mode-lifestyle
 

Eigentlich sollte hier ein Produktreview stehen. Ein gut bezahlter. Meine Testleserinnen fanden ihn unterhaltsam, die PR-Agentur prima. Ja, es war ein guter, ehrlicher, authentischer Review. Ich mochte ihn auch. Und ich habe ihn gerne geschrieben.

Und dennoch steht hier nun etwas anderes als der geplante Testbericht. Weil mir derzeit so vieles durch den Kopf geht, was das Bloggen allgemein, mein Blog, meine Art zu bloggen betrifft. Und meine Ziele. Erst kürzlich hatte ich geschrieben, dass ich mit Texterella Geld verdienen will. Was ich immer noch mehr als legitim finde, bei mir ebenso wie bei anderen Bloggern. Ich freue mich, dass das viele Leser offensichtlich ähnlich sehen und die Resonanz in den Kommentaren so positiv war.



PR und Werbung essen Blogseele auf?


Aber. ABER!

Dann lese ich diesen Beitrag, von einer Bloggerin die ihre Blogseele verkaufte. Die ihr Blog vollramschte mit Samples und Events und Give-aways … und sich damit selbst ins Abseits schoss. Denn niemand will nur noch PR-Einheitsbrei lesen! Ich auch nicht.

Und dann dieser Artikel in der NY Times: von einem amerikanischen Ehepaar, ihrem ehemals bezaubernden, viel gelesenen Blog Young House Love. Davon wie es zunehmend seichter wurde, immer häufiger gefüllt mit PR-Platzierungen – statt mit liebevollen Blogtexten. Ich lese auch von zunehmender Lustlosigkeit, von Überarbeitung, von Blogger-Burn-out, von Zweifeln.

Das schlimmste: In vielem erkenne ich mich selbst, zumindest sind da erste Tendenzen. Vielleicht sogar mehr gefühlt als faktisch.

All das will ich nicht. Und ich frage mich, ob die eierlegende Wollmilchsau – ein authentisches, glaubwürdiges, nicht zugeramschstes Herz-Blog, das dennoch Geld einbringt – wirklich möglich ist.

Ich weiß es nicht. Vor ein paar Wochen noch war ich mir sicher, dass das geht. Nun bin ich mir da nicht mehr so sicher. Denn ehrlich gesagt, ich kenne kein Blog, das diesen Spagat wirklich schafft. Dauerhaft schafft! Manchen gelingt er besser als anderen. Aber dennoch werden die meisten erfolgreichen Blogs irgendwann zu einer routinierten, unechten PR-Maschine. Voller Kooperationen, platzierter Produkte, Werbelinks und gekaufter Storys. Einige Kolleginnen sprechen schon von einer Blog-Blase, die bald platzen könnte. Weil niemand mehr die hoch perfektionierten und inszenierten „PR-Blogs” lesen mag.

Den Produkttestbericht habe ich auf jeden Fall erstmal verschoben. Auf nächsten Montag. Ist das unprofessionell? Mir egal. Vielleicht sehe ich bis dahin ja klarer. Vielleicht habe ich bis dahin einen Weg aus meinem Dilemma gefunden. Drück mir die Daumen! :-)

***

Hast du eine Meinung dazu? Schreib sie mir in die Kommentare! Sie interessiert mich, sehr! Oder bist du selbst Bloggerin? Dann verrate mir deinen Weg!

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 26. September 2014, 06:00 Uhr
Kommentare: 37 | Aufrufe: 3836 | Kategorie: Meinungen,
 

Kommentare

  • @Anja: Ich kriege hier ja auch ständig Anfragen, von daher finde ich mich eigentlich sogar ziemlich wählerisch. :-) Denn ich sehe das ja genauso wie du! Gerade Kosmetik ist ja doch was, das man selber testen muss! Mache ich ja auch.

