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Meine berufliche und private Welt ist voller Schreiberinnen und Kommunikationsfrauen. Das spiegelt sich auch in meinen Montagsinterviews wieder. Umso mehr freut es mich, wenn ich die Chance habe, eine Frau aus einer ganz anderen und auch für die Montagsinterviews komplett neuen Berufsgruppe interviewen zu dürfen – und noch mehr, wenn es sich eine Berufsgruppe handelt, bei der das Äußere eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt.

Heute habe ich die Schauspielerin Maria Bachmann zu Gast. Unter anderem ist sie in der neuen Folge von Inga Lindström zu sehen, die am 14. Mai 2017 um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. Maria ist aber noch mehr: Buchautorin, Coach, Malerin. Jemand, der das Glück über Jahre gesucht hat und heute Menschen dabei unterstützt, es ebenfalls zu finden. Dazu hat sie sogar ein Buch geschrieben: „Bin auf Selbstsuche – komme gleich wieder“.

Maria Bachmann. Schauspielerin, Autorin, Coach. Bei Texterella spricht sie über Mode, Aussehen und ihr Leben.

Maria Bachmann, 53.

Eine Frau mit vielen Gesichtern und vielen Talenten? Unbedingt! Deshalb freue ich mich besonders, Maria hier und heute zu Gast zu haben.

Wie würden Sie Ihre Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Ich mag Mode und lasse mich gern inspirieren. Zugleich bin ich aber mittlerweile unabhängig von zu starken Trends, denn ich trage grundsätzlich das, was mir steht und worin ich mich wohlfühle. Früher trug ich gern die Hosen, die eine Freundin von mir aus Vorhangstoff der 50iger-Jahre genäht hat. Das war der neueste Schrei und man fiel überall damit auf. Ich mochte auch Minilederröcke und High-heels, Second-Hand-Trenchcoats und lila gefärbte Latzhosen. In den 80igern mussten es natürlich die rosa Karottenhosen mit den weißen Turnschuhen sein. Kleidung ist immer ein Ausdrucksmittel, denn mit der Kleidung zeige ich mich. Aber ich würde nicht sagen, dass ich Mode und Kleidung überbewerte.

Was ist für Sie Stil? Und was ist Ihr Stil? Wie hat sich Ihr Geschmack im Laufe Ihres Lebens verändert?

Stil zu haben heißt für mich, sich und seine Art zu sein und zu leben mit Verhalten, Kleidung und Auftreten zu positionieren. Für mich ist es wichtig, das „Eigene“ zu vertreten, den eigenen Fußabdruck zu hinterlassen. Das können Kleinigkeiten sein: Zum Beispiel eine Haltung, eine Meinung, eine schöne Gewohnheit oder Kleidung, die das unterstreicht, was ich gerne in Szene setzen möchte.

Maria Bachmann. Schauspielerin, Autorin, Coach. Bei Texterella spricht sie über Mode, Aussehen und ihr Leben.

2015.

Als Jugendliche wurde ich kleidungsmäßig natürlich beeinflusst. Ich habe mir mal aus der Zeitschrift „Mädchen“ ein Sweatshirt mit Sternchen darauf bestellt. Sowas gab es damals nirgendwo! Zumindest nicht dort, wo ich aufgewachsen bin. Die Musikszene hat mich immer wieder geprägt: Cool sollte es aussehen oder „anders“.

Haben Sie ein Lieblingskleidungsstück?

Lieblingskleidungsstücke habe ich phasenweise. Die Jeans gehört definitiv dazu. Da bin ich vielleicht einfach faul: Ich fahre gern Fahrrad, ich bin viel draußen in der Natur. Da liebe ich es praktisch.

Hinzu kommt: Als Kind musste ich darum kämpfen, eine Markenjeans zu kriegen, eine Wrangler. Heimlich nähte ich dann die Beine eng – Röhre sollte schon sein!:-)

Ich finde, die Jeans als Allerwelts- und Überlebenshose wird heutzutage unterschätzt! Es gibt ja auch diese tollen Marlene-Jeans, da suche ich aber noch nach der passenden.

