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Auf leisen Pfoten: Wenn die Katze dreimal schnurrt.

Unterschätze nie die Wirkung eines Schnurrens. (Anonym)

Es ist 5.25 Uhr, verrät mir der Wecker, und ich könnte noch eine gute halbe Stunde schlafen, bevor der neue Tag eingeläutet wird. Ja, ich könnte die Augen wieder schließen, mich zur Seite drehen, noch mal kurz eindösen, bis um 6 Uhr der Tag beginnt. Theoretisch. Praktisch spüre ich, wie sich ein leise schnurrendes Etwas auf meinen Beinen dreimal um die eigene Achse dreht, bevor es für sich eine bequeme Position gefunden hat – und mich damit zur Bewegungslosigkeit verdammt. Im Halbschlaf ziehe ich an der Bettdecke und versuche Katzendame Flecki von meinen Beinen zu bugsieren.

 

 

Das Vorhaben misslingt gründlich. Statt sich neben meine Beine platzieren zu lassen, reckt und streckt sich Madame, stolziert über meinen Bauch und schnurrt mir schließlich ins Gesicht. „Na, gut geschlafen?“ könnte das heißen. Vielleicht aber auch – und das ist wahrscheinlicher! – „Steh auf! Ich habe Hunger!“ Ich ziehe mir das Kissen halb übers Gesicht und stelle mich schlafend. Manchmal wirkt das. Heute nicht. Katzenhaare kitzeln meine Nase, das Schnurren wird lauter, an meinem freien Ohr höre ich Fleckis Atem. Eine feuchte Nase stupst mich an der Wange: „Na, willst du wohl endlich aufstehen und mir Frühstück machen?“ Aber ich bleibe standhaft, auch wenn mir, so halb unter dem Kissen vergraben, langsam die Luft ausgeht. Fleckis Schnurren steigert sich, als wolle sie für das Zitat von oben den Beweis antreten: „Du, ich krieg dich schon nach wach!“ – pah, aber nicht mit mir, denke ich, so weit kommt es noch, dass ich mich von meiner schnurrenden Katze ...

Langsam wird mir heiß und auch ein wenig schwummrig. Ich sehe schon die Schlagzeile in der Lokalzeitung vor mir und muss kichern: „Frau unter Kissen neben Katze erstickt.“ Ohnehin ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Seufzend rapple ich mich also hoch, schlage die Bettdecke zurück und tapse in die Küche. Wie immer beginnt der Tag mit einem starken Kaffee für mich und einem kleinen Schälchen Futter für die Katzen. Apropos Katzen: Wo ist Flecki denn nun eigentlich – nachdem sie mich erfolgreich wachgeschnurrt hat? Ich werfe einen Blick ins Schlafzimmer ... da liegt sie, immer noch leise schnurrend, auf meinem Bett. Schlafend. 

Diese liebevolle Kolumne über Katzenzitate und die Wahrheit über das Zusammenleben mit Katzen, die in ihnen liegt, entstand in Zusammenarbeit mit Purina Gourmet. Sie ist Teil einer Serie von Katzenkolumnen, die du hier nachlesen kannst. Und ja, ich wurde dafür bezahlt. Das tut meiner Katzenliebe aber keinen Abbruch.

3213 6 Werbung! 30.08.2018   katzenliebe, auf leisen pfoten

6 Kommentare

  • Astrid
    am Mittwoch, 05. September 2018 um 19:20 Uhr

    Unsere kleine Ginette schläft im Moment jede Nacht auf meinem Kopf, und schnurrt dabei mit 200 Decibel :D Das Schnurren wiegt mich in den Schlaf. Nur meine Haare am nächsten Morgen ... die stehen hoch wien Igel!

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  • Karin Austmeyer
    am Montag, 03. September 2018 um 13:44 Uhr

    Oh, das kenne ich gut. Kater kann das auch wunderbar. Erst mit der Nage anstubsen und, wenn das nicht nutzt, mit der Tatze in mein Gesicht - natürlich ohne krallen -. Letzteres wirkt immer.

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  • FrauM
    am Freitag, 31. August 2018 um 17:37 Uhr

    Und während ich deinen Blogpost lese, stupst mich Mimi in Richtung Abendessen, bzw. setzt sich auf meinen Oberbauch damit ich das Laptop nicht mehr sehe. Wir sind 1A Dienstpersonal!

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  • Birgit Maier
    am Donnerstag, 30. August 2018 um 19:10 Uhr

    So sind sie. Vollprofis auf leisen Pfoten. Unabhängig, geheimnisvoll und sie wissen ganz genau was sie wollen. ..... und sie sind unwiderstehlich und wir Dosenöffner, versehen mit einer Menge Inkompetenz, können noch eine ganz Menge von diesen wunderbaren Tieren lernen. Katzen sind ein Geschenk und eine unglaubliche Bereicherung. Und wenn wir sie genau beobachten, dann wissen wir ganz genau, was wir falsch machen. Es bleibt einfach Bewunderung und Liebe.

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