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Jung sein ist keine Frage des Alters. Ein offener Brief an die Generation Y.

Vor ein paar Tagen stolperte ich in einen (eigentlich sehr charmanten) Podcast von zwei jungen Journalistinnen hinein, die sich unter dem Titel „Hilfe, wir werden alt!“ über das Älterwerden unterhielten. Die eine war 27, die andere 31 – doch wenn man sie so plaudern hörte, hätte man denken können, sie wären schon Anfang 70 und ihr Leben bald vorbei. Es herrschte Endzeitstimmung. Die Themen rankten sich um Augenfalten, Sonnenschäden und ob es wohl schon Zeit für Botox wäre. Es ging um Miniröcke, die ihnen plötzlich zu kurz und deshalb unpassend erschienen, darum, für was es in ihrem Alter schon zu spät sei und dass die Zeit für Partnersuche und Familiengründung nun doch langsam knapp würde („Meine Frauenärztin meinte kürzlich, es würde nun langsam Zeit!“). Jaja, die "gute alte Zeit" war damals, mit Anfang 20. Jung sein ist keine Frage des Alters.Natürlich war viel Augenzwinkern dabei, viel Selbstironie und Schmunzeln – aber es schwang auch ehrliche Verzweiflung mit. Am liebsten hätte ich mich live zugeschaltet und diesen tollen, intelligenten, attraktiven, erfolgreichen jungen Frauen zugerufen:

Entspannt euch, ihr Lieben! Es gibt keinen Grund zur Panik!

Erst staunte und schmunzelte ich, dann fühlte ich Mitleid ob dieses Altersstresses, aber nach einer Weile war ich auch ein wenig verärgert: Wenn sich diese zwei Frauen von 27 und 31 Jahren schon für „alt“ hielten – was war dann wohl ich in ihren Augen? Steinalt und mit einem Bein schon im Grab? Pffft! Dann fiel mir noch der Podcast von zwei jungen und recht bekannten Modebloggerinnen ein, die gelegentlich über ihre Mütter sprachen (die wiederum höchstens ein paar Jährchen älter als ich sein können): zwar voller Liebe und mit großer Wertschätzung, aber gleichzeitiger mit einer Attitude, als trügen wir Frauen über 50 Blumenkohldauerwelle und Kittelschürze und wären überhaupt schon jenseits von Gut und Böse.

Liebe jüngere Frauen ...

... wir mögen ein paar Jahrzehnte länger auf dieser Welt sein als ihr, aber im Herzen sind wir so alt – oder eher so jung – wie ihr. Ja, wir haben Falten, aber die meisten davon haben wir uns hart er-lacht (und er-lebt). Und sicher mag es für manches im Leben irgendwann zu spät sein – aber für das allerallermeiste ist es immer noch früh genug. Alter ist in allererster Linie eine Frage der Haltung und des Herzens. Ebenso wenig ist Lebensfreude eine Sache von Jahren, sondern von Einstellung. Vielleicht beruhigt es euch zu wissen, dass Glück mit den Jahren nachweislich und statistisch belegt sogar zunimmt.

Bleibt leidenschaftlich und begeistert!

Hört auf, euch Gedanken zu machen, und genießt euer Leben! Denn nicht die gelebten Jahre, Falten und graue Strähnen machen alt, sondern die Angst davor. Bleibt leidenschaftlich und neugierig, begeistert euch, lacht (auch wenn’s womöglich Lachfalten macht!). Seid offen, geht neue Wege, freut euch übers Leben und über eure gelebten Jahre. Collect moments, not things! Dann müsst ihr euch über Älterwerden keine Gedanken machen ... PS: Okay, ich gestehe: Ich habe mit Anfang 20 auch gedacht, mit 34 (zur Jahrtausendwende nämlich) wäre ich steinalt. Wie schön, dass ich – nochmals fast 20 Jahre älter – sagen kann: Was. Für. Ein. Unsinn! :D PPS: Wer sich nun wundert, warum ich Podcasts von 20 Jahre jüngeren Frauen höre: Nun, weil sie mich interessieren. Und weil ich keine Podcasts von 50plus-Frauen kenne. Ja, ein wenig sind wir schon selbst schuld an dem blumenkohldauerwelligen Kittelschürzenruf, der dem Älterwerden voraus eilt.

