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Ingrid Heuser ist eine jener wunderbaren Menschen, die ich ohne das (ach so böse) Internet niemals kennen gelernt hätte. Schon vor Jahren sind wir uns bei twitter begegnet, 2011 traf ich sie dann erstmals real auf Manomamas Geburtstagsparty in Augsburg, und zwar genau in dem schwarzen Kleid, von dem weiter unten im Interview so oft die Rede ist (ja, ich erinnere mich daran, Ingrid!).

Und heute ist sie also bei mir die „Montagsprinzessin”, wie jemand meine Interviewpartnerinnen mal so treffend bezeichnete – und ich finde zu Ingrid passt dieser Ausdruck besonders gut.


Ingrid Heuser aka wandklex, 48.

Ingrid ist aber nicht nur ein besonders liebenswerter Mensch, sie ist auch eine sehr mutige Frau. Denn anders als viele, die ihr Leben lang über das bloße Träumen nicht hinauskommen, hat sie ihre Träume tatsächlich wahr gemacht: Vor sechs Jahren ist Ingrid aus Niederbayern (!!) mit Kind, Kegel und Katzen aus Liebe zum Meer an die Ostsee gezogen. Und als wäre das noch nicht Wagnis und Veränderung genug, hat sie, Alleinerziehende einer mittlerweile 16-jährigen Tochter, auch ihren sicheren Job im öffentlichen Dienst an den Nagel gehängt hat, um ihrer lebenslangen Leidenschaft für die Malerei hauptberuflich nachzugehen. Am liebsten bemalt Ingrid aka wandklex Wände. Und was ihr da nicht schon alles untergekommen ist: von der Bemalung von Hotels auf Schienen über das weltgrößte Klebefolienprojekt bis hin zu einem wandbemalten Heiratsantrag und Kunst für Blinde ... Wer es lieber ein wenig kleiner mag, kann aber durchaus auch Portraits in Auftrag geben.

Wie so viele Male bereits hat mich dieses Montagsinterview besonders beeindruckt. Weil es so ehrlich ist.


Wie würdest du deine Einstellung zu Mode bezeichnen oder beschreiben? Hat sie sich im Laufe deines Lebens verändert?

Ich halte mich für keinen besonders modebewussten Menschen und ich glaube, das war ich auch noch nie. Schon gar kein fashion victim! Viel eher bin ich eine modische Analphabetin mit profunder Markenunkenntnis und einer sowohl vernunft- als auch finanzbedingten Vorliebe für Gebrauchtklamotten. Klar habe ich mich immer gerne hübsch angezogen, doch das war und ist weniger von Modetrends geprägt als davon, wie ich mich selber sehen möchte.


Frischgebackener Teenager mit selbstgenähter Velours-Weste. Und damals noch Blockabsätzen (1978).

Mein Selbstbild (oder mein Ideal davon) bestimmte stets die Wahl meiner Hülle. Nie habe ich bestimmte Marken nur um ihres Namens willen bevorzugt, das einzige „Label“ in meinem Schrank sind meine Levi’s. Und es war mir stets auch herzlich egal, ob ich meine Sachen neu in einer angesagten Boutique oder Second Hand auf dem Flohmarkt oder im Internetauktionshaus meines Vertrauens erstand. Auch heute kaufe ich die meisten meiner Kleidungsstücke gebraucht - und nur in den seltensten Fällen findet etwas Ladenneues den Weg in meinen Schrank.

Viel maßgeblicher als irgendwelche Trends aus Mailand, Paris oder New York war für mich immer schon a) gefalle ich mir darin und b) kann ich mir das Stück leisten. Allemal bin ich weder in der Lage noch bereit, mir für Klamotten ein üppiges Budget zuzugestehen. Ohnehin gehe ich (ganz, ganz ehrlich!) sowieso viel häufiger und viel lieber in den Baumarkt als in Boutiquen oder gar einen Schuhladen ... Und zu guter Letzt: Pflegeleicht muss meine Kleidung sein – was gebügelt werden muss oder Waschmaschine und Wäschetrockner nicht übersteht, fliegt gnadenlos raus.

