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Montag, 02. März 2009 um 11:27 Uhr

Die „neue” Üppigkeit. Ein Plädoyer.

Heute stand es mal wieder in der Zeitung: Models werden dicker, jawollja. Das lese ich zwar schon seit zirka ... hm ... Jahren ... Und mal ehrlich: Sind Models, Schauspielerinnen und andere Promis mittlerweile tatsächlich gepolsterter? Ist wirklich etwas Grundsätzliches passiert, wenn man mal von der ziemlich aufsehenerregenden Werbekampagne von Dove absieht? Nun, vielleicht habe ich nur übertriebene Vorstellungen von diesem „etwas mehr”, aber ich finde Models alle immer noch verdammt dünn. Kann es sein, dass uns hier reine Lippenbekenntnisse verkauft werden?

Auch beim Einkaufen kann ich den Trend zur Üppigkeit nicht erkennen. Tatsächlich gibt es genug Hersteller, die bei Größe 42 aufhören, oder maximal bei Größe 44 (wobei die dann wiederum geschnitten ist wie eine 42). Und es gibt immer noch genug Anbieter, die wohl meinen, etwas „üppigere” Frauen (also die mit dieser optisch unzumutbaren, schwabbeligen 44 oder 46) würden sich lieber in Omas Kittelschürze kleiden als in Angesagtes. Lustig ist ja wiederum, dass im Laden die „größeren” Größen immer als erstes weg sind - was übrig bleibt sind 34 und 36. Anscheinend gibt das aber niemandem zu denken.

Was auch nervt: Hüftumspielende Tuniken als das Non-Plus-Ultra aller zusätzlichen Kilos, die Lösung schlechthin. Als würde man darin schlanker wirken! Stattdessen wirkt man eigentlich nur noch ... figurlos. Oder noch schlimmer: kastig. Ein von oben herabfallendes, konturloses Stoffgewabbel, das nichts mehr übrig lässt von runder Weiblichkeit.

Wann wird die Modebranche eigentlich endlich verstehen, dass es durchaus Frauen gibt, die gar nicht 36 oder 38 tragen wollen. Sondern die Rundungen eigentlich ganz nett finden. Und eigentlich nur noch nach der Mode - und den Machern! - suchen, die das bitte endlich begreifen!


Montag, 02. März 2009 um 11:27 Uhr