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:54 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Ines: Da hast du allerdings recht! :-)

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:53 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Pia - Es gibt ja bezahlte und bezahlte Blogposts. :-) Solche, bei denen SEO-Agenturen einen ansprechen - und dann gibt es noch Postings, die wirkliche Reviews sind. Ich habe auch erstere schon gemacht, aber mittlerweile mache ich nur mehr die zweite Sorte: zum Beispiel wenn mich eine Pressemitteilung erreicht und ich das Thema spannend finde. Dann biete ich ein Review an und sage aber auch dazu, dass es was kostet. :-)

    Affililiate finde ich eigentlich eine sehr gute und sehr ehrliche Methode. Ich stelle ja immer mal wieder Mode vor, und da setze ich natürlich einen Affiliate-Link, warum auch nicht. Da habe ich ehrlich gesagt keine Bauchschmerzen. Ebenso wenig wie bei Bannerwerbung! Wie gerne würde ich mit Bannern in meiner Seitenleiste Geld verdienen! Das ist doch die beste Methode: ganz klar getrennt vom redaktionellen Teil.

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:52 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Stoffgeister: Aller Anfang ist schwer, das gilt besonders auch für Blogs. Ich kann dir nur raten, dich zu vernetzen. :-) Ich persönlich mach das nicht so viel, weil mir schlicht die Zeit fehlt, aber viele kommentieren sehr viel in anderen Blogs. Ich nutze Facebook, twitter etc. um meine Posting zu verteilen.

    Grundsätzlich glaube ich ganz fest an Qualität und an „das Besondere”. Das ist die Basis für erfolgreiche Blogs.

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:46 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Sabine Oceanblue: Genauso halte ich es auch. Wenn ich in gemochten Blogs mal PR-Postings lese, finde ich das nicht schlimm. Ich finde es eher spannend, wie es umgeetzt wurde - und schau mir davon auch was für mich ab.

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:43 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Uschi: Danke für dein Vertrauen! :-) Ich tue mein Bestes!

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:40 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Bärbel - oh, da bin ich ja gespannt!!!! Wir sind halt alle immer ein wenig auf der Suche ...

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:40 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Sabine: Ich verstehe deinen Kommentar nicht ganz. Meinst du, dass du dann lieber gar kein Geld mit verdienen willst? Ja, das kann ich schon verstehen. Da hat man sicher ein paar Probleme weniger ...

    Andererseits sind Kooperationen durchaus spannend!

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:39 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Conny - DANKE <3

    Susi
    am Montag, 29. September 2014 um 18:36 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Susanne Heidenreich: Danke für Ihre Meinung!

    Also, grundsätzlich ist mein Blog sehr wahr. :-) Auch meine Produktreviews! Aber natürlich gibt es Blogs, davon kenne ich auch einige, die suggerieren schon eine wirkliche Traumwelt. Das ist auch okay, solange man das als Leser erkennt.

    Widersprechen muss ich allerdings hier: Ich bin keine (ausgebildete) Journalistin. Sondern Werbetexterin. Vielleicht habe ich auch deshalb weniger Berührungsängste. :-)

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:26 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Annette: Das sehe ich letztlich genauso wie du. Die Themen, die hier auftauchen, sind IMMER Themen, die mich auch wirklich interessieren - ob nun bezahlt oder nicht.

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:23 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Xenia: Ich bin gespannt auf dein Blog!

    Ich weiß ja nicht, um was es gehen soll - aber meine Erfahrung ist: Hochwertige, schöne und interessante Blogs haben IMMER eine Chance. Gerade im Ü40-Segment besteht sogar ein regelrechter Mangel an solchen Blogs, meines Erachtens. Aber vielleicht hast du ja ganz andere Themen ...

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:20 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Susanne

    Danke für deine Worte! Ja, ich finde texterella trotz der (wenigen) Werbeposts authentisch und echt. Das bin ich.

    ABER: Ich finde es auch immer wieder wichtig innezuhalten und mal kurz den eigenen Weg zu überprüfen.

    Das Thema Werbung ist für mich letztlich auch immer noch neu und ich bin am Ausprobieren und überlegen ...

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:17 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Claudia:

    Danke für deine ehrlichen Worte.

    Bei der Auswahl von den Themen auf texterella gehe ich immer von mir selbst aus. Beim Dusch-WC war ich auch erst im Zweifel - aber ehrlich gesagt hat es mich tatsächlich interessiert! Sonst hätte ich es nicht gemacht. Zu breit gestreut ... hm. Wie gesagt: Ich bin da meine eigene Zielgruppe und schreibe über das, was mich selbst interessiert. Und ist nun mal weit mehr als Schönheit und Mode. Gott sei dank! :-D

    Konsum: Ja, das war ein Bruch. Andererseits bin das eben auch „ich”. Und ich lebe eben nicht immer konsequent, aber immer mit Augenzwinkern! ;-)))

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:14 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Katharina: DANKE! Das ist eine interessante Idee!

