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Nächstes Wochenende ist Ostern – und dann endet die Fastenzeit, die für mich in diesem Jahr besonders spannend war, denn ich habe verschiedene Fastenmethoden ausprobiert. Ein Fazit dazu wird es nächste Woche geben.

Für die letzte Woche hatte ich mir veganes Fasten vorgenommen. Der Auslöser dafür war unter anderem mein letzter Geburtstag, bei dem ich einen Gast hatte, der sich seit ein paar Jahr vegan ernährt: Annette Jarosch, eine textende Kollegin, die ihr bereits von ihrem Montagsinterview kennt. Als sie mir vor der Party erzählte, dass sie vegan isst, ging es mir so wie ihr mit dem unten zitierten veganen Silvestermenü: „Hilfe, was koche ich denn da?” Besonders weil ja nicht nur Annette anwesend war, sondern eine ganz buntgemischte Kolleginnenrunde mit ganz unterschiedlichen Essenvorlieben. Aber anders als befürchtet – bis dahin hielt ich Veganer für leicht abgedrehte Ernährungsfundamentalisten – erwies sich Annette als absolut unkompliziert, aß an dem Abend einfach vegetarisch und hatte auch keinerlei Missionierungsdrang. :-D


Annette Jarosch liebt Tiere und ernährt sich seit Ende 2011 vegan. (Foto: Stefanie Grewel)

Das hat mich neugierig gemacht. Auf veganes Essen, auf „veganes Leben” und auf das „Warum überhaupt?”. Deshalb habe ich Annette ein paar Fragen gestellt.

Und sie hat mir auf ihre unnachahmlich pragmatische, aber zugleich leidenschaftliche Art Rede und Antwort gestanden ...


Seit wann ernährst du dich vegan? Wie hast du dich vorher ernährt?

Bis 2011 war ich ein „Allesesser”, wie die meisten Menschen. Fleisch und vor allem Fisch und Meeresfrüchte haben mir bis dahin bestens geschmeckt. Ich habe zwar schon immer viel und gern Gemüse gegessen, aber eben auch alles Mögliche vom Tier, außer Innereien. Wobei ich schon lange ein latent schlechtes Gefühl hatte, wenn ich einen Tiertransporter oder eine Doku über die Massentierhaltung gesehen habe, weil ich ja wusste, dass die Tiere nur für unseren Genuss sterben müssen. Doch das habe ich einfach (viel zu lange) erfolgreich verdrängt. Und dann kam der Tag, der alles veränderte!


Selbstgekocht (!!): Kürbisstampf mit Rahmwirsing.


Was war der Auslöser?

Zu Silvester 2011 hatten wir Freunde eingeladen, von denen wir zum Zeitpunkt der Einladung nicht wussten, dass sie sich seit Kurzem vegan ernährten. Meine erste Reaktion, als ich es erfuhr, war: „Oje, was kochen wir denn da, die dürfen ja gar nichts essen!” Heute muss ich darüber lachen, aber damals haben wir erst mal im Internet nach einem silvestertauglichen veganen Menü gesucht. Das gelang uns dann auch und ich war angenehm überrascht, wie lecker es war!

Wirklich zum sofortigen Umstieg bewegt hat mich dann kurze Zeit später das Buch „Anständig essen” von Karen Duve*. Die Journalistin machte ein Jahr lang einen Selbstversuch, bei dem sie probeweise zur Bio-Käuferin, zur Vegetarierin, Veganerin und Frutarierin wurde. Mit oft knochentrockenem Humor und angereichert mit vielen wissenswerten Fakten war das genau der richtige Mix, der mich dazu bewogen hat zu sagen: „Ich will mit diesem System unserer Fleisch- und Milchindustrie nichts mehr zu tun haben.”

Hat sich dein Leben durch den Umstieg verändert?

