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Die ersten sechs Jahre ihres Internetlebens ist Texterella komplett ohne Outfit-Fotos ausgekommen. Sicher, es gab ab und an Schnappschüsse aus dem Urlaub oder von irgendwelchen Events. Und natürlich präsentierte ich Mode, die mir gefiel, aber nie war sie selbst fotografiert und schon gar nicht an mir. Nicht, dass ich nie darüber nachgedacht oder keine Lust gehabt hätte ... nein, es scheiterte tatsächlich an meinen Ansprüchen. Dilettantische bis schreckliche Outfit-Fotos gab es wahrlich schon genug, und da wollte ich mich nicht dazugesellen. Lieber ließ ich die Fotografiererei gleich ganz bleiben.

Hose von Persona by Marina Rinaldi, schwarzes Oberteil von Twister, gesehen bei Navabi


Dann kam Soulfully (das Plussize-Blog von OTTO, für das ich zweimal im Monat schreibe) und alles wurde anders. Denn mit dem Kooperationsvertrag unterschrieb ich auch die Verpflichtung, Fotos zu liefern. Smartphone-Qualität reichte nicht, und so kaufte ich mir eine Systemkamera von Olympus, ein Festbrennweitenobjektiv – und legte los. Und weil ich schon mal dabei war, machte ich auch die ersten Fotos für Texterella und stellte sie aufs Blog. Es machte Spaß – fühlte sich aber auch sehr komisch an. Anfänglich traute ich mich kaum und holte bei jedem Posting die Meinung von schon länger Outfit bloggenden Kolleginnen ein. Ein bisschen Mut gehört bis heute noch dazu. Bei jedem Outfit-Post bin ich überrascht, dass es Menschen offensichtlich interessiert, was in meinem Schrank hängt und wie ich Klamotten kombiniere. Andererseits ... interessiert mich das bei anderen ja auch!


Hose von Persona by Marina Rinaldi, schwarzes Oberteil von Twister, gesehen bei Navabi


Mittlerweile habe ich sogar schon eine gewisse Routine entwickelt: Zwei- bis dreimal im Monat gibt es ein Outfit-Post. Ideen für mehr habe ich durchaus, aber – mir fehlt einfach die Zeit. Ein halber Arbeitstag ist schnell vorbei mit Vorbereiten, „Shooten“ und Fotos nachbearbeiten. Allein die Auswahl der Bilder ... kostet mich jedes Mal Nerven. Lieber dieses – oder doch das andere? Schaue ich hier besser aus oder dort? Denn ja, ich bin eitel! Ich will gut aussehen auf meinen Fotos! ;-)


Hose von Persona by Marina Rinaldi, schwarzes Oberteil von Twister, gesehen bei Navabi


Überhaupt, diese Poserei ... puh. Echt schwierig. Breit in die Kamera lachen ist für mich die leichteste Übung ist. Aber immer nur „Cheeeeese“ ... ist halt auch langweilig. Also guckt man „interessiert“ nach links, nach rechts, in die Ferne, nach unten. Man macht Schritte, die keine sind, betrachtet Dinge, die einen nicht interessieren. Doch, beim Posen bin ich wirklich noch am Lernen. Da geht noch einiges!

Und dann – das Licht: Es ist grundsätzlich zu dunkel oder zu hell. Oder ich habe einen Termin mit meiner Fotografin ausgemacht – und dann schüttet es. Am allerschlimmsten aber sind Supersonnentage! Entweder hat man das Licht im Rücken oder blinzelt gegen die Sonne. Oder die eine Hälfte des Gesichts ist überbelichtet und die andere schattig. Und dann noch ein schwarzes Oberteil ... und schon sieht man ein bisschen aus wie Nosferatu. Die besten Fotos entstehen tatsächlich an trüben oder diesigen Tagen, an denen sich das Licht gleichmäßig verteilt und keine Schatten wirft.