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:10 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Britta: Danke! Nein, ein Magazin möchte ich nicht machen. Und die allermeisten Beiträge hier sind keine PR. :-) Richtige bezahlte Beiträge habe ich im Monat vielleicht drei oder vier. In guten Monaten! :-D

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:09 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Stefanie: Danke für deine Worte! Ich muss aber noch mal nachfragen: Du liest Texterella grundsätzlich gerne - aber in letzter Zeit waren es dir dennoch zu viele Produkt-Reviews, habe ich das richtig verstanden?

    Ob es wirklich mehr waren, weiß ich nicht. Gut, es gab diesen sehr ausführlichen Review über das Dusch-WC. :-) Das nahm im August einen sehr breiten Rahmen ein, das stimmt.

    Es sind aber bei weitem nicht alle Produkt-Erwähnungen hier bezahlt!! Die meisten mache ich aus freien Stücken, es ist ja doch ein Lifestyle-Blog, da geht es auch um Produkte.

    Bei Kosmetik kriege ich übrigens locker dreimal so viele Produkte, wie hier besprochen werden.

    LG und (hoffentlich) weiter viel Spaß auf texterella!

    Susi.

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:07 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Kirsten: Danke! Ich freue mich, dass es dir hier genauso gefällt wie es ist. Zumindest habe ich deine Worte so interpretiert. :-) Ich bemühe mich weiter die Balance zu halten ... :-)

    LG!

    Susi.

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:02 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Dank, dass ihr euch alle so viel Zeit für so differenzierte Antworten genommen habt! Ich versuch das mal der Reihe nach zu beantworten ... :-)

    Susi
    am Sonntag, 28. September 2014 um 21:01 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne,
    ich bekomme seit Monaten mehrfach in der Woche Anfragen zu PR-Texten, gesponsorten Links, etc. Einerseits lockt da das leicht verdiente Geld, andererseits möchte ich, das MEIN Blog auch MEIN Blog bleibt. Ich mag keine Reviews zu Produkten einstellen, die ich nicht kenne und deshalb dazu auch keine Meinung haben kann. Ich fände es weder ehrlich mir selbst noch meinen Lesern gegenüber. Eine Kooperation kann anders funktionieren.
    Wenn man allerdings mit einem Blog Geld verdienen möchte, kommt man wohl um Deine Überlegungen nicht drumrum.
    Ich wünsche Dir, dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst. Ich bleibe neugierig und werde laut Beschwerde einlegen, falls es mir hier zu „PR-oberflächlich” wird.
    Liebe Grüße
    Anja

    Schminktante
    am Sonntag, 28. September 2014 um 20:11 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Deine Bedenken kann ich verstehen, denke jedoch, dass beides vereinbar ist. Mir gelingt das auch mal besser und mal weniger, aber ohne Balanceakt wäre es auch langweilig, oder?
    Herzliche Grüße
    Ines

    meyrose
    am Samstag, 27. September 2014 um 19:25 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hallo Susanne,

    Wirklich ein schwieriges Thema für Blogger. Einerseits steckt man so viel Zeit und Herzblut in den eigenen Blog und denkt sich, dass man doch irgendwann irgendwie dafür belohnt werden müsste (wobei viele nette Kommentare schon eine gewisse Belohnung sind). Und dann kommt da ein dubioses Unternehmen und winkt mit viel schnell verdientem Geld, wenn man nur einen Link in einem Text setzt. Andererseits will man den Lesern nichts unterjubeln. Ich selbst habe erst einmal einen bezahlten Blogpost geschrieben, komische Angebote habe ich ausgeschlagen. Aber obwohl der Sponsor echt OK war, kam ich mir ein bisschen schäbig dabei vor. Von Popups und Bannerwerbung lasse ich ganz die Finger, ab und zu mal ein Affiliate-Link zu einem Produkt, das ich wirklich selber getestet und für gut befunden habe, finde ich OK.
    Ich habe mal meine Leser gefragt, was sie von diesem Weg halten und war positiv überrascht: Die meisten fanden es vollkommen Ok, dass ich so ein paar Euro dazuverdiene. Da war ich doch ziemlich baff. Andererseits glaube ich aber, dass sich unzufriedene Leser einfach abwenden würden ohne etwas zu sagen.
    Monetarisierung durch Werbung auf dem Blog ist echt eine blöde Zwickmühle. Ehrlich gegenüber seinen Lesern ist da meiner Meinung nach der beste Weg.