Durchaus. Ich habe begriffen, dass ich bisher Leichenteile gegessen habe. Und ich habe erstmals die globalen Auswirkungen unserer Ernährung auf die Gesundheit, die Umwelt, das Klima, den Welthunger sowie die Tier- und Menschenrechte verstanden. Wenn ich weiß, dass die Herstellung eines Kilos Rindfleisch rund 15.000 Liter Wasser braucht, im Vergleich zu einem Kilo Brot, das nur 1,3 Liter Wasser zur Herstellung benötigt, beunruhigt mich das. Die „Nutztiere” sind durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan und CO2 – noch vor dem Autoverkehr – der Hauptverursacher der Erderwärmung. Und wenn ich weiß, dass etwa ein Drittel der weltweiten Getreideproduktion an Tiere verfüttert wird, während gleichzeitig jede Sekunde ein Mensch an Hunger stirbt, dann kann mich das nicht kalt lassen.


Mais-Paprika-Muffin mit Kräutercreme.

Bei diesen Tatsachen verstehe ich immer weniger, wie vor allem Eltern untätig bleiben können. Denn unsere Kinder oder spätestens unsere Enkel werden uns fragen: „Warum habt ihr nichts dagegen getan?” Und dann kann keiner sagen: „Das haben wir nicht gewusst!” Das Internet ist voll mit Infos. Und jeder Verbraucher trifft beim Einkaufen die Entscheidung, in welcher Welt er leben will.

Was sich aber vor allem verändert hat, ist meine Sicht auf Tiere. Ich sehe sie als „vollwertige” Lebewesen, die ebenso Gefühle haben wie wir. Das wird besonders deutlich, wenn man sich das unwürdige Leben der Milchkühe anschaut. Kaum einer denkt daran, dass Kühe nur dann Milch geben, wenn sie ein Kälbchen geboren haben. Also müssen sie dauerschwanger sein und ihr Kalb wird ihnen sofort nach der Geburt weggenommen, damit es nicht die Milch trinkt. Wenn man dann sieht, wie Mutter und Kind voller Trauer nacheinander rufen und dabei echte Tränen weinen – spätestens dann muss doch jedem halbwegs empathischen Menschen das Herz aufgehen

Dabei sind die „Aufreger-Themen” endlos, vom gefährlichen Antibiotika-Einsatz in den Ställen bis zu 90 Milliarden Euro EU-Subventionen, mit denen jährlich europaweit die Massentierhaltung gefördert wird etc. Eine sehr gute ARTE Dokumentation, die die globalen Zusammenhänge deutlich macht, ist auf Youtube unter dem Titel „Nie wieder Fleisch?” zu sehen. Ich kann sie wirklich empfehlen für jeden, der bereit ist, mal über seinen Tellerrand raus zu schauen.


Hat vegane Ernährung Auswirkungen auf Gesundheit, Schönheit, Wohlbefinden?

Ich kann ungelogen behaupten, dass ich gesünder bin und mich wohler fühle, als je zuvor in meinem Leben. Ich hatte früher immer Probleme, mein Gewicht zu halten und habe schnell zu-, aber schwer abgenommen. Das ist vorbei. Ich habe völlig ohne Mühe ein paar Kilo abgenommen und halte das Gewicht problemlos. Extrem verändert hat sich auch, dass ich viel wacher und energiegeladener bin. Früher hatte ich um die Mittagszeit oft einen Durchhänger und das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf. Das ist komplett vorbei. Ich schlafe auch nachts weniger. Meine Haut, die früher öfter zu Pickeln neigte, ist vor allem durch das Weglassen der Milchprodukte deutlich besser geworden!

Das Beste ist allerdings mein mentales Wohlbefinden aus dem guten Gefühl heraus, dass ich wohl kaum an ernährungsbedingten Krankheiten wie einem zu hohen Cholesterinspiegel, Krebs, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Alzheimer etc. erkranken werde. Und dass für mich kein Tier mehr leiden und sterben muss. Ich leiste mit meiner Ernährungsweise einen kleinen, aber wichtigen Teil „für eine etwas bessere Welt”. Denn die Erde ist rund, es kommt alles zurück.


Hattest du anfänglich Problem?

