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Texterella persönlich.

Alltagsabenteuer? Ich bin dafür! Ein Plädoyer für die Unvernunft.

„Warum bist du nur so unvernünftig?“ – diesen leicht klagenden, leicht belustigten Satz meiner Mutter habe ich immer noch im Ohr. Denn sie sagte ihn oft! Etwa wenn ich an regnerischen Sommertagen oder mit einer leichten Erkältung unbedingt ins Schwimmbad wollte (weil ich dort den Schwarm aus der Parallelklasse wähnte), mir vom knappen Taschengeld einen zu teuren Lippenstift gekauft hatte („Mami, es war die perfekte Farbe!“) oder nach dem Abitur Schneiderin werden wollte, um dann Modedesign zu studieren. Ehrlich gesagt ist es wohl dieselbe Tonlage, in der auch ich gelegentlich mit meinen Kinder spreche: wenn der Jüngste unbedingt mit Freunden am mückenreichen Weiher zelten will, obwohl Gewitter angesagt wird, die Tochter für zehn Monate nach Südamerika geht (könnte es nicht Europa sein? ;-)) und der Älteste gleich am Monatsanfang einen Großteil seines Studentensalärs für das x-te Paar Sneakers ausgibt ("Die sind momentan total angesagt, Mama!")

 

Susanne Ackstaller im Organza-Rock von Modeatelier Hilde Polz

Ja, im Laufe der Jahre bin ich von einem unvernünftigen Kind und Teenager zu einer vernünftigen Frau geworden. Eine, die überlegt, bevor sie handelt. Die Entscheidungen durchkalkuliert und bespricht. Die daran denkt, dass sie früh aufstehen muss, bevor sie die Nacht zum Tag macht. Die ihre Kinder zur Vernunft ermahnt, obwohl sie in ihrem Alter ebenso unvernünftig war – mindestens (uuuups, ich hoffe, sie lesen nicht mit! ;-))

Das ist die eine Seite. Die andere hat immer noch Spaß daran, ab und an unvernünftig zu sein.

Diese Seite an mir liebt Glitzerschuhen, die Blasen machen – weil Glitzerschuhe die Unvernunft par excellence und gar nicht dazu gemacht sind,, um bequem zu sein. Sie fährt für eine Party quer durch die Republik, und reist noch in derselben Nacht mit dem Expresszug zurück, weil am nächsten Tag eine wichtige Besprechung ansteht. Sie bloggt mit Herzblut und Leidenschaft, obwohl es sie angreifbar macht und jeden Menge Arbeit mit sich bringt – und im Brotjob viel mehr Geld zu verdienen ist. Zum Foto-Shooting fliegt sie nach Irland, dabei könnte man ja auch in Kirchdorf Bilder machen, viel einfacher und billiger sogar, aber auch so viel weniger schön, dramatisch und aufregend. Und manchmal geht die Unvernunft mitten in der Woche in die Oper, vergisst gemeinsam mit Freunden die Zeit und kommt erst im Morgengrauen nach Hause. 

Texterella Susanne Ackstaller im Organza-Rock auf einer Treppe an der Bavaria in München

„Warum bist du nur so unvernünftig?“ Diese Frage meiner Mutter könnte ich heute sofort beantworten: Weil ein Quäntchen Unvernunft die Würze des Lebens ist. Weil sie das Leben abenteuerlich und spannend macht und ich ein gewisses Maß an Risiko und Unberechenbarkeit liebe. 

Weil Unvernunft die schönsten Lebensgeschichten schreibt, die ich niemals missen wollen würde und an die ich mich noch Jahre und Jahrzehnte später erinnere. Und weil im Morgengrauen heimkommen und den Tag zur Nacht machen ein Stück Freiheit bedeutet, auf das ich nicht verzichten möchte.

Von daher: Lasst uns alle ein bisschen unvernünftig sein – ab und zu und wenigstens ein bisschen! Ein bisschen Abenteuer muss auch im Alltag sein! :-)

Outfit:

Oberteil und Organza-Rock: Modeatelier Hilde Polz

Glitzerpumps: Tabitha Simmons

Tasche: Next

Jeansjacke: Doris Megger

Fotos: Simone Naumann

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2514 2 Texterella persönlich., 50+ Lifestyle 17.07.2018   texterella persönlich, texterella liebt mode, plussize, mode, hilde polz, fashion, abendmode, 50plus lifestyle

2 Kommentare

  • Karen
    am Dienstag, 17. Juli 2018 um 19:42 Uhr

    Genau!! Bei diesem herrlichen Sommerwetter nachts spontan zum Baden an den Baggersee fahren

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Michael Kieweg
    am Dienstag, 17. Juli 2018 um 10:45 Uhr

    Es wäre erst einmal zu klären, was vernünftig ist.
    Wie du schreibst, bringt ein wenig gelegentliche Unvernunft Freude ins Leben.
    Meiner Meinung nach ist das eine gute Möglichkeit, seine Batterien wieder aufzuladen und damit eigentlich ziemlich vernünftig.

    Auf diesen Kommentar antworten

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