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Ich denke oft über das Älterwerden nach. Oder sagen wir besser: Übers Jungbleiben im Älterwerden. Darunter sind auch Fragen wie: Sind 50 tatsächlich die neue 30? Oder doch nur eine schön geredete Fünf Null? Sind wir heute wirklich jünger als unsere Omas? Oder machen wir uns etwas vor, und 50 ist und bleibt 50. Punkt.

Ich denke, unsere Generation hat in der Tat die Chance, lange jung zu bleiben, zumindest körperlich. Wir sind medizinisch gut versorgt, ernähren uns einigermaßen gesund, mussten keine Kriege, Hungersnöte oder sonstige Katastrophen durchstehen. Das sind gute Voraussetzungen. Wie jung wir aber tatsächlich bleiben, hängt letztlich ab von jedem Einzelnen. Jung bleiben ist kein Selbstläufer. Man muss dafür schon etwas tun. Aktiv. Und damit meine ich nicht (nur) regelmäßiges Yoga, Spa-Anwendungen und Dinner Cancelling. Oder die Superduper-Creme, die Texterella empfiehlt.

Die Rolling Stones in München, September 2017

Nein, es ist viel einfacher. Und schwerer. Jung sein fängt im Kopf an, in jedem Alter. Damit, sich nicht selbst zu beschränken, etwa Träume nicht mehr zu leben, weil man sich zu alt fühlt. Nichts mehr Neues zu beginnen, weil man die Lebensmitte überschritten hat oder weil man dieses oder jenes oder anderes mit 50, 60, 70, 80 nicht mehr tut. Weil es sich nicht gehört, womöglich peinlich ist oder sich irgendjemand irgendetwas dabei denken könnte. Mal ehrlich: Wer alles Neue, jedes Abenteuer und die Neugier aufs Morgen aus seinem Leben verbannt, ist nicht nur alt, sondern bereits ein bisschen tot. Mit 20 oder 30 ebenso wie mit 50 oder 85.

Falten? Irrelevant!

Vor diesem Hintergrund waren die Rolling Stones am Dienstagabend in München das reinste Lehrstück! Nicht nur war es ein großartiges Konzert, das die vier „alten” Herren des Rock’n Roll ablieferten – es hat mir auch gezeigt, wie jung man im Alter sein kann, wenn man noch richtig Lust aufs Leben hat. Das haben die Vier und das spürt man, selbst in einer Arena mit 70.000 Anderen. Und noch eines wurde sehr eindrucksvoll vorgeführt: Falten – und von denen gab es wirklich reichlich zu sehen da oben auf den riesigen Leinwänden – sind fürs Jungsein völlig irrelevant! Ach, warum bin ich da jetzt kein bisschen überrascht?! :-)

Ich wünsche mir auf jeden Fall eines: Dass ich mit 75 immer noch so lebendig und lebenslustig bin wie die Stones vorgestern Abend. Und dass ich zwar nicht auf einer großen Bühne, aber doch immerhin in meinem kleinen Blog herumwirble, um zu zeigen, das man auch im Alter noch jung sein und das Leben rocken kann.

Im Alter das Leben rocken! Ja, bitte!

Wenn ich an das Konzert denke, kriege ich übrigens immer noch Gänsehaut. Lass uns bitte genau so älter werden! Versprochen?!

PS: Ein wenig kann ich die Sache mit der Peinlichkeit und dem „Was sollen die Leute denken?“ übrigens doch verstehen. Genau das habe ich nämlich gedacht, als ich vor zwei Jahren anfing mit Töchterlein Outfit-Fotos zu machen. Was habe ich mich anfangs geschämt! Hätte ich die Fotos nicht für Soulfully gebraucht, hätte ich mich nie im Leben mitten auf unsere Straße gestellt, oder in den Innenhof des Freisinger Dombergs. Heute hingegen denke ich mir „Mir doch wurscht!“ und wechsle hinterm Auto sogar mal flugs die Klamotten. Das Beste aber: Mittlerweile macht mir das, was mir anfänglich Angst machte und unangenehm war, riesigen Spaß!