Es war nur eine einzige Entscheidung und die Umstellung war einfacher, als ich anfänglich dachte! Wobei mir schnell klar war, dass ich nicht einfach die tierischen Bestandteile in der Nahrung weglassen kann, denn ich brauche ja Nährstoffe aus anderen, pflanzlichen Quellen. Anfänglich durfte ich deshalb etwas Zeit investieren, um Neues auszuprobieren, was aber auch sehr spannend war. Denn ich habe ganz neue Nahrungsmittel entdeckt, die ich vorher nicht kannte und die mir eine ganz neue kulinarische Welt eröffnet haben. Dazu gehören z. B. Amaranth, Quinoa, Seitan, Tofu, Soja-Burger, Hanf- und Chia-Samen, Green Smoothies und vieles mehr. Vieles hole ich im normalen Supermarkt, im Biomarkt und im Reformhaus oder in den beiden veganen Supermärkten in München. Oder ich bestelle es im Internet. Und ich habe mir natürlich ein paar tolle vegane Koch- und Backbücher zugelegt, von denen es inzwischen zum Glück sehr viele gibt. Und was die „Probleme” angeht, so war das in erster Linie die Herausforderung, mein nächstes Umfeld davon zu überzeugen, dass mein Entschluss zum Umstieg felsenfest steht und kein kurzfristiges Hirngespinst ist!

Wie verhältst du dich, wenn du irgendwo zu Gast bist – und der Gastgeber kein Veganer ist?

Meine Freunde wissen das natürlich und bieten meist von sich aus eine (zumindest) vegetarische Variante an, wenn sie nicht sowieso schon aus Überzeugung selbst vegan kochen. Leute, die es nicht wissen, informiere ich vorher und biete an, für mich etwas mitzubringen, z. B. beim Grillen. Ich nehme dann meist etwas mehr mit, damit jeder mal probieren kann, und die meisten sind überrascht, wie gut die Alternativen schmecken. Und falls in Restaurants gar nichts veganes auf der Karte steht, dann frage ich, was der Koch für mich machen kann. Oder ich wähle zur Not etwas vegetarisches, da bin ich dann ausnahmsweise nicht so oberkleinlich.


Polentakuchen.

Welche Empfehlungen hast du für Umsteiger?

Wer den Umstieg nicht so radikal vollziehen will wie ich, ersetzt erst mal nach und nach jede zweite Fleisch- oder Fischmahlzeit durch ein vegetarisches oder veganes Gericht und testet so, was schmeckt und vielleicht auch gleich bei der Familie gut ankommt. Es gibt zwei Strategien, die z. B. bei Kindern und/oder Ehepartnern erfolgreich sind: Einfach sehr lecker vegan kochen, ohne es überhaupt zu thematisieren. Oder die Beteiligten – und das ist die harte, aber meist auch sehr wirkungsvolle Variante – mit den Tatsachen der Auswirkungen der bisherigen Ernährung konfrontieren. Ausgezeichnete Infoquellen sind Internetseiten wie provegan.info, albert-schweizer-stiftung.de, veganstart.de oder vebu.de. Dort finden sich alle wichtigen Fakten, Argumente und viele Dokus und Filme, die die Augen öffnen und den Schalter bei jedem umlegen, der halbwegs empathisch ist.

Besonders hervorheben möchte ich zum einen die sehr beeindruckende, 10-minütige Rede von Philip Wollen, dem Ex-Vice-President der City Bank. Dann die sehr interessante Diskussion in der Sendung „Scobel” zum Thema „Dürfen wir Tiere essen?”, in der es vor allem um unser ambivalente Verhältnis von geliebten Haustieren und gequälten Nutztieren geht. Und nicht zuletzt den Film earthlings.de von Joaquin Phoenix und Moby, der die entscheidende Frage stellt: Schließen wir die Augen oder fühlen wir mit. Was hier gezeigt wird ist nichts für zarte Gemüter – und doch sage ich: Wir müssen es uns nur anschauen, die Tiere müssen es erleiden. Das Hinschauen ist das Mindeste, was wir ihnen schuldig sind.


Welche Bücher würdest du empfehlen?

