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Montag, 09. April 2018 um 06:00 Uhr

Achtsamkeit – ich bin genervt von dir! Eine Hassliebe.

Darf ich dir etwa gestehen? Ich mag diese „Achtsamkeit“ nicht. Ja, sie nervt mich. Also: das Wort! Dabei ist es eigentlich ein schönes Wort: Es hat mit Respekt zu tun, und mit Wertschätzung. Mit Selbstliebe und (Be-)Achtung von Körper und Geist, im Wissen, dass man nur geben kann, wenn man selber auch ab und zu nimmt. Und man nur dann gut zu Anderen sein kann, wenn man auch gut zu sich selber ist.

Und dennoch. Das Wort ist so ... abgenutzt. So überstrapaziert. Schon fast abgedroschen. Es gibt Achtsamkeits-Trainings, Achtsamkeits-Coaches, Achtsamkeits-Therapien. AchtsamkeitAchtsamkeitAchtsamkeit ... Gemessen an der Häufigkeit des Gebrauchs, scheint sie tatsächlich überall zu sein, die Achtsamkeit ... aber ist sie das wirklich?

In meinem Leben zumindest hatte Achtsamkeit lange Zeit zu wenig Bedeutung. Aber irgendwann in den letzten Jahren habe ich erkannt, dass es ohne diese Achtsamkeit, und dem Respekt, der Wertschätzung, Selbstliebe, Achtung, die damit verbunden sind, eben doch nicht geht. Ja, ich habe erkannt: Nur wenn ich gut zu mir bin, kann ich auch lange das Leben führen, das ich führen will: gesund, stark, selbstbestimmt, erfüllt.

Allerdings bin ich auch ein Mensch, der oft an seine Grenzen geht, der ungeduldig ist, wenig Zeit hat und überhaupt ... Entspannen ziemlich anstrengend findet. Ja, diese vermaledeite Achtsamkeit hat es nicht so leicht mit mir, ich ja aber auch nicht mit ihr. Ausgefeilte Morgen- und/oder Abendroutinen, Meditation, zwei Stunden Yoga täglich und regelmäßig freie Wochenenden mit „Wellness“ und weniger Arbeiten ... all das funktioniert in meinem Leben nicht. Achtsamkeit muss für mich einfach sein. Dafür habe ich mittlerweile ganz gute Methoden entwickelt.

Wie ich Achtsamkeit in mein Leben integriere:

1. Gutes Essen.

Vor ein paar Jahren habe ich ein Buch gelesen (und hier auch rezensiert), dessen Kernaussage war: Iss nichts, was deine Großmutter nicht als Essen erkannt hätte. Dieser Satz hat mir tatsächlich die Augen geöffnet. Ja, so einfach kann gutes Essen sein. Denn mit diesem einfachen Satz streichst du alle hochraffinierten und stark bearbeiteten Lebensmittel aus deiner Ernährung und isst automatisch gesünder. Obwohl mein Tag voll ist, koche ich immer frisch. Fertiggerichte sind mir ein Graus und Industrieessen kommt mir wirklich nie auf den Tisch, da serviere ich lieber Butterbrot. Keine Regel ohne Ausnahme: Chips und Fischstäbchen gibt es natürlich auch im Hause Ackstaller (da sorgen schon die Kinderlein dafür ...). Weil ich es bedauerlicherweise nicht oft auf unseren Freisinger Wochenmarkt schaffe und selbst Bio-Gemüse und -Obst zunehmend ungern im Supermarkt kaufen, habe ich eine regionale und saisonale Ökokiste bestellt. Seitdem koche ich auch mit Gemüsesorten, die ich vorher nicht mal erkannt hätte (Steckrüben und schwarzer Rettich zum Beispiel). Das ist nicht nur gesund und nachhaltig, sondern auch spannend und lehrreich – auch für meine Kinder, die mittlerweile ebenfalls ein gutes Empfinden für gesundes Essen entwickelt haben.

