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Freitag, 22. Dezember 2017 um 06:00 Uhr

Wie Texterella Weihnachten feiert und was das Fest für mich bedeutet.

Es ist Freitag vor Heiligabend. Meine Welt ist stiller geworden in den letzten Tagen. Ganz bewusst habe ich in dieser Woche weniger gewirbelt, auch weniger hier im Blog geschrieben. Ohnehin fühlt es sich so an, als hätte ich auch alles geschrieben, was 2017 für mich bereithielt und immer noch hält – und als gäbe es die neuen spannenden Geschichten erst im neuen Jahr.


Noch zwei Tage bis Weihnachten. Ein paar Dinge muss ich noch erledigen, aber es ist überschaubar: ein paar letzte Geschenke einpacken (ja, ich schenke immer viel zu viel!). Die Kartoffeln fürs Raclette vom Gemüsehändler abholen. Den Wein kalt stellen, und eine Flasche Rosé-Champagner. Und den Baum schmücken, nicht zu vergessen! Wobei das traditionell die Kinder am 24. Dezember erledigen, bevor es am Nachmittag, ebenso traditionsgemäß, in die Kindermette geht – bevor dann das Christkind hinter der verschlossenen Wohnzimmertür klingelt (mit einem Glöckchen, das bereits in meinem Elternhaus für mich und meinen Bruder den Weihnachtsabend eingeläutet hat).

Weihnachten und zuhause gehören für mich zusammen.

Weihnachten hat für mich viel mit Tradition zu tun. Nie käme es mir in den Sinn, Weihnachten nicht daheim zu verbringen! Weihnachten und zuhause gehören für mich zusammen. Den Baum immer im selben Eck, die Abläufe immer die gleichen, keine Überraschungen. Nenn’ mich langweilig, aber ich mag es genau so: erst ein Lied, dann Geschenke auspacken. Die Kinder reihum, darauf die Erwachsenen – und ganz zum Schluss gibt es auch ein paar Weihnachts-Gutis für die Katzen. ;-) Am großen Tisch in der Wohnküche wartet derweilen das Raclette (auf das ich mich jetzt schon freue!), und am 1. Weihnachtsfeiertag kommt die ganze Familie zusammen: Ich mache die Suppe (Rote-Bete- oder Kürbissuppe – oder hättest du ein spannendes Suppenrezept für mich?), meine Mutter das Hauptgericht (dieses Jahrl: Boeuf Bourguignon)und meine Schwägerin bringt das Dessert (Überraschung!). Es wird gegessen, getrunken, gelacht … abends dann, wenn es ruhiger wird, werden Spiele gespielt oder ferngesehen (für jemanden wie mich, der so selten fernsieht, ist das – ein guter Film vorausgesetzt – ein richtiges Highlight).

Ja, Weihnachten ist ruhig bei uns, und ganz einfach: Essen, lachen, reden, nichts tun. Die Familie genießen, sich freuen, dass alle da und gesund sind. Dass wir uns haben! Glücklich sein. Mehr brauche ich nicht. Wobei dieses Wenige ganz schön viel ist, das weiß ich wohl.

Und wie feierst du Weihnachten? Erzähl doch mal!

Wie auch immer: Hab es fein, entspannt, fröhlich und mit vielen Plätzchen! Wir lesen uns irgendwann nächste Woche!

PS:

Vielleicht denken wir auch zwischen all den Geschenken und Leckereien kurz an die Weihnachtsgeschichte: daran, dass vor gut 2000 Jahren niemand diesem erschöpften, hungrigen und hochschwangerem Paar ein Nachtlager bieten wollte und ein Kind in einem Stall zur Welt kommen musste. Und wenn ich mir die aktuelle Politik und Wahlergebnisse anschaue, frage ich mich: Haben wir den wahren Kern der Weihnachtsgeschichte eigentlich vergessen?


Freitag, 22. Dezember 2017 um 06:00 Uhr