    Viele Grüße
    Pia

    P.S: Vielen Dank für die Verlinkung! Von dir sind zeitweise noch mehr Leser auf meinen Blog gekommen als vom großen Google-Gott ;)

    Pia Mester
    am Samstag, 27. September 2014 um 18:31 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • hallo, ich selbst habe gerade erst angefangen zu bloggen - muß mich erst einmal zurecht finden und fand deinen artikel sehr interessant und denkwürdig.
    meine probleme liegen derzeit noch in anderen bereichen - wie erreiche ich menschen? interessiert es diese menschen, was ich schreibe? was muß ich machen, daß jemand meinen neuen blog überhaupt besucht?
    ich versuche derzeit, alles „unter einen hut” zu bekommen, merke aber jetzt schon, daß an einem tag das wichtig ist, am nächsten dann wieder das.. ich hoffe sehr, ich schaffe es, mal annähernd so erfolgreich zu schreiben und so viele zu erreichen wie du :-)

    STOFFGEISTER
    am Samstag, 27. September 2014 um 16:09 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Nun wie du siehst, hast du mich mit diesem authentischen Thema gleich neugierig gemacht. Wie einige achon geschrieben haben, kommt es sicher auf sie Balance an. Ich kenne Modeblogs, die dann anfangen mir PR Texte zur Ernährung unterzujubeln, da könnte ich auch die Produktpackung lesen. was ich damit sagen will? Wenn ein Blog mir grundsätzlich gefällt, dann überlese ich auch mal Themen, die mich weniger ansprechen. Du siehst ja sicher, dass an meinen Kommentaren, dass ich hier wieder auftauche! Da ich selbst enorm viel Arbeit und Liebe in meinen Blog investiere, freue ich mich, wenn sich das auszahlt. Weil ich mein Können auch nicht „verramschen” will. Aber das hat auch seinen Preis und daher nehme ich. icht alles an, sondern wähle sehr sensibel aus. Genau auch aus dem von dir genannten Grund, meine Leserinnen sollen das Gefühl haben, sie bekommen einen Mehrwert zu dem, was ich eh zeige. Also, wenn sie eine Lederjacke eh suchen, dann habe ich ihnen schon das suchen abgenommen. Sie sparen Zeit und ich habe eine Leistung erbracht und erhalte dafür eine allerkleinste Provision. Doch das ist ja alles freiwillig. Mein Blog steht aber ganz im Zeichen meiner Persönlichkeit. bin mir sicher, du findest deine Balance!

    LG sendet dir Sabina @Oceanblue Style

    Sabina @Oceanblue Style
    am Samstag, 27. September 2014 um 14:17 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Du merkst doch, ob Dein Blog gelesen wird. Und so lange das so ist, kann er doch kein Mist geworden sein!

    Also weitermachen und einfach immer schön achtsam bleiben… Du machst das schon.

    LG Uschi

    Uschi aus Aachen
    am Samstag, 27. September 2014 um 13:36 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne,
    schön, dein ehrlicher Beitrag! Danke Dir. Ich mache derzeit einen ähnlichen Prozess durch. Nach der letzten Fashion Week merkte ich sehr klar, dass ich in diese Blogger-PR-Trend-Fashion-Blase nicht rein passe und mein Weg ein anderer ist… nur welcher? Deshalb gibt es derzeit weniger bei mir zu lesen und ich suche gerade noch MEINEN aktuellen Blog-Aufhänger.
    Habe viel Verständnis für diese Gedanken und bin gespannt wohin es mit Texterella weiter geht. Lieben Gruß, Bärbel