***

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3061 20 Texterella persönlich., 50+ Lifestyle 16.04.2018   texterella persönlich, leben, gedanken, anti-aging, älterwerden, age positivity

20 Kommentare

  • Daniela
    am Sonntag, 22. April 2018 um 13:25 Uhr

    Ich danke Ihnen für den tollen Beitrag. So sehe ich das auch. Meiner Meinung nach ist jung eine Sache der Einstellung.

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  • Luisa
    am Freitag, 20. April 2018 um 16:35 Uhr

    Liebe Susanne,

    ich bin 24 Jahre alt und habe vor kurzem meine Bachelorarbeit über das allgemeine Potential von Blogs für “women not girls” geschrieben. Daher habe ich schon den ein oder anderen Artikel auf deinem Blog gelesen (die ich alle sehr spannend und humorvoll fand) aber dieser hier ist einfach grandios! Frauen wie du inspirieren Frauen jeden Alters (mir inklusive, insbesondere durch diesen Artikel) das Thema Alter als etwas schönes und spannendes anzusehen, dass genau so viele tolle Möglichkeiten bereithält, wie für jüngere Menschen.

    Seitdem ich denken kann ist meine Großmutter meine größte Inspiration, die mit ihren 82 Jahren nicht nur sehr modisch ist und toll aussieht, sondern sich eine so positive und belebende Ausstrahlung beibehalten hat, von der ich mir sehr wünsche, sie in diesem Alter auch einmal zu haben. Ich bin gerade dabei einen Blog aufzubauen, welcher sich primär an die Generation meiner Großmutter richtet. Es wird um Mode und außergewöhnliche Frauen gehen, sowie die Veränderungen die das Alter mit sich bringt. Dabei werden natürlich nur “Experteninterviews” für den Inhalt verwendet. In naher Zukunft werden die ersten Artikel online gehen, falls du dann einmal Lust haben solltest vorbei zu schauen, würde ich mich sehr freuen :) Ich freue mich auf weitere tolle Artikel von dir und wünsche dir ein schönes und erholsames Wochenende!

    Liebe Grüße,
    Luisa

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  • Sasel
    am Donnerstag, 19. April 2018 um 07:02 Uhr

    Älter werden ist doch cool! Im Sinne von entspannend. Wenn ich jungen Frauen und Mädchen morgens in der Bahn so zuhöre, tun die mir manchmal leid mit ihren Problemen und Zwängen, unsicher durch Unerfahrenheit und daher angestrengt bemüht, verschiedenen Anforderungen von außen gerecht zu werden (und sei es nur, dass Instyle vorschreibt, wie in der aktuellen Saison das Haarband zu tragen sei).
    Ich will damit nicht sagen, dass junge Leute kein tolles Leben haben. Aber ich finde meines mit 51 gerade am tollsten. Mit 50 habe ich das erste Mal geheiratet und insgesamt genieße ich jeden Tag meine wachsende Unabhängigkeit von den Meinungen anderer Menschen.
    Und sehe immer mehr wunderbar gestylte, praktisch alterslose Frauen um die ...60? Man erkennt das Alter nicht mehr richtig, nicht aufgrund von Botox, sondern aufgrund einer völlig entspannten Haltung zum Älterwerden. Und entsprechend positiver Ausstrahlung.

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  • Horst Schulte
    am Mittwoch, 18. April 2018 um 10:56 Uhr

    Ein schöner Artikel, der mir wegen seiner Individualität und Ehrlichkeit gefällt.

    Wenn ich als Mann auch was dazu sagen darf? Meine Frau und ich (63/64) kennen uns seit wir 17/18 Jahre alt sind. Ich bin bereits Rentner, meine Frau wird es in wenigen Monaten sein. Wir sprechen ab und an übers Älterwerden. Das tun wir weniger aus der Perspektive faltiger Haut oder nachlassender Energie.

    Wir haben meine Schwiegermutter (93) vor ein paar Jahren zu uns genommen, weil sie nicht mehr allein Leben konnte.

    Wir könnten also bald unser freies Rentnerleben genießen, haben uns aber dazu entschlossen, uns zu kümmern. Das ist über die Jahre nicht immer leicht gewesen. Aber wir sind uns einig, das Richtige zu tun.

