Texterella liebt Mode.
Frühlingsgefühle: Streifen, Jeans & ein Hauch Chanel‑Rot
Manchmal frage ich mich, wie mein Leben aussehen würde, wenn sich Coco vor rund 100 Jahren nicht in die Arbeitskluft der bretonischen Fischer verguckt und daraus mein liebstes Kleidungsstück entworfen hätte: die Marinière! Das Bretonshirt! Bzw. vulgo: das Streifenshirt. Danke, Coco!
Ich mag mir die Situation gar nicht vorstellen: (m)ein Leben ohne Streifen! Zu behaupten, es wäre ein armseliges Leben, ist sicherlich übertrieben – aber ärmer wäre es auf jeden Fall. Und aufwändiger. Streifen gehen schließlich immer und (fast) überall. Und machen ebenso zuverlässig gute Laune.


Es ist also keinesfalls erstaunlich, dass mein Kleiderschrank zu gefühlten 80 Prozent aus eben diesen Matrosenshirts besteht (und der Rest aus Blusen von Katharina Hovman – dazu unten mehr). Naja, ein paar Hosen und Blazer habe ich natürlich auch noch (ich kann zu den Streifen oben ja untenrum schlecht nackig gehen). Und Kleider – die werden allerdings deutlich seltener getragen (mal von diesem Kleid abgesehen, dem ich letztes Jahr einfach nicht widerstehen konnte. Man kann erahnen, warum …).
Die Winterzeit ist für Streifen-Junkies wie mich immer hart. Klar gibt es auch gestreifte Pullover aus kuscheligem Kaschmir und wärmender Merinowolle – aber das richtige Streifenshirt-Feeling kommt halt doch erst bei wärmeren Temperaturen auf. Zu Winterstiefeln und Daunenjacken? Passen Bretonshirts einfach nicht, selbst wenn sie lange Ärmel haben. Ohnehin hat die gute Coco beim Entwerfen wohl eher an warme Tage an der französischen Atlantikküste gedacht – mit Sand an den Füßen und einem Croissant (oder Pastis) in der Hand – als an den Schneematsch auf deutschen Straßen.
Vor ein paar Tagen packte mich dann die Lust auf ein kleines Abenteuer: Würde ich in dem Hauch von Frühling, den ich verspürte, dem Restwinter trotzen können? Würden die Temperaturen vielleicht schon reichen – für einen Nachmittag in Streifen?


Gesagt. Getan. Und in meine Marinière aus etwas dickerer Baumwolle geschlüpft. (Mit langen Ärmeln, ich will ehrlich sein).
Bevor ich zu Verstand kam (und bedachte, dass ich mir angesichts von Lesungen und Foto-Workshops besser keine Erkältung holen sollte), war ich auch schon unterwegs in die Stadt. Mit Sonnenbrille auf der Nase und Chanel-Rot auf den Lippen. Hallo Frühling, ich wär‘ dann mal so weit!
Kaum war ich aus der Tür, fühlte sich die Luft schon anders an – heller, weicher, einfach frühlinglicher. Und da begegneten sie mir, die Momente, auf die ich so sehr gewartet hatte: Menschen in Straßencafés. Frisch gepflanzte Stiefmütterchen. Die junge Frau mit Tulpen im Fahrradkorb. Aus einem geöffneten Fenster wehte „La Mèr“ – wetten, dass drinnen ebenfalls Streifen getragen wurden? Mein Spiegelbild im Schaufenster – und dieses Lebensgefühl von „Die Welt gehört mir!“.


Klar, ein paar Spielverderber in Daunenmänteln und Mützen waren auch unterwegs – naja, irgendwas ist ja immer …
Nach zweieinhalb Stunden war ich wieder daheim. Und mit mir die allerbeste Frühlingsstimmung. Ich sag’s ja: Streifen machen einen Unterschied – nicht nur im Kleiderschrank, sondern auch im Kopf.
Bist du auch ein Streifen-Addict und kannst es kaum erwarten, bis die „Saison“ wieder startet?
Fotos: Martina Klein
Look:
Leinenblazer: Bonprix (aus der Premium-Kollektion, die ich wirklich sehr schätze: gute Qualität zu einem guten Preis) Wer einen Zweireiher bevorzugt, könnte hier bei Uniqlo fündig werden.
Wide Leg Jeans: Bonprix (100 Prozent Baumwolle)
Streifenshirt: Bonprix (reine Baumwolle in superschöner schwerer Qualität!)
Crossbody-Bag: Uniqlo (oder diese hier)
Sneakers: Crickit (leider nicht mehr verfügbar, aber diese hier könnten eine Alternative sein)
Blütenbrosche: Etsy (oder diese hier)
Sonnenbrille: Bonprix
Lippenstift: Loni Baur
Angaben zur Transparenz: Die Links sind überwiegend Affiliate-Links. D. h. wenn du darüber einkaufst, bekomme ich eine Provision. Viel ist es nicht, aber ich freue mich trotzdem. :-)
Und sonst so?
→ Nächste Woche erscheint der nächste Newsletter mit den kommenden Terminen und Locations für unseren Foto-Workshop „Unfotogen? Gibt’s nicht!“. Wer sich (ganz unverbindlich) für den Newsletter anmelden will, schreibt mir eine kurze Mail. Für den aktuellen Termin am 12. April kann man sich hier bei der VHS Schongau anmelden.
→ Bei Katharina Hovman gibt es am Ostersonntag und Ostermontag eine „Easter Bag Hunt“, eine Jagd also, bei der man eine von acht hübschen Beauty-Taschen oder 10 Prozent auf den nächsten Einkauf gewinnen kann. Einzige Vorbedingung: Du musst beim (kostenlosen) Newsletter angemeldet sein., und dafür geht es hier entlang (ganz unverbindlich, kostenlos und natürlich kannst du dich jederzeit auch wieder abmelden.)
→ Apropos Ostern: Ich kann nicht sicher versprechen, dass am Ostersonntag ein Texterella-Beitrag erscheint. Ist da nicht ohnehin jede Leserin mit Ostereiersuchen beschäftigt? Vielleicht erscheint der Beitrag erst am Montag (da wird es ja meistens etwas ruhiger) oder vielleicht nehme ich mir das Osterwochenende auch frei. :-) Mal schauen, wie die nächste Woche läuft. Ich wollte auf jeden Fall schon mal
→ Mehr Mode gibt es wie immer hier und da. (In diesem Video kannst du übrigens sehen, wie der Look in Bewegung aussieht.)
2 Kommentare
Liebe Susi,
ich liebe Streifenshirt. Aber keine Pullis mit Streifen. Ich habe einige und sie werden behütet und getragen. Zu Jeans, Anzughosen und Röcken. Mit Blazer, kurzem oder halblangen Trench.
Mit Sneakern in allen Farben oder Lederlatschen.
Hab einen schönen Sonntag
Sibille
am Sonntag, 29. März 2026 um 08:55 Uhr
Guten Morgen, Texterella wie ich Ihren Blog liebe. Super schöne Bilder, gute Laune kam sofort und eine Frühlingsstimmung da kann man sich nicht entziehen.
Kleiner Ausflug aus dem Alltag.
Frühlingsmode wie auf LTK vorgestellt wird bei uns Schwimmerinnen schon getragen. Ganz besonders schöner Seidenpullover.
Hole jetzt mal das Streifenshirt raus und los geht’s.
Vielen Dank für die Inspiration und einen schönen Sonntag.
Elke
