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Freuen leicht gemacht: Zebra, Bananenbrot & eine Blog-Entdeckung.

Kürzlich las ich, was der beste und vielleicht auch einfachste Weg zu einem glücklichen, zufriedenen Leben ist*: sich jeden Abend vor dem Einschlafen (quasi als letzter Gedanke) noch einmal bewusst zu machen, für was man an diesem Tag dankbar ist und was einen gefreut hat. Nun verrät dieser Tipp, so scheint mir, keine allzu große Weisheit ... andererseits: Wer macht das schon so konsequent? Ich nicht – auch wenn ich mir durchaus bewusst bin, was für ein absolut privilegiertes Leben ich im Vergleich zu 99,9 Prozent aller Menschen auf dieser Welt habe. 

Vermutlich spüren die meisten von uns durchaus, dass es uns gut geht – und dennoch fokussieren wir uns tendenziell mehr auf das, was nicht so doll ist: die ständig verspätete Bahn, der Stau am Morgen, die Heizung, die just dann ausfällt, wenn es besonders kalt ist. Der Mann in der Schlange vor uns, der uns beim Bäcker das letzte Croissant vor der Nase wegschnappt. Die dumme Pute Frau, die sich an der Kasse vordrängelt. Die Arbeitskollegin, die nie die Spülmaschine ausräumt. Und und und. Diese Liste könnte ich problemlos fortführen. Du vielleicht auch. Bei den schönen und erfreulichen Dingen muss ich hingegen länger überlegen. 

Weil viele (vor allem auf Instagram) danach gefragt habe: Hier geht’s zum Zebra-Look. (Jacke und Hose gedenke ich übrigens nicht nur im Fasching, sondern auch im weiteren Jahr zu tragen. ;-)))

Deshalb dachte ich, ich übe das mal. Ich überlege mir zehn Dinge, die mir in der letzten Woche Freude bereitet haben und/oder für die ich dankbar bin. Es sind kleine Dinge, nichts Großes, Weltbewegendes. Weder habe ich im Lotto gewonnen oder sind meine Bücher jetzt doch noch in die Spiegel-Bestseller-Liste aufgestiegen noch hat Chanel bei mir das Shooting einer Fotostrecke angefragt;-)

 

Was mich in der letzten Woche gefreut hat:

