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Manchmal denke ich, ich bin am falschen Ort geboren.

Der Norden hat mich immer schon mehr angezogen als der Süden (und das obwohl die eine Linie meiner Vorfahren aus Italien stammt und meine Oma mit Mädchennamen Terragnolo hieß), ich bade lieber in der kalten Nord- oder Ostsee als im lauwarmen Mittelmeer, Sturm und wilder Regen sind mir alle mal lieber als 35-Grad-Tage.

Aber vielleicht bin ich ja auch einfach nur ein bisschen seltsam. 



Wie auch immer, warum auch immer: Ich mag es frisch. Und genau deshalb mag ich Hamburg. Den Wind, den Regen, den kühlen Sonnenschein. Hamburg ist immer eine Reise wert – und eine Übernachtung, oder noch besser zwei oder drei.

Vor zwei Wochen war ich in Hamburg und bin im Hotel 25Hours Hafencity abgestiegen. (Gebucht im Übrigen über Expedia*. Einfach, weil es günstiger ist und schnell geht.) Ich kannte – und mochte – das Hotel schon von anderen Events und früheren Aufenthalten. Diese Mischung aus lässig und Komfort ist genau das, was ich schätze, wenn ich nur kurz in der Stadt bin. Deshalb komme ich immer wieder gerne her. Ich brauche dann kein Spa und keine Wellness-Behandlung (obwohl das Hotel eine „Hafensauna“ mit Dachterrasse hat. Ich war aber noch nie drin). Was ich will, ist mich einfach nur Zuhause fühlen – in der Ferne.

25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg


Wohlfühlen, ohne großes Spektakel. Ein liebevoll eingerichtetes, nicht all zu kleines Zimmer, ein bequemes Bett, ein einladendes Bad. Im Grunde ist es nicht viel, was ich von einem Hotel erwarte, und doch schaffen das nicht viele.

Nein, es ist keine Eleganz, die das 25Hours Hafencity auszeichnet – es ist ein Hotel mit hohem Sympathiefaktor. Ja, auch ein bisschen cool und ein bisschen hip. Und definitiv hat es das schönste Hotel-Office ever. Allein schon deshalb lohnt sich ein Besuch. (Nirgends arbeite ich lieber, von meinem eigenen Couch-Büro mit Privat-Kamin mal abgesehen.)


25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg

25Hours Hafencity Hamburg


Und die Umgebung? Auf der einen Seite der Industriehafen mit Kränen und Baggern. Nein, das ist kein lieblicher Ausblick, der einen da vom Zimmer aus begrüßt. Aber ich mag genau dieses Rohe, Kantige, Ungeschliffene, Echte. Auf der anderen Seite die Speicherstadt mit ihrem roten Backstein. Backstein! Für mich der Inbegriff des Nordens! Dieses Rot zum Blau des Wassers – und dann noch im schönsten Abendlicht! Okay, der Wind pfiff mir so sehr um die Ohren, dass ich bei der Rückkehr ins Hotel Ohrenschmerzen hatte – aber irgendwas ist ja immer.  Überhaupt: Was kann Hamburg dafür, wenn ich meine Mütze vergesse?

Wie immer, wenn ich dann wieder abreisen muss, wünsche ich mir, ich könnte entweder doch noch ein bisschen länger bleiben. Oder ein Stück Hamburg einfach mitnehmen. Ein bisschen dieser Frische. Den strammen Wind. Ja, selbst den Regen. Oder den Milchkaffee oder die Tasse Tee mit Blick auf den Hafen und das Kranballett.



Und dann fällt mir Gott sei dank ein: Ich komme ja wieder.

Bis bald, Hamburg!

*Affiliatelink

 
Susanne Ackstaller, Montag, 21. März 2016, 06:00 Uhr
Kommentare: 12 | Aufrufe: 1883 | Kategorie: Lifestyle, Reisen, | Tags: travelreisenhotel 25hours hafencityhamburg
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Kommentare

  • Letztens habe ich schon mal einen Post über das Hotel gelesen und war da schon sehr angetan - ich glaube, jetzt muss ich doch mal hin…
    Mich zeichnet übrigens aus, dass ich zu 1/8 Holländerin bin. Und ich liebe, liebe, liebe den Norden. Holland, England, Irland.. hach… HH selbstverständlich auch.
    Lg und danke für die schönen Eindrücke
    Haydee

    Haydee
    am Montag, 28. März 2016 um 15:03 Uhr

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  • Was für eine Liebeserklärung an die Stadt und an das Hotel!