Maria Bachmann. Schauspielerin, Autorin, Coach. Bei Texterella spricht sie über Mode, Aussehen und ihr Leben.

2013.

Wie hat sich Ihre Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Tja, was soll ich sagen. Älterwerden passiert! Und Klügerwerden auch. Das passt ziemlich gut zusammen. Wo das Äußere etwas nachgibt, wird das Innere stärker. Älterwerden muss man mit Humor sehen.

Zur Kosmetik: Sind Sie eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glauben Sie an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Ooch ja, ich probiere immer wieder mal was Neues aus! Zum Beispiel das ganze Zeug mit Hyaluron und so weiter. Ich bin da auch „Opfer”, könnte ja sein, dass irgendwas davon die Falten wegätzt oder wegzaubert. Das möchte ich ungern verpassen, also probiere ich vieles aus.

Sie sind auf Reisen und haben Ihren Waschbeutel vergessen. Zahnpasta und Seife gibt es im Hotel. Auf welche drei (Kosmetik-)Produkte können Sie keinesfalls verzichten und kaufen sie sofort ein?

Ich kann auf alles verzichten. Notfalls tut´s eine einfache Hautcreme. Früher wäre das anders gewesen. Aber mittlerweile bin ich da recht flexibel. Aber natürlich versuche ich, nix zu vergessen! :-)


1983.

Würden Sie sich für die Schönheit unters Messer legen? Oder Botox, Filler etc. nutzen?

Die normale Antwort wäre: niemals! Ich trinke 10 Liter Wasser am Tag und halte mich fit. Ich muss lachen. Aber sagen wir es so: Sag niemals nie. Der Druck in unserem Schauspielerberuf ist sehr groß. Umso mehr bewundere ich die Kolleginnen, die zu ihrer „ehrlichen Haut“ stehen. Das gefällt mir.

Haben Sie ein Schönheitsgeheimnis?

Nein. Oder doch: viel Lachen! Und genügend Schlaf. Und viel frische Luft und Bewegung. Und – sich selbst nicht so verdammt ernst nehmen.

Was ist für Sie die größte Herausforderung am Älterwerden? Und die schönste Überraschung?

So alt bin ich noch nicht, dass es eine besondere Herausforderung wäre. Ich mag mein Alter. Und schön ist, dass man die Dinge gelassener sieht.

Gibt es ein Mantra, das Sie durch Ihr Leben begleitet?

Leben. Lieben. Lachen.

Danke fürs Dabei sein, liebe Maria! Und – auch wenn ich eigentlich keine große TV-Guckerin bin – am nächsten Sonntag, 20.15 Uhr, sitze ich garantiert vor dem Fernseher! Ich bin gespannt!

***

Hier gibt es noch mehr spannende Interviews mit spannenden Frauen über 40, 50, 60 und über 70.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 08. Mai 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 1 | Aufrufe: 1917 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews, | Tags: schönheitschauspielerinmontagsinterviewmodemaria bachmanninterviewfrauen ab 50
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Kommentare

  • Oh wie erfrischend - ich habe gerade sehr gelacht: Auch meine erste Markenjeans war von Wrangler: Es war wichtig, dass es nicht immer nur eine Hose von Palomino war - mit dem buntgefleckten Pferd mit Glöckchen von C&A. Die meisten Menschen erzählen ja von ihrer ersten Levis - und verschweigen sicher ein paar Wrangler und Lee und was noch für Premieren, weil die im Rückblick heute nicht cool genug klingen. ;-)
    Ich freue mich auch sehr, ein lachendes Gesicht mit echten Lachfältchen zu sehen! Und wünsche von Herzen, dass sich diesem authentischen Gesicht genügend schöne Rollen angeboten werden.
    Auch Menschen ohne Fernseher können den neuen Film online ansehen, am 14. Mai schon ab 10.00 Uhr vormittags. ;-)
    https://www.zdf.de/filme/herzkino/inga-lindstroem-kochbuch-der-liebe-100.html

    Martina
    am Montag, 08. Mai 2017 um 21:37 Uhr

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