  1. Meine drei Kinder waren daheim bei uns in Kirchdorf. Dass sie alle gleichzeitig da sind, passiert leider gar nicht mehr so oft – und ist deshalb immer besonders schön und ein echter Grund zur Freude (auch wenn mich die Essensberge, die ich einkaufe und koche immer ein bisschen überfordern. Ich vergesse von einem zum nächsten Besuch, wie viel junge Männer essen können.)
  2. Ich war tanzen. Ja, und zwar als Zebra. Ist ja Fasching. Tanzen macht mich wirklich glücklich. 
  3. Das ist mir schon lange nicht passiert: Ich habe ein spannendes Blog entdeckt, nämlich das von Isabell Stiller . Sie ist Journalistin und schreibt für Magazine wie Brigitte, Freundin, Gala etc. Leider gibt es ja immer weniger Blogs, und da ist ein solcher Fund tatsächlich etwas Besonderes. Kennt ihr noch andere gute Blogs? Was könnt ihr empfehlen? (Ich möchte euch an dieser Stelle übrigens das Onlinemagazin Fab50s.de ans Herz legen, das von meinen zwei Kolleginnen Irit Eser und Dorit Kobusch-Balk im letzten Jahr gestartet wurde und für das ich die Modeseiten schreiben. Ja, es kostet Geld – monatlich etwa den Gegenwert von einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen, wenn man sich mit der Freundin in einem Café trifft. Aber ganz ehrlich: ICH weiß, wie viel Arbeit ein Blog macht – und ich kann jeden verstehen, der das nicht kostenlos machen möchte. Zumal die Verdienstmöglichkeiten aufgrund von Instagram und Co. mittlerweile doch sehr beschränkt sind.)
  4. Von einer Leserin habe ich vor ein paar Tagen eine wirklich reizende Mail erhalten, in der sie mir schreibt, dass nicht nur sie selbst, sondern ihre ganze Aqua-Fitness-Gruppe mein Blog liest. Hach! DANKE! Wie sehr mich das freut! Und motiviert, weiter zu bloggen.
  5. Der Film „Wuthering Heights“ kommt in die Kinos, darauf freue ich mich und bin gespannt. (Hab’s außerdem zum Anlass genommen, „Wuthering Heights“ von Kate Bush mal wieder in Dauerschleife zu hören. Das Lied rührt mich immer und immer wieder zu Tränen!)
  6. Was mich ebenfalls rührt, freut, dankbar macht: Dass ihr meine Blogbeiträge so fleißig kommentiert, obwohl ich immer so spät antworte (und manchmal gar nicht … sorry, aber ich schaffe es zeitlich nicht immer!)
  7. Kürzlich fragte mich eine Blogleserin in einem Kommentar, wie es Daisy (meiner Romanfigur) gehe? Nun bin ich tatsächlich gerade mal wieder in einem tiefen Roman-Schreibtief und frage mich ernsthaft, ob ich für dieses Format geeignet bin. Umso mehr freut es mich, dass es offenbar immer noch Frauen gibt, die sich an Daisy erinnern und vielleicht sogar ein bisschen auf das Erscheinen meines Romans warten. Für mich heißt das: Ich darf nicht aufgeben, ich mussdranbleiben. Und letztlich will ich es auch. (Ich schaffe es nur einfach nicht, mich so zu organisieren, dass ich genug Zeit dafür habe.) 
  8. Ein Kunde hat mich für eine Instagram-Kampagne gebucht. Ein echter Grund zur Freude, denn Geldverdienen ist in meiner Branche in den letzten Jahren leider ganz schön schwer geworden (siehe oben).
  9. Der Blick, den ich jeden Morgen aus dem Bad aufs Ampertal habe. Was für ein Privileg, mit einer solchen Aussicht aufzustehen.
  10. Ich habe gebacken: Bananenbrot. Nach diesem Rezept! (Auch so ein Blog, von dem ich wünschte, es würde aktiver betrieben ...) Und es war soooo lecker, und dabei so einfach. Unbedingt nachbacken und mitfreuen!

Ach, es gäbe noch viel mehr Sachen, über die ich mich freue! Dass ich jeden Mittag frisch kochen darf (nicht jede/r hat die Möglichkeit und die Zeit!). Dass ich gesund bin. Dass ich in einer glücklichen Ehe lebe. Von Frieden und Freiheit hier bei uns im Land ganz zu schweigen – wir sehen ja, wie wenig selbstverständlich beides ist. Und dann habe ich mich letzte Woche auch für die Kollegin gefreut, die einen kleinen Verlag betreibt, in dem sie Bücher verlegt, die größeren Verlagen nicht lukrativ genug erscheinen. Letztes Jahr hat sie die Rechte für die deutsche Übersetzung von „Heated Rivalry“ gekauft – nicht ahnend, dass die Serie zum Buch bald auf Netflix laufen würde. Und jetzt kommt sie mit dem Drucken kaum hinterher! Einfach großartig, ich liebe solche Underdog-Geschichten – besonders wenn sie wahr sind. Wer ein Bezahl-Abo hat, kann hier das Interview lesen, das die ZEIT mit Jeannette Bauroth vom Second-Chances-Verlag geführt hat. Ganz großes Kino!

Über was hast du dich in der letzten Woche denn gefreut? Wofür warst du dankbar? Verrätst du es mir?

 

Und sonst so?

→ Letzten Mittwoch habe ich tatsächlich endlich den laaaaang angekündigten Newsletter zu unseren Workshop-Terminen verschickt. D.h. jede Texterella-Leserin, die sich bei mir gemeldet hat, sollte den Newsletter im Postfach haben! Falls nicht, schau bitte in deinen Spam-Ordner. Und falls er auch dort nicht ist, melde dich bei mir. 

