die Mariengrotte oder das still gelegte Bergwerk angeschaut. Nein. Natürlich nicht. Also geht es jetzt los, und zwar mit meiner neuen Kamera (habe ich erst seit Dienstag). Ich freue mich richtig drauf. Die Aussicht zu genießen, die Kamera auszuprobieren, die Sehenswürdigkeiten, die unser kleiner Ort zu bieten hat, mal zu erkunden.
    Ansonsten halte ich es in vielen Dingen ähnlich wie du. Ich muss jetzt noch nicht in den Biergarten, in das Straßencafe, ins Kino.
    Ich sitze auf meinen, neu bepflanzten, Balkon und lese, häkele oder unterhalte mich mit meinen Nachbarn von Balkon zu Balkon.
    Wie du schon sagtest, die Pandemie wird uns noch lange begleiten, Also machen wir das beste draus.
    In diesem Sinne
    ein schönes Wochenende und
    liebe Grüße
    Iris

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