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Gibt es einen besseren Termin um ein vegetarisch-veganes Kochbuch zu rezensieren als Aschermittwoch? Ich finde nicht. Der Tag war für mich immer schon ein fleischloser, auch zu den Zeiten, als ich mir über Fleischkonsum, die Fleischindustrie und deren Auswirkung auf unsere Welt noch keine Gedanken gemacht habe.

Das hat sich in den letzten Jahren sehr verändert.

Buchrezension: A modern way to eat. Von Anna Jones.

Ich esse nach wie vor Fleisch, aber sehr viel weniger, und ich achte auf Qualität und Herkunft. Dennoch habe ich das Gefühl, damit nur mein Gewissen zu beruhigen. Es ist nicht so, dass mir Fleisch nicht schmeckt. Aber letztlich kann ich es nur essen, weil es abstrakt und anonym vor mir liegt. Dass ein Steak von einem Lebewesen stammt, das für den Genuss getötet wurde ... kann man schnell vergessen. Oder verdrängen.

Vegetarisch oder vegan kochen: kein Verzicht, sondern Bereicherung.

Bei mir funktioniert dieser Verdrängungsmechanismus aber immer seltener. Stattdessen denke ich immer häufiger an das Tier, das der Schinken auf meinem Teller oder das Schnitzel in der Pfanne einmal war, und meistens vergeht mir dann der Appetit ... da hilft auch keine Naturland- oder Hermannsdorfer-Qualität. Das Tier wurde für mich getötet. Punkt. Meine Katzen liebe und verwöhne ich – ein Schwein oder Rind hingegen lasse ich umbringen, weil’s mir schmeckt? Es fällt mir zunehmend schwerer, das in Einklang zu bringen. Es zu rechtfertigen.

Immer öfter koche ich vegetarisch oder vegan. Ja, einerseits aus moralischen Gründen. Und andererseits, weil ich es einfach lecker finde. Und nicht nur ich, sondern auch meine Kinder. Das freut mich besonders, denn auch ihnen will ich eine achtsame Haltung gegenüber anderen Lebewesen mitgeben.

Ein Kochbuch auf Apfelpapier!

Ein Buch, das mir vor dem Hintergrund besonders viel Spaß macht, ist „A modern way to eat“ von Anna Jones. Und das aus mehreren Gründen: Es ist haptisch und optisch ein Genuss (tolle lifestylige Fotos und schönes dickes Apfel-(!!)-Papier, das in Südtirol aus Apfelresten hergestellt wird! Was es nicht gibt!). Es enthält leckere und dennoch einfache Rezepte. Und zeigt, dass vegetarisches und veganes Essen kein Verzicht, sondern eine Bereicherung ist. Erfreulicherweise kommt das Buch dabei komplett ohne hochraffinierte vegane Ersatzprodukte aus, überhaupt ist das Buch kein bisschen verbissen oder fundamentalistisch.Damit kann man mich ja jagen. Nein, es überzeugt einfach durch ... Leckerheit. Für jede Mahlzeit, vom Frühstück bis zum Abendessen, bietet das Buch wunderbare Rezepte – vom simplen Pancake mit Früchten oder Ahornsirup über Rote-Bete-Curry bis hin zum Knuspergemüse mit Tahini. Oder geröstete Honig-Radieschen, Thai-Citrus-Crunch-Salat und Am-liebsten-jeden-Abend-Pizza. Und Kuchen. Und Kekse. Und Brot. Na, schon hungrig? Ich schon! :-)

Fazit:

Das Buch ist perfekt für alle, die etwas Neues ausprobieren wollen. Die – wie ich – weniger Fleisch, aber nicht nur Gemüseauflauf und Käsenudeln essen wollen. Und vegetarischem oder veganem Essen eine Chance geben möchten!

Wer nun neugierig geworden ist:

A modern way to eat von Anna Jones
erschienen 2016 bei Mosaik
erhältlich hier bei Amazon* und in jeder Buchhandlung

*Affiliate-Link

 
Susanne Ackstaller, Mittwoch, 01. März 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 6 | Aufrufe: 2104 | Kategorie: Lifestyle, Essen & Wohnen, | Tags: vegetarischveganismusrezensionlesenlebenkochenessen
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Kommentare

  • Au ja! Da bin ich sofort dabei. Kommt auf die Geburtstagswunschliste!
    Wenn Du dort alles durchgekocht hast, empfehle ich Dir hier gleich noch mein allerliebstes Kochbuch mit vegetarischen Gerichten: „Gemüse satt!” von Alice Heart. Der Wintersalat mit Dinkel, Karotten, Backpflaumen und Ziegenkäse ist ein Gedicht. Ebenso der Gegrillte Cesar Salad… und noch ganz viel mehr.
    LG
    Anja

    Anja
    am Samstag, 04. März 2017 um 17:46 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • ... ich hätte jetzt gerne den thai-citrus-crunch salat. und kekse.
    das hört sich gut an & mir gefällt das apfelpapier!
    lieben gruß
    nike

    nike
    am Donnerstag, 02. März 2017 um 20:51 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hört sich gut an !

    Doris
    am Donnerstag, 02. März 2017 um 17:08 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Es hört sich nicht nur gut an - es sieht toll aus ( sehr schöne Photos ) und es riecht gut ( anders als normales Papier ) und es schmeckt sicher auch fabelhaft !

      Doris
      am Samstag, 04. März 2017 um 22:51 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

  • Selbst schenken? Ist es auf jeden Fall wert! :-D

    Susi
    am Donnerstag, 02. März 2017 um 16:13 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Das klingt sehr gut! Unkompliziert, natürlich, lässig, lecker. Wem schenke ich das, dass er mich be"kochen” möge!? Ich faules faules Ding, ... habe es mir mal notiert. Mir fällt schon noch jemand ein.

    Liebe Grüße . Maren

    Minza will Sommer
    am Mittwoch, 01. März 2017 um 19:15 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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