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Dienstag, 12. September 2017 um 06:00 Uhr

Entschleunigen und Entspannen im Arbeitsalltag: 7 Tipps, die mir helfen. Und dir vielleicht auch.

Ich bin ja ein kleiner Instagram-Junkie und kann durchaus eine Stunde (oder mehr) damit zubringen, mich durch Feeds zu scrollen, InstaStories zu gucken – und dabei ein bisschen zu hachzen und zu seufzen. Was haben die anderen doch für ein feines Leben – und so entspannt! Ich beobachte amerikanische Dreifach-Mütter dabei, wie sie mit ihren zauberhübschen Töchtern (alle mit einem Schleifchen im Haar) auf der Veranda Blumen zu Kränze binden, wie Pariserinnen im Sonnenschein ihr Croissant genießen und dabei ausführlich „Le Monde“ lesen oder Exil-Engländerinnen mit Sonnenhut Tomaten in der Toskana pflanzen und daraus die beste Tomatensoße überhaupt kochen. Die pure Entschleunigung!

Slow Living: Entschleunigen und Entspannen im Arbeitsalltag: 7 Tipps, die mir helfen. Und dir vielleicht auch.

Und dann blicke ich hoch, sehe ich mich vor meinem Buchschreibe-Chaos-Schreibtisch sitzen und könnte ein bisschen verzweifeln.

Warum sind andere so entspannt, leben dieses wunderbare „Slow Living” – und ich nicht?

Sicher, mir ist schon bewusst, Instagram ist nicht das echte Leben und die zauberhaften Easy-Living-Filmchen der US-Mom sind sicher nicht so easy in der Produktion. Trotzdem: Eine Scheibe oder zumindest ein Scheibchen von diesem entspannten und entschleunigten Dasein würde ich mir gerne abschneiden.

Es müssen ja auch nicht die Blumenkränze und der Tomatensugo sein. Ein bisschen mehr Entspannung im Arbeitsleben würde mir schon reichen. Ein paar Tipps habe ich schon zusammengesammelt – jetzt muss ich sie nur konsequent (!) umsetzen:

1. Ordnung und Struktur.

Ja, ich gebe es zu: Mein Chaos macht mich nervös und Ordnung entspannt mich. Überhaupt macht Ordnung das Leben viel einfacher – weil man nicht stundenlang nach Dingen suchen muss, die irgendwo im Chaos vergraben sind. Ja, ich weiß das wohl. Bisschen doof gelaufen allerdings für jemanden, der von Natur aus unordentlich ist und aufräumen hasst. Das ist wirklich eine meiner größten Entspannungsbaustellen. Momentan versuche ich jeden Tag 15 Minuten Ordnung zu schaffen, vor allem in meinem Arbeitszimmer: Timer stellen, Musik an, los geht’s.

Slow Living: Entschleunigen und Entspannen im Arbeitsalltag: 7 Tipps, die mir helfen. Und dir vielleicht auch.

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2. To-Do-Liste.

Klingt nach noch mehr Stress, entspannt mich aber. Denn mit einer To-do-Liste muss ich mir vieles nicht merken und mich auch nicht ständig aktiv erinnern – ich hab’s ja schriftlich. Zum Abhaken! Ich liebe es, Erledigtes durchzustreichen! Durchstreichen reduziert Stress, jawoll!

3. Ein Schritt nach dem anderen.

Klingt einfach – und im Grunde ist es das auch. Man muss es nur tun. Und daran scheitert es bei mir oft. In Stresszeiten tendiere ich dazu, alles gleichzeitig anzufangen, mal hierhin und mal dorthin zu springen, meine To-Dos ständig durchzuwirbeln – und dann einen kleinen Nervenzusammenbruch oder zumindest eine Heulattacke zu kriegen. Stopp! Statt weiter zu paniken, atme ich erstmal durch, trinke eine Tasse Kaffee oder Tee und mache dann das Erste – das Wichtigste. Und dann das Zweite. Und dann das dritte. Ein Schritt nach dem anderen. Eigentlich logisch, eigentlich einfach. Und doch so schwer.

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4. Dinge erledigen – jetzt.

Ich kann Dinge unendlich aufschieben. Und wenn ich sie dann endlich irgendwann erledigt habe, merke ich: Hey, das hätte nur fünf Minuten gedauert und ich habe fünf Tage, fünf Wochen oder fünf Monate (durchaus!) dafür gebraucht! Natürlich immer verbunden mit schlechtem Gewissen, etwa weil ich diese eine Mail immer noch nicht geschrieben oder jenes Päckchen immer noch nicht zur Post gebracht habe. Oder weil ich schon zum zwanzigsten Mal an dem Buch auf der Treppenstufe vorbeigegangen bin – anstatt es endlich aufzuheben und es ins Bücherregal zu stellen. Auch diese kleinen Dinge können so belastend sein, und dabei sind sie so schnell erledigt. Irgendwo habe ich mal gelesen: Alles, was nicht länger dauert als zehn Minuten, soll man sofort erledigen. Weil es befreit und entspannt! Irit hat erst kürzlich darüber geschrieben: Von der Schönheit des Erledigens.

5. Jeden Tag ganz bewusst Zeit nehmen.

Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, ich habe keine zehn Minuten übrig. Falsch. Ein bisschen Zeit ist immer, und ich nehme sie mir für meine (fast) täglichen Abendspaziergänge. Im Nachhinein stelle ich immer fest: Die Stunde hat nirgends gefehlt. Weder sind Aufträge daran gescheitert noch leidet mein Umsatz. Aber mir geht es sehr viel besser!


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6. Ausreichend schlafen.

Am Freitag war ich bei der Preisverleihung zu „Best of Interior“ des Callwey-Verlags und erfuhr dort einiges über neue Trends. Einer davon: SCHLAFEN. Ja, schlafen liegt im Trend. Weil schlafen gut tut, uns gesund erhält und schöner macht. Weil Schlaf der größte Kraftspender überhaupt ist. Ich versuche in letzter Zeit deshalb immer um 22 Uhr im Bett zu liegen – was zugegebenermaßen noch nicht ganz so gut klappt. Lieber früher ins Bett und früher wieder raus. Das ist der Plan. Ich arbeite daran. Aber ganz easy. ;-)

7. Handy aus. Buch an.

Noch eine Baustelle, eine große. Ich war mal eine Leseratte – heute bin ich ein iPhone-Junkie. Schlimm. Eine Freundin hat eine ganze Weile einen TechSabbath gepflegt und all ihre technischen Gerätschaften von Freitag- bis Samstagabend ausgeschaltet. Und ist nicht gestorben! Ich nehme mir das mal für 2018 vor. Man braucht ja auch noch Ziele, ne?

Was entspannt dich denn im Arbeitsalltag? Sag doch mal!


Dienstag, 12. September 2017 um 06:00 Uhr