Ganz viele! Wie gesagt: Sehr lesenswert ist „Anständig essen”* von Karen Duve. Wer den Fokus auf Gesundheit setzt, dem empfehle ich „Die China Study*. Das Buch liefert die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise und ist trotzdem sehr gut zu lesen. Im Übrigen gibt es das auch als Hörbuch, gelesen von Christoph Maria Herbst. Oder auch Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt.* von Ruediger Dahlke. Und natürlich wunderbare Rezeptbücher für jeden Geschmack und jeden Bedarf. Oder einfach mal im Buchhandel unter dem Stichwort „vegan” schauen, was einem selbst zusagt.

Hast du ein Lieblingsrezept?

Ich kann mich gar nicht entscheiden, weil ich so viele Lieblingsrezepte habe. Auch hier ist das Internet eine erstklassige Quelle für super leckere Rezepte. Ein ganz einfaches Rezept, das immer richtig gut ankommt und bei dem übrigens kaum jemand merkt, dass es vegan ist, ist Chili sin carne, bei dem man das Hackfleisch einfach durch Soja-Granulat ersetzt. 


Mousse au Chocolat mit Cantuccini.


Was ist dir sonst noch wichtig?

Ich will in Sachen Ernährung nicht missionieren. Ich spreche darüber, wenn ich gefragt werde. Und dann sage ich nichts anderes als die Wahrheit. Die Rechtfertigungen der Menschen, mit denen ich spreche, sind darauf hin fast immer die gleichen: „Ja, das stimmt schon. Das ist echt schlimm. Aber ich esse ja kaum noch Fleisch. Und wenn dann nur Bio vom Metzger meines Vertrauens.” Meine Antwort darauf lautet dann meist „Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren, nur von toten.”

Viele werfen auch ein, dass ich ja schließlich auch nicht alles richtig machen würde (meistens sagen das die, die gar nichts tun!). Und es stimmt, ich trage z. B. immer noch meine alten Ledersachen auf. Ich bin auch kein „Gutmensch” und weit davon entfernt davon, moralisch einwandfrei zu sein. Und doch tue ich wenigstens etwas: Ich esse nichts mehr von Tieren. Das hat mich mitfühlender für Lebewesen aller Art gemacht. Und – bei aller Toleranz – auch etwas unnachgiebiger gegenüber allen, die immer noch Tiere essen „...weil´s halt so gut schmeckt”.

Danke für deine Antworten, Annette, und für den Stupser! Und für die tollen Fotos (Annette hat die Gerichte mit ihrer Freundin Ines Luckau gekocht, die auch die Fotos gemacht hat.) – ich glaube, ich lade mich mal ein! :-)

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Susanne Ackstaller, Mittwoch, 16. April 2014, 09:58 Uhr
Kommentare: 17 | Aufrufe: 5874 | Kategorie: Lifestyle, Essen & Wohnen, Meinungen, Interviews, | Tags: vegetarismusveganismusvegan lebenvegan esseninterviewannette jarosch
Das könnte auch interessant sein:
Frauen ab 40: Das Montagsinterview mit Annette Jarosch.
Das Donnersblog: Unverbissen vegetarisch.
Fastenzeit 2014: So war’s (Fasten nach der 5-2-Methode) und so geht’s weiter (Vegan fasten).
 

Kommentare

  • Das große Problem der heutigen Zeit ist der starke Rückgang an Mineralstoffen, auch in BIO Gemüse. Neueste Untersuchungen ergaben, dass in den letzten 50 Jahren Magnesium um bis zu 55% und Calcium um bis zu 70% zurück ging. Das ist fatal, denn so viel Gemüse können wir nicht essen, um das auszugleichen.

    Ich ernähre mich seit 2 Jahren vegan und natürlich hat sich vieles zum positiven verändert. Das Einzige, was mir große Sorgen bereitete, ist der stetige Mangel, gerade an Magnesium, den ich hatte. Das hat aber nichts mit der veganen Ernährung zu tun, denn Mineralstoff Mangel hat fast jeder. Deshalb kippt oft das Immunsystem. Wenn man dann Mineralstoffe als Nahrungsergänzung zu sich nimm, schädigen diese sehr stark den Darmtrakt.