2. Struktur.

Ich bin eine kreative Chaotin. Immer schon gewesen, und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Aber auch wenn diese Beschreibung so charmant klingt, merke ich auch: Chaos tut mir nicht gut. Es macht mich nervös, lenkt mich ab und stresst mich – während mich Ordnung tatsächlich entspannt und mich sogar kreativer macht. Für mich bedeutet das einerseits eine gute Tagesplanung, bei der ich wie in einen Stundenplan meine Aufgaben eintrage, sowie To-Do-Listen zum Abhaken. Aufgaben zu notieren, entstresst mich ungemein, denn so muss ich keine Angst haben, etwas zu vergessen. Ein zweiter großer Punkt ist auch physische Ordnung, allen vor an in meinem Arbeitszimmer. Einen ersten großen Schritt habe ich schon im letzten Jahr getan, als ich mein Arbeitszimmer umgestaltet habe (wobei ich damit immer noch nicht ganz fertig bin ...). Im Grunde ist es jetzt wirklich wunderschön – wenn es aufgeräumt ist, und daran hapert es leider oft. Gerade ist es mal wieder hübsch und ordentlich, und um diesen Zustand zu halten, versuche ich jeden Tag 15 Minuten aufzuräumen. Unglaublich, wie viel man in dieser kurzen Zeit schafft! Timer an, Musik an – und los geht’s! Woran ich noch arbeiten muss, ist das Thema Loslassen: Ich hänge sehr an Dingen und kann mich wirklich nur schwer von ihnen trennen. Das muss aber sein, wenn man nicht „zumüllen“ und zugleich erdrückt werden will. Falls du dazu Tipps hast: bitte her damit!

3. Zeit für mich.

Puh, Couch und Co. sind nicht einfach für mich. Klingt seltsam, ist aber so. Als berufstätige Mutter von drei Kindern war ich in den letzten 20 Jahren einfach dauerbeschäftigt – von diesem Gefühl wieder runterzukommen und mir jetzt, wo die Kinder größer und selbstständiger sind, auch mal „Me-Time“ zu erlauben ... das muss ich tatsächlich wieder lernen. Da hilft nur eines: üben üben üben! Auch, wenn es schwerfällt ... ;-)

4. Bewegung.

Ich habe es letzthin schon mal in meinen InstaStories erwähnt: Sport ist für mich eine Vernunftsentscheidung. Das heißt auch: Es ist und bleibt eine ewige Überwindung. Leider. Für mich bedeutet das: Ich muss mir Sport möglichst einfach machen – sonst mache ich ihn einfach nicht. Mit Gymondo habe ich tatsächlich einen Kooperationspartner gefunden, mit dem ich Fitness sehr einfach und zugleich vielfältig in meinen Alltag integrieren kann. Es gibt unterschiedlichste Programme (Yoga, Tanzen, Pilates, diverse Workouts; selbst Trx wird angeboten, bei dem man mit dem eigenen Gewicht trainiert) in unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen und Längen. Da ist wirklich für jeden etwas dabei – selbst für einen Sportmuffel wie mich. Und vielleicht ja auch für dich? Wer sich über den Link Texterella X Gymondo* anmeldet, spart 30 Prozent (es ist kein Code notwendig, der Link greift direkt), damit kostet ein Jahresabo noch nicht mal 5 Euro im Monat. 5 Euro für mehr Gesundheit und ein besseres Leben – das finde ich nicht übertrieben, oder? Derzeit integriere ich jeden Morgen eine halbe Stunde Yoga oder Gymnastik (mit dem Thera-Band, ui, das macht Muskeln) in meinen Alltag, abends versuche ich noch eine Stunde spazieren zu gehen. Für einen Sportmuffel wie mich, finde ich das schon ziemlich okay.

Wie steht du zum Thema Achtsamkeit? Erzähl doch mal!

*Affiliate-Link. Du weißt schon, meine todsichere Methode zum Reich werden. #nicht

Fotos: Viola Klostermann

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