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Ja, man glaubt es kaum, aber ... Paris war keine Liebe auf den ersten Blick.

Das erste Mal war ich 1999 in Paris. Ich war ziemlich schwanger, das Wetter war novembergrau und Champagner durfte ich auch keinen trinken. Nicht die besten Voraussetzungen, um sich in eine Stadt zu verlieben. Das ließ ich dann auch sein und strich Paris von meinem Reise-Radar. Die Begeisterung anderer ließ mich kalt, verwunderte mich fast. Was nur fanden die Menschen an dieser grauen und trüben Stadt? Ich konnte es nicht verstehen ...

Paris. Eine Liebe auf den zweiten Blick. Heute zeige ich dir schönste Ecken und Impressionen.

... bis letzten September! Da schickte mich Soulfully zur Fashion Week nach Paris. Es waren vier wundervolle (wenn auch sehr anstrengende) Tage, in denen sich Paris von seiner charmantesten Seite zeigte und mich auf Schritt und Tritt anflirtete. Hinter jeder Ecke lauerte ein „Schau mal, wie hübsch ich bin!“. Ich lies mich beschwipsen von dieser Stadt – wie hatte ich nur bisher ohne sie sein können!

Nun, nach vier Tagen musste ich abreisen. Mit Herzschmerzen und ein bisschen Liebeskummer! Und ohne den Eiffelturm von der Nähe gesehen zu haben, oder den Louvre, Notre Dame, die Tuilieren. Aber ich würde wiederkommen, naturellement! Und das tat ich.

Paris. Eine Liebe auf den zweiten Blick. Heute zeige ich dir schönste Ecken und Impressionen.

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Anreise & Unterkunft:

Zu fünft nach Paris kann ganz schön teuer werden, besonders wenn man fliegen und dort ins Hotel gehen will. Ich habe deshalb nach einer Zugverbindung geschaut – und war überrascht: Sechs Stunden von Freising nach Paris Gare de l’Est! Da ist Fliegen nur unwesentlich schneller! Dafür aber viel teurer: Wir haben zu fünft für Hin und Zurück 650 Euro bezahlt (Sparpreisticket mit Zugbindung). Gewohnt haben wir in einem kleinen Häuschen im 14. Arrondisement: also nicht mehr im direkten (touristenüberfluteten) Zentrum, sondern rund 30 Gehminuten entfernt. Gebucht hatte ich über AirBnB: Die Besitzer, eine sechsköpfige Familie, war selber gerade im Urlaub in der Bretagne. Perfekt!

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Essen & Trinken:

Es ist wirklich unglaublich, wie viele Cafés, Brasserien, Lokale, Restaurants, und und und gibt! Die Auswahl ist riesig, die Verlockung auch. Allerdings geht das schnell ins Geld, besonders wenn man mit zwei jungen, ewig hungrigen Männern reist ... Gefrühstückt haben wir deshalb in unserem Häuschen. Der Mann holte frische Croissants und Süßteilchen, dazu gab es Kaffee und Espresso. Mittags was Kleines, abends dann richtig satt essen ...

Hier noch ein paar Empfehlungen:
* Die leckersten Törtchen und der charmanteste Service, und alles mit Blick auf Notre Dame: A. Lacroix, 11 Quai de Montebello
* Hervorragende Pizza und Pasta (zu einigermaßen zivilen Preisen): Santa Lucia, 22 Rue des Canettes
* Französisch (und ein klein bisschen deftig): Les Comédiens, 1 Rue de la Trinité

Leckere Sandwiches kriegt man übrigens fast überall, und die Baguettes sind so köstlich, die kann man auch pur essen!

Paris. Eine Liebe auf den zweiten Blick. Heute zeige ich dir schönste Ecken und Impressionen.

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Einkaufen & Stöbern:

Ich fühle mich beim Analog-Shoppen schnell überfordert. Während ich im Internet (leider) stundenlang von einem Shop zum nächsten hüpfen kann, bin ich im realen Leben schnell erschöpft. Trotzdem waren wir sehr begeistert in den Galeries Lafayette unterwegs, wo ich nur schnell einen Puder bei Bobby Brown erstehen wollte und dann mit einer Komplettausstattung in Sachen dekorativer Kosmetik rauskam. Ich! Die ich den Schrank voller Beautykram habe! Tja, manche Verkäuferinnen sind einfach besser als andere.

Und dann waren wir noch in Vintage-Stores, in denen vor allen! Irgendjemand schrieb mir auf Instagram, ganz Marais wäre voller Vintage-Läden, und das stimmt. Meine Tipps stammen allerdings alle von der anderen Seite der Seine.