Bei Schuhen gab es lange Zeit für mich nur Pumps, aber das erlaubt mein mittlerweile doch deutlich „handfesteres“ Leben nicht mehr. Doch wenn ich einen Schuh auswählen müsste, den ich wirklich schön finde, dann würden es immer klassische Pumps oder Slingpumps mit hohem oder halbhohem Bleistiftabsatz sein. Keilabsätze oder Plateaus hingegen haben kaum eine Chance bei mir, weil ich sie meist zu plump finde.


Welche Stilrichtung bevorzugst du? Wie hat sich dein Geschmack im Laufe deines Lebens verändert – und warum?

Mein Geschmack hat sich eigentlich nicht verändert, vielmehr finde ich viele der Sachen, die ich auf alten Fotos trage, auch heute noch schön (und trage sie zum Teil ja auch noch). Grundsätzlich mag ich Kleidung, die eine Frau wie eine Frau aussehen lassen, zumindest solange ich darin auch Luft bekomme! Das können auch Hosen sein - der Inbegriff der Weiblichkeit ist für mich aber ein Kleid. Am schönsten finde ich klare, recht figurnahe Linien, die Taille zeigen, ohne viel Schnickschnack.


Inbegriff von Weiblichkeit: klare figurnahe Linien (1991).

Was ich nicht mag, ist Schmuck. Nicht nur, dass ich Schmuck ohnehin nicht vertrage und meine Haut sich nach einer Stunde vehement dagegen zu wehren beginnt – ich fühle mich damit auch unpassend dekoriert und überladen wie ein Christbaum, selbst dann, wenn es sich nur um ein Paar einfacher Ohrringe handelt. Der einzige Schmuck, den ich immer und ohne ihn jemals abzulegen, tragen würde, wäre der Ring eines geliebten Mannes, hypoallergenes Material vorausgesetzt ;-)

Auch Rüschen und Pastelltöne meide ich eher. Seit meiner Teenie-Zeit trage ich am liebsten Schwarz, dazu eine gute Portion Rot, Weiß und ein helles Blau. Eine Ausnahme mache ich höchstens bei femininen Kleidern, die dürfen auch gerne mal mit Blumenmustern sein.


Arbeitskluft: Sweatshirt, Jeans, Turnschuhe (2013).

Beruflich bin ich zumindest bei Wandmalereiprojekten ja eher auf dem Bau als in der piekfeinen Chefetage unterwegs, darum da nur Turnschuhe, Firmensweatshirt (Farbverklexungsfaktor je nach Projektfortschritt), Uraltjeans - das war’s ...
 
Verändert haben sich eher die Gelegenheiten für die Kleider, die mir gefallen. Aber auch wie ich meine Zeit verbringe, hat sich sehr geändert – und das bestimmt ja auch die Stilrichtung. Nicht zuletzt hat sich auch meine Sicht darauf verändert, was ich tragen kann – und das ist zum Glück eher eine Erweiterung als eine Einschränkung: Früher war ich zum Beispiel aufrichtig der Überzeugung, ich könne es mir nicht erlauben, Jeans zu tragen.



Großes Faible für das kleine Schwarze (1996).

Nach wie vor habe ich viele wunderschöne Kleider – ach, was sag ich: ROBEN! -  im Schrank, für die ich in meinem heutigen Leben leider kaum Gelegenheiten habe. Dennoch habe ich auch einfach Freude daran, sie zu besitzen und – wer weiß – irgendwann auch den passenden Anlass. Erst unlängst stellte ich bei einem Blick in meinen Schrank fest, dass ich kleidungsmäßig für meinen Durchbruch in der Kunstszene bereits bestens gerüstet bin: Ich hätte mindestens für das erste Dutzend Preisverleihungsgalas schon die Antwort auf die Frage „Was zieh ich bloß an?!“

Hattest du modische Vorbilder? Personen oder Persönlichkeiten, die deinen Stil geprägt haben – oder eine modische Ära?