    Farbenfreundin
    am Samstag, 27. September 2014 um 10:48 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Moin, du Liebe,
    folge deinem Herzen ?
    Wenn ich das alles so lese, dann möchte ich gar nicht professionell sein, sondern einfach nur ich!
    LG Sabine

    http://www.blingblingover50.de/

    Sabine Gimm
    am Samstag, 27. September 2014 um 00:27 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi, das ist wirklich ein wichtiges Thema, das Du hier ansprichst… Ein Blog kostet Zeit, Arbeit und nebenbei auch Geld. Deinen Blog lese ich sehr gerne, weil Du und alles was Du schreibst für mich sehr authentisch sind und dieser Eindruck hat sich durch unser Kennenlernen auch noch versteckt. Ich bin der festen Überzeugung, dass Du uns hier kein Produkt andrehst, nur weil Du ein Honorar dafür erhältst. Ich weiß, dass Du eine sorgfältige Auswahl triffst und auch nein sagst, selbst wenn das Angebot lukrativ gewesen wäre…
    Für mich und meinen Blog stellt sich die Frage gar nicht so sehr, weil ich wenige Kooperationen habe. Aber die drei, die ich bisher hatte, habe ich aus voller Überzeugung heraus gemacht.
    Affiliate-Links zum Beispiel mag ich auch sehr gerne bei Blogs, weil sie einem in manchen Fällen wirklich viel Sucherei ersparen und ich mich gerne von liebgewonnenen Bloggerinnen und Bloggern inspirieren lasse.
    Blogs, die einen mit Produktreviews erschlagen, die klingen als ob jemand einen Pressetext abgetippt hat, bei denen bleibe ich nicht hängen… und ich finde man merkt, ob sich der/die jeweilige Schreiber/in noch selbst Gedanken zum Thema gemacht hat.
    Claudia (ein bisschen weiter oben) hatte darüber nachgedacht, ob Du Deine Themengebiete zu weit streust. Gerade das finde ich bei Dir nicht - sondern ganz im Gegenteil. Die meisten Menschen, die ich kenne sind vielseitig interessiert und wollen nicht immer nur über das eine Thema lesen und das empfinde ich bei Dir als ganz große Stärke… Du kannst mit der gleichen Begeisterung über ein Dusch-WC schreiben und dann Gretchen aus dem Hut zaubern… Das ist bunt und das ist für mich das Leben… und das möchte man mit seinem Blog doch irgendwie abbilden… oder?
    Gleiches gilt für Deine Konsumgedanken. Ich weiß nicht, wie oft ich schon genau darüber nachgedacht habe, um mir dann, kaum war der Gedanke verflogen ein neues Teil gekauft habe… Da bin ich auch der Meinung: Das ist menschlich. Wir sagen manchmal dies und handeln dann gegenteilig… aber wichtig ist doch, dass man überhaupt darüber nachdenkt und nicht wie ein Elefant durch den Porzellanblog ;-) stiefelt…
    Bleib so wie Du bist…
    Lieber Gruß, Conny
    >sorry, das ist jetzt lang geworden <3

    Conny
    am Freitag, 26. September 2014 um 21:36 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Sehr geehrte Frau Ackerstaller,

    ich bewundere Ihre sehr reflektierte Meinung/ Offenheit zu diesem Thema. Natürlich sollte jedem einigermaßen erfahrenem (eingelesem) Leser eines Blogs klar sein,dass solch perfekt inzenierte Blogs, natürlich bis auf Ausnahmefälle, oftmals nicht der Wahrheit entsprechen.
    Ich persönlich leide etwas, dass Sie als ausgebildete Journalistin, sich nicht im Klaren sind, welchen Weg Sie bestreiten Sie wollen.
    Linken Sie bitte nur Produkte von denen Sie selbst überzeugt sind und selbst kaufen würden!

    SUSANNE HEIDENREICH
    am Freitag, 26. September 2014 um 19:55 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hier sprichst Du ein extrem wichtiges Thema an, Susi, das mich selbst mit meinem Blog beschäftigt.
    Ich stecke derart viel Zeit und Leidenschaft in meinen Blog (und schließlich habe ich auch noch einen Vollzeitjob und ein Privatleben), sodass ich für mich entschieden habe, dass ich mit meinem Blog auch Geld verdienen möchte.