    Meine Frau trägt, weil sie noch berufstätig ist, die größte Last. Das macht sich bemerkbar. Sie wirkt oft abgespannt und müde. Natürlich sprechen wir darüber. Und ich helfe, wo ich kann. Tagsüber kümmere ich mich ja immer.

    Wir sind bald 42 Jahre verheiratet. Ich bin glücklich, mit dieser Frau mein Leben zu teilen. Ich bin davon überzeugt, dass meine Frau das auch so sieht. Die normalen Veränderungen, die das Altern nun einmal mit sich bringen, kümmern uns wenig. Wenn meine Frau meinen Bauchumfang kritisiert, macht sie das eher, weil sie Angst um meine Gesundheit hat, nicht weil sie lieber den schlanken Mann von früher hätte (hüstel).

    Ich hoffe, mein Beitrag wirkt nicht etwa deplatziert oder am Thema vorbei.

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    • Susi
      am Mittwoch, 18. April 2018 um 20:34 Uhr

      Danke, Horst, für deinen Kommentar, das klingt nach einer erfüllten Ehe! Danke, dass du davon erzählt hast - sonst hört man ja eher immer nur die Scheidungsgeschichten. ;)

      Liebe Grüße,

      Susi.

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  • Alex
    am Dienstag, 17. April 2018 um 15:45 Uhr

    Liebe Susanne,

    ich verfolge nun schon seit einigen Monaten mit großer Freude deinen Blog und verinnerliche deine Texte sehr (Stichwort “Terrassentür”).

    Und um ehrlich zu sein, denke ich ähnlich über diese Art von Podcasts etc.
    Der feine Unterschied: ich bin selbst erst 29. Und ich sehe mich nicht als “alt” oder bspw. meine Mutter (61) als steinalt mit einem Fuß im Grab, ganz im Gegenteil.

    Erst kürzlich haben wir lachen müssen über das Thema Alter weil wir uns beide absolut nicht so fühlen, wie es in unserem Ausweis steht und das ist finde ich sehr entscheidend. Viele meiner Freunde und Bekannten sind verheiratet und haben Kinder und ich laufe immer noch in zerrissenen Jeans und Converse rum. Eine Zeit lang habe ich mich gefragt, ob ich daran was ändern und mich mehr “altersgemäß” kleiden sollte - das habe ich schon lange verworfen ;)

    Hinzu kommt, dass vielleicht meine Oma mit Ende die Sorte Blumenkohldauerwelle und Kittel war, was aber bei ihrem Jahrgang 1922 absolut legitim war denke ich.

    In diesem Sinne: Liebe “ältere” Frauen - ihr seid vielleicht für Modepüppchen und Beauty-/Fitnessbloggerinnen in einer utopischen Glimmer-Scheinwelt “Asbach”, aber eben nicht für alle aus meiner Generation!
    Es gibt genug von meiner Sorte, die euch nicht als alt sondern als erfahren sehen, die euch lieben und schätzen wie ihr seid, ob nun mit Kittel und Falten oder ohne oder irgendwas dazwischen und an dieser Haltung wird sich vermutlich auch nichts ändern.

    Natürlich kann man mit Ende 20 sagen, dass man mit Anfang 20 die (bisher) schönste Zeit hatte und in Erinnerungen schwelgen, aber eben nur bisher. Wir haben noch so viel vor uns und ich zähle mich zu denen, die gern an schöne Zeiten denken aber sich ebenso auf die Zukunft und das was uns erwartet freuen.

    Ich denke, dass auch die Generation Y nicht grundsätzlich über einen Kamm geschoren werden sollte, auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen.

    Vielen Dank für deine unglaublich ehrlichen und persönlichen Texte! :-)

    Liebe Grüße

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    • Susi
      am Mittwoch, 18. April 2018 um 20:41 Uhr

      Liebe Alex, danke für deinen Kommentar! Oh, das freut und ehrt mich ja, dass ich auch so junge Leserinnen habe. Wow!

      Ich weiß natürlich, dass nicht alle Frauen (welcher Generation auch immer) gleich ticken. Es gibt solche und solche - und auch ganz andere. Ich bin nur einfach erschrocken, dass sich diese beiden Frauen so “alt” fühlten. Und schade fand ich es auch.

