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Die Frage ist fast schon klassisch: Was würde man tun, wenn man nur noch ein Jahr zu leben hätte. Oder sechs Monate. Würde man sein Leben grundlegend ändern? Richtig auf den Putz, das Geld verprassen, eine Weltreise machen? Ja? Nein? Oder einfach weiterleben, wie gehabt?

Auch wenn das auf Anhieb nicht sonderlich spannend klingen mag: Am glücklichsten sind meines Erachtens die, die nicht viel Änderungsbedarf in ihrem Leben und keinen Grund für einen Endzeit-Bohai sehen. Sondern zufrieden sind mit dem, wie es ist. Da stimmt dann wohl vieles im Leben. (Von allem will ich gar nicht reden – bei wem stimmt schon alles?!).


Regentage – perfekt zum Sinieren!

Regentage sind Nachdenktage!

Aber mal ehrlich: Wer von uns ist schon so zufrieden? Haben wir nicht alle Pläne für ... irgendwann? Wenn wir dann halt mal Zeit haben, wann auch immer. Nagt da nicht irgendein Wunsch in uns, den wir uns erfüllen wollen? Irgendetwas, das wir unbedingt noch machen, sehen, erleben wollen? Dann, später – im Irgendwann.

Ich bin ehrlich: Ich habe so ein paar Sachen. (Aufgeschobene) Wünsche, Träume, Hoffnungen. Meine Bucketlist. Sie ist nicht lang, Gott sei dank, denn ich versuche möglichst vieles im Hier und Jetzt zu erleben. So gut mir das im Alltag eben möglich ist.

Aber dann sind da noch ein paar größere Dinge.

Im Ausland leben, zum Beispiel. Keine Jahre, noch nicht mal Monate, aber doch zumindest ein paar Wochen lang. Es gibt so viele tolle Städte, die ich nicht nur als Kurzzeit-Touristin besuchen, sondern länger erleben, erspüren will. Genau für solche Ideen liebe ich Plattformen wie Airbnb besonders, die solche Aufenthalte per Kurzzeitmiete erst möglich machen – und meinen Beruf, den ich einfach in mein Notebook-Sleeve packen kann.

Zum zweiten würde ich gerne ein halbes Jahr ... gar nichts tun. Ein Sabbatical! Seit ich denken kann, war ich busy: Erst mit Schule, dann Studium, heute mit meinem Beruf. Selbst und ständig, ich sagte es bereits. Das Atemholen beschränkt sich auf die Urlaubszeit, und selbst da bin ich oftmals in Gedanken schon wieder mit dem beschäftigt, was nach dem Urlaub zu erledigen ist. Ja, ich wünsche mir sechs Monate, um den Kopf mal richtig leer zu kriegen. Um innezuhalten und zu sehen, was das Nichtstun mit mir macht, was für neue Ideen in dieser Zeit entstehen, wohin mich diese positive Leere bringt. (Ob ich dafür allerdings jemals die innere Ruhe haben werde und die nötige „Disziplin“, um mich eben nicht wie gehabt sofort über jede neugeborene Idee herzumachen? Ich bezweifle es ehrlich gesagt. Leider.)

Und zum Letzten: ein Buch. Ja, ich möchte ein Buch schreiben. Einen dicken fetten Roman. Einen richtigen Schmöker, der einen nicht loslässt, bevor man nicht das Ende kennt. Natürlich muss es ein Bestseller werden. ;-) Ich stelle es mir wunderbar vor, monatelang an einem so großen Projekt zu arbeiten. Handlungsstränge zu erdenken, Personen zu erschaffen, ihnen Leben einzuhauchen. So wunderbar und zugleich so schwierig, dass mich allein beim Gedanken daran schon wieder der Mut verlässt ...

Das war’s auch schon. Das waren meine Want-do’s für die nächsten zirka 50 Jahre. Ja, die Liste ist kurz – Gott sei dank.

Und du? Was hast du noch Großes – oder Kleines – vor? Ich bin echt total neugierig!

 

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 01. Mai 2015, 17:58 Uhr
Kommentare: 12 | Aufrufe: 2724 | Kategorie: Lifestyle, Leben, Meinungen, | Tags: sinnleben ist jetztlebenglücksmomenteglückgedankenbucketlist
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Kommentare

  • - Mich noch mal völlig verrückt verlieben
    - mich mit M. versöhnen
    - Mit dem Zug von Sydney nach Perth reisen
    - Ein Indie-Festival besuchen
    - Ein Bier mit Chris Martin trinken
    - Auf einem Andalusier am Strand entlang galoppieren
    - einen Ferdinand’s Gin in Linda (Thüringen) trinken
    - San Francisco besuchen
    - Einen Sommer lang eine Strandbar haben
    - Halbmarathon laufen
    - Es in die Spiegel-Bestsellerliste schaffen
    - meiner Freundin Jade München zeigen
    - t.b.c.