Ich denke, ich wäre vom Kleidungsstil her in der Zeit der schmalen Etuikleider einer Jackie Kennedy oder Audrey Hepburn glücklich gewesen. Schon früh bevorzugte ich diese Schnittführung (und das hat sich bis heute nicht geändert).


Pencil Skirt und Pillbox (1988).

Als ganz junge Frau trug ich beim Ausgehen durchaus gerne mal zum strengen Schneiderkostüm Nahtstrümpfe und eine Pillbox mit Schleier – im niederbayrischen Landshut der Achtziger Jahre schon eher ungewöhnlich und auffällig. Aber ich finde auch aus heutiger Sicht war und ist das ein wirklich stilvoller und schöner Auftritt:

Auch wenn das Frauenbild der Fünfziger und frühen Sechziger Jahre nicht mehr unseren heutigen Vorstellungen entspricht – den Modestil dieser Zeit empfinde ich als hochästhetisch. Es war eine Mode, mit der einfach jede Frau mit jeder Figur gut aussehen konnte. Ich glaube, das ist es, was mir an diesem Stil auch heute so gefällt: Er ist dazu gemacht, vorteilhaft zu wirken und uns Frauen (noch) schöner zu machen. Das ist für mich auch kein Widerspruch zu den ebenso hart wie nötig erkämpften Frauenrechten. Meiner Meinung nach kann frau heutzutage nämlich alles zugleich haben: gleichberechtigt sein, ernst genommen werden und sich dennoch hübsch und feminin fühlen. Ich bedauere es ein wenig, dass die aktuelle Mode das häufig nicht so sehr zum Ziel zu haben scheint.


Hast oder hattest du ein Lieblingskleidungsstück? Wenn ja, welches? Und warum?

Ja, ich habe ein Lieblingskleidungsstück, das ich aber leider viel zu selten tragen kann. Es ist ein schwarzes bodenlanges Kleid, keinerlei Label, sondern handgenäht, schmal geschnitten völlig schlicht und gerade deshalb wunderschön. Ich besitze es seit über 20 Jahren, kaufte es damals auf einem Flohmarkt für 5 Mark - und es ist immer noch meine erste Wahl in Sachen schlicht und gut angezogen sein. Zudem ist es der beste Grund, warum ich mir so gar keine Gedanken um das Thema „Mode” machen muss. Denn dieses Kleid kann alles, was ein Kleid für mich können muss: Es lässt mich darin aussehen wie eine Frau. Mehr An- (oder vielleicht sogar Aus-?) gezogensein bei kleinen wie großen Anlässen brauche ich nicht.


Ingrid im Lieblingskleid: wie gemacht für den roten Teppich. (2013)

Zuletzt zum Einsatz kam dieses All-time-favourite-Kleid vor kurzem bei einer großen Veranstaltung, gemeinsam mit roten Lieblings-Satinpumps. Das war echtes „Roter-Teppich-Feeling“!

 
Wie hat sich deine Einstellung zu Schönheit und Aussehen in den letzten Jahren verändert? Inwieweit hat das Älterwerden damit zu tun?

Ich bin heute versöhnter mit mir und meist mit meinem Spiegelbild recht einverstanden. Es gibt Tage, da find ich mich schlichtweg hinreißend, und es gibt Tage ... naja, so Tage halt. Aber meist mag ich mich und das Drum und Dran wirklich gut leiden.

Als junge Frau war das völlig anders. Kein Spiegel, den ich nicht unsicher befragte, meine Verweildauer davor war legendär. Wo immer ich hinkam, habe ich als erstes die Toilette aufgesucht, um im Spiegelbild nachzuprüfen, ob noch „alles in Ordnung“ war. Ich wäre eher auf der Stelle gestorben, als mich jemandem ungeschminkt zu zeigen, und so mancher junge Mann, der mir damals näher kam, hat mich niemals im Naturzustand gesehen. Ich war überzeugt davon, dass ich ohne die Unterstützung von allem, was die dekorative Kosmetikbranche hergab, ein blasses, nichtssagendes und reizloses Etwas sei. Nun gut, ich hatte ein Handicap: Meine damals noch nicht optimal behandelte Hautkrankheit bewirkte in mir starke Schamgefühle. Unter diesem Aspekt finde ich mein damaliges Bedürfnis, die oftmals geradezu entstellenden Ekzeme zu kaschieren, durchaus sehr verständlich.

