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Meine Einstellung zur Schönheitschirurgie oder auch zu den weniger invasiven Varianten der ästhetischen Dermatologie wie Botox und Fillern war immer schon eher ... nunja, lässig. Leben und leben lassen, das gilt bei mir auch für dieses Thema. Jede(r) darf nach seiner Facon glücklich werden. Oder schön. Natürlich – muss ich das überhaupt dazu sagen? – bin ich kein Fan von aufgespritzten Lippen à la Ohoven, aufgeblähten Dolly-Parton-Brüsten oder völlig lebloser Mimik. Aber das Altern ein wenig bremsen, auf eine sanfte natürliche Art – warum nicht? Wer das nicht will, wer kein Problem mit Falten, Fältchen und anderen Alterserscheinungen hat – prima, auch okay!


Meine Erfahrungen mit Hyaluronunterspritzung, Filler und Botox

Mein Beauty-Pass von Teoxane, in dem Filterbehandlungen dokumentiert werden.

Nun habe ich Glück und die Gene meiner Großmutter väterlicherseits geerbt, die bis ins hohe Alter relativ faltenfrei war. Außerdem war ich nie eine große Sonnenanbeterin und mein Lebenswandel ist nun auch nicht unbedingt ausschweifend, war es auch nie. Das macht sich heute faltenmäßig bezahlt. Bzw.: nichtfaltenmäßig. Hinzu kommt dann noch eine kleine polsternde Fettschicht ... für irgendwas muss die ja auch gut sein, ne? Trotzdem, auch bei mir blieben Falten und Fältchen natürlich nicht aus. Teilweise mag ich sie – meine Lachfalten um die Augen zum Beispiel –, teilweise eher nicht, zum Beispiel diese kleinen Kräuselfältchen um die Lippen. Oder das langsame Herabsacken des Gewebes: die leicht hängenden Mundwinkel, die schlafferen Bäckchen. Alles kein Drama, kein wirklicher Leidensdruck. Dennoch, es störte mich. Natürlich cremte ich, was das Zeug hielt – der Erfolg war ... nunja.

Hyaluronunterspritzung im Selbsttest

Dann kam der Mai 2014. Ich war auf die Beautyblogger-Veranstaltung von beautypress eingeladen. Unter den präsentierenden Unternehmen war auch Teoxane. Ich kannte das Unternehmen von seinen wirklich hervorragenden Anti-Aging-Produkten – allen voran das Radiant Night Peel, das meine Hautstruktur wirklich dramatisch verbessert hat. Am Stand kam ich ins Gespräch, auch über den medizinischen Zweig von Teoxane, der hochwertigste Hyaluronfiller entwickelt und herstellt. Ich muss wohl sehr interessiert geklungen haben, auf jeden Fall lud man mich ein, eine Hyaluronunterspritzung doch mal zu testen. Gleich, noch hier auf dem Event. Ich war so perplex, dass ich spontan zusagte und mich innerhalb weniger Minuten auf dem Behandlungsstuhl wiederfand. Hätte ich länger Zeit zum Überlegen gehabt – ich hätte auf die Behandlung wohl verzichtet. Angst? Das Gefühl, es wäre „noch nicht nötig“, unpassend, übertrieben? Ich weiß es nicht.

Mini-Facelift gegen Knitterfalten

Aber so saß ich da, führte das vorbereitende und über die Risiken aufklärende Gespräch mit Hautarzt Dr. Thomas Zimmermann, bekam die Haare unter ein Häubchen gesteckt und die Haut mit einer Spezialcreme betäubt. Ich war so gespannt, dass ich nicht mal nervös war! Nur die kleinen Kräuselfältchen am Mund sollten verschwinden und vielleicht diese kleinen, nach unten weisenden Kerben in den Mundwinkeln, die manchmal so traurig aussahen. Nicht mehr. Ganz natürlich. Lieber zu wenig als zu viel. Herr Dr. Zimmermann hörte genau zu, setzte an und spritzte mir insgesamt 1 ml Hyaluron unter die Haut. Es tat kaum weh, und nach fünfzehn Minuten war alles vorbei. Von der Behandlung war kaum etwas zu sehen. Aber das würde sich erst noch entwickelt, wurde mir von Dr. Zimmermann gesagt, in 14 Tagen etwa wäre das Ergebnis dann optimal und solle bis zu 1 Jahr halten. Und falls (unwahrscheinlicherweise) etwas wäre: Hier wäre seine Handynummer ...