    Die Balance zu halten und sich selbst treu zu bleiben, ist entscheidend. Und ich finde es dabei viel wichtiger, dass die Produktauswahl, die Themen und damit die posts passen als die Frage, ob ich dafür Geld bekomme. Wie gesagt - sofern ich mich nicht verkaufe, sondern meine ehrliche Meinung wiedergebe! Und das tue ich genauso wie Du, da bin ich mir bei Dir absolut sicher.

    Weiter so, Du machst das genau richtig!
    LG,
    Annette | Lady of Style

    Annette
    am Freitag, 26. September 2014 um 18:47 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ja, es ist wohl leider unprofessionell, einen Erscheinungstermin zu verschieben, wenn du das Bloggen als Profession verstehst und Zahlungen erhältst. Dann musst du liefern. (Du weißt, ich komme ursprünglich aus der PR.) ;)

    Aber es ist aus Sicht einer Bloggerin aus Leidenschaft aller Ehren wert, seine Ziele, seine Motivation und, ja, auch seine Verantwortung gegenüber den Leserinnen zu überdenken und inne zu halten.

    Ich bin selbst gerade dabei, ein Blog zu erstellen und habe daher unzählige beobachtet. Und der Trend geht tatsächlich zum Kommerziellen. Insbesondere bei Lifestyle, Fashion, Beauty, etwas weniger bei Tätigkeiten-Blogs.

    Ich war darüber zwar nicht überrascht, aber etwas ernüchtert, fragte mich in Bezug auf mein eigenes Blog: Komme ich zu spät? Ist bloggen noch glaubwürdig oder schon tot? Oder könnte es für mich ein Ansatz sein, „ehrliche Texte” oben drüber zu schreiben? ;)

    Natürlich liebe ich dich für deine Artikel, in denen du voller Begeisterung deine riesengroße Zottelhandtasche vorstellst, oder man mitfühlen kann, wie du versuchst, mit Schokolade der Prokrastination zu entkommen (das Wort habe ich bei dir gelernt). :) Da sind die Bilder von dir bei einer Produktschulung eben etwas anderes.

    Tja, es bleibt schwierig zu sagen. Ich bin spektisch, ob „ein bißchen schwanger” geht, ob das Bloggen an sich nicht gerade der Gegenentwurf zur klassischen Presse ist, um der Verzahnung mit der Industrie zu entkommen. Man müsste mal recherchieren, ob es schon Mafo zu den Erwartungen aus Leserinnensicht gibt.

    Wahrscheinlich bleibst du glauwürdig, wenn du wirklich nur sehr selten ein bezahltes Review bringst, das auch thematisch so dicht dran ist, dass du auch sonst darüber bloggen würdest.

    Xenia
    am Freitag, 26. September 2014 um 15:42 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich blogge jetzt auch fast 2,5 Jahre, aber in einem Bereich, der nicht ganz so populär ist, nämlich über meinen Arbeitsalltag. Trotzdem entdecken auch Vertriebler für Nahrungsergänzungsmittel mein Blog und möchten gerne, dass ich diese Pillen und Pülverchen bewerbe bzw. teste. Das mache ich garnicht, weil ich davon nichts halte. Also fällt da die Entscheidung leicht. Wenn es aber mal ein sehr lukratives Angebot gäbe….? Ich weiß nicht, wie ich dann entscheiden würde. Aber ich bin der Meinung, dass man seinen Weg, seine Ausrichtung immer wieder überpüfen sollte. Warum nicht ab und zu eine „Werbebeitrag”, wenn es passt.
    Aber jede von uns muss den eigenen Weg finden und dabei authentisch bleiben. Und das finde ich hier. Authentizität!

    Susanne
    am Freitag, 26. September 2014 um 14:27 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hallo,
    das spricht so fuer Dich und Deine herzerfrischenden Beitraege- am wichtigen und richtigen Zeitpunkt einen Moment stehenbleiben und ueberlegen, wie es weitergeht.
    Um ehrlich zu sein, hatte ich nach dem Beitrag zum gesponserten Urlaub im Turm Zweifel, ob Du nicht thematisch zu weit streust und fuer mich war eine Grenze ueberschritten. Und dann Dein Beitrag zum Konsumrausch- prima!, nach dem gleich wieder ein Post mit Kaufanregung folgte…
    Es ist schwer, eine Leserschaft aufzubauen und sicher noch schwerer, sie auch zu behalten. Wobei es mir persoenlich wichtiger erscheint, auf treue Leser anstatt auf hohe Besucherzahlen zu schielen.
    Ich drueck Dir die Daumen, dass Du die goldene Mitte fuer Dich (und uns) findest!
    Liebe Gruesse
    Claudia (sorry fuer Dreckfuhler, tippe auf dem smart phone ;-)