      Liebe Grüße,

      Susi.

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  • Susanna
    am Dienstag, 17. April 2018 um 15:21 Uhr

    Liebe Susanne, ich denk mal, dass junge Frauen etwas älter werden müssen, um sich wieder zu entspannen. Wer mit 40 oder 50 entdeckt, dass sich eigentlich nicht viel ändert, wird automatisch wieder cool und zählt keine Falten mehr.

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  • J. Florence
    am Dienstag, 17. April 2018 um 12:01 Uhr

    Hallo Texterella, schöne Artikel, wichtiges Thema!
    ich habe mir selbst ab 30 verboten, mich noch mal “alt” zu fühlen. Ich hab auch gemerkt, dass alle um mich rum seit sie 25 Jahre wurden, damit anfingen. Dann dachte ich mir auch “Stopp”! Man kan n sich nicht sein ganzes Leben ab 30 immer zu “alt” fühlen. Das ist im Grunde ein dämliches Spiel, ein Trick oder eine Falle, die wir uns selbst stellen. Auch sollte man sich nicht dauernd mit seinem eigenen Alter beschäftigen, sondern einfach leben. Also mir gingen damals meine Altersgenossen auch so langsam furchtbar auf den Keks, weil sie so eine Krise geschoben haben. Da reifte in mir einfach der Entschluss, sofort damit aufzuhören. Seitdem fühle ich mich nicht mehr alt, egal wie alt ich bin und was andere sagen. Punkt. ;)

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    • Susi
      am Mittwoch, 18. April 2018 um 20:45 Uhr

      Liebe Florence,

      ich kann mich bei mir gar nicht mehr so genau erinnern. Ich weiß aber, dass ich durchaus auch Angst vor dem Älterwerden hatte - das hat erst in den letzten Jahren nachgelassen. :-)

      Liebe Grüße!

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  • Christine
    am Montag, 16. April 2018 um 15:26 Uhr

    Liebe Susanne , ich bin ganz deiner Meinung! Es ist so schade, dass sich so junge Frauen über „ach so schlimme Fältchen“ aufregen! Ich (59) trage meine mit Stolz, denn da steckt viel Leben dahinter.  Genauso, wie ich beschlossen habe, mir meine Haare nicht mehr zu färben, was anfangs in meinem Bekanntenkreis sehr viel Entsetzen ausgelöst hatte! Das macht dich doch total ALT!!!!!  Nun ich kann nur sagen, das ich es keinen Tag bereue und ich mich irrsinnig wohl damit fühle! Habe ganz viele Komplimente bekommen,  dass mir das Grau richtig gut steht :-) !
    Ich hatte beruflich sehr viel mit Menschen zu tun. Da habe ich Frauen kennengelernt, die weit über 80 waren und eine Lebensfreude ausgestrahlt haben, um die ich sie beneide! Also ALTER IST WIRKLICH EINE EINSTELLUNG!! , von der sich manch „junge“ Frau etwas anschauen kann!  Lg. und weiter so!!

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  • Birgit Haase
    am Montag, 16. April 2018 um 13:04 Uhr

    Hallo liebe Susi,

    ich habe meine Webseite ursprünglich für Frauen in unserem Alter geschaffen, dann aber festgestellt, dass es in unserem Alter so viele junge Frauen gibt, dass es gar nicht so nötig ist, diese zu (unter-)stützen.

    Also habe ich mich neu ausgerichtet bzw. bin noch dabei: Ich werde Frauen ab 35 (oder doch schon 30) abholen.

    Dein Blogpost bestätigt mich darin. Ich teile Deine Meinung sehr, und ich weiß auch, wovon ich spreche. Bin oft sehr erschrocken, dass junge Frauen sich schon so alt fühlen, aber auch die Älteren in Schablonen pressen wollen (von wegen, was wir anziehen dürfen und so…).

    Übrigens ist ein Podcast auch geplant. Der soll alle Junggebliebenen und die, die es werden wollen ansprechen.

    Es bleibt spannend.