Hyaluronunterspritzung, Botox, Filler & Co: mögliche Nebenwirkungen

... die ich auf dem Nachhauseweg per Bahn fast genutzt hätte: Meine Lippen schwollen an, an den Mundwinkeln zeigten sich Hämatome! Man hatte mir gesagt, dass es zu diesen – reversiblen – Nebenwirkungen kommen könnte. Aber jetzt waren sie tatsächlich da: Mir wuchs ein Meg-Ryan-Mund, ein Froschmaul, oh Schreck! Das Internet, das ich während der Heimfahrt per Smartphone bemühte, spuckte mir nur Horrormeldungen aus: von misslungenen Fillerbehandlungen, „verrutschten“ Unterspritzungen, von unerwünschten Hyaluron“beulen“ ... das WWW lieferte mir die volle Ladung an gruseligsten Nebenwirkungen. Ich bereute die Behandlung zutiefst und schwor, nie wieder ...

Zwei Tage später war der Spuk vorbei, die Hämatome weg und die Schwellungen zurückgegangen. Zurück blieb: mein Mund, nicht voller, nicht schmolliger – nur ohne Fältchen. Wow.

Gemerkt hat das Ganze übrigens niemand. Nicht mal meine Familie. Nur ich. Und ich fand meinen Mund nun einfach wieder hübscher. Und jünger. Ohne, dass er sich verändert hätte. Mir gefiel er einfach besser. Dass so wenig eine doch so große Wirkung haben würde!

Hyaluron-Filler: Würde ich es noch mal machen?

Ein Jahr später war ich wieder auf dem Beautypress-Event in Frankfurt. Teoxane war ebenfalls da, und Herr Dr. Zimmermann. Und meine kleinen Kräuselfältchen, die nach rund 9 bis zehn Monaten wiederaufgetaucht waren. Wieder wurde eine kleine Menge Hyalorun gespritzt, dies mal das neue RHA, das noch feiner und dünnflüssiger ist. Mit dem Erfolg, dass die Nebenwirkungen diesmal fast gegen null gingen. Natürlich hatte ich auch diesmal leichte Schwellungen, ohne die Panik allerdings, denn ich wusste, sie gingen vorbei.

Warum ich das hier schreibe? Ich gebe zu, dass mich der Beitrag durchaus Mut kostet – aber vermutlich hat das Thema mich genau deshalb gereizt. Mein Anliegen ist es, das Thema aus der „Scham-Ecke“ zu holen, in dem es in Deutschland immer noch steckt. Graue Haare färben ist okay, Zähne bleachen, Besenreiser veröden, überflüssige Härchen entfernen ebenso. Selbstverständlich schminken wir uns, röten unsere Lippen und Wangen künstlich, schwärzen unsere Wimpern. Aber sobald eine Spritze ins Spiel kommt, schieben wir lieber einen ausgedehnten Urlaub vor oder die Farbberatung, die uns so frisch und jung aussehen lässt. Oder die berühmten guten Gene. :-)

Falten entfernen: meine Einstellung

Ich will euch mit diesem Posting eine solche Behandlung nicht „schmackhaft“ machen oder gar dazu raten. Ich will nur sagen: Es ist okay. Man darf diese Möglichkeiten der ästhetischen Medizin annehmen und nutzen, wenn man will, ohne sich dafür schämen zu müssen. Man darf Gesichtsfalten glätten, Augenringe unterspritzen lassen, wenn man will. Es ist schön, dass es diese Möglichkeiten gibt. Wir fühlen uns heute so jung. Warum sollten wir dann älter aussehen, als wir uns fühlen – wenn wir das nicht wollen?

