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Dienstag, 19. Dezember 2017 um 06:00 Uhr

Dienstagsschnipsel: Vom Betteln, Handschrift, Modest Fashion und Bloggen.

Puh, was für ein Rundumschlag – sorry, falls dieser Mix zu heftig ist. In der Regel versuche ich bei den Schnipseln thematische Schwerpunkte zu setzen. Das ist mir hier nicht gelungen. Ich wollte aber auch keines der Themen auslassen, das erste (und schwerste) schon gleich gar nicht … Aber vielleicht spiegelt genau dieser Mix aus leicht und schwer, schön und weniger schön das richtige Leben wieder. Nein: Es ist das richtige Leben.

* Ich kann über bettelnde Menschen nur schwer hinwegsehen. Und ich will es auch gar nicht. Gleichzeitig weiß ich oft nicht, wie ich reagieren soll. Den Beitrag der Caritas „13 Tipps für den Umgang mit bettelnden Menschen” finde ich deshalb sehr hilfreich. Interessant übrigens, dass die Existenz einer kriminellen Bettelmafia polizeilich wohl gar nicht belegt ist – das überrascht mich ein wenig. Wobei das im Grunde ohnehin egal ist, denn wie heißt es in dem Artikel ganz richtig: „Wenn ich zehn Menschen etwas spende und darunter ist einer kriminell, kann ich mit dieser Quote vielleicht ganz gut leben.“ - ja!

* Eine Schönschreiberin war ich noch nie, nicht mal als Schülerin, aber was das Dauergetippsel bei meiner Handschrift angerichtet hat, ist wirklich zum Weinen! Schlimm! Weihnachtskarten schreiben ist purer Horror! Aber klar, wer den ganzen Tag nur auf eine Tastatur einhakt, muss sich nicht wundern, wenn die Mobilität der Finger, das Fließen der Bewegungen und damit die Schrift leidet. Was traurig ist, denn mit der Hand geschriebene Texte sind kreativer und komplexer – belegen Studie. Ich selbst kann das sogar aus eigener Erfahrung bestätigen, denn ab und zu schreibe ich tatsächlich noch mit der Hand: etwa wenn ich dringend Gedanken notieren muss und mein Laptop nicht dabei habe. Es schreibt sich einfach anders – gedanklich – wenn man mit der Hand schreibt. Genau darum geht es in dem Artikel „Wie schreiben das Denken verändert“.

* Spannend: Die ZEIT berichtet über „Modest Fashion“, Mode also, die sich an religiösen Bekleidungsvorschriften orientiert, und zwar nicht nur an muslimischen, sondern auch an jüdischen. Herauskommt dabei Mode, die Frauenkörper eben nicht zur Schau stellt – wie das bei uns im Westen zumeist der Fall ist. Stattdessen geht es um Bekleidung, die eher „bescheiden“ ist, nicht auffällig oder gar offenherzig – und vielleicht genau deshalb verführerisch wirkt. Mal schauen, ob und wie dieser Mikro-Trend (wenn man angesichts rund einer Milliarde möglicher Kundinnen von „Mikro“ sprechen darf) sich auf den Laufstegen in Paris, London und Mailand wiederfinden wird.

* Dafür, dass Bloggen derzeit mal wieder totgesagt wird, wird ziemlich viel darüber gesprochen und geschrieben. Der Beitrag, den Herr Konsumkaiser dazu veröffentlich hat, hat mich mit seiner Melancholie aber ein wenig ins Herz getroffen. Hat das „gute alte Blog“ wirklich ausgedient? Geht es nur noch ums Werben, Verkaufen, Geld verdienen? Hm. Tatsächlich beschäftigt mich diese Frage schon seit Jahren immer wieder und immer wieder stelle ich deshalb mein eigenes Tun, mein eigenes Blog, meine Texterella auf den Prüfstand. Sicher enthält dieses Blog mehr Werbung als noch vor einigen Jahren. Wobei: So viel mehr auch wieder nicht. Schon immer waren Lifestyle-Blogs kleine Werbemaschinen – auch in ihren Anfangsjahren. Auch damals ging es in Lifestyle-Blogs schon ums Konsumieren, nur kam keiner auf die Idee über einen Produktlink „Werbung“ zu schreiben. Heute hingegen schlagen wir – meines Erachtens zumindest – ins andere Extrem: Heute muss man sogar schon Buchrezensionen als Werbung kennzeichnen, oder Outfitposts, für die man Kleidung lediglich geliehen hat. Aber zurück zum Thema: Ja, ich glaube immer noch an Blogs. Weil ich immer noch an gute Inhalte und gute Stories glaube. Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass genau das Blogs lesenswert und damit erfolgreich macht. Solange ich daran glaube, sind Blogs für mich nicht tot. Und solange werde ich hier auf Texterella weiterschreiben. Auch Werbepostings, weil ich Buchstaben leider nicht essen kann. :-D Es ist mein Anspruch, Werbung so zu schreiben, dass sie Spaß macht – meinen Leserinnen und meinem Geldbeutel.

Wie siehst du den aktuellen „Influencertrend“ mit Blogs, Instagram und Konsorten denn? Ich bin gespannt auf deine Meinung!

Ergänzung vom 19. Dezember, 12 Uhr: Und kaum siniert man darüber, ob Blogs tot sind oder nicht, findet man (ich!!! Texterella!) sich unter den 20 relevantesten Bloggerinnen Deutschlands wieder. Wow! Solche Rankings nehme ich normalerweise nicht ernst, aber da das Blog der Wirtschaftswoche den Berechnungsmodus erläutert, darf ich mich vielleicht doch freuen, neben Journelles, XeniaOverdose und This is Jane Wayne genannt zu werden. ;-) Was der Berechnungsmodus auf jeden Fall zeigt: Netzwerken lohnt sich! Ich bin immer schon freigibig mit Verlinkungen gewesen und kriege das natürlich auch zurück.

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Dienstag, 19. Dezember 2017 um 06:00 Uhr