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Jutta Metzler ist eine der ersten Texterinnen, die mir in der virtuellen Welt begegnet sind, irgendwann um die Jahrtausendwende. Und eine der besten obendrein. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Begonnen hat alles mit einer kaufmännischen Ausbildung, Werbeabteilung und Vertrieb bei IBM („Ich hab’ Großrechner an Großkunden verkauft!“) und einem BWL-Studium mit Fokus auf Marketing und Kommunikation. Wie sie zur Texterei kam? „Werbung fand ich oft ganz furchtbar und dachte, dass man das besser machen MUSS” - und genau das hat Jutta dann auch gemacht. Mittlerweile hat sie auch Spaß daran, Erfahrungen weiterzugeben und unterrichtet an Hochschulen (zum Beispiel Corporate Identity, Marktkommunikation, Werbetext) – neben ihrer Arbeit als Texterin und Journalistin. Und als Trainerin, wofür sie 2013 noch einen Master-Abschluss – in Erwachsenenbildung/Human Ressources – draufgelegt hat. Powerfrau? Ganz sicher! Eine sehr bodenständige, erdige, naturliebende mit echtem Herzenslächeln!

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben. Manchmal wünschte ich mir mehr Schlaf, noch mehr Zeit für Freunde, Sport, Draußensein. Ich arbeite daran ...” - wie selten hört man solche Worte! Deshalb freut es mich besonders, dass Jutta hier dabei ist!


Jutta Metzler, 48. (Foto: Katrin Zeidler)

Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Mode ist für mich kein großes Thema – und war es nie. Ich finde Ausstrahlung viel wichtiger. Das spricht mich bei anderen am meisten an. Und mir selbst geht es am besten, wenn ich mich wohl fühle. Ich hoffe, das sieht man.

Was ich auch wichtig finde: Körperhaltung, Bewegungen, Augen. So eine natürliche Dynamik, freche, fröhliche Augen, ein authentisches Auftreten, das gefällt mir. Nein, die Mode ist es nicht. Irgendwie ist mir immer etwas Anderes wichtiger. Vielleicht verpasse ich da was. Macht aber nichts ...


Ein bisschen Rockerbraut (2001).


Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert – und warum?

Mein Stil ist schon immer sportlich, schlicht. Nicht besonders figurbetont, wie ich auch auf den alten Bildern entdeckt habe, die ich extra für dieses Interview rausgezogen habe.

Hattest du modische Vorbilder? Personen oder Persönlichkeiten, die deinen Stil geprägt haben – oder eine modische Ära?

Vorbilder nicht, aber Kim Wildes Stil hat mir immer gut gefallen. Und Charlene aus Monaco könnte vielleicht ein Vorbild sein – aber weil ich grundsätzlich erst im letzten Moment überlege, was ich anziehe und dann mit Sicherheit für Frisur, Make-Up, meistens beides, die Zeit nicht mehr reicht ... ne, lieber doch kein Vorbild ...

Hast oder hattest du ein Lieblingskleidungsstück? Wenn ja, welches? Und warum?

Grundsätzlich liebe ich alles, was schwarz ist. Eher den Rockerstil. Und Ringel. Ich weiß nicht, wie viele Ringelpullis ich habe. Aber mein Lieblingsstück ist eine schwarze Röhre, irgendwie beschichtet, so dass sie leicht schimmert.


Ungewöhnlicher Look: rot und figurbetont (1995).


Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Ich weiß, was mich zufrieden macht. Sport, draußen sein, reisen, gute Gespräche, das liebe ich, seit ich ganz jung bin. Und das sieht man mir dann auch an, glaube ich. Natürlich gibt es andere Tage. Schlecht schlafen sieht auch schlecht aus, zumindest bei mir. Insgesamt bin ich wohl eher entspannter als früher. Und ich lerne immer noch gern Neues, hab an der Hochschule viel mit Studenten zu tun – vielleicht färbt das ja ein bisschen ab.


Lebenslange Lieblingsfarbe: Schwarz (1990).

Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Oh ja, offenbar glaube ich der Werbung, auch wenn ich es besser wissen sollte. Filler, Anti-Aging, straffend ... das sind alles herrliche Reizworte. Letztendlich sind es dann aber doch eher die Produkte aus der Apotheke, sofern sie so riechen, wie ich es mag – lieber herb als niedlich.


Du bist auf Reisen und hast deine Waschbeutel vergessen. Welche drei (Kosmetik-)Produkte kaufst du sofort?

Männer-Roll-Deo (Garnier Men – weil schön herb), das in schwarzer/weißer Kleidung keine Spuren hinterlässt, weiche Zahnbürste, Avène Antirougeurs Tagescreme LSF 20


Kritischer Blick mit 16 (1981).

Hast du ein Schönheitsgeheimnis?

Schlafen – ich finde Schlafen herrlich. Draußen sein, genügend Sport treiben (am liebsten Skifahren). Gutes essen. Ich liebe Gemüse. Und auch Fleisch mag ich echt gern. Gilt Rotwein auch? Trinke ich jedenfalls sehr gern.

Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

Reden bewegt den Mund. Handeln die Welt.

Danke, liebe Jutta, für deine Antwort! Und: Endlich mal jemand, der Anti-Aging-Werbereizworte ebenso liebt wie ich! :-)

***

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Susanne Ackstaller, Montag, 27. Januar 2014, 08:00 Uhr
Kommentare: 4 | Aufrufe: 7703 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews, | Tags: texterinschönheitmontagsinterviewmodejutta metzlerinterviewbeauty
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Kommentare

  • Jutta ist eine Frau, die mich - seit ich sie kenne - irgendwie ehrfürchtig bewundere. Nicht nur für das, was sie als Texterin tut, sondern auch für Ihre Ausstrahlung. Einfach eine tolle Frau.

    Biggi
    am Freitag, 27. Januar 2017 um 10:06 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • „Ich bin zufrieden, manchmal wünsche ich mir aber mehr Zeit für ...” herrlich ehrlich!

    Jette
    am Montag, 27. Januar 2014 um 14:38 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Hach, da ist ja die zweite meiner beiden schönen blonden Namensschwestern. Ganz, wie sie leibt und lebt!

    Für mich eine Frau, an der irgendwie alles modisch aussieht. Die strahlt einfach - in jeder Hinsicht. Und wird wohl immer jung bleiben. (Bis zum ersten Foto dachte ich ja: Ach, die Jutta ist auch schon über 40?)

    Jutta
    am Montag, 27. Januar 2014 um 12:56 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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