Hose von Persona by Marina Rinaldi, schwarzes Oberteil von Twister, gesehen bei Navabi


Aber wenn ein Outfit-Posting dann erstmal fertig ist – bin ich doch ein bisschen stolz und freue mich. Darüber, dass sich die Arbeit gelohnt hat, dass die Fotos gelungen sind, die Outfits gut aussehen oder zumindest mir gefallen. (Wem diese Hose übrigens zu bunt ist, der sollte besser gar nicht erst hierhin klicken. Dort stelle ich auf Soulfully nämlich einen richtig bunten Look vor. :-))

Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine beiden Fotografinnen: Töchterlein Eva und ihre Freundin Marie. Ihr macht das toll! Und an meine Haus-, Hof- und Herz-Grafikerin Sibylle Zimmermann, die mich bei der Fotoauswahl unterstützt und die Fotos nachbearbeitet. Retuschiert – im Sinne von „Bauch und Falten weg“ – sind meine Fotos natürlich nicht, aber manchmal macht Sibylle sie ein bisschen heller oder dunkler, schärft sie oder nimmt einen Farbstich raus.

Outfit:
Oberteil: Twister *
Hose: Persona by Marina Rinaldi*
Tasche: Picard (ähnlich)
Kette: Sence Copenhagen
Armreif: Lanvin
Ballerinas: Gabor (ähnlich: Buffalo)*
Sonnenbrille: Diva (doch, sie heißt so – und deshalb gebe ich sie nicht her, obwohl sie schon einige Jahre auf dem Buckel hat! ;-))

Kamera: Olympus OM-D E-M10*
Objektiv: Olympus M. Zuiko Digital 45 mm*

*Affiliate-Links

 
Susanne Ackstaller, Mittwoch, 13. April 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 14 | Aufrufe: 2071 | Kategorie: Mode, Kleidung, Size Plus, | Tags: sizeplusplussizeoberteilnavabimode am mittwochhosebloggerlebenbehind the scenes
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Kommentare

  • Auch wenn da kein Beige dabei ist, schaut das sehr gut aus.  Seit deinem Interview wollen ständig irgendwelche Menschen in meine Garderobe schauen. ;-) Liebe Grüße Claudia

    Claudia Braunstein
    am Donnerstag, 14. April 2016 um 18:52 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi… und ich bin ein kleines bisschen stolz darauf, dass Du mit mir Deinen ersten Outfitpost online gestellt hast… hihi… und ich finde es grandios, dass Du damit angefangen hast. Ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinen tollen Fotografinnen - sie machen das wirklich super und super ist auch die Hose, die Du trägst. Absoluter Hingucker!!!
    Hab nen schönen Tag - lieber Gruß - Conny

    Conny
    am Donnerstag, 14. April 2016 um 11:20 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Wow, da bist DU aber über deinen Schatten gesprungen. Und die Bilder sind toll. Schaut aus, als hättet ihr das schon immer gemacht. ;)
    LG Anna

    Anna
    am Donnerstag, 14. April 2016 um 07:48 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi,

    du hast ein Geheimnis gelüftet, das mich immer umgetrieben hat, aber das ich dann doch nicht aktiv aufklären mochte (wäre auch zu banal, oder?). Und immer, immer wieder sind es die grandiosen Töchter, die so talentiert sind. Oder Söhne oder Freundinnen oder, oder ... Es sind tolle Bilder. Und ich bin froh, dass dieser Punkt jetzt endlich mal geklärt ist.

    Liebe Grüße

    Claudia Münster
    am Mittwoch, 13. April 2016 um 23:49 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ach wie ich das kenne… gutes Licht, aber keine Sonne (dann sehe ich aus wie ein Gespenst), Wind ist ganz schlecht, ein kleines Lüftchen aber ganz hübsch und sorgt für Bewegung… und nach Möglichkeit etwas zum Anlehnen, Hinsetzen oder Draufstützen - das bringt Abwechslung ;-)
    Meine Fotografin und ich sind mittlerweile ein eingespieltes Team und ratschen beim Fotografieren über alles mögliche, dann kurze Frage „Quer für oben?” - „Ja, haben wir, ganz, halb auch.” - „Gut, fertig!”

    Ich finde es so klasse, dass Du auch Outfitposts machst, Susi und dieser Look steht Dir super!!

