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EMMA darf sich freuen: Die Gleichberechtigung schreitet in Riesenschritten voran. Immer mehr Männer entdecken die klassischen Frauenthemen für sich. Kein Beauty-Thema ist mehr vor ihnen sicher. Es wird gecremt, gezupft, enthaart, beauty-gebloggt, sogar geschminkt – und jetzt ist auch die letzte Bastion gefallen: der Dutt.

Kolumne über Männer mit Dutt

The Man Bun: Männer mit Dutt.

Während sich New Yorker Hipster aus Bushwick und Williamsburg bereits neuen Beauty-Hypes zuwenden, ist die androgyne Haarpracht in der deutschen Provinz angekommen. Der Metzgergeselle grüßt nun also mit Dutt über die Fleischtheke. Ja, Conchita Wurst ist überall.

Während unten gewaxed wird, lässt man oben also wachsen. Und knuddelt die Haarpracht dann zu einem verwegenen Knäuel. Nun ist natürlich nicht jeder Hans Franz ein Brad Pitt oder Jared Leto (der seinen Golden Globe mit Haarknoten zum Smoking entgegennahm): Wem die neue Lässigkeit nicht ganz so cool von der Hand geht, der kann auf Youtube Nachhilfe nehmen: Gut eine Million Videos zeigt in 30-minütigen Sequenzen, wie man(n) sich Schritt für Schritt ein Gummiband ins Haar fummelt und damit idealerweise komplett unfrisiert aussieht. Ja, wild und archaisch und ungezähmt soll er aussehen, der urbane, kreative Metrosexuelle, mit seinem Knoten und Vollbart – dabei natürlich gepflegt. Von daher: Immer schön Conditioner ins Haar und regelmäßig Spitzen schneiden nicht vergessen!

Eine repräsentative Umfrage unter drei besten Freundinnen hat übrigens ergeben: Mit dem richtigen Mann unterm Dutt kann frau dem Man Bun durchaus etwas abgewinnen. Heißt: Blonde, dünnhaarige 40plus-Männer mit Geheimratsecken will definitiv keine Frau mit einem aufgezauselten Düttchen sehen. Sorry, Bunnys! Aber echte Kerle mit Bartwuchs und Charakter dürfen sich den Dutt und uns gerne um den Finger wickeln.

(Die Kolumne erschien heute in der Print- und in der Online-Ausgabe der WELT KOMPAKT.)

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 30. Oktober 2015, 08:15 Uhr
Kommentare: 1 | Aufrufe: 2380 | Kategorie: Meinungen, Modekolumne, | Tags: modekolumnemänner mit duttman bunkolumehaarpflege
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Kommentare

  • Immer wieder schön, wie Du Themen aufgreifst, die mich auch beschäftigen…

    Nicht, daß der männliche Dutt irgendeine wirkliche Wichtigkeit hätte, aber eines kann ich - für mich - generell sagen: ich finde ihn auch nach längerem Nachdenken und Abwägen immer noch durch und durch unmännlich. Sogar bei Typen, die ihn tragen „können”.

    Uschi aus Aachen
    am Sonntag, 01. November 2015 um 10:33 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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