    Heidi
    am Dienstag, 22. März 2016 um 11:45 Uhr

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  • Ooooooh, Hamburg meine Perle…. ich bin immer wieder froh und dankbar, dass ich genau hier zu Hause bin. 10 Minuten Fahrrad fahren und *zack* da ist sie, die wunderbare Elbe. Nein, man muss nicht seltsam sein um Hamburg zu mögen. Ganz im Gegenteil…

    Andrea
    am Montag, 21. März 2016 um 22:47 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Oh das glaube ich, dass Dir das Hotel gefällt, das passt irgendwie genau, wenn ich Deinen Bericht lese!
    Ich kenne nur das 25hrs Bikini in Berlin und das war mir viel zu hip ;-)
    Bei dieser Hotelart muss einfach die Chemie zwischen Konzept und Gast stimmen.

    LG
    Annette | Lady of Style

    Annette
    am Montag, 21. März 2016 um 21:25 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Oh Hamburg, da war ich „früher” gerne und mal des Öfteren. Eine ganz spezielle Stadt und ganz besondere Menschen. Leider ist das inzwischen ein bisschen zu weit weg, um mal kurz vorbeizuschauen. Umso mehr freuen mich die Bilder, da kann ich noch mal kurz virtuelle da sein.
    LG Andrea

    Andrea
    am Montag, 21. März 2016 um 19:28 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Aber Hallo!
    Das Wetter ist hier in Hamburg übrigens oft besser als sein Ruf!

    LG aus dem hohen Norden
    Rike

    Rike
    am Montag, 21. März 2016 um 13:48 Uhr

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  • Hach, Hamburg! <3
    Und das 25Hours habe ich in Zürich kennen und lieben gelernt — dort auch sehr empfehlenswert!

    Jutta
    am Montag, 21. März 2016 um 12:13 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • PS: „Auf der einen Seite der Industriehafen mit Kränen und Baggern. Nein, das ist kein lieblicher Ausblick, der einen da vom Zimmer aus begrüßt.” -> Für mich gibt es in Hamburg nichts Romantischeres als den Hafen mit seinen Geräuschen und seiner einzigartigen Kulisse. Sämtliche Beziehungsgespräche, ob tränenreich oder superverliebt, wurden immer und ausschließlich an der Elbe mit Hafenblick geführt ...

    Antje
    am Montag, 21. März 2016 um 09:52 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Tolle Fotos! Danke für die wunderschönen Eindrücke; bleibt nur eine Erkenntnis: Da muss ich hin ;).

    Stefanie Möller
    am Montag, 21. März 2016 um 09:43 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Das ist ja witzig, Susi, gerade neulich stand ich vor dem Hotel und wartete, dass meine Begleiter sich aus dem superlauten portugiesischen Restaurant gegenüber loseisten und dachte: wie?! das einstige Seemannsheim ist jetzt ein hippes junges Hotel geworden? Und was ich von außen sah, fand ich ganz schick. Das sogenannte Portugiesenviertel war schon immer sehr charmant, finde ich, wie lustig, dass du jetzt genau dort abgestiegen bist! Hört sich toll an, dein Bericht, und so schöne Fotos wieder!!

    Antje
    am Montag, 21. März 2016 um 09:32 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Das 25hours ist aber doch gar nicht im Portugiesen-Viertel sondern in der Hafencity - zwar nicht weit weg aber eben doch anderswo. Und ein portugiesisches Restaurant ist da gegenüber auch (noch) nicht.

      Andrea
      am Montag, 21. März 2016 um 22:52 Uhr

      Auf diesen Kommentar antworten

      • Ach herrje, Du hast vollkommen recht, liebe Andrea, ich habe es verwechselt mit dem Stella Maris in der Ditmar-Koel-Straße, ein Blick von der Straße aus in die Lobby hatte den Eindruck hinterlassen, dass es ähnlich gestylt sei - und schwupps, hab ich beim Lesen dieses schönen Artikels eine falsche Verbindung hergestellt! Sorry, Susi!

        Antje
        am Dienstag, 22. März 2016 um 07:19 Uhr

        Auf diesen Kommentar antworten

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