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Texterella persönlich.

Abschied.

Am Freitagnachmittag ist unsere liebste Katze Flecki gestorben. Sie wurde 14 Jahre alt. Wir sind untröstlich und können nicht fassen, dass sie nicht mehr bei uns ist. 

Flecki war meine Herzenskatze.

Sie war so wunderwunderschön, mit ihren großen Audrey-Hepburn-Augen, mit der entzückenden, einzelnen Sommersprosse auf der Nase, mit ihrem Lächeln (doch, sie lächelte wirklich!), das jeden Menschen bezauberte. Flecki liebte es, in unserer Nähe zu sein: Morgens begrüßte sie mich im Badezimmer mit einem Miau und wollte sofort kuscheln. Sie saß auf der Rückenlehne unserer Couch, wenn ich dort arbeitete, und legte sich auf den Fernsehhocker, wenn wir einen Film schauten. Arbeitete ich am Schreibtisch, musste ich oft einhändig tippen, weil sie auf den Arm und sich an meinen Hals drücken wollte (und mir beim Runterspringen regelmäßig Löcher in meine Oberteile riss … ich habe Myriaden von löchrigen T-Shirts und Pullis im Schrank). Und wenn mein Mann und ich abends am Küchentisch noch ein Glas Wein tranken und Käse aßen, gesellte sie sich zu uns – und sprang auf den Tisch. (Natürlich sollte sie das nicht … aber … ;-))

Nachts schleppte Flecki immer wieder Socken aus dem Wasch- und Bügelraum im Keller nach oben und legte sie uns, lautstark maunzend, vor die Schlafzimmertür. Wie sehr werden wir diese Geste vermissen!  Wie sehr werden wir sie überhaupt vermissen, wie unendlich wird mir meine Herzenskatze Fleckita fehlen! Sie war einmalig.

 

Sie liebte uns ebenso sehr, wie wir sie. Die Vorstellung, dass ich sie nie mehr beim Nachhausekommen auf Treppe sitzen sehen werde, dass sie nie wieder Männchen machen wird, weil sie auf den Arm genommen werden will, dass sie nie nie nie wieder da sein wird … bricht mir das Herz. 

Mein einziger Trost: Sie hatte vierzehn wunderbare Jahre hier bei uns, in denen sie unendlich geliebt wurde. Und sie musste nicht leiden. Erst vor einer knappen Woche wurde der Tumor entdeckt, am Donnerstag war sie noch fröhlich und fidel, am Freitagmorgen plötzlich sehr krank, schwach, matt.

 

Ich kann immer noch nicht glauben, wie schnell der Krebs sie aus unsererem Leben gerissen hat. Es sollte noch eine „Fleckita und die Welt der Mode“-Kolumne geben, die Illustrationen habe ich schon … nur für den Text fehlte immer die Zeit. Ach, liebe Flecki, wie gerne hätte ich dich als Fleckita noch in mein Blog hineingeschrieben! 

Liebste Flecki, danke, dass du 14 Jahre unsere wunderbare Katze und meine besondere Herzenskatze warst. Du hast unser Leben reicher, fröhlicher und schöner gemacht. Hab es schön und gut, wo auch immer du jetzt bist – und friss all das ungesunde Trockenfutter, dass du so gerne mochtest und doch nur in besonderen Fällen gekriegt hast. Und grüß‘ Tigi von uns, ja?!

Wir haben dich so lieb. 

2506 11 Texterella persönlich. 21.06.2020

11 Kommentare

  • Christiane Düx
    am Dienstag, 23. Juni 2020 um 10:50 Uhr

    Liebe Frau Ackermann,
    es tut mir sehr leid und ich kann nachfühlen wie es Ihnen geht…
    Vor 10 Jahren mussten wir unsere Emma gehen lassen und sie fehlt uns auf die eine oder andere Weise jeden Tag. Zum Glück ist kurz darauf Evie zu uns gekommen. Wir haben sie aus einer bulgarischen Tötungsstation bekommen. Sie zeigt uns jeden Tag ihre Liebe
    Ich wünsche Ihnen noch mal ein Herzenstier mit dem sie glücklich werden.
    Liebe Grüße und ein großes Herz
    Christiane Düx mit Evie

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  • Alexandra
    am Dienstag, 23. Juni 2020 um 10:10 Uhr