Meine Empfehlungen für Vintage- und Second-Hand-Einkäufe:
* Chercheminippes: Rue du Cherche-Midi – gleich neun Vintage- oder Second-Hand-Stores in einer Straße. Von Interior über Teenies bis zu High Lux ist alles dabei.
* Divine Parisienne: 19 Rue Guisarde. Kein Vintage, aber High-Class-Second-Hand.
* Kilo-Shop: Davon gibt es in Paris mehrere. Ich würde allerdings den am Boulevard Saint Germain empfehlen, der war ein wenig „gepflegter“ – und wir haben dort eine Burberry-Jacke für 27 Euro erstanden.

Paris. Eine Liebe auf den zweiten Blick. Heute zeige ich dir schönste Ecken und Impressionen.

Die schönsten Blicke:

Da denkt man natürlich sofort an den Eiffelturm. Ich auch! Aber dann muss man entweder sehr viel Geduld mitbringen oder sehr frühzeitig Tickets online reservieren. Hatten wir beides nicht – dafür aber Alternativen:

Tour Montparnasse: Nunja, Turm ist ein bisschen verkehrt – eigentlich ist es ein Hochhaus, das zweithöchste Gebäude in Paris, eben nach dem Eiffelturm (gleich neben dem berühmten Friedhof von Montparnasse im Übrigen). Aber egal: Es ist hoch und es gab keine Schlange – dafür aber einen wunderbaren Blick auf den Eifelturm. Und Paris natürlich auch! Wem die Kulisse allein nicht reicht, kann auf 210 Meter Höhe übrigens Rollschuh fahren.

Dachterrasse Galeries Lafayette: Nicht ganz so hoch, wie der Tour Montparnasse, dafür aber kostenlos und ebenfalls ohne Warten. Am schönsten ist dort der Sonnenuntergang. Wer mag, kann dazu auch ein Gläschen Champagner trinken ...

Montmatre und Sacre Coeur: Der Touri-Treffpunkt schlechthin. Aber wenn man die vielen Menschen ausblendet und vielleicht eher vormittags als zum Sonnenuntergang den Berg hochsteigt ... dann hat man einen ganz traumhaften Blick auf Paris. Und eine der schönsten Kirchen von Paris im Rücken!

Ach, es gäbe noch so viel mehr zu erzählen ... und ein bisschen mehr Paris wird es sogar noch geben: am Donnerstag. Da ist dann auch ein wenig Mode dabei. :-) Wer nicht so lange warten will, dem empfehle ich meine „Lieblingsprodukte”. Da habe ich viel Neues und ganz viel mit Paris-Flair für dich zusammengesucht (auch die Bluse, die ich oben auf dem Bild trage, ist dabei). Und was für eine Freude ich dabei hatte! Also, guck bitte unbedingt rein!

A bien tôt!

***

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Susanne Ackstaller, Dienstag, 07. November 2017, 06:00 Uhr
Kommentare: 8 | Aufrufe: 1415 | Kategorie: Lifestyle, Reisen, | Tags: traveltexterella reisttexterella auf reisenparis 2017pariscity trip
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Kommentare

  • Danke für den tollen Bericht und die vielen schönen Bilder. Ich war zweimal bisher in Paris und Paris gehört nicht zu meinen Lieblingsstädten. Trotzdem freue ich mich auf nächstes Jahr wenn ich mit Bärbel (uefuffzich) dorthin fliege. Sie spricht französisch (im Gegensatz zu mir) und kennt die Stadt sehr gut. Ich lasse mich überraschen. Viele herzliche Grüße, Michaela

    michaela
    am Mittwoch, 08. November 2017 um 22:13 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich lebe zur Zeit in der sogenannten Stadt der Liebe und kann Hasslieben durchaus nachvollziehen.

    Paris ist unglaublich reich und lebendig, aber eben auch voll, laut und anstrengend.

    Größte Vorteile im Vergleich zu deutschen Wohnorten:

    - Es gibt sehr viel mehr vergleichsweise warme Tage als vergleichsweise kalte. In Deutschland (zumindest im Norden, da wo ich herkomme) ist es umgekehrt.

    - Das führt dazu, dass sich viel Leben auf der Strasse abspielt und man immer wieder unverhofft Zuschauer künstlerischer Strassenevents wird, die oft ein hohes künstlerisches Niveau aufweisen und entsprechend Publikum ziehen. Ganz großes Kino!

    - Die Franzosen sind viel weniger regelbesessen als wir Deutschen. Es ist zwar alles Mögliche verboten, aber keinen schert’s. Im Verkehr macht jeder, wie er will und im Allgemeinen raucht man auch, wo man will (ausser in den Bars und Restaurants, wo ich Rauchfreiheit aber auch ganz gut finde). Würde ich in Deutschland so Fahrrad fahren wie hier, hätte ich inzwischen mindestens 2500 Euro Bußgeld entrichtet ...