***

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Susanne Ackstaller, Donnerstag, 14. September 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 6 | Aufrufe: 1528 | Kategorie: Lifestyle, Leben, | Tags: rolling stoneslebenjungbleibenanti-agingälterwerden
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Kommentare

  • Ich werde in ein paar Tagen 54. Es geht mir gut, ich fühle mich auch gut. Wie du denke ich auch oft übers Jungbleiben im Älterwerden nach.

    Ich hoffe sehr, dass es mir mit 75 noch gut geht und ich mich alleine versorgen kann.


    Bestimmt sind wir heute jünger als unsere Omas (oder auch Mütter) als sie so alt waren wie wir, aber was hilfts? Nüscht :)

    Der große Punkt ist einfach:
    Die Restlebenszeit wird weniger. Wir können es nicht aufhalten, egal wie wir aussehen. Mit und ohne Falten :)

    Liebe Grüße

    Birgit

    Birgit
    am Sonntag, 17. September 2017 um 19:36 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Superduper Creme, Dinner Cancelling und Yoga ? Mmmhh - eher Sex and drugs and rock’n'roll…

    Doris
    am Freitag, 15. September 2017 um 19:15 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi, die Vorstellung von dir beim unerschrockenen Shooting im Innenhof des Freisinger Dombergs - oder andernorts - ist herrlich. Mach doch mal eine Making-Of-Geschichte, wo man so richtig richtig sieht, wie die Bilder entstehen. Na, vielleicht nicht grade dich im Schlüpper ;) beim Garderobenwechsel, aber ein bissel mit der Fotografin drauf, das ganze Setting ...

    Sibylle Mühlke
    am Freitag, 15. September 2017 um 11:55 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi….
    ... „Ich wünsche mir auf jeden Fall eines: Dass ich mit 75 immer noch so lebendig und lebenslustig bin wie….” naja Stones-Fan bin ich nicht wirklich…. Sagen wir mal: „.... wie so viele andere” - dann schließe ich mich dir vorbehaltlos an!

    Und vor allem: „... in meinem kleinen Blog herumwirble, um zu zeigen, dass man auch im Alter noch jung sein und das Leben rocken kann”. JA! Ja bitte! Lass uns das uns gegenseitig versprechen… Bei dir hab ich da gar keine Bedenken. Und sollte doch mal jemand von uns durchhängen, bauen wir uns gegenseitig auf, erzählen einen blöden Witz… über ein „damals”, das sicher auch nicht besser war. Und, wenns sein muss, singen wir uns auch Stonestitel vor….

    Denn das ist für mich das Allergrößte und Schönste: Unter uns gibt es einen Zusammenhalt, den musst du in andren Bereichen lange suchen… Ja: Ich meine uns Überfünfzigjährige, bloggend oder nicht!

    Und du bist mit deinen Montagsfrauen schon sooo lang ein ganz großes Vorbild!

    Liebe Grüße
    Maria

    Maria
    am Donnerstag, 14. September 2017 um 16:22 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Mich alt fühlen, nur weil ich jetzt 61 bin und demnächst nicht mehr in der täglichen Tretmühle arbeite? Nö! Es gibt so viele Orte, die noch entdeckt werden wollen, Situationen, die noch erlebt werden wollen, Träume, die noch realisiert werden wollen, Unerledigtes, das noch erledigt werden sollte, vage Bekanntes,das noch vertrauter werden soll, noch Auszuprobierendes, das noch zu entdecken ist. Ich blicke sehr gespannt und auch mit Respekt auf diese neue Lebensphase, in der es erstmals keinerlei Terminplan, keine Aufgaben, kein festes Raster gibt, sondern alles frei gestaltbar ist. Aufregend und spannend!

    Eva
    am Donnerstag, 14. September 2017 um 14:46 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Grundsätzlich stimme ich dir zu. Man muss sich die Jugend im Kopf erhalten. Allerdings bezweifle ich, dass die Fournonblondes oder Bacchara ebenso bejubelt werden, wenn sie sich noch mal auf die Bühne stellen würden…. naja gut, ein Positivbeispiel ist vielleicht Doro Pesch.
    Nichts desto trotz:Mich alt fühlen, nur weil ich jetzt Gabi 5.0 bin? Nö! ☺
    Lieben Gruß
    Gabi

    Gabi
    am Donnerstag, 14. September 2017 um 09:40 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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