Qualität & Preise bei Hyaluronunterspritzungen und Fillern

Wichtig bei all dem sind vor allem die richtigen Produkte und der richtige Behandler. Teoxane kenne und schätze ich persönlich, auch von Merz-Fillern habe ich schon Gutes gehört. Produkte renommierter Pharmaunternehmen sind auf jeden Fall vorzuziehen, weil dahinter immer auch umfassende Forschung und Entwicklung stecken. Was du auf keinen Fall tun solltest, ist Filler im Internet zu bestellen und sie zur Behandlung einfach mitzubringen. Ein verantwortungsvoller Arzt wird auf dieser Basis ohnehin nicht arbeiten. Billiger mag es sein, aber um welchen Preis! Bei online bestellten Produkten weiß man nie, wie sie gelagert und ob Kühlketten eingehalten wurden etc. Das Risiko massiver Nebenwirkungen steigt damit immens. Eine Fillerbehandlung, bei der 1 ml Hyaluron gespritzt wird, kostet zwischen 250 bis 450 Euro (je Region und Produkt). Eine Behandlung, die günstiger als 200 Euro ist, sollte auf jeden Fall stutzig machen.

Gute Schönheitschirurgen finden

Um einen guten Arzt zu finden, habe ich leider auch keine Geheimstrategie. Herrn Dr. Zimmermann kenne ich und kann ihn von Herzen empfehlen. Auch die Rosenpark-Klinik habe ich schon kennengelernt und hatte einen hervorragenden Eindruck. Das war’s aber auch schon an persönlichen Empfehlungen. Am besten ist es wohl, sich umzuhören und sich dann erst mal gut beraten zu lassen: Ist der Arzt feinfühlig? Hat er eine spezielle Ausbildung genossen? Wie oft besucht er Fortbildungen? Wie oft führt er Unterspritzungen überhaupt durch? Geht er auf Wünsche ein – zum Beispiel nach minimalen Behandlungen, wie bei mir – oder will er dich gleich „rundumerneuern“? Klärt über die Risiken und Nebenwirkungen einer Unterspritzung ausreichend auf und kann er sie im Notfall auch behandeln? Ist er nach der Behandlung mindestens für 48 Stunden erreichbar? Müsste ich einen Arzt suchen, würde ich wohl so vorgehen.

***

Wer nun noch mehr Erfahrungen zum Thema Hyaluronunterspritzungen, Botox und Filler lesen will: Auch meine Kolleginnen, die Ü40-Bloggerinnen Irit von FabForties, Cla von Glam up your Lifestyle und Valérie von Life40up haben die Methoden schon ausprobiert. Und darüber geschrieben! Eine konzertierte Aktion quasi – damit du umfassend, ehrlich und aus erster Hand informiert wirst. :-)

Ergänzung: Schon vor einigen Jahren hat Schminktante Anja dazu gebloggt: Knitterfrei ... zum Thema Schönheits-OPs.

Was ist denn deine Meinung zu diesem Thema? Hast du vielleicht auch schon mal ...? Oder bist du total dagegen? Sag doch mal! :-)

***

Die Behandlungen auf den Beautypress-Events waren für mich kostenfrei und völlig unverbindlich. Meine Meinung ist davon absolut unabhängig.

