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Oma nannte es „schwere Knochen“. Für Tante Bobby war es schlichter Babyspeck. Meine Klassenkameraden riefen mich „Pummelchen“. Und meine Mutter schickte mich ins Ballett.

Eine Grazie sollte dort aus mir werden, eine Elfe aus dem kleinen Elefanten. Ein Schwan aus dem Entlein. So stand ich da also. Alllwöchentlich, neben Spiegel und Stange. Im rosa Tutu. Mit weißer Strumpfhose und schwarzen Schläppchen. Ich übte Fußpositionen und Körperhaltung, knickste Pliés und drehte Pirouetten. Verzweifelte an Arabesque, Attitude – und an der Anmut der anderen.

Und dennoch lernte ich Ballett zu lieben.

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Kein Wunder also, dass ich diesen Modesommer heiß ersehne. „Black Swan“ hat die Designer zu einem Look inspiriert, der uns alle zu eleganten Schwänen macht und die Dramatik einer Prima Ballerina verleiht. Feminin. Sinnlich. Elegant. Frau pur, sozusagen. Und dabei zum Sterben schön.

Allerdings: Romantik sollte man mögen, wenn man mit der Sommermode Pas de Deux tanzen will. Kurze weit schwingende Tutu-Röcke präsentieren sich in bauschendem Tüll, in schimmernder Seide oder knisterndem Taft. Und machen schöne Beine zu dem wichtigsten Accessoire dieses Sommers! Vom Rücken mal abgesehen: Denn der zeigt sich in engen Bodys mit tiefen Ausschnitten sehr betont. Und mit viel Haut! Die Farben hingegen sind zurückhaltend und klassisch: Nude, Creme, Rosé, aber auch schwarz, anthrazit und weiß. Jetzt noch die Haare zum strengen Knoten gebunden – und fertig ist der Look einer Odile, Odette, Giselle.

Wer nun die Pilates-Stunden hat ein wenig ... schleifen lassen und am notwendigen Körperbau zweifelt, der muss auf den Ballett-Chic dennoch nicht gänzlich verzichten: Schwarze Federn oder ein schlichtes Band als Haarschmuck, Ballerinas aus Seidensatin oder mit weichen Fesselbändern verleihen auch weniger Grazilen die Anmutung einer Ballerina. Und machen so auch den Büro-Alltag ein wenig zur Bühne.

Aus dem Pummel von damals ist übrigens keine Ballett-Prinzessin geworden. Dafür aus dem Trampel eine Frau mit Attitude. Und einem ausgeprägten Hang zur Eleganz und Dramatik. Auch ohne gleich den sterbenden Schwan zu geben.

 
Susanne Ackstaller, Samstag, 12. Februar 2011, 15:30 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 2053 | Kategorie: Modekolumne, | Tags: modeblack swanballett
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