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Während in meiner Duschkabine in jedem Eck drei bis fünf Shampoos lauern, kommt aus den USA ein ganz anderer Trend: No-Poo! Oder im Klartext: No Shampoo! Will heißen: Haare waschen ohne Shampoo, weil die Haare dann - wenn man erstmal die ersten sechs ekligen Wochen überstanden hat - schöner und gesünder sein sollen denn je.

Nunja. Vorstellbar ist es ja schon, dass das Weglassen von vermeintlich pflegenden Silikonen und Co. den Haaren gar nicht mal so schlecht tut. Auf der anderen Seite: Wird das Leben dann nicht zu einem einzigen, ewigen, furchtbaren Bad-Hair-Day? Ich mag mir meinen Kopf gar nicht vorstellen! Tag 1 ohne Shampoowäsche würde ja noch gehen, aber dann? Ich wäre zu einem platten, formlosen und zunehmend fettigen Mopp verdammt, der mir ganz sicher die Laune vergällen würde.

Dennoch: Kein Trend ohne Mrs T, dachte ich mir, und habe deshalb ein wenig recherchiert, was es denn mit der No-Poo-Sache so auf sich hat: Wie man das überhaupt angehen und überstehen soll - die Haare ohne Shampoo zu waschen. Kann man sich als moderner Mensch ja gar nicht mehr vorstellen, dabei hat es ja ganz offensichtlich Jahrhunderte, ja Jahrtausende!, ganz gut funktioniert, auch wenn das Geruchsempfinden der Menschen damals sicher einiges an „Duft” mehr gewohnt war als unsere modernen verwöhnten Näschen. Heute hingegen werden die Haare meist jeden Tag gewaschen, conditioniert, volumisiert, gesprayt, gegelt, gewachst und was weiß ich noch alles! Kein Wunder eigentlich, dass da eine Sehnsucht nach weniger entsteht. Oder eben gar nicht.

Gar kein Shampoo - wie also geht das? Zunächst: Es gibt wohl verschiedene Methoden. Von gar nicht (sic!) waschen über mit Wasser durchspülen bis hin zu Natron, Waschnüssen oder Lavaerde als Shampooersatz reicht das Spektrum. Manche nutzen noch zusätzlich Apfelessig als Spülung. Und es zeigt wohl Wirkung: Auf der anderen Seite der sechs bis acht unshampoonierten Wochen erwarten toughe Nichtwäscher glänzenderes, griffigeres und fülligeres Haar, das sich zudem auch noch leichter frisieren lässt. Heißt es.

Ich habe euch ein paar Links rausgesucht - falls ihr es wirklich mal ausprobieren wollt (schaden kann es ja nicht - außer dass man vielleicht seltsame Blicke aufs Papphaar erntet!):

Blancet noir: Alternative Haarwäsche

Haare waschen ohne Shampoo

How to go no poo

Zum Schluss noch die Frage: Hat das irgendeine Texterella-Leserin schon ausprobiert? Würdest du? Reizen würde mich dieses Experiment ja schon, und man könnte es ja auch jederzeit abbrechen. Andererseits habe ich das Gefühl, dass ich es ohnehin nicht länger als 1,5 Tage durchhalten würde ... warum dann also überhaupt erst anfangen?! ;-)

 

 

 
Susanne Ackstaller, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 21:41 Uhr
Kommentare: 11 | Aufrufe: 17336 | Kategorie: Beauty, Haarpflege, | Tags: no pookein shampoohaarewaschen ohne shampoogesundes haar
Das könnte auch interessant sein:
Die besten Haarpflegetipps ab 40. Plus: Haartrockner Braun SensoDryer Satin Hair im Test.
 

Kommentare

  • Hey, danke für die Verlinkung und mutig, dass du das Thema an"sprichst” - immerhin wird man bei so etwas Heiklem ja dann gern mal als „ungewaschen und ungepflegt” abgestempelt. Habe aber noch Freunde und einen Partner :D

    Seit Mai wasche ich mir die Haare ohne Shampoo.
    Betonung liegt aber auf WASCHEN. Ganz ohne wäre schon ein bisschen krass.
    Ich mache einmal pro Woche eine Spülung mit Natron.
    Und evtl. je nachdem wie sich mein Haar anfühlt auch mal eine Spülung mit Tafelessig. Dabei trage ich diese Substanzen nicht direkt auf meinen Kopf auf, sondern verdünne sie mit Wasser.

    Meine Frisöse hat das ganze immer noch nicht bemerkt, meine Haare glänzen, sind nicht mehr störrisch, so wie damals (und ich habe Shampoo OHNE Silikone benutzt) und das allerbeste: Ich bin meinen Spliss losgeworden.