→ Mode gibt es wie immer hier und da. (Über meine Modecollagen, die du hinter dem zweiten Link findest, freue ich mich übrigens auch – ich finde sie einfach zauberhübsch.) 

→ Hier findest du meine nächsten Lesungen

→ Und wer meinen Texterella-Newsletter noch nicht abonniert hat, der kann es hier tun. Empfiehl mich auch gerne weiter! 

*Mentale Gesundheit vorausgesetzt. Bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen etc. ist es natürlich nicht so einfach. 

3918 14 Texterella persönlich., 50+ Lifestyle 15.02.2026

14 Kommentare

Maria
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 08:57 Uhr

Hejhej,
was für eine schöne Idee, sich die tollen Momente nochmal bewusst zu machen. Hier kommen ein paar meiner Glücksmomente: Sonnenschein, obwohl Regen vorhergesagt war; die Freude meines Enkelkindes mich zu sehen; das der Jüngste eine ambulante OP gut überstanden hat; je einen Theater- UND Kinobesuch in einer Woche; ein Strickprojekt ist fertig geworden; eine Freundin zufällig getroffen; eine Freundin absichtlich getroffen; zu guter Musik in der Küche getanzt; eine neue Hundefreundschaft geschlossen; mit meinen Eltern ein Wochenende geplant.
Hach, was eine schöne Woche! Lg Maria

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Dorothea
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 09:07 Uhr

Guten Morgen…..
gerade Sonne in meinem Garten, meine Familie nach einem langen, erfolgreichen Reha-Aufenthalt wieder gesehen, schöne Gespräche geführt, gestern im Schwimmbad ausdauernd geschwommen, nächsten Urlaub geplant ….. das ist soviel „Schönes“, bin dankbar

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Sieglinde
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 09:23 Uhr

Sich selbst das Schöne im eigenen Leben zu erzählen, ist immer wunderbar.
Und einmal im Leben Zebra sein auch :-))
Meine Woche hat mich auch vielfach glücklich gemacht: Gestern Ballettmatinee in der Oper, Abends mit dem Liebsten daheim schön gespeist, uns mit einer Freundin am Freitag zum Mittagessen getroffen, die Enkelinnen hier gehabt und mit ihnen was in der City unternommen, die erste Radfahrt meines Mannes nach einem Sturz mit Armbruch vor Monaten, eine besonders nette Kundin im Shop gehabt, mich mit meiner besten Freundin getroffen, eine große Lieferung mit DPD überraschend erhalten und zuhause gewesen dabei…
Sehr unterschiedliche Glücksmomente, die große Dankbarkeit bei mir auslösen.
Danken möchte ich Dir für Deine geteilten und den Tipp mit dem Blog von Isabell Stiller. Der lohnt sich.
Ein schönes und vielleicht auch närrisches Wochenende wünscht Dir herzlich,
Sieglinde

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Uli Karg
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 10:13 Uhr

Zebra und Tiger(katze), wenn das nicht passt?
Ja, auch ich hatte vergangene Woche Glücksmomente:
Die Verletzung an meinem Bein nach einem Sturz in der Kirche (warum haben die Schutzengel nicht hingeschaut?) besserten sich, der Bluterguss, Farbe reife Brombeere, und die Schwellung sind verschwunden.
Zusage für meine Lesung bekommen.
Gestern im Museum des Klosters Oberschönenfeld eine interessante Führung mitgemacht und danach im Erzählcafé mit anderen Besuchern unsere Gedanken ausgetauscht.
Eine Krimi-Lesung von Su Turhan besucht.
Und, wenn auch nicht spektakulär, einen freien Stellplatz am Park & Ride gefunden und pünktlich die Straßenbahn erwischt.
Und nächste Woche weiß ich auch schon, auf was ich mich freuen darf, Ihr hoffentlich auch.
Einen gemütlichen Sonntag!