    Einen besonders guten Bericht über Mineralstoffe und deren Wirkung, habe ich hier gefunden: colo-world.com/cms/de/mineralstoffmangel-als-verursacher-vieler-chronischer-erkrankungen Hier wird gut erklärt, wie man Mineralstoffe über die Haut aufnimmt.

    Ich gleiche schon seit einiger Zeit mit Mineralstoffen als Fußbad aus und bin froh, dass es tatsächlich, zu meiner veganen Ernährung, eine hervorragende Ergänzung ist.

    Petra
    am Dienstag, 02. September 2014 um 12:15 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hallo,

    das ist ja alles gut und schön. Wenn man nur nach sich selbst fragen muss, kann man ja leben wie man es für richtig hält.

    Ich achte auch auf Ernährung, bin aber ein moderater Fleischesser geblieben.

    Vegane und vegetarische Gerichte gibt es bei mir auch und natürlich sind die lecker!

    Ich muss allerdings auch noch für meine Kinder kochen und die vollständig vegan oder auch „nur” vegetarisch zu ernähren ist für mich undenkbar und grenzt meiner Ansicht nach an Vernachlässigung. Menschen sind tatsächlich Allesesser und brauchen auch Inhaltsstoffe aus tierischen Lebensmitteln, beispielsweise Vitamin B12. Besonders, wenn sie noch an Körper und Gehirn wachsen müssen!

    Also essen wir alles, aber alles in Maßen. Tiere müssen für uns sterben, ja. Aber zumindest nicht vorher in einer Massentierhaltung leiden, darauf achten wir sehr. Auch darauf, nicht unnötig Lebensmittel wegzuwerfen und mit unseren Ressourcen sorgsam umzugehen.

    Mein 16-jähriger Sohn zum Beispiel besucht seit 2 Jahren keine Fast Food Restaurants mehr und isst auch nie, niemals Fleisch aus unbekannter Quelle. Auf diese Reflektiertheit bin ich sehr stolz.

    Ein sorgsamer Umgang mit der Welt und eine kritische Haltung zu Tierquälerei und Ausbeutung ist sehr wichtig. Vegane Ernährung ist für meine Begriffe jedoch überflüssig und sogar ungesund.

    Ich möchte niemanden vor den Kopf stoßen, jeder soll das tun, womit er glücklich wird. Missionare aber gefallen mir gar nicht.

    Schöne Grüße
    Yvonne

    Yvonne
    am Montag, 28. April 2014 um 23:39 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Heike: Ersatzreligion?? Warum das denn?! Natürlich gibt es wie überall Menschen, die fanatisch sind. Das gilt aber auch für Fußball, Star-Kult etc. Ich sehe das bei Veganismus nicht anders als im restlichen Leben. :-)

    @Yvonne: Nunja, für manche Menschen ist es halt schon ein Verzicht. Zumindest erstmal. Für mich zum Beispiel schon. Denn ich mag Fleisch - also, vom Geschmack her - oder auch Milchprodukte. Für andere mag es kein Verzicht sein. Wenn dir Fleisch nicht schmeckt und nie geschmeckt hat, ist es natürlich auch kein Verzicht. :-) Müsste ich auf Sellerie „verzichten”, wäre es für mich auch keiner. ;-)

    Susi
    am Samstag, 19. April 2014 um 12:49 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi,

    ich bin seit längerer Zeit stille Mitleserin
    Deines Blogs. Zu dem oft emotional aufgeladenen Thema Ernährung möchte ich hinzufügen, dass ich (52) mich mit Beginn
    der festen Nahrung geweigert habe Fleisch zu essen. Schmeckt mir nicht !!
    Ich habe mir jahrelang Mühe gegeben herauszufinden warum Fleisch/Wurst schmecken soll. Kapiere ich bis heute nicht.
    Und, nehmt es mir nicht übel, verstehe ich auch die „Verzichtsdiskussionen” nicht.
    Vor 14 Jahren habe ich ein veganes Jahr eingelegt. Seitdem bevorzuge ich die vegane Ernährung und lebe in Zweisamkeit mit einem passionierten Fleischliebhaber!