    Claudia
    am Freitag, 26. September 2014 um 14:19 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Problem erkannt, nun mögliche Lösungen, auf Anhieb fällt mir diese ein:

    Du schreibt weiterhin deine Test-/Produktberichte, sortierst diese in eine ebenso benannte Kategorie. Du veröffentlichst diese- aber ohne Ankündigungen auf FB und Co.
    1 x pro Woche veröffentlichst du dann einen Artikel, in dem du die Berichte der Woche anteaserst und verlinkst.

    Wenn dein Netzwerk stark genug ist, ich vermute, dass dies bereits der Fall ist, wird es die für sie interessanten Artikel selbst verbreiten, was dazu führt, dass der Gesamteindruck, hier würde es nur noch bezahlte Artikel geben, sich u.U. verwässert.

    Wäre das ein Versuch wert? Vielleicht gibt es aber noch andere Ideen …


    Viel Erfolg für dich weiterhin!
    K.

    Katharina
    am Freitag, 26. September 2014 um 11:55 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Mein erster Impuls war: Eigentlich müsste ein Redaktionsteam her. Einige machen eher Werbliches, andere schreiben Profundes, Lustiges, Längeres… Dann wird es ein Magazin. Es ist dann natürlich kein Blog im herkömmlichen Sinne mehr. Es gebe vielleicht sogar mehrere Postings am Tag. Aber die bunte Vielfalt bliebe gewahrt, ohne dass man das Gefühl hat: boah, das ist jetzt der 4. PR-Artikel in Reihe.
    Ich lese dich zwar oft, aber nicht regelmäßig, darum kann ich nicht beurteilen, was für ein Gefühl aufkommt, wenn man täglich bei dir vorbeiguckt. Mir gefällt immer, wenn du verschiedene Tipps und Fundstücke zusammenfasst, ich mag Sammelsurien. Dann habe ich auch nie das Gefühl, es sei zu geballt. (Das sind ja aber auch wirkliche Fundstücke, glaube ich, das ist keine PR.)

    Britta
    am Freitag, 26. September 2014 um 11:49 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne,
    ich lese Dein Blog sehr gern und finde Deine persönlichen Beiträge wunderbar. Ich weiß nicht, ob ich zuletzt besonders viele Produktbesprechungen/-empfehlungen gesehen habe oder ob Du besonders viele gemacht hast. Mir waren es zumindest zuviele und darum finde ich Deine Überlegungen großartig. - Ich kann nicht sagen, wie Du es anstellen sollst damit es erfolgreich wird, aber dieser Weg scheint ein guter zu sein und ich bin sicher, dass Du Dein Blog mit Geduld und einer klugen Mischung persönlich erhälst und trotzdem kommerzialisieren kannst.
    Lieben Gruss
    Stefanie

    Stefanie
    am Freitag, 26. September 2014 um 11:21 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne,
    ich bin eine stille Leserin, aber jetzt juckt es mich…
    Ich bin davon überzeugt, dass Du beides vereinbaren kannst und dass diese Form von
    Qualität und Authehtizität gewürdigt wird. ABER es ist wie immer im Leben, es geht nur in der richtigen Balance. Und da bist gerade Du auf dem richtigen Weg. Wir können nicht 100% Prozent arbeiten und gleichzeitig alles im Privatleben geben. Kein Mann kann neben großem Einsatz im Beruf zu jedem Elternabend und um 17.00 Uhr zu Hause sein.
    Und deswegen wählst Du aus, was Du bloggst, bzw. welche
    Kooperationen zu Dir passen und behältst Dir dabei den Blick für all die wichtigen Dinge drumherum, die wir dann bei Dir lesen dürfen.
    Aber diese gesunde Balance schaffen eben nicht alle, egal in welchem Bereich des Lebens.
    Liebe Grüsse und bitte weiter so!

    Kirsten
    am Freitag, 26. September 2014 um 10:29 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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