    - Die allgemeinen Öffnungszeiten der Bäckereien gestalten sich so, dass man auf dem Nachhauseweg nachts um 3 noch schnell Croissants fürs Frühstück besorgen kann. Und überhaupt kann man mit Bäckereien nicht viel falsch machen. Fast alle sind superlecker!

    Den Gastrotipps sei noch Folgendes hinzugefügt:

    Bester Coucous ever:
    ZERDA, 15 Rue René Boulanger, 75010 Paris

    Bestes Eis ever:
    Glaces Glaced, 54 Rue des Martyrs, 75009 Paris

    Bestes Galette/Crêpe ever:
    La Petite Bretonne, 48 Rue Mouffetard, 75005 Paris

    Esther
    am Mittwoch, 08. November 2017 um 11:27 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Liebe Esther,

      vielen Dank für die Hintergrundinfos und Tipps! :-)

      Es ist natürlich auch in Paris nicht alles schön. Was mich wirklich schockiert hat (auch im letzten Jahr schon) waren die vielen Obdachlosen. Das zerreißt mir das Herz.

      Liebe Grüße!

      Susi
      am Montag, 13. November 2017 um 18:45 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

    • Oh, Esther, jetzt kriege ich ja wirklich Lust, hinzufahren - vor allem, so lange du noch dort bist ....

      Michaela
      am Mittwoch, 08. November 2017 um 13:26 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

  • Zwischen Paris und mir stand leider lange Jahre das Trauma meines Französisch-Unterrichts in der Schule ... UND die Tatsache, dass ich mir irgendwann geschworen hatte, nur mit einem Mann hinzufahren, also _DEM_ Mann ... ;-)

    Nachdem ich ihn tatsächlich gefunden hatte (und, ja, er war und ist es wirklich, den habe ich nämlich heute noch <3 ) fuhren wir mit einem befreundeten Pärchen 1997 für einen Kurzurlaub in die „Stadt der Liebe”.

    Für uns war es vor allem „Die Stadt des Lachens”, angefangen von der Unterkunft (zu viert in einem dann doch SEHR überschaubaren Zimmer - da war die telefonische Auskunft nicht ganz so aussagekräftig gewesen und das Internet nutzten wir damals noch nicht ;-) über das Sightseeing (ich erinnere mich an SEHR lange Strecken zu Fuß, denn ... „das ist garantiert hinter der nächsten Ecke ...”) bis hin zum Essen (unser Freund, Halbfranzose, zumindest von der Sprache her, ließ sich vom Kellner des kleinen Bistros, in dem wir gelandet waren, weil es so typisch aussah, eine Spezialität empfehlen, so dass am Ende vor drei Personen ein Riesenteller Andouillette stand ...).

    Dies führte dazu, dass ich nicht das Gefühl hatte, dringend noch einmal in die Stadt reisen zu müssen.

    Wenn ich aber jetzt diese absolut phantastischen Fotos, verbunden mit den wunderbaren Tipps sehe ... - vielleicht sollte ich meine Meinung doch noch einmal ändern? ;-)

    Michaela
    am Mittwoch, 08. November 2017 um 09:46 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • hahahaha! Da bin ich ja froh, dass ich nicht ganz alleine bin bzw. war, mit meiner Paris-Aversion ... :-D Ich komme mir da nämlich immer bisschen doof vor, weil alle immer so begeistert von Paris sind - also, ich mittlerweile ja auch!

      Aber was bitte schön sind „Andouilette”?

      Susi
      am Mittwoch, 08. November 2017 um 10:19 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

      • Susi, das willst du nicht essen ;-)
        Innereien, aber nicht in lecker.
        Fanden wir damals zumindest.

        Wobei es natürlich sein kann, dass sich der eigene Geschmack im Laufe des Lebens wandelt ... habe ich doch allen Ernstes am letzten Wochenende zum ersten Mal in meinem Leben „Pfälzer Saumagen” gegessen und ihn als absolut wohlschmeckend empfunden!

        Michaela
        am Mittwoch, 08. November 2017 um 13:28 Uhr

        Auf diesen Kommentar antworten

  • Paris bin ich auch (wieder) verfallen! Lange war ich nicht da und hatte auch ganz vergessen, wie ich mich damals schockverliebt hatte: auf der Durchreise in die Bretagne, nachts oben auf den Eiffelturm, beim 12. Glockenschlag war ich 13, endlich ein Teenager, unter mir die funkelnde Stadt. Vor Glück wäre ich beinahe geplatzt….
    Dann eine lange Paris-Pause. Jetzt ist Paris mit dem TGV in 2,5 Stunden zu erreichen, Tickets gibt es ab 30 €.
    Erkenntnis: Paris wird immer charmanter, je lässiger und selbstverständlicher man sich dort bewegen kann.
    Hach!

    Barbara
    am Dienstag, 07. November 2017 um 09:24 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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