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Dienstag, 04. Juli 2017 um 06:00 Uhr

Irgendwie geht’s dann ja doch immer.

Ich sitze zwischen Bücherstapeln. Vor mir die Wirtschaftsgesetze, darüber und darunter ausgedruckte Rechercheunterlagen und Zettel, gespickt mit gelben oder pinken Post-its. Dahinter einige dicke Wälzer rund um das Thema Investor Relations. Dazwischen Kaffeetassen, ja, auch eine von gestern ist dabei. Kurz: Ein großes Chaos, auf dem Schreibtisch. Und im Kopf auch.

Texterella schreibt ein Buch. Irgendwie geht's dann ja doch immer.

 

Was soll ich sagen: Ich bin im Stress. Ja, es geht voran, aber viel zu langsam. Viiiiel zu langsam. Auch wenn Geschäftsberichte mein Leib- und Magenthema sind, muss ich doch vieles recherchieren. (Wobei mir das auch riesigen Spaß macht. Derart in ein Thema hineingekniet habe ich mich letztmals Anfang der Neunziger Jahre während meiner Diplomarbeit.) Ich quäle mich also durch die Manuskriptseiten, kriege zwischendrin kleinere oder größere Panikattacken oder einen hysterischen Anfall, wenn ich an den Abgabetermin denke. Schon so bald?? Hey, das schaffe ich nicht. NIemals!

Und dann schüttele ich mich und denken: Doch, du schaffst es. Gib nicht auf! Mach einfach weiter!

Ich glaube, es kann gut werden, dieses Buch, das es in der thematischen Zusammenstellung so noch nicht gibt. Aber Qualität braucht Zeit. Und ich habe nur noch fünf Wochen, inklusive Lektorat und Korrektorat. Ist das überhaupt zu schaffen? Will ich darüber überhaupt nachdenken?

Und dann ist da ja noch das ganze restliche Leben: Aktuell die Berlin Fashionweek, auf die ich mich schon seit Wochen freue – eigentlich. Uneigentlich habe ich gar keine Zeit dafür. Die Eltern unseres venezolanischen Gastsohnes, die im Laufe dieser Woche bei uns eintrudeln und ihren Sohn nach fast zehn Monaten im fernen Kirchdorf an der Amper mit nach Hause nehmen. Die kann man ja auch nicht einfach alleine im Wohnzimmer oder auf der Terrasse sitzen lassen. Die Kinder, die im Schuljahresendspurt sind oder in der Orientierungsphase in Sachen Studium, und ein bisschen Unterstützung brauchen. Und natürlich dieses geliebte Blog, das ich nicht alleine lassen will. Und auch nicht kann. Dafür ist dieser Beitrag der beste Beweis.

So. Genug gejammert und weiter geschrieben. Nützt ja nix. Und – irgendwie geht’s dann ja doch immer.

Oder?