    Schöne Ostern

    Yvonne Lenz
    am Freitag, 18. April 2014 um 10:25 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Für mich ist dieser Veganismus nichts anderes als eine Ersatzreligion. Mit allem was dazugehört.
    Die gezeigten Leckereien sprechen nicht dagegen, auch mal ein Steak genießen „zu dürfen”. Ich habe dabei kein schlechtes Gewissen.
    Wie viel Wasser benötigt denn das Korn bis es erntereif ist? Bestimmt mehr als die angegebene Menge, die nur zum Backen des Brotes benötigt wird!
    Mögen sie alle ihr Heil finden. Ich möchte nicht in den Veganer-Himmel. No risk - no fun.
    Lasst es euch schmecken.
    LG
    Heike S.

    Heike S.
    am Freitag, 18. April 2014 um 10:02 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich habe für mich selbst vor einigen Monaten beschlossen,eine Zeitlang auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Das hat mir aber bereits nach kurzer Zeit so gut getan, dass ich keinerlei Verlangen habe, zu Fleisch zurückzukehren! Ganz im Gegenteil, ich fühle mich besser, habe abgenommen (ich habe gleichzeitig meinen Alkoholkonsum nahezu komplett eingeschränkt), schlafe wieder durch und entdecke neue Lebensmittel und Rezepte.
    Vegan zu leben wäre allerdings nichts für mich, da ich sehr gerne Fisch und Meeresfrüchte esse und auch auf Milch, Käse und Joghurt auf keinen Fall verzichten möchte.
    Im Zuge dieser Ernährungsumstellung verzichte ich z.B. auch auf Weißmehl, ein Freund von Süßigkeiten bin ich sowieso nicht und frische Lebensmittel und eine ökologische Produktion sind für mich selbstverständlich, darauf achte ich immer.

    LG
    Annette | Lady of Style

    Annette
    am Donnerstag, 17. April 2014 um 11:12 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Stefanie: AAAAH!! Okeeeee ... alles klar! :-))

    Susi
    am Donnerstag, 17. April 2014 um 08:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @susi ich habe Quatsch geschrieben. Da sollte nicht „Milch und Zucker” stehen sondern „Weizen und Zucker”

    stefanie
    am Donnerstag, 17. April 2014 um 00:02 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich freu mich sehr, liebe Annette, dass dir das Peace Food Kochbuch gefällt, die Rezepte sind nämlich wirklich gut (und kuck mal ins Impressum…)!

    DSteinbacher
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 23:06 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • wenn die Evolution gewollt hätte das wir pflanzen essen hätte der Blinddarm noch eine Funktion.

    Hausaffe
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 20:46 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • was frisst der hund?

    Hausaffe
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 20:42 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Stefanie: Aber Milch ist doch sowieso „nicht-vegan”? Ich meine, wegen „zusätzlich weglassen”?!

    Susi
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 18:19 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Yeah, das ist super, das Interview. Ich esse seit erst 4 Monaten vegan, bin aber jetzt schon 15 Kilo leichter und unmessbar fitter als je zuvor. Ich lasse zusätzlich zu allem tierischen auch Milch und Zucker weg. Und wenns garnicht anders geht, zum Beispiel im Restaurant, ist auch mal ein Salatteller mit z.B. Ziegenkäse ok.

    Bei mir war neben Duves Buch auch „Tiere essen” von Jonathan Safran Foer sehr augenöffnend.

    Danke!
    Stefanie

    stefanie
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 17:59 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Was für ein tolles Interview!
    Ich bin seit etwas über einem Jahr Veganerin und seit 15 Jahren Vegetarierin.

    Was soll ich sagen: Dank der klasse Alternativen zu Milchprodukten fehlt mir absolut nichts! Ich denke, dass für die vegane Lebensweise in den letzten Jahren sehr viel mehr Bewusstsein gewachsen ist und der Markt hat darauf reagiert. Ich finde es klasse! Für mich, für die Umwelt und meine geliebten Tiere! Und ich freue mich über jede Mitstreiterin und jeden neuen und werdenden Gleichgesinnten.