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 31. Juli 2015, 06:00 Uhr
Kommentare: 10 | Aufrufe: 6542 | Kategorie: Beauty, Hautpflege, | Tags: teoxanerosenpark-klinikhyaluronunterspritzunghyaluronfillerfalten glättenbotoxbeauty-talkanti-aging tippsanti-aging strategien
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Kommentare

  • Guten Tag liebe Mitleser,
    vielen Dank für deine Sichtweise. Ich finde es ebenfalls nicht verwerflich, wenn man zur Schönheitschirurgie zurückgreift, um das eigene Wohlempfinden und Selbstvertrauen zu fördern. Ein Bekannter von mir hatte eine relativ große und leider schiefe Nase und entschied sich deshalb für eine Nasenkorrektur. Nach dem Eingriff ist er wie ein anderer Mensch.

    Viele Grüße
    Jonas

    Jonas
    am Dienstag, 09. Mai 2017 um 10:33 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Vielen Dank für deinen Beitrag und die Schilderung! Ich sehe das genauso wie du, leben und leben lassen. Mich stören auch kleine Fältchen und ich werde mich auf jeden Fall von einem Fachmann beraten lassen. Viele Grüße

    Yvonne Kuefer
    am Dienstag, 21. Februar 2017 um 11:00 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Interessanter Beitrag. Weißte, hässlich will ja keiner älter werden, doch ich halte das wie mein Mann und die anderen Männer die ich kenne: Hauptsache gesund und viel Spaß im Leben! Mit Sport, guter Ernährung und gutem Sex - damit kann mann & frau in Würde alt werden.

    Außerdem, wo fängt man an und wo hört man auf? Augenfältchen, Lachfältchen, Nasenfalte, Zornesfalte, hängende Augenlider, Dekollete-Falten. Ach, die Zähne sind auch nicht mehr frisch. Die Brüste - naja. Die Altersflecken auf den Händen und ups, dann sind da schon wieder neue Falten am Kinn usw. usw. usw.
    Wie gesagt: Hauptsache glücklich & gesund.

    Tipp: http://farbenfreundin.de/face-gym/

    Farbenfreundin
    am Sonntag, 02. August 2015 um 09:03 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Moin :-)
    Ich finde es völlig ok wenn Frauen oder Männer etwas gegen störende Falten tun.Jeder nach seiner Glückseeligkeit…ich hab zuviel Schiss vor den Spritzen.

    Claudia
    am Samstag, 01. August 2015 um 12:39 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Du beschreibst die Behandlung, Deine Zweifel und Gefühle wirklich gut, Susi. Auch den Weg vom Haare färben, Zähne erneuern bis hin zu diesen Behandlungen…
    Ja, jede Frau soll selbst entscheiden, ob sie es möchte - ich habe mich persönlich dagegen entschieden, da ich es überflüssig finde.

    LG
    Annette | Lady of Style

    Annette
    am Samstag, 01. August 2015 um 08:28 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • So, wie Du es schilderst (lieben Dank dafür!), klingt es o.k., dennoch wäre es für mich keine Option.

    1. bin ich der totale Schisser, was Spritzen aller Art angeht, und

    2. denke ich, daß es mit meinem Aussehen ist wie mit der Renovierung einer ziemlich gebrauchten Wohnung: fange ich in einer Ecke an, werde ich mehr und mehr Unzulängliches sehen und immer unzufriedener werden…

    Auch ich habe die relativ faltenfreie Haut meiner väterlichen Oma geerbt und schaue mal, wie lange ich es mit mir im Originalzustand aushalte. :-)

    Uschi aus Aachen
    am Freitag, 31. Juli 2015 um 19:27 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich habe das schon bei Fabforties geschrieben. Bei Botox informiere man sich bitte auch über die Tierversuche, die mit den jeweiligen Chargen gemacht werden, obwohl es andere zulässige Methoden gibt. Nicht schön. Vielleicht für Sie und Ihren Blog auch mal ein Thema?
    Gruß,
    Heidi

    heidi
    am Freitag, 31. Juli 2015 um 16:26 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich finde es völlig in Ordnung :o). Und wenn noch jemand eine Spitzenadresse für Botoxbehandlungen in Hamburg braucht ...

    Claudia
    am Freitag, 31. Juli 2015 um 11:29 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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