So schleppte ich viele Komplexe mit mir rum, ich wuchs in der Anfangszeit der gefeierten Supermodels auf, hatte sie als Malvorlage für meine ersten Portraits vor mir auf dem Tisch - und bei dem Vergleich mit diesen makellosen Wesen, da konnte ich nicht mithalten. Und tat doch mein Bestes, indem ich viel Zeit, Energie und mein schmales Gehalt in das Feintuning meines Aussehens investierte. 


Ganz unkompliziert und hundetauglich: Jeans von Levi’s (2013).

Na, und „natürlich“ fühlte ich mich als junges Mädchen auch zu mollig. Zwar wog ich kein Gramm mehr als heute, empfand meine Dimensionen aber völlig anders. Ich glich das durch einen sehr weiblichen Kleidungsstil aus. Über viele Jahre trug ich nichts anderes als Röcke, dazu meist schwarze, weil schlankmachende Nylons und möglichst hohe Pumps. Hosen hingegen gar nicht, weil ich meinte, mein Hintern sei dafür zu unförmig(!). Meine heutigen Lieblingsjeans – eine Levi’s, was sonst -  schliefen über 15 Jahre in einer Ecke meines Schranks, bis sie ungefähr im Jahr 2000 ihre Renaissance erlebten. Wenn mir in meinen jungen Jahren jemand gesagt hätte, dass ich die mit 48 Jahren fast täglich tragen und das Modell immer nachkaufen würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Die Zeit nach meiner Schwangerschaft – so ab 1997 - brachte in Sachen Körperbild für mich wundersamerweise eine entscheidende Wende. Seither fühle ich mich in meinem Körper wohl und meist auch in meiner Haut (die seit der Hormonumstellung auch gesünder ist, so dass ich wesentlich weniger ärztliche Hilfe brauche). Ich bin zwar nach wie vor recht kritisch mit mir, aber nicht mehr gnadenlos, und nicht mehr die Sklavin des „Wie-seh-ich-bloß-aus?“-Tyrannen in mir. Morgens mit dem Hund auch mal ungeschminkt und leidlich frisiert rauszugehen oder in dem „Zustand“ gar dem Paketboten zu öffnen, wäre mir als junge Frau nie in den Sinn gekommen. Das sehe ich heute viel gelassener – und der Paketbote dürfte inzwischen meine Rohbauversion (und den Großteil meiner nicht wirklich erotischen Nachtwäschekollektion samt zugehörigen Schlaf-Ringelsocken) kennen.


Zur Kosmetik: Bist du eher der Wasser-und-Seife-Typ oder glaubst du an die Möglichkeiten moderner Produkte?

Da kann ich nur bedingt mitreden, weil ich seit über drei Jahrzehnten auf spezielle medizinische Hautpflege angewiesen bin und die meisten modernen Hautpflegeprodukte nur bedingt verwenden kann. In den letzten Jahren haben sich meine Möglichkeiten aber etwas erweitert, weil heutzutage viele Kosmetikprodukte bewusster und mit weniger (und vor allem passenden) natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt werden.

Im Prinzip bin ich aber durchaus davon überzeugt, dass die Wissenschaft, die ja auf so vielen Gebieten in den letzten Jahrzehnten Großartiges geleistet hat, auch vor der Kosmetik nicht Halt gemacht hat. Sicher haben wir heutzutage mehr Produkte, die auch wirklich mehr können, selbst wenn man Werbeversprechen und Sensations- und Effekthascherei abzieht. Zaubern kann aber sicher keines, und keines wird eine ungünstige Veranlagung und einen nachlässigen Lebensstil langfristig ausgleichen können.

