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Das andere Salzburg: Ecken, Gassen, Viertel abseits der Touristenpfade.

Ach, Salzburg! Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie oft in meinem Leben ich schon in der Festspielstadt an der Salzach war – was ich aber sicher weiß: Jedes Mal bin ich wieder entzückt von ihrem typisch österreichischem Charme und ihrer Schönheit, von ihrer lässigen Eleganz und dem speziellen Savoir-vivre, das der Stadt eigen ist.. Salzburg verzaubert einen zu jeder Jahreszeit, an kalten Wintertagen ebenso wie an dem heißen Juli-Wochenende, an dem der Mann und ich in der Mozartstadt zu Gast waren. Die meisten klassischen Sehenswürdigkeiten – Getreidegasse, Schloss Mirabell samt Mirabellgarten, die Festung Hohensalzburg, der Dom und das etwas außerhalb gelegene Schloss Hellbrunn mit seinen Wasserspielen – habe ich nicht nur einmal besucht. Als mich der Tourismusverband Salzburg einlud, habe ich mir deshalb gewünscht: das Salzburg jenseits der bekannten Touristenpfade kennenzulernen. 

Und genau dieses Salzburg habe ich gemeinsam mit meiner Freundin Claudia Braunstein, die hier lebt und die Stadt wie ihre Westentasche kennt, erkundet. 

 

Das andere Salzburg – meine persönlichen Highlights

Das Andräviertel:

Gewohnt haben wir im wunderschönen Hotel Auersperg (dazu weiter unten mehr!) im angesagten Andräviertel in der Salzburger Neustadt, also auf der linken Seite der Salzach. Der Stadtteil ist vor allem unter Kreativen in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Es gibt hier viel junge und leckere Gastronomie (schon vor Jahren haben der Mann und ich dort in einem Restaurant den besten Fisch ever genossen – leider hatten wir den Namen vergessen und das Lokal trotz mehrfacher Versuche nicht mehr gefunden), Cafés und Bars, Kunst und Kultur sowie nette Geschäfte, vor allem entlang der Linzer Gasse. Wem’s zu trubelig wird, der besucht den Sebastiansfriedhof  – wunderschön, idyllisch und absolut ruhig, ideal um zwischendrin mal abzuschalten und durchzuatmen. Unter anderem liegen dort Mozarts Frau und Vater begraben. Übrigens: Für Zugreisende liegt das Andräviertel ideal, denn der Bahnhof ist nah und die Altstadt jenseits der Salzach ist dennoch in 10 Minuten zu Fuß erreichbar. 

 

Die Steingasse:

Gemeinsam mit Claudia sind wir durch die verträumte Steingasse spaziert, ein uralter Fahrweg, der bereits Teil der Römerstraße bis nach Aquileia war, und die Haupteinfallstraße nach Salzburg bildete, bevor die Salzach reguliert wurde. Früher hatten dort viele Handwerker ihre Werkstätten, etwa Färber und Gerber, die das Flusswasser benötigten und auf der anderen Stadtseite wegen der Gerüche beim Färben und Gerben unerwünscht waren. Nach wie vor hat die bekannte Trachtenfirma Lanz dort ihr Atelier. Dirndln und Kostüme von Lanz hat etwa Marlene Dietrich getragen, als sie in Salzburg in den 30er Jahren anlässlich der Salzburger Festspiele zu Gast war.  

Auf der Steingasse gelangt man zum Arenberg, einer sehr exklusiven Wohngegend in Salzburg mit vielen schöne Villen. Beim Schloss Arenberg gibt es einen kleinen Park zum Verweilen und Ausruhen – zeitgenössische Kunst gibt’s im Skulpturenpark Würth gratis dazu. 

Das Kaiviertel:

Durch den Volksgarten und über die Nonntalerbrücke kommt man  auf die linke Seite der Salzach – ins Kaiviertel der Salzburger Altstadt, in dem in erster Linie Einheimische unterwegs sind. Man schlendert durch verwinkelte Gassen und Gässchen, trinkt einen Verlängerten oder großen Braunen in einem der vielen Cafés und lässt sich in die kleinen, pittoresken Läden locken. Das Kaiviertel ist zugleich hip, urban und ein geschichtsträchtiger Amtsbezirk mit Landgericht und Sitz der Salzburger Landesregierung. Auch das Mozartkino, das manche Quellen als das älteste Kino der Welt bezeichnen, liegt in diesem Stadtviertel (und ist übrigens immer noch in Betrieb).

 

 

Was mir sonst noch besonders gut gefallen hat:

→ Domführung: Statt vieler kunsthistorischer Details (die sich kein Laie merken kann), gab es eine eher theologische Sichtweise auf das Gebäude, seine Architektur und die künstlerische Innengestaltung. Sehr spannend!

→ Kleine Wanderung auf den Kapuzinerberg bis zum Kapuzinerkloster (in dem übrigens Papst Johannes Paul II bei seinem Salzburg-Besuch anno 1988 übernachtet hat): Wir haben den steilen Aufstieg über die Imbergstiege gewählt, kamen an dem kleinen Kirchlein Sankt Johannes am Imberg vorbei (es lohnt sich, einen Blick hineinzuwerfen!) und wurden nach rund 10 Minuten mit einem großartigen Ausblick über die Altstadt samt der Festung Hohensalzburg und der umliegenden Bergwelt belohnt. 

 

 

→ Besuch des Zwergerlgartens: Im 17. Jahrhundert standen den 28 Heldenstatuen im Mirabellgarten ebenfalls 28 Zwergenfiguren im Rondeau jenseits einer kleinen Brücke gegenüber. Heute sind es noch 17, sie wurden erst kürzlich renoviert. Alles in allem: ein Ort, der ein bisschen unwirklich ist, und sehr zauberhaft ....