    LG
    Annette | Lady of Style

    Annette
    am Mittwoch, 13. April 2016 um 17:33 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hallo Susanne,
    Tolle Bilder hat deine Tochter in Zusammenarbeit mit ihrer Freudin da gemacht. Ich persönlich mag es sehr gerne, wenn ich die Person „hinter” dem Blog auch sehen kann-in welcher Form auch immer. Trotzdem kann ich verstehen, dass nicht jeder vor der Kamera stehen mag. Das ist eben doch auch etwas sehr persönliches und wer weiß schon genau, wer so alles mitliest, wenn öffentliche Posts geschrieben werden.
    Mir ist es bei den Bildern übrigens nicht so wichtig, dass sie völlig professionell sind. Denn wenn ich bis zum abwinken bearbeitete Bilder sehen will, nehme ich mir eine Modezeitschrift.
    Schöne Grüße
    Andrea

    Andrea
    am Mittwoch, 13. April 2016 um 12:12 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Das stimmt, zu perfekt ist auch langweilig. Aber dennoch ... möchte ich zumindest schöne Bilder zeigen, auch als Wertschätzung gegenüber meinen Lesern. Ganz davon abgesehen sind gute Bilder auch besser fürs Geschäft. :-)

      Liebe Grüße!

      Susi
      am Mittwoch, 13. April 2016 um 15:01 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

      • Nicht das wir uns falsch verstehen, mit nicht perfekt sind keine schlechten Bilder gemeint, sondern solche, die auf den meisten Blogs zu sehen sind und eben nicht von professionellen Fotografen gemacht sind (klar, wer hat schon immer passendes Personal zur Hand ;). Mit Sicherheit suchen wir auch immer die besten Fotos aus, die wenigsten möchte sich doch schlecht darstellen. Und das mehr Leute hingucken, wenn es ansprechend aussieht, ist nur allzu verständlich. Geht mir ja auch so.
        Liebe Grüße
        Andrea

        Andrea
        am Donnerstag, 14. April 2016 um 16:25 Uhr

        Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susi,

    ich finde, du siehst immer aus, als würde dich die Dinge, die du da jenseits des Bildausschnitts siehst, wahnsinnig interessieren. Die Fotos sind super, Glückwunsch an die fähigen Fotografinnen!

    Julia
    am Mittwoch, 13. April 2016 um 11:28 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • ich mag deine hose!
    und du kannst dich und deine fotos echt sehen lassen!
    ich hab mich gegen einen reinen mode-blog entschieden - unter anderem weil mir ein"fotograf” fehlt. der mann hat einen „richtigen” job der ihn mehr als ausfüllt und dass der nachwuchs dafür nützlich sein könnte - das hätte ich früher wissen müssen ;-)
    na und „urban” ist in meiner umgebung gar nix - nur wald und felsen und fluss…..
    aber der hauptgrund war: ich hatte 30 jahre professionell mit mode zu tun. und der blog ist mein hobby. würde ich mich für jeden post mit „fäschn” beschäftigen müssen tät es sich nach arbeit anfühlen. aber mit mode arbeiten - damit habe ich abgeschlossen - interessiert mich nicht mehr.
    einfach nur übers leben schreiben und fotos als selbstzweck machen - und manchmal sieht man sogar mich - in klamotten :-)
    xxxxx

    Beate Grigutsch
    am Mittwoch, 13. April 2016 um 10:49 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Liebe Beate,

      ein reiner Modeblog ist Texterella hoffentlich nicht. :-) Denn das möchte ich nicht sein ...

      Aber ich verstehe jeden, der dieses Fotografieren nicht mag. Denn was schlussendlich so locker aussieht, ist echt nicht ganz so easy.

      Liebe Grüße,

      Susi.

      Susi
      am Mittwoch, 13. April 2016 um 10:53 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

  • Liebe Susanne,
    guten Morgen,

    am besten ist das Licht für solche Fotos am frühen Morgen (kein guter Termin für junge Frauen ;)) oder frühen Abend. Oder die Lichtspiele in der Nähe von Bäumen. Das war der Tipp einer Fotografin, bei der ich einmal einen Kurs für Portrait-Fotografie bekam.

    LG
    Heike S.

    Heike S.
    am Mittwoch, 13. April 2016 um 08:34 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Da sprichst du ein wahres Wort gelassen aus. :-) #früherMorgen

      Und zu den Bäumen: Davon haben wir hier genug. NUR: Ich finde das einfach nicht so ganz zum Thema Modebloggen passend. Irgendwie stelle ich mir das immer „urbaner” vor ...

      Susi
      am Mittwoch, 13. April 2016 um 08:38 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

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