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Hatte ich nicht erst vor kurzem eine tolle Liste von sieben Punkten für ein besseres Leben aufgestellt?! Weniger online, wieder Yoga, weniger Fleisch, weniger Alkohol sowieso. Schreibtisch aufräumen! Und und und.

Und was ist davon passiert bislang? Na?


Mein Schweinehund und ich.

Der Schweinehund und ich haben wieder kein Yoga gemacht.

Genau: Nichts.

Weder war ich weniger online noch habe ich mehr Gedrucktes gelesen, nur – wie sonst auch – die Zeitung in der Früh durchgeblättert. Yoga? Och. Das Bett war einfach so schön weich in der Früh. Und den Schreibtisch habe ich auch nicht aufgeräumt.

Und wer ist schuld an der Misere?

Natürlich: Der Schweinehund. Dieses kleine ... Monster mit dem viel zu niedlichen Namen (woher kommt der eigentlich?), das mich ständig abhält, die Dinge zu tun, die ich eigentlich tun will. Obwohl ich sie mir so fest vornehme! Obwohl ich so hehre Ziele habe, so tolle Pläne schmiede! Obwohl ich ... ach.

Abends gehe ich noch voller Zuversicht ins Bett, fest entschlossen, morgen mit dem neuen Leben zu beginnen. Meinem besseren Leben. Doch wenn der Wecker klingelt, steht er auch schon da, vor meinem Bett. Der Schweinehund. Und zwickt mich schnell in die Wade, bevor ich hochmotiviert ins Yoga eilen kann. Sicherheitshalber lege ich mich wieder hin. Wer braucht schon eine Bisswunde, wenn der Tag sowieso anstrengend wird.

Und so geht es dann den ganzen Tag weiter: Ich will den Schreibtisch aufräumen – steht der Schweinehund davor. Ich will mit dem Fahrrad fahren – sitzt er schon drauf. Ich will weniger Alkohol trinken – reicht er mir das Weinglas. Mit Inhalt. Die Zeitung? Liest er gerade, natürlich.

Was soll ich machen?! Er ist immer da, immer schneller als ich, immer zur Stelle, wenn ich ihn nicht brauche. Ein wenig ist er wie Lucky Luke, der ja schneller zieht, als sein Schatten. Wo auch immer ich bin – immer ist der Schweinehund schon vor mir da!

Gerade eben wollte ich übrigens die längst überfällige Buchhaltung machen. Was passiert? Genau! Der Schweinehund kommt an und diktiert mir stattdessen genau diesen Text hier in die Feder.

Ja. So isser: Immer da, wenn man ihn nicht braucht. Ts.

 
Susanne Ackstaller, Montag, 28. September 2015, 09:04 Uhr
Kommentare: 11 | Aufrufe: 1825 | Kategorie: Lifestyle, Leben, | Tags: schweinhundlifestyleleben
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Kommentare

  • so geht es doch allen mal oder? ;) schön geschrieben

    Mandy
    am Mittwoch, 30. September 2015 um 10:07 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Habe meinen Kolleginnen und meinen Eltern vom Schweinehund vorgelesen - wissendes Nicken und herzliches Lachen auf allen Gesichtern !

    Doris
    am Dienstag, 29. September 2015 um 18:59 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Süßer Text, süßes Bild - jaja, wir alle kennen das auch. Aber es so nett in Buchstaben zu verwandeln, das ist schon große Kunst!
    Liebe Grüße
    Nessa

    Nessa
    am Dienstag, 29. September 2015 um 09:36 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • ... ich mag Deinen Schweinehund ... er würde perfekt zu meinen passen ... sie sind eindeutig in der Überzahl ... was soll ich machen? Prost!

    LG
    Rike

    Rike
    am Montag, 28. September 2015 um 20:18 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Wenn meine Tante abends laufen geht, sagt sie immer: „Ich führe jetzt meinen inneren Schweinehund Gassi. Hilft alles nix: Der muss einmal am Tag raus!” :-D

    Edith Nebel
    am Montag, 28. September 2015 um 14:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Wie wahr !

    Doris
    am Montag, 28. September 2015 um 14:03 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne, 
    Ich wollte/sollte gerade das Bad putzen. Da kam der Schweinehund in Form von „Mal gucken ob Texterella heute schon was geschrieben hat” -  und dann dieser Text. Vielleicht können sãmtliche Schweinehunde ja gemeinsam spielen und die Frauchen ihren Aufgaben nachgehen lassen. Ich wünsche Ihnen einen schaffensreichen Tag und viele Grüße
    Liz

    Liz
    am Montag, 28. September 2015 um 11:18 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • haha, genau - manchmal machen der Schweinehund und ich sogar gemeinsam Sache. Wenn es um Badputzverhinderungsstrategien geht sowieso! ;-)))

      Susi
      am Montag, 28. September 2015 um 11:19 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

  • Hach, Susi - herrlich und sooooo sympathisch!

    Genau so geht es mir auch und ich freue mich, dass ich damit nicht allein bin. Bei mir ist es vor allem das Essen. Wenn ich satt bin, finde ich den Gedanken an ein „ab jetzt weniger essen” total toll und vor allem eigentlich so einfach umsetzbar. ;)

    Habe ich dann nach spätestens 3 Stunden wieder Hunger oder Appetit, sieht die Situation leider komplett anders aus ...

    LG
    Gunda

    Gunda von Hauptsache warme Füße!
    am Montag, 28. September 2015 um 11:16 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Ja, so lange die Pläne weit weg sind, ist auch der Schweinehund weg. Aber wehe wehe sie kommen näher ...

      Susi
      am Montag, 28. September 2015 um 11:20 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

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