Gleichzeitig habe ich aber auch den Eindruck, dass die Anzahl an unnötigen und sogar riskanten Produkten auf dem Markt größer geworden ist. Es gibt eine schier unübersehbare Menge von Produkten, und es werden ständig mehr - und fast zwangsläufig sind dabei auch mehr und mehr Produkte, die nichts bringen oder sogar schaden.


Du bist auf Reisen und hast deine Waschbeutel vergessen. Welche drei (Kosmetik-)Produkte kaufst du sofort?

Ohne Kontaktlinsenpflegemittel geht gar nix. Ich bin kurzsichtig wie ein Maulwurf und trage deshalb seit meinem 16. Lebensjahr Kontaktlinsen. Mit -6,0 Dioptrien ist frau auf ihre Sehhilfen dringend angewiesen, um der Welt nicht unanständig nahe kommen zu müssen bzw. um sie überhaupt zu erkennen.

Als nächstes kommt in den Korb ein Fläschchen Augen-Make-up-Entferner, und zwar Nivea Double Effect Sensitive. Ich trage generell nur wasserfeste Mascara (offizielle Begründung: weil ich ja mit dem Hund bei jedem Wetter draußen bin. Inoffizielle Version: weil ich nun mal eine Rührbacke bin, die meist gefährlich nah am Wasser gebaut hat), darum ist ein gutes Produkt, das weder in den Augen brennt noch größeren unsanften Rubbelaufwand bedeutet, für mich unverzichtbar.

Und da es meines Wissens nach noch kein Deo mit eingebauter Zahnpflegefunktion gibt (Erfinder, wo seid ihr?), wähle ich als drittes Produkt lieber ein Zahnpflegeset als das Antitranspirant. Denn ein Deo-Mangel wäre dann ja doch eher nur für die Umgebung gefährlich, mangelnde Zahnhygiene aber auch noch für die bislang glücklicherweise tadellose Gesundheit meines eigenen Gebisses.


Hast du ein Schönheitsgeheimnis? Wenn ja, welches?

Ein Geheimnis? Ich würde eher sagen, in Sachen Aussehen hatte ich einfach ein Riesenglück, dass ich die richtigen Gene abbekommen habe: Ich esse wahnsinnig gerne, liebe insbesondere Süßigkeiten und trage dennoch seit Jahrzehnten Kleidergröße 36. Dass ich bekennender Sportmuffel bin, glaubt mir kaum jemand, ist aber so. Ich bin ehrlich und wahrhaftig komplett unsportlich – von meinen Wandmalereiprojekten mal abgesehen, die zum Teil physisch schon sehr fordernd sind. Erstaunlicherweise stecke ich es trotz mangelnder sonstiger Leibesertüchtigung ganz gut weg, wenn ich etliche Quadratmeter Deckengewölbe über Kopf male, oder tagelang gebückt ein um den ganzen Raum laufendes Bodenfries.


Ein bisschen Superwoman: „Ich schaff’ das.” (2013)

Immerhin komme ich mit dem Hund ja täglich ein paar Stunden an die frische Luft, das könnte ein Guthaben für die nächsten zehn Jahre werden ...

Ich rauche seit acht Jahren nicht mehr und trinke seit gut zehn Jahren keinen Alkohol. Mag sein, dass auch das dazu beigetragen hat, dass ich mich recht rüstig fühle. Andererseits haben meine Mutter und beide Großmütter bis ins hohe Alter nie ein Glas verschmäht und hatten sich dennoch alle drei sehr lange ein jugendliches Äußeres bewahrt. 

Zugute kommt mir vielleicht auch, dass ich generell ein eher temperamentvolles Naturell habe und selten stillsitze. Eigentlich bin ich also doch ständig in Bewegung, und wenn ich nur mit den Zehen wackle.

Für Schönheitsrituale bleibt in meinem Leben wenig Platz. Meine Routinen sind eher routinierte Schnellprogramme – an einem Standardmorgen bin ich bereits nach 15 Minuten fix und fertig geduscht mit gewaschenem Haar und Alltagsminimakeup wieder aus dem Bad draußen. Sollte ich mir für einen Anlass mal mehr Mühe geben und länger brauchen, dann seh ich übrigens fatalerweise meist auch nicht wesentlich anders aus - darum: was soll’s.
Und das beste Schönheitsrezept ist meiner Meinung nach sowieso, möglichst glücklich zu sein. Darum versuche ich lieber weiterhin, endlich hinter das Geheimnis des Glücks als hinter das der Schönheit zu kommen.