    Liebe Susi,
    ich liebe deine Kolumne und habe mich heute riesig aufs Lesen gefreut…und nun sitze ich da und mir laufen die Tränen übers Gesicht…weil ich dich so gut verstehe, weil ich es so gut nachempfinden kann…in meinen 50 Jahren musste ich auch schon Miezen gehen lassen…und gerade heute früh habe ich meine bald 13 Jahre alte Kimmy angesehen und mir gedacht, ich bin so froh, dass du da bist…ich habe 2 Miezen, ich liebe sie beide unendlich…aber bei Kimmy ist noch eine besondere Verbindung - da denke ich immer sie versteht mich wirklich…ich wünsche dir alles Liebe und viel Kraft…und tröstlich ist doch, dass sie nicht leiden musste…ich habe 10 Jahre ehrenamtliche Hospizarbeit hinter mir und viel Leid gesehen…nicht nur, dass wir die Tiere erlösen dürfen und die Menschen nicht, ist es doch so gesehen ein Segen, dass Flecki daheim und ohne grosses Leid gehen durfte…mir kommen schon wieder dir Tränen und ich bin im Büro…also muss ich jetzt aufhören zu schrieben…fühl dich umarmt und Flecki ist eh in deinem Herzen…immer…

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  • Heidi
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 20:29 Uhr

    Es ist schlimm ein so geliebtes Tier zu verlieren. Wie traurig.

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  • Tina
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 19:46 Uhr

    Es tut mir so wahnsinnig leid.

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  • Eva
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 14:10 Uhr

    Herzenskatze. Ja, die gibt es.  Meine war Möpsi. Jeden Morgen wenn ich die Schlafzimmertüre öffnete, sprang sie mit Anlauf in meine Arme. Jeden Tag.
    Wo ich war, war auch sie, immer schnurrend. Sass ich am PC, legte sie sich auf meine Unterarme.
    Legte ich mich zu einem Schläfchen hin, legte sie sich auf mich.
    Wir waren ein Herz und eine Seele.
    Sie lebt seit einigen Jahren nicht mehr und sie ging auf die gleiche Weise wie Flecki.
    Ich kann dir so gut nachfühlen, liebe Susi, und es gibt keinen Trost.
    Keinen.
    Ausser vielleicht den, dass es ein wunderbares Geschenk ist, eine Herzenskatze gehabt zu haben.
    Alles Liebe dir.

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  • Nicole
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 12:03 Uhr

    Liebe Susi,
    ich fühle mit dir. Flecki war eben wie ein Kind für euch. Aber ich sehe es wie du: Wenigstens musste sie nicht leiden und sie ging in Liebe. Das wünscht man jedem.
    Ich wünsche dir viel Kraft und dass die schönen Erinnerungen die Traurigkeit ein bisschen verdrängen können.
    Liebe Grüße
    Nicole

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  • Karin Austmeyer
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 12:03 Uhr

    Ach Susi, wie traurig. Ich muß auch ein bißchen weinen. Vor einem guten Jahr ist ja Kater überfahren worden und ich vermisse ihn immer noch. Seit einem Monat ist Sally, die 14 Jahre alte Katze von Schwester und Schwager bei mir. Ich hoffe so sehr, sie hat noch ein paar gute Jahre. Deine Traurigkeit kann ich gut verstehen und schicke Dir eine feste Umarmung. Unsere Tiere sind ja Familienmitglieder.

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  • Eva
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 11:05 Uhr

    Wie traurig. Der Text ist mir aus dem Herzen geschrieben.  ich kann das sehr gut verstehen, haben zwei Katzen im Alter von 14 Jahren verloren. unsere letzte hatte auch einen Tumor und musste vor einem Jahr eingeschlaefert werden. Sie fehlt uns noch heute! <3 , <3

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  • Tina von Tinaspinkfriday
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 09:33 Uhr

    Liebe Susi,
    ich fühle mit Dir ich weiss wie weh das tut. Wir hatten im März unsere Luna verloren. Nichts könnte uns trösten bis die. gnaze Familie beschloss den Schritt zu gehen und wieder einen Hund zu uns zu nehmen. Dennoch bleibt Luna unvergessen und das ist gut so.
    Ich drück Dich, liebe Grüße Tina

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  • Barbara
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 09:15 Uhr

    Beim Lesen tropft es aus meinen Augen. Ich kann gut verstehen wie Du Dich fühlst. Ganz herzliche Grüße!
    Barbara

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  • Annika Hübner
    am Sonntag, 21. Juni 2020 um 08:26 Uhr

    Es tut mir sehr leid und ich weiß genau, wie sich das anfühlt, da ich letztes Jahr meinen Herzenskater Oskar einschläfern lassen musste.
    Er liegt jetzt bei uns im Garten so dass wir sein kleines Grab von der Terrasse aus sehen können ( Oskar hat es geliebt, mit uns im Garten zu sitzen).
    Ich weine manchmal immer noch.
    Eine Zeit nach seinem Tod haben wir uns entschieden, zwei Fundkatzen aufzunehmen. Sie machen uns viel Freude und haben den Verlust ein bisschen erträglicher gemacht.
    Oskar wird immer mein größter Schatz bleiben und auch immer fehlen…...

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