    Liebe Grüße
    Birgit

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  • Julia
    am Montag, 16. April 2018 um 12:55 Uhr

    Liebe Susi,
    vielleicht ist der Begriff “alt” einfach zu negativ besetzt. Ich fühle mich nicht mehr so, wie mit Ende 20 oder Anfang 30, ich bin auch innerlich nicht mehr so jung, sondern eben älter. Und ich kann mich erinnern, immer wieder mal so Momente oder Phasen gehabt zu haben, in denen ich merkte, etwas geht vorbei. Vielleicht ist es das, was die Podcasterinnen meinten. Sie nennen es “alt”, und es hat auch etwas mit dem Alter zu tun. Nur das “alt” nichts Schlimmes sein muss und “jung” nicht die einzige Rettung davor. Was Marion beschreibt, dass sie das Gefühl hat, nicht mehr ernst genommen zu werden, weil sie als “alt” und damit inkompetent wahrgenommen wird, das ist ätzend. Ich würde mir wünschen, dass das Alter als Zeichen für Erfahrung und vielleicht Weisheit gesehen wird. Ich weiß aber nicht, ob es hilft, wenn wir uns mit über 50/60/70 als “jung” bezeichnen, denn dann setzen auch wir “jung” mit “fit und kompetent” gleich und “alt” mit “verknöchert und unfähig”. Das wäre schade.
    Viele Grüße!
    Julia

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  • Farbenfreundin
    am Montag, 16. April 2018 um 10:49 Uhr

    Da fällt mir die wunderbare Lotti Huber ein, die mit 90 noch das Buch „Diese Zitrone hat noch viel Saft“ veröffentlichte. Ja, jedes Alter hat seine Stärken!

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  • Marion Stukenbrock
    am Montag, 16. April 2018 um 10:24 Uhr

    Liebe Susanne,wie wahr dein Text ist.Ich (66) weiß auch nicht, ob nur ich im Moment übersensibilisiert auf Kommentare, Werbetexte und Radiowitze über alte Menschen reagiere. Sie werde als tüddelig, verbissen, hinterwäldlerisch und belehrerisch dargestellt und ein Laptop darf man ihnen schon garnicht in die Hand geben, dann wird der Rest der Familie nur noch tyrannisiert.Es ärgert mich halt, das wir alle über einen Kamm geschoren werden und man jeden Tag wieder beweisen muß, das man schon noch weiß, was in der Welt los ist. Der erstaunte Blick des Gegenüber macht die Sache dann auch nicht leichter haha!!! Vielen Dank für deinen Text

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  • Iris
    am Montag, 16. April 2018 um 10:10 Uhr

    Liebe Susanne,
    auch ich beobachte dieses seltsame Phänomen, dass
    Menschen in den dreißigeren heutzutage offenbar völlig nostalgisch sind und ihren „guten alten Zeiten“ hinterhertrauern. Hört Euch nur die Texte von Gruppen wie „Revolverheld“ und „Bosse“ an. Dieses nostalgische Denken hatte ich mit dreißig, fünfunddreißig nicht. Woher mag das kommen? Liegt es daran, dass man heute -materiell abgesichert durch Mama und Papa- so schön lang Kind sein kann und dann auf einmal Lebensentscheidungen treffen muß? Muß man die gemeinsame Generation und die gemeinsamen Erlebnisse beschwören, um sich irgendwie von den Älteren und Jüngeren abzugrenzen in einer Gesellschaft, in der viel Konsens über Lebensziele herrscht? Oder ist da auch viel Kokketerie dabei, was ich bei Deinem Beispiel vermute? Wie dem auch sei, mir geht dieses Gehabe mächtig auf den Wecker. Wollen die Y‘s den Rest Ihres Lebens mit Gejammer verbringen, nach dem Motto: „das war die schönste Zeit“ (Bosse). Mit dieser Lebenseinstellung hätte ich allerdings auch Angst vorm (noch) älterwerden…

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  • Ricarda Nieswandt
    am Montag, 16. April 2018 um 08:02 Uhr

    Liebe Susanne, was für ein wahrer Text! Zum Glück kann man das ja in unserem Alter echt entspannt sehen und milde über diese Ängste lächeln. Und obwohl mein Podcast nicht speziell für Frauen 50+, aber für starke und ehrliche Frauen ist würde ich mich freuen wenn Du mal rein hörst! Liebe Grüße, Ricarda

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