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Hatte ich nicht erst kürzlich über das (Nicht) Loslassen geschrieben? Nun. Gestern habe ich mein Kind „losgelassen“. Mein großer Sohn ist für zwei Monate nach Südafrika geflogen. Als Austauschschüler. Ich bin zwischen Stolz und Panik. Freude über das, was er erleben wird. Angst vor dem, was ihm zustoßen könnte.



Kindheitsgefährten ...

Und vor allem: (Mal wieder) bin ich erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht. Diese wunderschöne und dabei so kurze Lebenszeit. Habe ich dieses große Kind nicht gerade erst geboren? Ist es nicht erst einen Wimpernschlag her, dass ich ihn danach, überglücklich, in den Armen hielt? Kaum glauben konnte, dass dieses süße Geschöpf in mir herangewachsen war? Mein Kind, mein Sohn, auf ewig.

Und nun ist er satte 17 und macht erste Schritte, sein Elternhaus und mich als Mutter zu verlassen. Um sein erstes großes Lebensabenteuer zu erleben. Wie schön das ist!

Dabei ist es nicht einfach. Dieses Loslassen. Das Vertrauen, dass alles gut geht, die Hoffnung, dass ich ihm in den letzten 17 Jahren genug mitgegeben habe für seinen eigenen Weg.

Damit eng verbunden ist auch das Wissen um das eigene, stete Älterwerden. 50 werde ich in wenigen Monaten. Ein halbes Jahrhundert. Ich kann es selber kaum fassen, wie schnell diese Zeit vergangen ist. Meine ersten Erinnerungen … war ich drei? Vier vielleicht? Die ersten Schuljahre, dann meine eigene Zeit im Ausland. Ein ganzes Jahr USA, mit 15. (Wie haben meine Eltern das eigentlich überstanden?) Abi, Studium, Berufsleben, Heirat, Schwangerschaften. Ein, zwei, drei Kinder, die nun schon langsam erwachsen werden und Flügel bekommen. Bald ohne mich ihr Leben leben werden.

Liebes Leben, kannst du nicht ein wenig langsamer vorbeigehen?

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 16. Juli 2015, 12:02 Uhr
Kommentare: 19 | Aufrufe: 2519 | Kategorie: Lifestyle, Leben, | Tags: seelenpostloslassenlebenflügel verleihenälter werden
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Kommentare

  • Mein Seufzen angesichts der Erinnerung an die Situation als es bei meiner „kleinen” Tochter so weit war, muss bis zu den Alpen zu hören gewesen sein.

    Karma Café
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 18:27 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebelein, wie schön, wie wahr. Ich würde mir wünschen, dass das Leben nicht unbedingt langsamer, aber doch immer intensiv vorbeigeht. Besser gesagt: verläuft. Im Sinne von der Möglichkeit, jeden Moment - und sei er auch noch so alltäglich - zu genießen.

    Constanze Elter
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 17:24 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi,

    ich habe einen tollen „Lebensfreude-Kalender” hier in meinem Büro hängen. Zu deinem Artikel fiel mir ein, dass da erst vor Kurzem etwas passendes dazu stand, nämlich:

    Genieße alles zu seiner Zeit.

    ... wenn du jung bist, hast du Zeit und Energie, aber kein Geld.
    ... wenn du berufstätig bist, hast du Geld und Energie, aber keine Zeit.
    ... wenn du alt bis, hast du Zeit und Geld, aber keine Energie.
    Genieße deshalb, was du zu einem bestimmten Zeitpunkt in deinem Leben besitzt - alles auf einmal bekommst du selten.

    Ich habe mich auch schon ein bisschen darin erkannt und genieße jetzt einfach, was gerade ist ;-)

    Genießerische Grüße
    Kati <3

    Kati
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 14:29 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Der Teddy ganz vorne kommt mir sehr bekannt vor. Hielt doch einen ähnlichen meine älteste Tochter früher in den Armen… Bei uns gab es vor Ende der Schulzeit auch bei allen drei Töchtern ein halbes Jahr im Ausland auszuhalten (Südafrika, Neuseeland, USA). Noch ganz ohne Skype… Das tat nicht nur den „Kindern” gut, sondern auch uns Eltern und half beim Loslassen.
    Das eigene Alter zähle ich schon lange nicht mehr, da meine älteste Tochter an meinem Geburtstag geboren wurde und ich ihr diesen Tag abtrat.
    Fragt mich heute einer nach meinem Alter, guck ich ihn meist ratlos an und geb ihm das Geburtsjahr, mag er selber rechnen. Ich tu es nicht. ;-)
    Liebe Grüße
    Andrea

    Holunder
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 14:28 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Oh, meine Tochter will auch nach Neuseeland! Mit welcher Organisation war deine denn dort?

      Wie ich oben schrieb: Ich war ein ganzes Jahr in den USA. In den Achtzigern. Ohne Internet und ohne große Briefschreiblust ... Wie das meine Eltern ausgehalten haben!?

      Susi
      am Samstag, 18. Juli 2015 um 10:21 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

  • genau!

    aber bitte nur laaaaannnngggggssssaaaaammmm ... wenn es gerade ganz toll ist ;-)

    LG

    Rike
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 14:22 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Da krieg ich Pippi in die Augen!

    Bettina Sturm
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 13:48 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • wie gut ich dich verstehen kann. Mein Kleiner hat sich für lange Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet… Und nun ist er in der Grundausbildung und ich sehe ihn manchmal an den Wochenenden. Die Große sucht eine Wohnung, will auf eigenen Füßen stehen. Ich bin sie Beide los, und mein Herz ist schwer. Hat man nicht die letzten Jahre nur um die Monster herumgearbeitet?... Aber man (frau) muss sie ziehen lassen! Ich sehe es ja ein. Und sich wieder auf sich konzentrieren. Die Zeit dreht sich immer schneller, je älter wir werden…
    Liebe Grüße
    Andrea

    Andrea
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 13:10 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Kann ich gut nachvollziehen. Meine Tochter musste im Rahmen ihrer Ausbildung ein neunwöchiges Auslandspraktikum machen. Es ging nach England.Via Skype hatten wir jeden Tag Kontakt. Und in mir wuchs immer stärker das Gefühl: Sie ist kein kleines Mädchen mehr.
    Das muss ich mir auch jetzt immer wieder vor Augen führen.
    Und ja, sobald das Kind einen geregelten Ablauf hat (für mich begann der mit der Kindergartenzeit),ab da ist die Zeit gerast. Deshalb versuche ich auch meine Zeit bewusst zu gestalten. Aber das gelingt leider nicht immer.

    Susanne
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 12:42 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Wir sehen sie immer als kleine Kinder - aber das sind sie nicht mehr. Aber auch ich glaube, das geht fast allen Eltern so ...

      Susi
      am Samstag, 18. Juli 2015 um 10:22 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi, glaub mir es wird nicht langsamer, sondern immer nur noch schneller :) also genieße die Zeit: :*

    Robert
    am Donnerstag, 16. Juli 2015 um 12:32 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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