→ Morgenmesse im Kloster Nonnberg: Es ist ein fast schon mystisches Erlebnis, wenn die Ordensschwestern der Benediktinerinnenabtei hinter der Verglasung singen und um 6.45 Uhr morgens den neuen Tag begrüßen. (Okay, ich geb’s zu – ich war nicht dabei, ich hatte verschlafen. Aber mein Mann ist zur Abtei hochgestiegen und war sehr beeindruckt.)

 

Wo man in Salzburg besonders gut isst – von stylish bis traditionell

Wenn man mit Einheimischen unterwegs ist, merkt man sofort, wie wichtig gute Gastronomie in dieser Stadt ist. Ständig werden Restauranttipps ausgetauscht und man berichtet sich gegenseitig von Neuentdeckungen … Ganz ehrlich: Sowas habe ich in Deutschland noch nie erlebt. 

Entsprechend gut haben wir mit unserer Salzburger Begleitung gegessen. Jeder Abend war ein Highlight!

→ St. Peter Stiftskulinarium: Das Restaurant schreibt sich mit 1200 Jahren auf die Fahne, die älteste Wirtschaft in Europa zu sein. Wer nun ein etwas angestaubtes „gut bürgerliches“ Lokal erwartet, wird enttäuscht – im besten Sinne! Das Stiftskulinarium bietet zahlreiche ganz unterschiedlich gestaltete Räumlichkeiten unter einem Dach: von modern und stylish bis klassisch-elegant und traditionell ist alles dabei. Die Küche ist einfach vorzüglich (sogar ein Sternelokal ist hier angesiedelt), die Weinkarte riesig, der Service bestens und die Salzburger Nockerln sind die leckersten, die man überhaupt finden kann. Mhmmmmm! (www.stpeter.at)

→ Restaurant Auerhahn: Etwas außerhalb gelegen – und daher vermutlich nur Einheimischen bekannt – ist das Restaurant Auerhahn: ein unkompliziertes, freundliches Lokal ohne Schickeria, Chichi und Gucci-Taschen. Also genauso, wie ich es mag! Und dabei so lecker! Wer unprätentiöse Gourmetküche – im Sommer unter alten Kastanien – genießen will, ist hier auf jeden Fall richtig. (www.auerhahn-salzburg.at)

→ Wastlwirt: Eine Traditionswirtschaft wie aus dem Bilderbuch, mit Biergarten und Stubn und Bier vom Fass! Das Essen ist deftig, aber mit Finesse: Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn, Zwiebelrostbraten – wahrlich kein Diätessen, aber so lecker! Vegetarische Gerichte gibt‘s aber auch. (www.gasthof-wastlwirt.at)

Die schönsten Hotels für jedes Budget:

Hotel Auersperg: Wir waren im Hotel Auersperg im Andräviertel untergebracht – ein familiengeführtes Hotel, das früher einmal das großmütterliche Wohnhaus der jetzigen Besitzerin war. Peu à peu, so erzählte mir die Hoteldirektorin, habe ihre Oma das Haus in ein Hotel umgebaut. Und das ist wirklich ganz wunderbar gelungen. Eine liebevoll gestaltete Oase mitten in der Stadt – mit einem großen Garten zum Entspannen. Das Frühstück ist übrigens legendär gut (und besteht ausschließlich aus Bio-Lebensmitteln), wir durften es jeden Morgen mit Blick auf den Springbrunnen von der Terrasse aus genießen. Life at its best! (www.auersperg.at)

Die nächsten Hotelempfehlungen stammen direkt von Claudia – und machen Lust auf einen weiteren Salzburg-Besuch:

→ Hotel Stein, ein sehr stylishes Haus, direkt an der Staatsbrücke. Die Dachterrasse bietet einen wunderbaren Blick über die Altstadt. (www.hotelstein.at/)

→ Schloss Mönchstein, oben am Mönchsberg, ist Romantik pur. Besonderes Highlight (neben der Top-Gastronomie) ist ein Infinitypool mit Blick über Salzburg. (www.monchstein.at)

→ Hotel Gersberg Alm, das versteckt am Fuße des Gaisbergs liegt: ruhig, idyllisch und ganz im Grünen. Dort übernachtet übrigens auch Angela Merkl gerne, wenn sie Salzburg, etwa zu den Festspielen, besucht. (www.gersbergalm.at)

Und wenn’s ein bisschen günstiger sein soll? Bitte schön:

→ Little Guesthouse: privat geführt, ruhig gelegen und mit idyllischem Garten (www.little-guesthouse.at)

→ Villa Carlton: tolle Villa mit kunterbuntem, stylishem Interieur (www.villa-carlton.at)

→ Hotel Auerhahn, das zum weiter oben genannten Restaurant gehört. (www.auerhahn-salzburg.at)

 

Wer noch ein paar mehr Tipps und Empfehlungen für seinen Salzburg-Besuch braucht, für den hat  Claudia von claudiaontour.com (mit mir oben auf dem Foto) noch eine persönliche Linkliste aus ihrem Reiseblog zusammengestellt. Viel Spaß!

→ Wo gibt es in Salzburg und Umgebung das beste Frühstück und den leckersten Brunch?

→ Salzburg: die Top-Restaurants

→ Im Herzen von Salzburg: die Getreidegasse

 

Warst du denn schon einmal in Salzburg? Was hat dir am besten gefallen?

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2514 10 Pressereise, Travel 14.08.2022   claudia braunstein, pressereise, salzburg, texterella auf reisen, texterella unterwegs

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