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Michaela
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 12:35 Uhr
Su Turhan hören, macht auf jeden Fall glücklich!!!! Dafür feiere ich dich!

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Heike
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 11:24 Uhr

Liebe Susanne,

ein großes Dankeschön für ihren Blog! Jeden Sonntagmorgen freue ich mich auf ihre inspirierenden Zeilen und Gedanken, sowie ihre wundervollen Modestrecken.

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Alexandra
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 12:09 Uhr

Woher stammt dieser tolle Zebra-Anzug samt Haarreifen? Das wäre die Lösung für meine alljährliches „Verkleidungsproblem“ im Fasching.

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Susi
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 12:50 Uhr
Ha ha, genau das dachte ich auch! Der Zebraanzug stammt von H&M. Die Jacke habe ich unter „Lieblingsstücke“ verlinkt. Und die Öhrchen habe ich bei Amazon bestellt.

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Susi
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 13:29 Uhr
Weil Hannelore jetzt auch noch gefragt hat, habe ich den kompletten Look oben unter dem Bild verlinkt. Die Jacke ist gerade ausverkauft, ich kann mir aber gut vorstellen, dass sie wieder kommt. Denn ja, da hat man ein Faschingskostüm für die nächsten Jahre ... ;)))))

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Hannelore Toman
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 13:19 Uhr

Liebe Susi,
da bereits der Termin der Damensitzung für 2027 meiner bevorzugten Karnevalsgesellschaft steht, werde ich doch mal als Zebra gehen dank deiner Inspiration! Brauche nur noch die Öhrchen. Besitze seit Jahren einen „Zebra“-Blazer von Doris Megger.

Liebe Grüße aus Düsseldorf
Hanne

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Susi
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 13:30 Uhr
Hallo liebe Hannelore, ich habe den Look jetzt oben unter dem Foto verlinkt. :-) Da findest du auch die Öhrchen ...

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Sibille
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 13:53 Uhr

Liebe Susi,

ich bin dankbar, dass ich gesund bin und mir bewusst geworden, wie wichtig das ist.

Sogar hier in Schweden ist der Zebrablazer aktuell nur in S und M lieferbar, aber sei es drum, ich werde es auch vor Ort mal probieren, denn ich finde es sehr cool und meine weißen Sneakers werden die Kombi lieben.

Auch bin ich dankbar, dass ich neben deinem Blog zwei weitere regelmäßig lese, Einfach weil sie mir gut tun, informativ und Gedankenbooster sind.

Gestern waren wir tanzen. Svensk Fox. Gerne mal googlen. Ich hatte uns angemeldet, weil ich dachte, es ist Disco Fox:-) Man lernt nicht aus.

LG aus dem Norden

Sibille

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Judith Putzer
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 18:13 Uhr

Hallo

B8n unendlich traurig.

Bitte um Hilfe…

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Susi
am Sonntag, 15. Februar 2026 um 21:17 Uhr
Liebe Judith, oweh. Das tut mir von Herzen leid - wenn es einem selbst schlecht geht, muss ein Beitrag wie meiner von heute wie ein Schlag ins Gesicht sein. Das tut mir leid. Nun ist es allerdings so: Wir hier werden dir nicht helfen können. Ich würde dir empfehlen therapeutische Hilfe zu suchen. Und natürlich weiß ich auch, dass es alles andere als einfach ist, einen Therapieplatz zu finden. Es gibt allerdings Notfallnummer, die einem weiterhelfen können. Und dann würde ich dir außerdem empfehlen, möglichst viele Therapeuten in deiner Gegend anzumailen und zu fragen, ob sie dir helfen können bzw. ob sie einen Therapieplatz frei haben. Mein Tochter, die Psychologin ist/wird (es fehlt ihr nur noch die Masterarbeit), empfiehlt ein solches Vorgehen. Liebe Judith, es tut mir leid, dass ich dir nicht besser helfen kann. Ich drück dich aus der Ferne!!

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