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You only live once. So heißt das Buch, das derzeit auf meinem Couchtisch liegt. Als ich den Titel las, wollte ich es sofort haben. Der Buchtitel war ein einziges Reizwort für mich.

You only live once.

Ja. Man lebt nur einmal. Und ich möchte viel aus diesem einen Leben machen. Geht es dir auch so? Ich möchte es genießen, ausschöpfen, viel erleben. Ich liebe es unterwegs sein, Leute kennenzulernen oder wiederzutreffen, viel zu sehen. Ich bin gerne auf Reisen, lerne gerne Neues. Ich mag die Herausforderung.

You only live once.

Ich schmiede Pläne, schreibe Bucketlists, habe noch so viel vor. Manchmal habe ich Angst, dass mir die Zeit für all das nicht reicht. Ich fühle mich lebendig, wenn viel passiert. Adrenalin im Blut und immer ein wenig außer Atem. Ich mag das.


Alltag genießen

Alltag.


Das heißt: meistens! Denn irgendwann spüre ich, wie anstrengend dieses Leben ist. Wie sehr es mich auslaugt und dass mir dann doch irgendwann die Puste ausgeht. Ständig präsent, immer auf Achse. Immer die Augen auf und immer auf Empfang. Puh.

Gerade im Moment bin ich (wieder) an so einem Punkt. Gerade wünsche ich mir – Alltag. Ein Leben ohne Reize und ohne Termine. Nur abwaschen, Wäsche aufhängen, Mittagessen kochen. Noch besser: nichts tun. Einfach rumliegen und gegen die Decke starren. Oder in die Sonne blinzeln. Und dabei noch nicht mal das Gefühl haben, sich entspannen zu müssen – sondern einfach entspannt sein. Ich wünsche mir Tage ohne dieses Mach-was-draus-Gefühl. Das, was mir sonst als die große Langeweile, als Verschwendung wertvoller Lebenszeit erscheint, ist momenan (m)ein erstrebenswerter Zustand.

Ich will den Alltag zu genießen – anstatt immer dem Leben hinterherzurennen. Süße Leere statt La dolce Vita. Kleinigkeiten statt großer Events. Ein Buch, ein guter Film, mal nicht mit den Terminen jonglieren, damit ich alles unterbringen kann. Weniger ist mehr. Fällt mir nicht leicht, ich geb’s zu. Ich bin ein unruhiger Geist und sehr daran gewöhnt, immer eine To-do-Liste im Kopf zu haben. Man lebt ja nur einmal.

Achja, das Buch. Das ist spannend, zweifellos! Es geht um kleine und große Abenteuer. Genau das, was ich sonst so liebe. Ich schreibe es mir auf meine Liste für die Zeit nach dem Alltag. Solange lasse ich es einfach hier liegen. Neben mir, auf dem Couchtisch.

 

 

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 11. Juni 2015, 09:42 Uhr
Kommentare: 8 | Aufrufe: 2407 | Kategorie: Lifestyle, Leben, | Tags: you only live oncealltag
 

Kommentare

  • Liebe Susi,

    Deine Situation kenne ich gut! Ich finde, dass im Leben beides Platz finden sollte: Das pralle, volle Leben mit tollen menschlichen Begegnungen und Herausforderungen, an denen man wächst. Und dann wieder die Ruhe, Besinnung und das Genießen des Hier und Jetzt - ohne Verpflichtungen oder schlechtes Gewissen. Dabei braucht jeder Mensch seine eigene Mischung dieser beiden Zustände. Wenn man zu langsam lebt, kann man Vieles verpassen - wenn man zu schnell lebt aber auch ;-)

    Ich wünsche Dir immer eine ausgewogene Balance in Deinem Leben - lass es Dir gut gehen!

    Liebe Grüße von
    Stephanie alias die Modeflüsterin

    Stephanie
    am Sonntag, 14. Juni 2015 um 11:16 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich kann Dich genau verstehen… Mir geht es auch oft so! Wenn man Beruf und Familie unter einen Hut bekommen möchte, muss man oft mit Terminen jonglieren… Ich liebe es in Bewegung zu sein, aber es gibt nach viel Bewegung auch mal Tag, an denen ich froh bin keine Termine zu haben… Diese Tage versuche ich dann zu genießen, aber manchmal muss auch an diesen Tagen der Haushalt gemacht werden und alles was sonst so liegen bleibt.. Genieße heute die Sonne!