Gibt es ein Mantra, das dich durch dein Leben begleitet?

„Ich schaff’ das.“ Universell einsetzbar.


Danke, liebe Ingrid, für deine Antworten, die Einblicke in deine Leben und für die tollen Fotos! Und fürs mutige Vorleben von Lebensträumen!

***
Mehr spannende Interview mit spannenden Frauen jenseits der 40 gibt es übrigens hier: Click and enjoy!

 
Susanne Ackstaller, Montag, 14. Oktober 2013, 09:00 Uhr
Kommentare: 6 | Aufrufe: 12055 | Kategorie: Meinungen, Frauen ab 40/50/60, Interviews, | Tags: wandklexstilschönheitmontagsinterviewmodemalerininterviewingrid heuserfrauen ab 40anti-agingälter werden
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Kommentare

  • Ich bin, wie so oft, sehr beeindruckt! Tolle Frau, tolles Interview, tolle Fotos! Alles sehr authentisch. Alles Liebe für dich aus Oberbayern!

    Sabine
    am Mittwoch, 26. Februar 2014 um 08:54 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich habe zu danken, liebe Susi! Du hast bei mir durch Deine Fragen ganz viele schöne und/oder wichtige Erinnerungen bei mir neu zum Leben erweckt.
    Es hat mir große Freude gemacht, mir darüber mal Gedanken zu machen, auch wenns mir erst ziemlich fremd war. Einiges dabei war sogar für mich selbst noch irgendwie überraschend!
    Und wenn ich das Ergebnis unseres Interviews nun lese und sehe was Du aus meinen zum Teil ja schon ganz persönlichen Informationen gemacht hast, sehe ich, dass mein großes Vertrauen in Dich absolut gerechtfertigt war, Du bist eine ganz hervorragend gute Zuhörerin bzw. -leserin!

    Und liebe Lilian, lieber Jörg, liebe Mo und liebe Barbara - für Eure so liebenswürdigen Kommentare mag ich Euch auch noch danken. Ich hab mich sehr darüber gefreut!

    Herzlichbunte Grüße ausm Bahnhofsatelier
    von der wandklex Ingrid

    wandklex Ingrid Heuser
    am Montag, 21. Oktober 2013 um 13:53 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Wunderschön und herzerwärmend! Was ich mir jetzt wünschen würde: ein ebenso gehaltvolles Interview über den Weg der Prinzessin zum Wandklexen…

    Barbara Maria Zollner
    am Freitag, 18. Oktober 2013 um 09:35 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • was für ein tolles interview, liebe frau wandklex. und dann auch noch die vielen bilder von dir, die ich noch gar nicht kannte. das hat jetzt echt großen spaß gemacht, von anfang bis ende zu lesen und zu schauen.
    danke schön für deine offenheit!
    und danke schön auch an die textinenkollegin, die dir so viel platz eingeräumt hat.
    liebste grüße
    aus dem büro für besondere maßnahmen
    ;-)

    mo jour
    am Mittwoch, 16. Oktober 2013 um 22:46 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Als Twittklex mag ich sie in meiner Timeline nicht missen. Danke für das schöne Interview - das waren ungewohnt viele Male 140 Zeichen, aber definitiv einen Ausflug wert.

    Jörg
    am Dienstag, 15. Oktober 2013 um 11:30 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Was für ein Interview!
    Was für herzerfrischende Antworten!
    Und was für eine Schönheit von Frau, du liebe Güte.
    Ich glaube, ich werde ab sofort NOCH entspannter auf die baldigen 40 zuhüpfen. :)

    Lilian
    am Montag, 14. Oktober 2013 um 16:32 Uhr

    Auf diesen Kommentar antworten

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