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Zwei Drittel aller Menschen halten ihre Neujahrsvorsätze keine zwei Wochen durch, sagt die Statistik. Ich bin das, was man einen „statistischen Ausreißer“ nennt. Ich habe meine Vorsätze nicht mal zwei Tage durchgehalten. Immerhin kenne ich jetzt aber den Schuldigen für mein Versagen. So viel vorweg: Ich bin’s nicht. Ich bin nicht schuld. Ebenso wenig meine mangelnde Disziplin oder fehlende Selbstbeherrschung! Nein, schuld ist die Farbe der Wände, die mich umgeben. Das Cremeweiß! Von wegen „unschuldig“ – das Weiß zeichnet verantwortlich dafür, dass es mit diesen fünf Kilos weniger schon seit Jahren einfach nicht klappt.


Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist: Hilfreich in Sachen Abnehmen ist nur ein einziger Farbton. Das „Baker-Miller-Pink“. Vulgo: Schweinchenrosa. Genau dieser Rosaton – und nur dieser! – hält unseren Appetit in Schach und könnte dafür sorgen, dass mir nun bald die Jeans vom letzten Jahr wieder passt. Und die vom vorletzten. Und die vom ... na gut, ich will das Hungern nicht gleich übertreiben.

Nicht Schwarz oder Streifen – nein, Pink macht uns also schlank. Und woher kommt der neueste Ernährungs-Hype? Aus Hollywood, natürlich. Dort hat Kendall Jenner kürzlich via Instagram ihr spezielles Figurgeheimnis gelüftet – und nun kommen die Handwerker und Maler vor Ort der Auftragsflut seitens Diätwilliger kaum noch hinterher.

Und damit sind wir auch schon beim Haken: Ich müsste meine Wohnung streichen lassen. In Baker-Miller-Pink. Wand für Wand, Raum um Raum. Überall nur noch Schweinchenrosa! Mal ganz ehrlich: Da muss einem ja der Appetit vergehen! Ich versuche es deshalb erst mal mit einer leicht abgewandelten Variante. Zum Tee gibt es ab jetzt Macarons in Diät-Pink. Mal sehen, wie sich das auf meine Figur auswirkt.

***

Die Kolumne erschien heute print und online in der WELT KOMPAKT. 

Wer noch mehr WELT-Kolumnen aus meiner Feder lesen möchte – bitte schön: Hier sind meine gesammelten Mode- und Lifestyle-Kolumnen. Viel Spaß!

Illustration: Ulrike Haseloff

 
Susanne Ackstaller, Freitag, 27. Januar 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 9 | Aufrufe: 1973 | Kategorie: Modekolumne, | Tags: modekolumnekolumne
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Kommentare

  • Was für eine schöne Geschichte, liebe Susi, „think pink”! ;-)
    Ich hab grad eine Google-Bildersuche mit dieser Farbe gemacht, weil den Farbton sehen wollte, das ominöse Baker-Miller-Pink. Da gibt es auch komplett in diesem Rosaton gestrichene Gefängnisszellen, in denen aggressive Jugendliche zur Ruhe kommen sollen. Die Farbpsychologen hoffen auf die mildernde Wirkung. Und der Name stammt von - tadah, der Schrecken am Sonntag - Baker und Miller, das waren die Direktoren eines Navy-Gefängnisses, die diesen Effekt zuerst eigesetzt haben. Also hoffe ich momentan, dass es im Weißen Haus auch einen Raum in Baker-Miller-Pink gibt, zum Runterkommen von all den Dekreten. Und ich selbst warte erst mal ab mit dem Streichen… ;-) Vielelicht sind das aber auch nur „alternatove facts”, who knows?

    Martina
    am Sonntag, 29. Januar 2017 um 20:23 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich hatte mal einen rosa Flur. (Und zu der Zeit sogar die beste und für mich passendste Figur die ich je hatte!!) Ob da ein Zusammenhang besteht? ;)

    Angelika
    am Freitag, 27. Januar 2017 um 14:57 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Die Macaron-Methode ist super! Da mach ich mit. Wobei – mir schmecken immer Schoko- und Pistazien-Macarons am besten. Braun und Grün. Ach, wie man’s betrachtet: Funktioniert alles nicht. Noch einen Macaron, bitte!

    Sabine
    am Freitag, 27. Januar 2017 um 11:17 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Wow. Auf welche Ideen dieses Hollywood so kommt. Immer wieder faszinierend.

    Obwohl ich an die psychologische Wirkung von Farben glaube: In diesem Fall kann ich nur staunen. ;-)

    Andererseits: ich glaube an die Kraft von pinkfarbenen Hüten.

    Über diesen Widerspruch muss ich jetzt dann doch nochmal nachdenken!

     

     

    Clia von Maitri Art
    am Freitag, 27. Januar 2017 um 10:17 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Da sieht man’s mal wieder… Mit Anfang 20 (und lediglich eingebildeten Gewichtsproblemen) träumte ich jahrelang in meinen Münchner Zeiten von dieser einen rosafarbenen Küche im Schaufenster eines Küchenstudios in der Ludwigsstraße.
    Hätte ich mir mal lieber diese gekauft statt der hellen Holzküche in der ich nun sitze - mit ein paar Kilos zu viel inzwischen! :-)

    PS: das mit den rosa Macarons funktioniert nicht, die bringt mir mein Mann jedes Jahr von seiner Frankreich-Reise mit. ;-)

    bu
    am Freitag, 27. Januar 2017 um 07:38 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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