    Anette
    am Sonntag, 03. Mai 2015 um 00:03 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich bin mir ziemlich sicher liebe Susi, du wirst irgendwann ein Buch schreiben und das wird bis zur letzten Seite fesselnd sein.
    Bekomme ich dann eine Widmung das Buch geschrieben?! ;)

    Cla von Glam up your Lifestyle
    am Samstag, 02. Mai 2015 um 20:57 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Vor bald vier Jahren wurde ich mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Die Überlebensrate liegt nach wie vor bei 50%. Das sind Stunden und Tage in denen man tatsächlich nachdenkt, was, wäre, wenn….Ich hab mich am Tag der endgültigen Diagnose hingesetzt und sehr intensiv darüber nachgedacht, was denn wirklich für mich wichtig wäre, was ich denn eventuell versäumt haben könnte. Ich hatte einen großen Teil der Welt gesehen, war auf Yachten und einsamen Inseln. Wohnte in Villen und nächtigte in Luxushotels. Trug Louis Vuitton, Prada, Gucci und sonstige Luxusmarken. All dies und noch viel mehr materiellen Luxus hatte ich in meinem zu diesem Zeitpunkt 48 jährigen Leben erlebt. Außerdem habe ich vier wohlgeratene Kinder und einen dazugehörigen Vater, der mir seit 30 Jahren ein guter Partner ist. Es gab nach langem Überlegen nur zwei Dinge, die ich vermisst hätte bei einem etwaigen Ableben. Das war wenigstens ein Enkelkind und eine Hochzeit eines meiner Kinder. Das kann man sich zwar wünschen, aber nicht einfordern. Heute beinahe vier Jahre später bin ich zwar schwer behindert, gelte als tumorfrei und habe eine verheiratete Tochter und einen kleinen Enkelprinzen namens Louis. Das Leben ist schön! Man wird demütig, wenn es wirklich Ernst wird. Liebe Grüße, Claudia

    Claudia B.
    am Samstag, 02. Mai 2015 um 17:10 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Wenn der London-Plan realer wird: Diese London-Geschichten von Meike Winnnemuth habe ich gerne gelesen! 
    http://www.vormirdiewelt.de/?category_name=london

    Martina
    am Samstag, 02. Mai 2015 um 10:20 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Oh, in Barcelona war sie auch! Warum hat mir das niemand gesagt! ;-)

      Susi
      am Samstag, 02. Mai 2015 um 10:28 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

      • Ich habe es dir sogar geschrieben, liebe Susi. Und dir den Link geschickt. Aber Barcelona ist ja mehr als eine Reise wert ...

        Petra
        am Samstag, 02. Mai 2015 um 17:48 Uhr

        Auf diesen Kommentar antworten

  • Na ja, den Wunsch im Ausland zu leben, habe ich mir erfüllt. Es ist zwar „nur” die Schweiz geworden, aber den Wunsch habe ich in den Teenagerjahre gefasst und dann mit 24 umgesetzt. Die Schweiz war zwar nicht als Endziel geplant, aber hier ist so schön, dass ich nicht mehr weg wollte.
    Nach Cornwall will ich noch reisen. Aber allein und mit Zeit. Mache ich wenn die Kinder nicht mehr mitwollen. Weil dann will ich solange durch eine Stadt bummeln, einen Garten erkunden, am Meer sitzen oder ein Schloss besichtigen wie ich will! 
    Dann gibt es noch einen Mann mit dem ich mich gerne mal auf einen Kaffee treffen würde um zu sehen, wie es ihm heute geht.
    Warum benutzt der Typ nicht einfach das Internet um Spuren zu hinterlassen???
    Tja, und dann ein ganz grosses Thema, dass für mich am schwierigsten umzusetzen ist und aber eigentlich (Mist, da ist das Eigentlich wieder) von jetzt auf gleich zu beginnen wäre.
    Ich müsste nur meine Ernährung umstellen und mich mehr bewegen….

    Ich nehme mir nun mal die Kontaktaufnahme mit dem Mann vor, weil wer weiss, ob es nicht irgendwann zu spät ist?

    Ellen
    am Samstag, 02. Mai 2015 um 09:49 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Ja, mach das mal, liebe Ellen! Das ist eine gute Idee!

      Und: Ich war auch bereits länger im Ausland - ein Jahr USA, drei Monate Australien ... aber das ist schon soooo lange her!!!

      Susi
      am Samstag, 02. Mai 2015 um 10:29 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi, ich wünsche es Dir so sehr, dass Du Deine Wünsche oder Träume umsetzen kannst, besonders das Schreiben eines Buches. Du schreibst Deine Artikel und Posts so interessant und mit Herz, dass man nicht genug davon bekommt.
    Ja es ist so, dass man alles auf einmal machen, haben und erleben möchte, wenn man nicht weiß, wie es ausgeht und plötzlich ist der Kampf für den Sieg das Wichtigste und wenn Du gewinnst lebst bzw versuchst Du neu zu Leben.
    Darum mache es, was Du Dir träumst, auch wenn es nicht gleich ist.
    Ein wunderbares, erholsames Wochenende.
    Evelin

    EvelinWakri
    am Freitag, 01. Mai 2015 um 20:58 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Oh, Susi, e i n e n Wunsch teile ich mit dir (das Nixtun kann ich mir einfach nicht vorstellen) und ich habs auch - weil ich fürchte, dass ichs sonst nicht schaffe - für 2016 fest im Programm: drei Monate in London leben. Das ist meine Traumstadt. Jetzt teile ich es erst mal allen mit und blocke die Monate im Kalender; wie und womit (airbnb?) ichs dann verwirkliche, wird sich dann zeigen. Und ob überhaupt… aber der Plan wird konkreter.
    Grüße, genieß den Regen und die Pläne
    Nessa

    Nessa
    am Freitag, 01. Mai 2015 um 19:40 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Nein, wie fabelhaft!! Ich bin jetzt schon neidisch! :-** Aber ich mach das auch noch!! Toll!

      (Das Nichtstun kann ich mir ehrlich gesagt auch nur schwer vorstellen, wobei ich das so gerne mal machen würde!! Nicht zur Erholung - sondern als Erfahrung!!!)

      Susi
      am Freitag, 01. Mai 2015 um 19:42 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

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