    Sonja
    am Freitag, 12. Juni 2015 um 15:04 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Als ich in den Zwanzigern war, neu im Job mit dem Drang nach vorwärts, habe ich ein Interview mit einer Bundestagsabgeordneten gehört. Sie war damals etwa doppelt so alt wie ich und sagte auf die Frage, warum sie nicht mehr kandidiere, sie wolle jetzt das Leben genießen und mit ihren Enkeln Marmelade kochen. Ich weiß noch, wie ich mich damals gewundert habe, dass diese taffe Frau das Glück der nächsten Jahre im Marmeladekochen sieht… Nun bin ich zwar noch nicht so weit, aber ich kann sie inzwischen verstehen! Liebe Grüße, Doris

    Doris
    am Freitag, 12. Juni 2015 um 10:03 Uhr

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  • Lebe so wie Du es für richtig hältst. Renne, fahre, fliege aber vergiss nicht manchmal stehen zu bleiben und auszusteigen. Hole tief Luft, atme durch und fühle Dich selbst. Nimm Dir dazu immer wieder die Zeit, wenn es nur ein paar Minuten sind. Es tut so gut und doch erreiche ich das Ziel, vielleicht etwas später. DU LEBST NUR EINMAL!  Danke, dass Du mich immer zum Nachdenken bringst. Liebe Grüße Evelin

    Evelin Wakri
    am Donnerstag, 11. Juni 2015 um 21:32 Uhr

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  • Hallo,
    wow, wie sprichst Du mir aus der Seele!
    Genau das geht auch in mir vor, weiter, weiter immer mehr, soviel erleben wie nur möglich, Leute treffen, fremde Länder erkunden, neue Geschmäcker und Gerüche erfahren…
    Und dann wieder die Sucht nach der Langeweile… ich habe mir vor ein paar Wochen einen Sonntag mit Langeweile gegönnt - das tat so gut!
    Vielen Dank für Deinen Blog
    Karin

    Karin
    am Donnerstag, 11. Juni 2015 um 14:38 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hallo Susanne,
    auch ich liebe es Freunde zu treffen. Neue Menschen kennenzulernen, ich fühle dann, dass ich lebe.
    Ein guter Rat von einer älteren Dame (Dame bin ich eigentlich keine). Mach nicht zu viel Pläne, vor allem nicht weit in die Zukunft. Das kann früher oder später nur frustrieren. Laß das Leben auf dich zukommen. Wenn ich eins gelernt habe, dann, dass das Leben passiert, während man Pläne macht und schon ist alles anders. Also, genieße den Tag - auch mal mit faullenzen und ohne schlechtes Gewissen, denn das tut der Seele gut.
    Liebe Grüße
    Karin

    Karin
    am Donnerstag, 11. Juni 2015 um 12:44 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ein bisschen Langeweile käme mir manchmal auch ganz gelegen, ich hab nur keine Zeit dazu.

    Ich habe oft das Gefühl, dass ich „gelebt werde”.  Viele Rollen, viele Verpflichtungen. Jeder zerrt an einem anderen Rockzipfel und kreischt und plärrt, wenn ich nicht SOFORT springe und mich um dieses oder jenes kümmere. Weil ja jeder glaubt, sein Kram sei der wichtigste und nichts anderes habe mich zu interessieren.

    Ich selber finde in meinem Leben kaum statt. Ich bin nur am Rennen, Tun und Machen, damit andere alles haben, was sie brauchen.

    Edith Nebel
    am Donnerstag, 11. Juni 2015 um 12:20 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Man kann es eben so oder so aussprechen ... Du lebst nur einmal, als renne los, renne durch, erlebe. Oder aber: Hey, fahr mal runter, du lebst nur einmal, es kann sehr schnell zu Ende sein, wenn du nicht mal zum Atmen kommst. Mir hilft bei diesen Entscheidungen die Konzentration aufs Hier und Jetzt. Achtsamkeit. Wie hieß es am Wochenende, während fünf Tagen Yoga? „Wenn ich liege, liege ich. Wenn ich esse, esse ich. Wenn ich gehe, gehe ich.” Und wenn ich renne, dann renne ich. Aber wenn ich einfach mal nur atme, dann atme ich einfach nur. Und gucke Löcher in die Luft, weil die Wolken so schön sind.

    Sandra Walzer
    am Donnerstag, 11. Juni 2015 um 11:04 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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