    Es ist ein Prozess, ins vegane Leben zu starten, ich hatte auch so mein *Rückfälle* „(Ich brauche jetzt un-be-dingt einen Latte Machhiato oder eine Käsebrot *g*). Das ist normal, und das darf auch sein. Solange man sich auf den Weg macht, ist es gut, das alles wird, Das Schwerste an allem ist übrigens nicht das Vegansein – sondern das sind die oft wirklich idiotischen Bemerkungen anderer Leute, die man noch nichtmal gefragt hat und die einen – so kommt’s mir oft vor - als externalisiertes schlechtes Gewissen (miss)brauchen wollen ;)

    Petra Busch
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 12:40 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Vielen Dank für eure Kommentare. Conny, es macht nichts, wenn du dich (noch) nicht vegan ernährst. Du bringst das wunderbar auf den Punkt: Es geht um Aufklärung und das Nicht-Wegschauen vor Tatsachen, die einfach nicht in Ordnung sind. Und was den Konflikt mit deiner Familie angeht, so kann ich dir nur den Rat geben: Jedes Essen zählt! Koche öfter mal vegetarisch und/oder vegan und thematisiere so ganz nebenbei immer mal wieder, wie gut es auch ohne tote Tiere schmeckt. Kinder sind meist sehr empathisch, was Tiere angeht. Wenn du Fragen hast oder Tipps brauchst, findest du jede Menge im Internet. Oder melde dich bei mir!
    Liebe Grüße, Annette

    Annette Jarosch
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 11:33 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi,
    sehr interessant und ich finde die abgebildeten Sachen auch allesamt sehr lecker. Ich glaube, dass diese ganze Argumentation der veganen „Gegner” bzw. der „mir-egal-Fraktion” daran liegt, dass die allgemeine Aufklärung immer noch zu schlecht ist. Schließlich hat die Ernährungsindustrie ein enormes Interesse daran, dass alles so bleibt, wie es ist. Hinzu kommt, wie auch bei den Missständen in der Kleidungsindustrie, Menschen sehr schlecht in der Lage sind, in diesem Ausmaß Verantwortung zu übernehmen. Diese ganzen „Sachen” passieren ja nicht sichtbar und deswegen muss sich Mensch nicht damit auseinandersetzen. Sich Informationen zu beschaffen, dem geht immer erst ein Wollen voraus und warum sollte man das Wollen, wenn es doch auch so funktioniert und man nicht damit konfroniert wird. Beziehungsweise einem nicht an jeder Ecke entgegenprangt, dass vegane Ernährung die bessere Art zu Leben ist? Außerdem ist das auch eindeutig eine Frage, welcher Gesellschaftsschicht man angehört. Bei zwei Supermärkten in ganz Münche, wage ich zu bezweifeln, dass man dort mit kleinem Geldbeutel einkaufen kann.
    Aber Ihr habt natürlich völlig recht, ich finde auch man muss die Missstände aufzeigen, immer und immer wieder und nicht damit aufhören. Dann werden es mehr und mehr, die darauf hinweisen. Schließlich ist das auch schon zu beobachten - früher war vegane Ernährung etwas für die „grünen Spinner”, die sich alles selber in ihrem Kräutergarten angebaut hatten und „natürlich unter Mangelernährung litten.” Heute ist vegan kein Trend mehr, sondern viel mehr angekommen, noch nicht ganz in der Gesellschaftsmitte aber auf einem guten Weg dorthin.

    Sorry, dass mein Kommentar jetzt so lang geworden ist und nun sogar noch länger wird. Ich beschäftige mich auch immer wieder mit diesem Thema… muss an der Stelle aber unbedingt noch einschieben, dass ich mich - noch - nicht vegan ernähre. Ich schrecke - noch - vor dem Konflikt mit meiner Familie zurück… Mit ein Grund, warum ich Dein Interview heute mit großem Interesse gelesen habe. Vielen Dank Euch beiden - herzlicher Gruß Conny

    Conny von A Hemad und a Hos
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 11:08 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Vielen Dank für das informative Interview.
    Bei den leckeren Fotos läuft mir das Wasser im Munde zusammen - würdet Ihr vielleicht die Rezepte verraten? Danke!

    chiclana
    am Mittwoch, 16. April 2014 um 10:25 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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