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Donnerstag, 14. September 2017 um 06:00 Uhr

Start me up! Warum Alter nur eine Zahl ist und wie wir das Älterwerden rocken!

Ich denke oft über das Älterwerden nach. Oder sagen wir besser: Übers Jungbleiben im Älterwerden. Darunter sind auch Fragen wie: Sind 50 tatsächlich die neue 30? Oder doch nur eine schön geredete Fünf Null? Sind wir heute wirklich jünger als unsere Omas? Oder machen wir uns etwas vor, und 50 ist und bleibt 50. Punkt.

Ich denke, unsere Generation hat in der Tat die Chance, lange jung zu bleiben, zumindest körperlich. Wir sind medizinisch gut versorgt, ernähren uns einigermaßen gesund, mussten keine Kriege, Hungersnöte oder sonstige Katastrophen durchstehen. Das sind gute Voraussetzungen. Wie jung wir aber tatsächlich bleiben, hängt letztlich ab von jedem Einzelnen. Jung bleiben ist kein Selbstläufer. Man muss dafür schon etwas tun. Aktiv. Und damit meine ich nicht (nur) regelmäßiges Yoga, Spa-Anwendungen und Dinner Cancelling. Oder die Superduper-Creme, die Texterella empfiehlt.

Die Rolling Stones in München, September 2017

Nein, es ist viel einfacher. Und schwerer. Jung sein fängt im Kopf an, in jedem Alter. Damit, sich nicht selbst zu beschränken, etwa Träume nicht mehr zu leben, weil man sich zu alt fühlt. Nichts mehr Neues zu beginnen, weil man die Lebensmitte überschritten hat oder weil man dieses oder jenes oder anderes mit 50, 60, 70, 80 nicht mehr tut. Weil es sich nicht gehört, womöglich peinlich ist oder sich irgendjemand irgendetwas dabei denken könnte. Mal ehrlich: Wer alles Neue, jedes Abenteuer und die Neugier aufs Morgen aus seinem Leben verbannt, ist nicht nur alt, sondern bereits ein bisschen tot. Mit 20 oder 30 ebenso wie mit 50 oder 85.

Falten? Irrelevant!

Vor diesem Hintergrund waren die Rolling Stones am Dienstagabend in München das reinste Lehrstück! Nicht nur war es ein großartiges Konzert, das die vier „alten” Herren des Rock’n Roll ablieferten – es hat mir auch gezeigt, wie jung man im Alter sein kann, wenn man noch richtig Lust aufs Leben hat. Das haben die Vier und das spürt man, selbst in einer Arena mit 70.000 Anderen. Und noch eines wurde sehr eindrucksvoll vorgeführt: Falten – und von denen gab es wirklich reichlich zu sehen da oben auf den riesigen Leinwänden – sind fürs Jungsein völlig irrelevant! Ach, warum bin ich da jetzt kein bisschen überrascht?! :-)

Ich wünsche mir auf jeden Fall eines: Dass ich mit 75 immer noch so lebendig und lebenslustig bin wie die Stones vorgestern Abend. Und dass ich zwar nicht auf einer großen Bühne, aber doch immerhin in meinem kleinen Blog herumwirble, um zu zeigen, das man auch im Alter noch jung sein und das Leben rocken kann.

Im Alter das Leben rocken! Ja, bitte!

Wenn ich an das Konzert denke, kriege ich übrigens immer noch Gänsehaut. Lass uns bitte genau so älter werden! Versprochen?!

PS: Ein wenig kann ich die Sache mit der Peinlichkeit und dem „Was sollen die Leute denken?“ übrigens doch verstehen. Genau das habe ich nämlich gedacht, als ich vor zwei Jahren anfing mit Töchterlein Outfit-Fotos zu machen. Was habe ich mich anfangs geschämt! Hätte ich die Fotos nicht für Soulfully gebraucht, hätte ich mich nie im Leben mitten auf unsere Straße gestellt, oder in den Innenhof des Freisinger Dombergs. Heute hingegen denke ich mir „Mir doch wurscht!“ und wechsle hinterm Auto sogar mal flugs die Klamotten. Das Beste aber: Mittlerweile macht mir das, was mir anfänglich Angst machte und unangenehm war, riesigen Spaß!

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Donnerstag, 14. September 2017 um 06:00 Uhr