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D. I. Y. *

Du weißt nicht, was das bedeutet? Tja, dann sind wir schon zu zweit. Das heißt: waren. Denn auch ich wusste nicht, für was diese Abkürzung steht – bis ich vor zwei Wochen auf der Blogst lernte: Vergiss Fashion-Blogs! Das Web gehört den DIY-Bloggern! DIY steht dabei für „Do it yourself“ und klingt einfach ein bisschen besser als ... „Basteln“.

Aber weil man sich bekanntlich ja immer zweimal im Leben begegnet, traf ich bereits vor dem Abflug nach Hamburg auf dieses Buch: „Mach neu aus alt. Welt retten, Geld sparen, Style haben.“ WOW! Die eierlegende Wollmilchsau der Mode?? Welt retten, Geld sparen, Style haben. Wer will das nicht – und ich sowieso. Und so kaufte ich das Werk über stylisches „Upcycling“ und DIY für Fashionistas und schleppte die fast 260 Seiten dickes Recycling-Papier mit nach HH (gedruckt und gebunden allerdings in China. Das finde ich vor dem Hintergrund Nachhaltigkeit eher untoll.)

Schon auf dem Flug habe ich reingeblättert. Da wird aus der abgelegten Jeans ein Rock, aus Seidentüchern ein Cocktail-Kleid und aus kaputten Seidenstrümpfen ein Hauch von Dessous – vom Umfärben alter Pumps oder Handtaschen ganz abgesehen. Männer lernen das Wenden eines abgewetzten Hemdkragens oder machen aus einer Krawatte eine Fliege. Auch für Kinder und sogar Haustiere haben sich die Buch-Macher was einfallen lassen, und DIY-Accessoires gibt es selbstverständlich auch.

Viel interessanter als die Basteleien war für mich allerdings die Vorstellung einer Vielzahl von Designern, die sich aufs Upcycling und damit auf wahrhaft nachhaltige Mode spezialisiert habe – und auch da lässt sich einiges an Inspiration abholen: Taschen aus alten Sicherheitsgurten (okay, da dürfte Nachbasteln schwierig sein – außer man nennt eine Altwagenverwertung sein eigen), Schmuck aus zerschlagenem Porzellan, Abendkleider aus abgewetzten Jeans oder alten Zeitungen und und und und ... Diese Porträts fand ich wirklich spannend, auch vor dem Hintergrund, den einen oder anderen Designer mal hier im Blog vorzustellen.

Wer sich DIY verschrieben und das nötige Talent hat, die teilweise recht wagemutigen Designer-Anregungen umzusetzen (und sich damit dann auch aus dem Haus traut) – der kriegt mit „Mach neu aus alt“ ein wirklich tolles DIY-Handbuch für Fashionistas an die Hand. Wer, wie ich, eher keine Basteltante ist und schon an Martinslaternen und Kommunionkerzen scheitert, sich aber grundsätzlich fürs Thema Upcycling interessiert, der erhält einen wirklich spannenden Führer für stylisches, nachhaltiges Design.

Und der ganze Rest? Nun, für den gibt es immer noch etsy und Dawanda. :-)

Geschrieben wurde das Buch von Henrietta Thompson. Die deutsche Ausgabe ist bei Edel erschienen. Bei Amazon kann man es für 24,95 Euro selbstverständlich auch bestellen: Klick!

*gesprochen: Di. Ai. Wai.

 
Susanne Ackstaller, Mittwoch, 21. November 2012, 18:10 Uhr
Kommentare: 0 | Aufrufe: 6946 | Kategorie: Mode, Grüne Mode, Lifestyle, Lesen, | Tags: upcyclingselbermachenmodemach neu aus althenrietta thompsondiyaccessoires
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