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Freitag, 10. März 2017 um 06:00 Uhr

Ändern macht glücklich! (Warum du nicht 13 Jahre warten solltest.)

Kennst du das? Diese unguten Situationen, in den wir verharren – manchmal sogar jahrelang –, ohne etwas zu ändern. Wir fühlen uns nicht wohl, finden aber tausend durchaus auch nachvollziehbare Gründe, warum wir dieses und jenes gerade leider beim besten Willen nicht ändern können. Wir sind unzufrieden, wir ärgern uns, haben deshalb schlechte Laune, hassen die Welt … und trotzdem bleibt alles wie gehabt. Weil anderes immer wichtiger ist. Oder scheint.


Aufräumen macht glücklich! Und das sagt jemand, der Aufräumen eigentlich hasst!


So eine ungute, belastende Situation kann eine nicht funktionierende Beziehung ebenso sein wie das Sportprogramm, das wir einfach nicht in unser Leben integriert kriegen, obwohl wir es eigentlich wollen. Oder der ungeliebte Arbeitsplatz, den wir dennoch nicht kündigen, weil ... weil halt. Und und und. Es gibt tausend und eine Situationen, die uns unglücklich machen und frustrieren können.

Bei mir war es mein Arbeitszimmer, in dem ich seit dreizehn Jahren jeden Tag saß. Viertausendundfünfundvierzig Tage. Gott sei dank meistens mit dem Gesicht zum Monitor und mit Blick aus dem Fenster – denn hinter mir tobte das Chaos. Und wenn ich Chaos sage, dann meine ich auch Chaos. Es war einfach ... furchtbar. Krönung der ganzen Misere waren uralte IKEA-Büromöbel mit grünen (!!) Fronten, die ich vor fast 20 Jahren mit Beginn meiner Selbständigkeit gekauft hatte. Sie gefielen mir schon damals nicht und waren als Interims-Lösung gedacht. Bis mein Business lief und ich was Hübscheres finden würde. So der Plan.

Das Business lief, und zwar gut. Die Möbel blieben dennoch. 2003 bauten wir unser Haus, und wer zog mit um? Die Möbel. Nur als Zwischenlösung, natürlich. Denn bald würde ich das Arbeitszimmer neu möblieren, spätestens nächstes Jahr. Ganz sicher. Ich träumte von einem Glasschreibtisch und schicken Regalen. Und einer kuscheligen Leseecke.

Was nur als Interimslösung gedacht war ...

Tatsache ist: Ich saß weitere 13 Jahre in meinen ungeliebten Büromöbel, umringt vom Chaos. Ich hasste es, ich jammerte, ich fühlte mich nicht wohl, geskypet wurde nur ohne Kamera – damit niemand den „Zustand“ sah. Aber ich änderte nichts. Jammerte stattdessen weiter. Und das wäre vielleicht auch so geblieben. Wenn mich nicht vor sechs Wochen meine liebe Redakteurin von Soulfully angerufen hätte: Ob ich Lust auf eine Homestory hätte. Dann würde man Fotografen schicken, um mich und das Haus zu fotografieren. Und natürlich auch das Arbeitszimmer, ohne das ginge es nicht, das wäre ja doch auch ein wichtiger Teil meines Lebens. Stimmt. Mein Arbeitsplatz war wichtig für mich! Sehr! Umso schlimmer der Zustand, in dem er sich befand!

Ich schluckte. Und schluckte nochmal. Und ergriff die Chance, ENDLICH aus meiner Büromöbelchaosphlegmafalle herauszukommen. Ich bestellte Möbel, einen wunderschönen Sessel, Bilder und noch mehr Bilder – um Nägel mit Köpfen zu machen. Um gar nicht mehr zurückzukönnen! Ich holte mir Rat zum Auf- und Ausräumen ein, ich schmiss TONNEN an alten Unterlagen weg. Ich grub mich durch Kram, der schon ... Jahre ‘rumlag oder -stand. Ich hasste es, bis ich Magenschmerzen hatte! Und ich liebte es, weil ich endlich mein schreckliches Arbeitszimmer loswerden würde.

... hielt dreizehn Jahre!

Vorgestern war es soweit: Ich war fertig. Die Regale waren eingeräumt, die Bilder gestellt und selbst die Katze hatte sich in Pose gesetzt! Und ich? Ich war überglücklich. Und verliebt – so schön war es geworden, mein Arbeitszimmer!

Was bleibt ist die Frage, warum ich 13 Jahre für diesen Schritt gebraucht habe. 4.745 Tage hätte ich bereits in einem hübschen Arbeitszimmer verbringen können – statt in einer Rumpelkammer. Was für eine Verschwendung an Lebenszeit!

Lerne: Ändern und Aufräumen machen glücklich!

Was ich daraus gelernt habe: Ändere belastende Situationen – jetzt! Warte keine 13 Jahre damit. Warte nicht mal 13 Monate oder 13 Wochen. Ändere sie nicht so schnell wie möglich – sondern ändere sie sofort. Weil es glücklich macht. Vielleicht ist das ja auch für dich eine Anregung?

Die Fotografin und der Redakteur für die Homestory (Jules und Wilken von Herz und Blut) waren übrigens gestern da – und wir hatten einen bezaubernden und entspannten Vormittag. Die Bilder dürfte es im Laufe der nächsten zwei Wochen auf Soulfully geben, und dann auch hier auf Texterella. Ich bin so gespannt!

Hast du dich auch schon aus solchen Situationen befreien können? Erzähl doch mal, wenn du magst!

Hab ein schönes Wochenende!