    Natürlich hat man Angst, dass man sich ” zu einem platten, formlosen und zunehmend fettigen Mopp” verwandelt (LOL), aber das ist gar nicht so schlimm. Die Umstellungsphase dauerte bei mir 2-3 Wochen und man sah es wirklich nur am Haaransatz ein kleines bisschen nachfetten. Als ich aber dann wieder mit Natronwasser gespült habe, war das wieder weg.

    Hoffe, das hat ein bisschen beruhigt! :D

    Frau DingDong
    am Donnerstag, 22. Dezember 2011 um 19:43 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Zum Thema Shampoo:
    Weleda Kastanie, Rausch ( die meisten Sorten ) Linola, Eubos TH, Stieprox, bei Ducray und Rene Furterer habe ich keine vollständige Deklaration in der Datenbank - Rausch und Furterer machen komplette Programme mit Spray, Kuren, Gel ( bei Rausch mit Silikon ) etc. - die anderen haben eher medizinischen Anspruch.

    Doris
    am Dienstag, 06. Dezember 2011 um 17:09 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Doris, dein Stichwort: Sag doch mal ein paar Shampoos aus deinem Umfeld *gg*, die keine Silikone enthalten! :-)

    Susi
    am Samstag, 03. Dezember 2011 um 00:10 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Frau / Mann sollte sich aber auch fragen, ob sie/ er alle beworbenen Dinge wirklich braucht - nicht immer gilt:
    Viel hilft viel !

    Doris
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 14:58 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Als ausgebildeter Naturwissenschaftler möchte ich sagen:
    Es gibt Shampoo ohne Silikon.
    Natron und Essigsäure sind nicht gerade ph - neutrale Substanzen - wieso sollten sie harmloser / verträglicher sein ?
    Und ja, Eingriffe in die Keratinstruktur des Haares ( Färben / Dauerwelle ) sind nicht so richtig gesund - zu heisses Föhnen auch nicht!

    Doris
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 14:52 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • @Tina: Das mit dem Conditioner habe ich auch gelesen, aber das schien mir echt zu abstrus! Die Haare zwar nicht mehr mit bösen Sili-Shampoo waschen, dafür aber doppelt so viel mit Conditioner drauf!

    Andererseits: „It’s not just hair - it’s an attitude” spricht sehr dafür! :-DD

    Dann könnte ich also meine leeeeeichten Wellen damit in Locken verwandeln? ;-))

    Susi
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 11:28 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Dann gibt’s auch noch Plopping und Plunking, übrigens. ;) Ist aber auch eher was für die welliglockige Fraktion:
    http://kayanas-journey.blogspot.com/2009/03/curly-girl-methode-anleitung-deutsch.html

    tina de luxe
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 10:57 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich weiß ja nicht ... Das Problem ist ja nicht nur, dass die Haare strähnig aussehen, sondern dass irgendwann die Kopfhaut anfängt zu jucken, jedenfalls bei mir. Selbst wenn ich krank bin, wasche ich mir deswegen irgendwann die Haare.
    Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass weniger da mehr wäre.

    Daniela
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 10:51 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Da ich nicht in der Einöde, sondern sehr sichtbar lebe, habe keine Lust auf den Selbstversuch, kann mir aber bestens vorstellen, dass da was dran ist.

    Beispiel: Ich war kürzlich vier Wochen krank und habe mich nicht geschminkt und es mit der Gesichtswasche- und Cremerei auch nicht so eng gesehen ;-)
    Das Ergebnis: So eine gute und - ich neige zu Unreinheiten - pickelfreie Haut hatte ich seit meinem zehnten Geburtstag nicht mehr.

    Xenia
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 10:30 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Mir ist das schon vor einiger Zeit begegnet, neben „no poo” allerdings eher das Co-Washing, da wäscht man die Haare tatsächlich nicht mehr mit Shampoo, sondern mit Conditioner.

    Gesehen hab ich das im amerikanischen Curlydingsdaforum:
    http://www.naturallycurly.com/topics/view/co-washing
    Da ist das Teil der Curly-Girl-Methode. :)

    Ich wollte das mal probieren, erst die Haare befreien von Silikonen und dann nur mit Spülung waschen, aber ich hab das dann immer nochmal vertagt ...

    tina de luxe
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 10:28 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich kann mir gar nicht vorstellen, wieso die Haare gesünder werden sollen, wenn man sie ein paar Wochen lang nicht mit speziellem Haarshampoo behandelt sondern mit irgendwelchem anderen Gedöns.

    Ich hätte eher vermutet, dass mechanische Belastung, Fönen und Färben die Haare schädigt. Und nicht gerade Shampoo.

    Vielleicht kommt den Leuten nach Abschluss der no-poo-Phase ihre Mähne nur gesünder und glänzender vor, weil sie endlich die bad-hair-Zeit hinter sich gelassen haben.

    Edith Nebel
    am Freitag, 02. Dezember 2011 um 09:41 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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